So, ich habe mir vor 2 Wochen auch jetzt auch den Mindshift geleistet - ebenfalls in der Deluxe Variante.
Ich stand sowohl mit F-Stop, als auch MindShift per Mail in Kontakt und gerade ein gewisser Brain Erwin von MindShift war sehr nett und extrem hilfsbereit. Fand ich Topservice. Aber auch von der deutschen Facebookseite aus hatte ich einen sehr netten Kontakt. So ergab es sich auch, dass ich in einem Laden nicht unweit meines Wohnortes die Gelegenheit hatte den Mindshift zu testen.
Dazu muss ich aber sagen, dass mir F-Stop einen Laden in New York genannt hat, wo ich ebenfalls den Tilopa testen könnte. Wieso New York? Ganz einfach, die letzten zwei Wochen war ich auf Tour. Erst Barcelona und dann NY. Und eigentlich war der Plan die Rücksäcke sich erst mal anzuschauen und dann zu Weihnachten einen der beiden zu kaufen. Abere rstens kommt es anders und zweitens als man denkt

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Ich kaufte den Mindshift schon vor dem Urlaub, hätte aber auch kein Problem damit gehabt, mir den F-Stop auch noch zu kaufen und notfalls den Mindshift über das Forum wieder zu verkaufen. Dazu wird es aber nicht kommen.
Nun zum Rucksack. Bisher war ich mit einem Cullman Ranger Comfort unterwegs. Dieser wurde mir langsam zu klein. Vor allem das Daypack stieß immer häufiger an seine Grenzen. Dazu gab es keine klare Abtrennung von Fotofach zu Daypack. Getränke mussten also außen angebracht werden. Damit in Falle einer Undichtigkeit die Kamera keinen Schaden nimmt. Das gestaltete sich aber oftmals bei den vorhandenen, sehr kleinen Seitentaschen als schwierig. Ein Stativ ließ sich ebenfalls nicht ohne weiteres anbringen. Das alles bewog mich zum Umrüsten auf einen anderen Rucksack.
Das Kamerafach an sich nahm aber meine Ausrüstung sehr gut auf. Nur das Zubehör musste immer irgendwie noch verstaut werden und das teilweise im Daypack, was die Nutzbarkeit dieses noch weiter einschränkte.
Nach tagelanger Recherche blieben am Ende drei Firmen bei mir übrig: Clik, F-Stop und Mindshift. Andere Rucksäcke von Lowepro, Kata und Co fielen aus verschiedenen Gründen sehr schnell schon zu Beginn raus. Ich entspreche aber nicht dem typischen Anwenderprofil, da ich kein Trekking betreibe. Es sind bei mir maximal Tagesausflüge auf Städtereisen oder typischen Urlaubszielen, aber immer mit Rückkehr ins Hotel. Untergebracht sollten: Canon 60D mit Batteriegriff, Tokina 11-16, Canon 15-85, Canon 70-300, 430 EX II und verschiedenes Zubehör (Filter, Reinigung etc.) bei Bedarf eben auch ein Stativ.
Der Mindshift war zunächst an letzter Stelle, wegen des hohen Preises. Bei F-Stop schwankte ich zwischen dem Loka und dem Tilopa. Bei Clik reizte mich eigentlich nur der Elite Contrejour, fiel aber als erstes der dreien raus.
Es wurde letztendlich der Mindshift. Das Konzept – ich wollte es zunächst nicht glauben – der Bauchtasche ist einfach genial. Es ist extrem einfach die Kamera schnell hervorzuholen und bei Bedarf ebenso schnell wieder zu verstauen. Das alles ohne den Rucksack abzunehmen. Allerdings passt nicht meine ganze Ausrüstung rein, obwohl auf dem Papier die Bauchtasche von den Abmaßen sogar ein kleinwenig größer ist, als das Kamerafach meines alten Cullmann. Der Blitz muss außen vor bleiben. Und auch mit dem Rest ist die Bauchtasche am Limit. Aber es bleibt zum Glück dank der Deluxe Variante noch die Möglichkeit der Einlegetasche. Das schränkt jedoch dann das Daypack massiv ein. Auch habe ich nach längerem Tragen Probleme im Schulterbereich. Hier vermute ich aber noch eine falsche Einstellung meinerseits. Mit kompletter Ausrüstung, jedoch ohne Stativ, komme ich auf 9,5 kg. Vielleicht mute ich mir auch zu viel zu. Vielleicht hätte hier der ein oder andere noch einen Tipp, was ich besser machen kann (außer auf Aufrüstung verzichten

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Die Verarbeitung ist top, auch wenn vereinzelt die Reißverschlüsse bei mir etwas haken. Die vielen kleinen Details sind wirklich genial und sehr gut durchdacht.
Den F-Stop Tilopa konnte ich in den Staaten antesten. Rein optisch gefällt er mir sehr gut und einen Ticken besser als der Mindshift. Allerdings ist er „härter“ und unbequemer. Die Schultergurte sind im Vergleich auch dünner gepolstet, dass empfand ich ebenfalls als unkomfortabel. Letztendlich entscheidend war für mich die Tatsache, dass man hier nicht mal eben schnell an der Ausrüstung rankommt. Es dauert deutlich länger den Rucksack zu öffnen, um seine Ausrüstung hervorzuholen und ebenso länger sie wieder zu verstauen. Verarbeitung war aber auch hier top. Jedoch bietet der Mindshift mehr Verstaumöglichkeiten. Gut gefallen hat mir beim F-Stop, dass man ihn auch nur als reinen Rucksack nützen könnte und er dann auch eine Menge Stauraum bietet. Die fehlende Abtrennung von Stauraum zu ICU würde ich aber sehr vermissen. Insgesamt ist der Mindshift daher für mich das bessere Paket. Letztendlich ist das aber alles Klagen auf hohem Niveau und ausschlagegebend war das Konzept des Mindshifts. Mal laufe ich mit der Kamera an Handschlaufe oder HuGu eine Weile und fotografiere mal hier, mal da. Dann kann es aber sein, dass ich die Kamera schnell verstauen möchte, weil ich die Hände frei brauche/möchte. Da möchte ich nicht, dass meine Begleitung lange warten muß während ich alles verstaue. Ich kann mit dem Mindshift schon beim Laufen die Kamera rausholen oder verstauen.
Soweit mein kurzes Review.