Der Luftdruck muss immer ausgeglichen werden...
Wird er doch auch.
Der Ausgleich erfolgt über verschiedene Wege im Objektiv und in der Kamera.
Der erzeugte Luftstrom wird sich also aufteilen.
Die Aufteilung auf die verschiedenen Öffnungen ist abhängig von deren Strömungswiderständen.
Und genau bei denen beginnt bei so einem komplexen System die "Raterei".
Die genannten Steuerkurven in den Objektiven bilden größere Öffnungen als die "Schleichwege" durch die Mattscheibe, Prisma und Okular.
So ist auch meiner Meinung nach zu erwarten, dass der Strömungswiderstand der Steuerkurven kleiner ist als die der Schleichwege. Ich erwarte, dass dort die größere Luftmenge durchgeht.
Nicht ganz klar ist mir, wie sich die Luftaufteilung über die Wege im Objektiv und in der Kamera bei schnellerem Zoomen ändert.
Im einfachsten Fall ist der Strömungswiderstand abhängig vom Quadrat der Luftgeschwindigkeit. Bei höheren Geschwindigkeiten kommen weitere Abhängigkeiten z.B. durch die Verwirbelung dazu...
Was passiert, wenn ich nun die Zoomgeschwindigkeit verdoppele?
Aus dem Bauchgefühl heraus würde ich sagen, dass sich die Strömungsgeschwindigkeit in allen Luftwegen verdoppelt, sich damit alle Strömungswiderstände vervierfachen und
sich damit an der Luftaufteilung nichts ändert.
Ich denke mal, dass an diesem Punkt das DLSR- Forum eine Diplom- Arbeit oder Doktor- Arbeit ausloben könnte
Alternativ können wir natürlich auch die physikalisch richtige Lösung für
praktisch unbedeutend erklären und damit nicht näher vertiefen.
Gruß
ewm