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µFT Objektiv und Cropfaktor

Pintolus

Themenersteller
Hallo liebe Foren-Gemeinde,

ich bin ein ziemlicher Anfänger was Kameras und vor allem die Formate angeht, deshalb komme ich sehr durcheinander mit den ganzen Angaben wie z.B. Kleinbild-Äquivalent und Crop-Faktor.

Ich habe im Moment eine Nikon D5100 (hauptsächlich zum filmen) und verwende daran die 35mm und 50mm Nikkor 1.8G Objektive.

Nun möchte ich auf meine M43 Kamera umsteigen (Panasonic GX80) aber bin ein bisschen verwirrt wenn es um die Objektivwahl geht.
Welche brennweiten muss ich mir anschaffen, wenn ich die selben Brennweiten wie an meiner Nikon (also 35 und 50mm) erreichen möchte?

Liebe Grüße und vielen vielen Dank!
 
Die Nikon hat einen Cropfaktor von 1,5 und Panasonic (MFT) hat einen Cropfaktor von 2.

Das Heißt das Nikon 35mm entspricht 52,5mm an Kleinbild. An MFT wären es etwa 25mm (50mm KB äqu). In dieser Brennweite gibt es eine größere Auswahl. Am günstigsten kommst du mit dem 25mm f1.7 von Panasonic hin.

50mm an Nikon entsprechen etwa 75mm an Kleinbild. Man bräuchte da also ein 37,5mm um den gleichen Bildwinkel zu haben. Das gibt es so nicht, da sich die MFT Hersteller an klassischen Bildwinkeln orientieren. Es gibt aber ein relativ günstiges 45mm f1.8 von Olympus und ein 42,5mm f1.7 von Panasonic. Diese entsprechen dann etwa 90mm bzw. 85mm an Kleinbild und haben einen grob ähnlichen Bildwinkel. Alternativ gäbe es auch noch die 30mm von Sigma (sehr günstig in f2.8 und auch noch relativ günstig in f1.4), was dann etwa 60mm entsprechen würde.

Unabhängig davon würde etwas mehr Weitwinkel beim Filmen einen mM noch besseren Look geben. Genauer gesagt etwas zwischen 35mm und 40mm entsprechend Kleinbild. Für MFT gibt es da ein 17mm f1.8 von Olympus, ein 19mm f2.8 von Sigma und ein 20mm f1.7 von Panasonic. Das Panasonic bietet eine sehr Gute Bildqualität und ist gebraucht relativ günstig (unter 200€), jedoch ist der Autofokus etwas gemächlich. Das Sigma ist ebenfalls sehr günstig und gut, jedoch mit f2.8 nicht übermäßig Lichtstark. Das Olympus ist auch gut, jedoch etwas teurer.
 
Welche brennweiten muss ich mir anschaffen, wenn ich die selben Brennweiten wie an meiner Nikon (also 35 und 50mm) erreichen möchte?

Wenn Du die selben Brennweiten willst, musst Du die eben auch kaufen. Aber Du willst wohl eher die selben Bildwinkel erreichen. Und dann wären die passenden Brennweiten etwa 25mm und 38mm.
 
Ich meine natürlich den Bildwinkel, danke :)

Vielen vielen Dank nochmal an JRabbit für die ausführliche Erklärung!
 
Die Aussagen bisher passen schon, allerdings zu der Fotografie.

Zu beachten ist im übrigen noch, dass beim Filmen fast immer nur ein Teil des Sensors genutzt wird. Die effektive Chipgröße und damit auch der Bildwinkel ändern sich beim Filmen somit teils erheblich. Wie die genauen Cropfaktoren dann aussehen, weiß ich nicht, das kannst du aber bestimmt auch selbst herausfinden.

Um jetzt die nötige Brennweite für denselben Bildwinkel zu berechnen, multipliziere den Cropfaktor deiner Nikon mit den benutzten Brennweiten. Dann hast du das sogenannte Kleinbildäquivalent. Danach dividierst du dieses durch den Cropfaktor deiner Panasonic, fertig.

Für denselben Bildlook (also ähnlich starkes Bokeh) brauchst du dann noch dementsprechend lichtstärkere Objektive. Für deren Nutzung bei Offenblende (um den Look auch zu erhalten) empfiehlt sich ggf. ein schwacher Graufilter. Willst du auch noch die cinematische Bewegungsunschärfe, musst du noch stärkere Graufilter verwenden (zumindest bei Sonne), um die Belichtungszeit anzupassen.


Ich hoffe, das hilft dir weiter.
Mark
 
Zu beachten ist im übrigen noch, dass beim Filmen fast immer nur ein Teil des Sensors genutzt wird. Die effektive Chipgröße und damit auch der Bildwinkel ändern sich beim Filmen somit teils erheblich. Wie die genauen Cropfaktoren dann aussehen, weiß ich nicht, das kannst du aber bestimmt auch selbst herausfinden.
Äääääääh - neeee - zumindest nicht, wenn man sich auf Full HD beschränkt, die Aufnahmen werden über den ganzen Sensor gemacht. Bei 4K mag das bei der einen oder anderen Cam zutreffen, aber da hab ich gerade keinen Überblick.

Für denselben Bildlook (also ähnlich starkes Bokeh) brauchst du dann noch dementsprechend lichtstärkere Objektive. Für deren Nutzung bei Offenblende (um den Look auch zu erhalten) empfiehlt sich ggf. ein schwacher Graufilter. Willst du auch noch die cinematische Bewegungsunschärfe, musst du noch stärkere Graufilter verwenden (zumindest bei Sonne), um die Belichtungszeit anzupassen.
Der erste Satz stimmt so auch nicht, da Du Bokeh mit Freistellung verwechselst. Bokeh hat mit Offenblende nichts zu tun, sondern ist eine Eigenschaft der verwendeten Linsen im Objektiv und der Konstruktion.

Aber jetzt sind wir endgültig vom Status "ziemlicher Anfänger" und "weiterhelfen" weg ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die GX80 hat I'm 4k Videomode einen Cropfaktor von etwa 2,2. Ob in FullHD kein Cropfaktor vorhanden ist kann ich nicht sagen, jedoch würde ich mit einer GX80 auch nicht in FullHD aufnehmen, da die Qualität eher mäßig ist (im Vergleich zu anderen Panasonic).

Laut nofilmschool hat eine Nikon D7200 bei FullHD einen Cropfaktor von 1,95. Welchen Cropfaktor die D5100 beim Filmen hat finde ich auf die schnelle nicht.

Ich würde dem TO für den Anfang einfach Mal epfehlen erste Versuche mit einem Kit-Objektiv zu machen und danach dann eine Festbrennweite kaufen mit einem Bildwinkel mit dem man sich wohl fühlt. Da das mit dem Cropfaktor bei Video nicht so trivial ist, scheint das die einfachste Lösung.
 
Re: Objektiv und Formatfaktor

Man sollte darauf schauen, für welche Dimension der Video-Formatfaktor angegeben wird – für die Diagonale oder die Horizontale. Denn für die Diagonale ist er allein schon deshalb größer als für Stehbilder, weil das Videoformat ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweist (statt 3:2 bzw. 4:3). Das heißt, es wird oben und unten etwas weggeschnitten. Interessant ist die Frage, ob auch links und rechts beschnitten wird – das heißt, ob der Formatfaktor auch für die Horizontale größer ist als für Stehbilder. Idealerweise wird die Sensorbreite auch beim Videofilmen voll ausgenutzt. Doch manche Kameras nutzen sie leider nicht voll aus, um die Datenmenge besser bewältigen zu können.
 
AW: Re: Objektiv und Formatfaktor

Man sollte darauf schauen, für welche Dimension der Video-Formatfaktor angegeben wird – für die Diagonale oder die Horizontale. Denn für die Diagonale ist er allein schon deshalb größer als für Stehbilder, weil das Videoformat ein Seitenverhältnis von 16:9 aufweist (statt 3:2 bzw. 4:3). Das heißt, es wird oben und unten etwas weggeschnitten. Interessant ist die Frage, ob auch links und rechts beschnitten wird – das heißt, ob der Formatfaktor auch für die Horizontale größer ist als für Stehbilder. Idealerweise wird die Sensorbreite auch beim Videofilmen voll ausgenutzt. Doch manche Kameras nutzen sie leider nicht voll aus, um die Datenmenge besser bewältigen zu können.
Es wird auch links und rechts was weggeschnitten.
 
AW: Re: Objektiv und Formatfaktor

Es wird auch links und rechts was weggeschnitten.

Genau, der Sensor hat 4592 x 3448 Bildpunkte, 4K Video 3840 x 2160 Bildpunkte.
Damit ergibt sich ein Cropfaktor von 2,6 beim 4K Video.
D.h. vom 17,3mm x 13mm Sensor werden 14,5mm x 8,1mm zum Filmen verwendet.
Gruß
Michael
 
AW: Re: Objektiv und Formatfaktor

Genau, der Sensor hat 4592 x 3448 Bildpunkte, 4K Video 3840 x 2160 Bildpunkte.
Damit ergibt sich ein Cropfaktor von 2,6 beim 4K Video.
D.h. vom 17,3mm x 13mm Sensor werden 14,5mm x 8,1mm zum Filmen verwendet.
Gruß
Michael
Nein, die Kamera ließ einen etwas breiteren Bereich aus als sie bräuchte (irgendwas um 4100 Pixel in die Breite) und rechnet das dann auf 4K runter. Der zusätzliche Cropfaktor für die GX80 (und G70) ist 1,1, für die GH4 1,2 und für die GX8 1,25. Die GH5 hat keinen zusätzlichen Cropfaktor mehr. Mit dem MFT Cropfaktor von 2 verrechnet gibt das für die GX80 dann 2,2.
 
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