Glaub gerne was du willst. Ich biete dir
hier und
hier gerne die Möglichkeit etwas über das Phänomen zu lernen, von dem du annimmst, dass es schlichtweg nicht existiert.
Ich bin dir nicht böse. Es kommt durchaus vor, dass, wenn das eigene Equipment angeblich eine unerwünschte Eigenschaft besitzt, diese einfach wegdiskutiert wird.
Es gibt letztendlich nämlich durchaus eine positive Kehrseite dieses Phänomens. Eine gering(er) korrigierte sphärische Aberration ist meistens dem Charakter zuträglich (meistens, weil da unzählige Faktoren eine Rolle spielen...). Im Falle des 90 pre ASPH zeichnet das Objektiv die Unschärfe weicher und man kommt generell zu etwas angenehmer anmutenden Ergebnissen. Das 90 APO zeichnet die Unschärfe manchmal etwas rauher, was letztendlich eine Folge der stärker korrigierten sphärischen Aberration sein kann.
Es findet sich zu dem Thema online auch eine ausführliche Abhandlung von Erwin Puts, der (u.A.) auch diese beiden Objektive untersucht und verglichen hat.
Letztendlich ist das aber für einen Interessenten an der Brennweite durchaus wichtig. Wenn man das 90er rein für Porträts bei Offenblende genutzt wird, dann ist der Blendenfehler schlicht irrelevant. Wenn die Brennweite als Allroundtele genutzt werden soll, würde ich aus dem Grund eher zum Summarit oder APO Summicron greifen (oder der letzten Version des 90er Elmarits).