Klarer Vorteil für die DSLR auch in Sachen Abbildungsgröße. Habe noch keine Kompakte gesehen, die weniger als eine Zigarettenschachtel formatfüllend abbilden kann.
Bridges nutzen für die Makrofunktion meist die Weitwinkelstellung, bei der die tonnenförmige Verzeichnung auf Grund der geringen Arbeitsdistanz extrem hervortritt.
Und damit wären wir schon beim nächsten Nachteil: Für maximale Vergrößerung musst du mit einer Bridge meist bis auf wenige Zentimeter an das Objekt heran. Das wird dann oft sogar noch beworben ("Scharfstellen ab 1cm vor der Frontlinse") obwohl es eigentlich ein Nachteil ist und mit der Makrofähigkeit im Sinne einer guten Vergrößerung kleiner Objekte nicht korreliert.
Ich rate dir zu einer DSLR, sofern du es auf Insekten/Reptilien abgesehen hast. Du brauchst zum Kit-Objektiv noch ein Makroobjektiv (gebraucht ab 250€) oder für den Einstieg einen Retroadapter und du solltest dich für befriedigende Ergebnisse mit den Grundlagen der Fotografie beschäftigen.
Sei aber gewarnt: DSLR ist wie ein Kind: mit Folgekosten verbunden
Für Blumen und Alltagsgegenstände reicht eine Bridge auch, ebenso, wenn du dich beim Fotografieren auf "einschalten-abdrücken" beschränken willst.
Edit:
Hab mal zwei Fotos angehängt, die ich auf die Schnelle gefunden habe.
Aus künstlerischer Sicht eher mau zeigen sie doch schön die Unterschiede der beiden Systeme auf.
Das Foto der Bridge mit weniger Freistellung/mehr Tiefenschärfe, durch die Weitwinkelstellung mehr Verzerrung aber auch mehr Umgebung mit drauf. Arbeitsentfernung: 2 cm!
Und daneben das Bild der SLR mit 105mm Makroobjektiv.. naja, das Gegenteil vom oben genannten. Arbeitsentfernung ca. 20 cm
lg Bernd