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Mittagspause mit Daumen lutschen

Hier mal ein Bild, dass ca 20 Meter weiter entstanden ist und das Umfeld etwas besser darstellt, als es vielleicht das Bild des kleinen Jungen tut.

IMG_7364.JPG


VG
 
Wow, eine Betroffenheits-La-Ola-Welle.

Nicht die Bilder des TO (die tatsächlich häufiger Schnappschuss-Charakter aufweisen und oft genug keinen künstlerischen, sondern eher dokumentarischen Anspruch zu haben scheinen) sind zynisch, sondern jene Kommentare, die fordern, dass Bilder von nicht privilegierten Kindern aus verarmten Verhältnissen "die Armut und das Schicksal der Betroffenen anprangern" müssten. Das ist ja so, als müsste jedes Foto eines Baumes das Waldsterben anprangern.
Dazu dann das gezielt spontan empörte, ja gerade angewiderte Sich-Abwenden vom TO lässt mich an den Reifegrad von grünen Bananen denken. Das ist - um mal im Sprachgebrauch einiger Beiträge zu bleiben: Pfui!

Tatsächlich aber machen manche Sprüche hier die Kinder erst zu Opfern derjenigen Betroffenheitsindustrie, die Vernissagen arrangiert, in denen man Armut anprangernde Fotokunst goutiert und dabei die aufkommende Empörung über die Ungerechtigkeit der Welt mit einem Gläschen Sekt hinunterspült.

Die Menschen dort haben bei allen Widrigkeiten auch ein Leben, stellt euch das vor, und sie haben auch einen Stolz und ja, sie können sich ein besseres Leben vorstellen, und nein, sie haben euren Spott nicht verdient, den ihr noch über sie ausschüttet, indem ihr sie zu bemitleidenswerten Geschöpfen in einer untergeordneten Rolle in der Gesellschaftskritik bildungsbürgerlicher Selbstgefälligkeit macht - und damit den Abstand zu euch nur noch vergrößert.

Einige wirklich wenige(!) Fotos auf der Homepage des TO sind in diesem Sinne sensationalistisch, ganz bestimmt gehören die bisher hier gezeigten nicht dazu.

Gruß
Hafer
 
Finde auch dass hier die ganze Sache arg übertrieben wird. Die Bilder des TO finde ich keinesfalls respektlos, wie es hier teilweise dargestellt wird. Respektlos finde ich wie hier über diese "armen schwachen Geschöpfe" der 3. Welt geredet wird. Das ist herablassend und respektlos.
Die Menschen der 3. Welt haben genauso die Möglichkeit, wie wir auch sich gegen ein Foto zu wehren etc.

Und so Sprüche wie:" Ich hoffe, der T.O. hat wenigstens ein paar Dollar für seine Bilder springen lassen." sind mehr als unangebracht. Das ist genau das Bild des mächtigen Reichen, der wie beim Hühnerfüttern für die kleinste Kleinigkeit mit Futter oder in dem Fall Geld wirft.
 
Die Menschen dort haben bei allen Widrigkeiten auch ein Leben, stellt euch das vor, und sie haben auch einen Stolz und ja, sie können sich ein besseres Leben vorstellen,


Danke, ich würde sogar noch darüber hinaus gehen:

Ich habe mich, in der Zeit als ich dort gelebt habe und auch noch manchmal jetzt, gefragt ob es denn so toll ist in einer sog. hochentwickelten Gesellschaft zu leben wie wir sie hier so propagieren.

Ich spreche jetzt nicht von den Randgruppen die auf Müllplätzen leben und wo Kleinkinder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen haben und deren Zukunft häufig in Richtung Prostitution und Arbeitslosigkeit zielt. Und ich meine auch nicht die Situation nach einer Naturkatastrophe bei der es unzählige Tote und große Verwüstung gibt.

Zur Überlegung bringt mich der Philippinische Durchschnittsbürger mit einem Familieneinkommen von vielleicht 50 € im Monat zu denen die meisten der 17 Millionen Einwohner Manilas gehören und der ganz andere Werte als wir hat:

An oberster Stelle steht die Familie und die Kinder, im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass die Kinder die Versorgung für die Alten übernehmen.

Wichtig ist die soziale Verantwortung für die Familie, die Freunde und die Nachbarn - d.h. man hilft sich innerhalb dieser Gemeinschaft wenn z.B. einer gerade mal kein Geld mehr hat.

Die Zufriedenheit, welche die Menschen ausstrahlen und das sprichwörtliche Lächeln, das diese ausdrückt, auch wenn natürlich Wünsche und Träume offen bleiben (aber das tun sie hier ja auch manchmal).

Die Unfähigkeit der Leute, Dinge längerfristig zu planen, was für eine hochtechnologisierte Welt in der wir hier leben für Konsum und Weiterentwicklung natürlich tödlich wäre, die Menschen dort aber mit einem besseren Gewissen einschlafen lässt.

Die Freundlichkeit der Menschen gegenüber Fremden ...

Ich möchte das jetzt nicht idealisieren aber ich bin der Meinung jeder sollte das kennenlernen (Betonung auf lernen) und dann zu entscheiden, ob unser "way of live" im Luxus mit Ellenbogen und Konsumzwang so uneingeschränkt erstrebenswert ist.

Entfernen sollte man sich jedefalls von dem Gedanken, dass in ärmeren Ländern als in unserem grundsätzlich alle Kinder wie Hunde getreten werden, überall gehungert wird und wir diesen Leuten unseren Lebenstil überstülpen müssen der sicherlich auch seine Widrigkeiten beinhaltet.

Ich konnte mich bisher nicht dazu durchringen den Standard, den ich bisher gelebt habe, gegen og. Werte einzutauschen.

Leider lassen meine fotografischen Fähigkeit bisher (anscheinend) nicht zu, diesen Zwiespalt auszudrücken - wäre aber ein Ziel.

Danke
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider lassen meine fotografischen Fähigkeit bisher (anscheinend) nicht zu, diesen Zwiespalt auszudrücken - wäre aber ein Ziel.

Danke


Wenn das dein Ziel ist, das setzt dich wirklich mit deinen "Modelen" auseinander, rede mit Ihnen, erzähle ihre Geschichte und machen nicht einfach "nette" Bilder. Vorallen verabschiede dich von deinen romantischen Sichtweisen, eine Gesellschaft die eine kleine steinreiche Elite hat, die den größten Teil ihrer Gesellschaft in Armut lässt die tausende Kinder auf Müllhalden verrecken lässt, ist nicht solidarisch. Lebe einfach mal ein paar Wochen zb.B. ohne Zugang zu sauberen Wasser und medizinische Versorgung, dann wirst du sehen wie erstrebenswert das Leben dort ist und selbst dann hättest du immer die Möglichkeit auszusteigen, dass haben andere nicht. Die Sicht aus dem vorvorigen Jahrhundert des "edlen Wilden" sowie die Mär des zwar armen aber doch glücklichen Menschen dient ausschließlich dazu die bestehenden Verhältnisse zu stabilisieren (da ich seit 30 Jahren in diesen Bereich beruflich tätig bin, bin ich nicht so ganz unerfahren). Gehe raus aus den Enklaven in das richtige Leben, dann wirst du auch bessere Fotos machen.
 
@reutter: Ich habe jetzt mehrere Anläufe gemacht, auf den einen oder anderen Aspekt deines Beitrags eine Antwort zu finden, aber mir entgleitet immer wieder die Fassung (und dann lösche ich wieder alles). Ich belasse es deshalb bei dem Vorschlag, dass wir uns auf die vom TO hier eingestellten Bilder konzentrieren und ihm ganz konkret bei seinem Ziel helfen, seine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern. Und wenn wir das nicht können, dann sollten wir schweigen.

Gruß
Hafer
 
@reutter: Ich habe jetzt mehrere Anläufe gemacht, auf den einen oder anderen Aspekt deines Beitrags eine Antwort zu finden, aber mir entgleitet immer wieder die Fassung (und dann lösche ich wieder alles). Ich belasse es deshalb bei dem Vorschlag, dass wir uns auf die vom TO hier eingestellten Bilder konzentrieren und ihm ganz konkret bei seinem Ziel helfen, seine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern. Und wenn wir das nicht können, dann sollten wir schweigen.

Gruß
Hafer

Tja zu den fotografischen Fähigkeiten, insbesondere in der Portraitfotografie gehört eben mehr als nur das Wissen über Blende und Zeit. Von daher war mein Beitrag schon als Tipp gemeint.
 
...Vorallen verabschiede dich von deinen romantischen Sichtweisen, eine Gesellschaft die eine kleine steinreiche Elite hat, die den größten Teil ihrer Gesellschaft in Armut lässt die tausende Kinder auf Müllhalden verrecken lässt, ist nicht solidarisch. ...(da ich seit 30 Jahren in diesen Bereich beruflich tätig bin, bin ich nicht so ganz unerfahren). ...

Leider hastst Du meinen Tread nicht verstanden!!

Ich wollte es mir verkneifen aber ich kann das so nicht im Raum stehen lassen.

Es geht hier nicht darum, dass es in vielen Ländern korrupt zugeht und dadurch Armut zu gunsten einer Elite entsteht ... Müllhalde ... verrecken ... .

Das missbillige ich auch massiv und habe dem in verschiedenen Situationen entgegen gewirkt (z.B. als sich Politiker zu Wahlzwecken Hilfslieferungen auf die eigene Fahne schreiben wollten).

Aber es gibt in allen Ländern auch das Leben von Menschen welches sie alltäglich bestreiten.

Btw. muss man von Land zu Land differenzieren. Ich habe die Situation in einer korrupten Diktatur in Afrika, ein armes Land in Mittelamerika und die Philippinen kennegelernt und da gibt es definitiv Unterschiede der Gegebenheiten.

Vielmehr geht es darum, dass es in jeder Gesellschaft Dinge gibt, von denen Andere lernen können - das hat nichts mit Romatik zu tun.

Auch in Deutschland gibt es Familien mit Gewalt und Missbrauch und keiner würde deshalb auf die Idee kommen, unsere Tugenden Fleiß, Arbeitsamkeit ... in Frage zu stellen.

Einem Jugendlichen ohne große Erfahrung gestehe ich zu dies nicht erkennen zu können. bei jemanden der erfolgreich 30 Jahre in einem entsprechendem Beruf tätig ist, würde ich die Fähigkeit dies zu differenzieren vorraussetzen.

Zurück zum Wesentlichen (zumindest hier im Forum), der Fotografie:

Um weitere Missverständnisse zu vermeiden folgende Infos zum nächsten Bild.

In Manila City, einem ärmeren Teil der 17 Millionen Einwohner zählenden Metropole "Metro Manila", konzentrieren sich räumlich branchengleiche Läden und Geschäfte. So gibt es z.B. in Quiapo um den Markt mit Gemüse, Obst, ... unzählige Fotogeschäfte die im Übrigen von der Ausstattung mit Deutschen Fotogeschäften vergleichbar sind. Ein paar Hundert Meter weiter an der Rizal Av. gibt es eine Ansammlung von Sanitätsgeschäften, wo Rollstühle, Gehhilfen ..., und z.T. auch Arzneien angeboten werden. Hier also ca. 200 m von dem schlafenden Jungen ist das folgende Bild enstanden. 2 Verkäuferinnen hatten ihre Kinder dabei und liesen sich von mir fotografieren.

IMG_7592.JPG
 
Ich finde das 1. Bild sehr gut.
In meinen Augen ist es wichtig die REALITÄT zu zeigen. Und Fotographie ist nun einmal mitunter das Mittel der ersten Wahl dafür.
In Zeiten von EBB, Medienzensur und einem in meinen Augen sehr verzerrten Gesellschaftsbild heutzutage, geschürt von einseitigen Reportagen, unzähligen "geshoppten" Fotos, Lobbyismus und etappenweiser Effekthascherei der Medien ist und bleibt es wichtig durch EHRLICHE Bilder die Menschheit wach zu rütteln bzw. hin und wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen.
Die besten Bilder sind immer noch die, welche aus dem Moment heraus entstanden sind und diesen einfrieren. Das sagt mehr als tausend Worte...

Gruß und weiter so an den TO!
-Hannover Shooting
 
Die hoffentlich beendete Diskussion erinnert mich ein wenig an Erfahrungen meines Bruders bei der Flut in Deutschland: Für diverse Sender mit der Filmkamera bewaffnet, nahm er den Schrecken und das Elend nach der Flutkatastrophe auf - und wurde fast verjagt.

Seine - für mich nachvollziehbare - Argumentation, die er den Einwohnern anbot, war: "Wissen Sie, wenn ich hier keine Bilder mache, bekommt von der Katastrophe keiner was mit."

Das ist zwar eine überspitzte Aussage, aber sie ist wahr.

Ob man nun "lustig" schreiben kann, sei dahingestellt. Da der Threadstarter aber offensichtlich jahrelang Einwohner war, geht er mit diesen Bildern auch anders um als irgendwelche Jungspunde/Weltverbesserer, die das Land wenn überhaupt nur aus dem Atlas kennen.

Von dieser aufgesetzten Hypersensibilität bzgl. Armut hatte ich schon beim Studium die Schnauze voll. Und der Vorschlag, einfach mal ein paar Jahre in Armut zu leben, um bessere Fotos zu machen, ist einfach nur dämlich.

Zum Bild: Leider nicht gut fotografiert, aber das Motiv haut's raus.

Grüße
 
WERBUNG
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