Mir stellt sich nun die Frage, ob es auf Dauer günstiger ist in ein Filtersystem wie das von Lee zu investieren oder für jedes Objektiv eigene Filter zu kaufen.
BilboB hat's ja schon gesagt: Wenn Du auf Schraubfilter von beispielsweise Haida setzt, bekommst Du gute Qualität zu einem günstigen Preis.
So oder so finde ich die Frage zwar aus ökonomischer Perspektive nachvollziehbar, nicht aber aus operativer. Ein Einschubsystem hat zwar Vorteile, aber auch Nachteile: es braucht viel mehr Platz, die Filter selbst sind empfindlicher und die Verwendung ist umständlicher.
Ich habe diverse, auch exotische, Schraubfilter in 77 mm und einige auch in anderen Größen, dazu 150x100 Einschubfilter, hauptsächlich von HiTech. Die Einschubfilter hatte ich schon länger nicht dabei, die nimmt man nur "extra" mit. Ein paar zusammengeschraubte 77er kann ich einfach mal so in den Fotorucksack werfen, das wiegt nur ein bisschen mehr.
Beim Einschubfilter kannst Du die Streulichtblende nicht mehr verwenden - dann kannst Du auch einfach die größte Schraubfiltergröße kaufen und dazu ein par Step-Ups für kleinere Objektivgewinde. Dann passt die Streulichtblende immerhin noch auf Deine größeren Objektive. Und Du merkst mit der Zeit, welche Filter Dir so wichtig sind, dass Du sie Dir zusätzlich in den anderen Größen kaufen willst.
Worauf ich hinaus will: Das teurere System ist ganz sicher nicht mehr günstiger, wenn Du es dann oft nicht benutzt, weil es zu umständlich ist oder Du es gar nicht erst mitgenommen hast.
"Außerdem spiele ich mit dem Gedanken in der Zukunft ein UWW Zoom zu kaufen, das kein Filtergewinde besitzt."
Würde ich nie machen, wenn ich auch Filter benutzen will.
Für UWW ist Filter (vorn) ohnehin fraglich (wg. der ungleichmässigen Wirkung).
Einzige gute Alternative: ein Objektiv mit Filtereinschub hinten.
Welche Objektive haben das denn? Ich kenne diesen hinteren Einschub nur vom EF 17-40/4 und vom 8-15 Fisheye, hab ihn sonst noch nicht wahrgenommen, auch nicht beim 35/1,4 oder beim TS-E 24.