Hallo Frank,
nun, Fine Art Printing ist ja quasi eine Wissenschaft für sich
Das Wichtigste ist natürlich erst einmal das Ausgangsmaterial, welches auf den ersten Blick bei Dir sehr gut aussieht. Ich gehe wie folgt vor:
- Aufnahme im RAW-Format
- Weißabgleich und Belichtungskorrektur in Capture One Pro
- Durchführung einer ganz leichten Schärfung in C1
- In Photoshop gezielte Bearbeitung der Tiefen und Lichtern, um den Kontrastumfang zu optimieren (Alternativ B/W Konvertierung)
- Farbkorrekturen (optional)
- Anwendung eines speziell für meine Kamera entwickelten Schärfungsscripts, um die durch den AA-Filter entstandende Unschärfe zu beseitigen
- Beurteilung des Bildergebnisses mithilfe des Softproofs des gewünschten Ausgabegeräts ( in meinem Fall Epson SP3800)
- Ggf. Anpassungen anhand des Proofs (optional)
- Bild auf das gewünschten Ausgabeformat bringen (im Idealfall in der nativen Auflösung des Druckers, ansonsten mit einem Teiler der nativen Auflösung). Hierbei kann man viel Qualtiät verschenken, mehr, als den meisten bewusst ist.
- Schärfung des Bildes gezielt für das Ausgabeformat und auf die Auflösung des Druckers abgestimmt. Anwendung partiell, da z. B. der Himmel im Regefall nicht geschärft werden soll (Artefakte)
- Ausgabe des Bildes mit korrektem Ausgabeprofil (abgestimmt auf die Kombination Drucker + Papier + Tinte) und Farbmanagementeinstellungen
- Präsentation des Bildes nach individuellen Anforderungen, bevorzugt mit Passepartout und Rahmen
Beim Papier fällt eine Generalempfehlung schwer, zu unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich persönlich verwende äußerst gern Ilfords Galerie Gold Fibre Silk , ein ausgezeichnetes Baryt-Papier ohne künstliche Aufheller. Gerade für S/W Aufnahmen eine ausgezeichnete Wahl.
Viele Grüße,
Jörg