Ok, das Objektiv-Kriterium hab ich bisher etwas außer Acht gelassen. Das liegt vor allem daran, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, welche Objektive für meinen Anwendungsbereich überhaupt relevant sind. Es wurde zwar ausführlich über Objektive diskutiert, aber ich wurde dadurch mehr verwirrt, als aufgeklärt. Mir schwirren immer noch die ganzen Zahlen im Kopf herum (z.B. 14-54, 40-150), sowie etliche Begriffe (Fisheye, Pancake, Makro, Tele, Weitwinkel, Festbrennweiten), jedoch kann ich damit nichts anfangen, wenn ich nicht weiß, für welches Bild welches Objektiv am besten geeignet ist.
so - jetzt wird die Beratung interessant.
Ich finde eben die Objektive sind die wichtigere Entscheidung, denn der Sensort kann nur das verarbeiten, was ankommt.
kleine Objektivübersicht:
Es gibt Weitwinkelobjektive, Normal- und Teleobjektive (und noch Spezialisten wie Makro und Tilt/Shift Objektive).
Weitwinkelobjektive haben, wie der Name sagt, einen weiten Winkel, den sie erfassen.
Im Extremfall sogar mehr als 180 Grad (!!!). Objektive in diesem extremen Bereich sind meist FISHEYE Objektive und manche geben sogar ein rundes Bild aus. Fisheyes verzerren extrem, behalten aber die Proportionen!
Normalerweise aber wird versucht die Objektive so zu korrigieren, dass die Balken sich nicht wie beim Fisheye biegen, sondern gerade bleiben. Die extremsten Exemplare haben manchmal sogar die gleiche Brennweite wie ein Fisheye - das Bild allerdings sieht anders aus - die Balken bleiben gerade (mehr oder weniger), aber dafür sind die Proportionen an den Rändern verzerrt (schlanke Personen sehen dann auf einem Gruppenbild aus, wie Reiner Callmund).
Die Normalbrennweite heisst so, weil sie für unsere Sehgewohnheiten "normal" abbildet. Bei Kleinbild (KB - gerne mal "Vollformat" genannt) waren das 50mm, bei den APS-C Modellen sind es ca. 35mm und bei (m)FT 25mm (alles darunter ist Weitwinkel - je kleiner die Zahl desto größer der Winkel).
Alles was jeweils darüber liegt sind Teleobjektive. Teleobjektive holen entferntes näher ran, haben also einen engen Bildwinkel.
Makroobjektive sind auf den Nahbereich spezialisiert und Tilt/Shift Objektive erlauben eine optische Entzerrung von Verzeichnungen (für Architekturfotos).
Ein Pancake ist eine besondere Bauform, die besonders flach ist - eben so flach wie ein Pfannenkuchen und Festbrennweiten sind das Gegenteil von Zoomobjektiven. Zoom bedeutet "variabel", man hat also viele (Fest)brennweiten in einem Objektiv. Festbrennweiten sind optisch oft besser, da weniger Kompromisse eingegangen werden müssen und meist lichtschwächer. Lichtstarke Zoomobjektive, die auch noch gut sind, sind selten, teuer und schwer... dennoch haben die Zoomobjektive von heute eine erstaunliche Leistung, die auch professionellen Ansprüchen meist genügt!
... und da Du nach 14-54 und 40-150 fragst... das sind Objektive für FT (FourThirds Standard - etwas kleinerer Sensor, als Nikon, Canon, Pentax, Sony) und darum sind die Zahlen anders zu interpretieren.
Das 14-54 reicht vom respektablen WW zum Portraittele. Es umfasst den Brennweitenbereich mit dem einige Leica und/oder Mittelformatfotografen Jahrzehntelang die Welt erkundet haben. Dieses Objektiv ist ein klassisches "Immerdrauf" , ist recht lichtstark, abgedichtet und optisch top (besonders im Nahbereich! - macht ein Makro fast schon überflüssig...).
Das 40-150 reicht vom Portaittele zum recht starken Tele.
Um es auf den Punkt zu bringen: Welche Objektive sind für mich interessant? D.h. welche sind für's Bergsteigen und welche sind für's Skifahren relevant? Welche sind für mich als erstes und welche sind später eventuell noch in Betracht zu ziehen? Soll ich mich mit einem Standard-Kit begnügen, da dieses für meine Ansprüche ausreicht bzw. ich als Anfänger eh kaum einen Unterschied merke, oder lieber gleich in ein teureres und besseres Objektiv investieren, dass für meinen Anwendungsbereich optimal ist? Dann spare ich mir nämlich das (Geld für das überflüssige) Standard-Kit! Und reicht ein einziges Objektiv überhaupt aus, um beide Bereiche (Bergsteigen + Skifahren) abzudecken?
Die Vorlieben sind sehr unterschiedlich! Mancheiner will (viel) mehr Weitwinkel, als z.B. das 14-54 bietet und einige (besonders Tierfotografen) wollen mehr Tele, als 150mm an FT (was 300mm an KB entspricht, bzw. 200mm an APS-C Kameras).
Ich bevorzuge gute Linsen und das sind die wenigsten Standard Kitlinsen, deshalb habe ich ja das viel zitierte 14-54 ins Spiel gebracht. In der Kombination mit dem 40-150 hast Du einen wirklich großen Bereich in sehr guter optischer Qualität. Ob Du mehr Weitwinkel brauchst/willst wirst Du dann sehen - und kannst dann immernoch eine Linse dazukaufen... mir persönlich reicht es völlig (und ich hatte richtig starke WW).
Das sind erst mal ein paar Fragen, die für mich geklärt werden sollten. Alles andere ist bisher am Ziel/Thema vorbei geschossen oder war für mich nicht klar genug umschrieben, sodass ich es nachvollziehen konnte. Ich freue mich über jeden Kommentar und jede Kritik zu jedem Kommentar. Aber es sollte nicht in eine Diskussion ausarten, die sich zu sehr vom Thema entfernt. Damit meine ich zum Beispiel, die Verfügbarkeit bzw. das Angebot von Objektiven. Solange die Objektive dabei sind, die für mich interessant sind, ist mir der Rest egal.
fein
Es wurden viele Modelle genannt. Damit konnte ich aber nichts anfangen. Ich bin schließlich blutiger Einsteiger in den DSLR-Bereich. Bisher hatte ich immer nur ein festes Objektiv an meinen normalen Digi-Cam, wo ich mir keine Gedanken über die Objektiv-Wahl oder das Auswechseln machen musste. Und nun soll ich mich mit etlichen Objektiv-Modellen auseinander setzen, obwohl ich nicht mal die Bedeutung/Auswirkung der verwendeten Begrifflichkeiten auf meine Bilder umreißen kann?
Das Preis-Leistungsverhältnis ist da schon eher ein Punkt, mit dem ich etwas anfangen kann. Aber man sollte dabei stets überdenken, ob die Leistung eines teureren Objektivs überhaupt für mich erstrebenswert ist. Ich schieße Fotos schließlich nur als Hobby und nicht für irgendwelche Zeitungsverläge oder Werbeagenturen. Klar, ich will das beste aus meinen Bildern raus holen. Aber es sollte sich in einem vernünftigen/erschwinglichen Rahmen bewegen.
genau auf Preis/Leistung habe ich bei meinen Vorschlägen geachtet.
Ich erzähle Dir etwas zu Olympus, da kenne ich mich am besten aus - zu den Mitbewerben können andere etwas beisteuern.
Warum empfehle ich Dir Olympus?
weil das 14-54 gebraucht sehr günstig ist, die Bodys ziemlich komplett ausgestattet sind (die meisten mit integriertem Verwacklungsschutz) und sehr gute Bilder direkt aus der Kamera bieten und das viel zitierte Bildrauschen bei Deinen Anwendungen nicht relevant/sichtbar ist.
Zu den Gehäusen (Bodys).
Die 4xx Reihe ist sehr klein/leicht hat aber keinen Verwacklungschutz eingebaut - außerdem fehlt ihr ein ausgeformter Griff (ist so flach, wie die Kameras vor 30 Jahren ohne Motor waren).
Die 510/520 sind (auch durch den ausgeformten Griff) etwas größer, bieten aber den internen verwacklungsschutz.
Beide Reihen haben nur 2 Autofokusmesspunkte, was manchem reicht, anderen zu wenig ist.
Deshalb gibt es die E-620, die nur minimal größer als die 4xxer Reihe ist, aber sowohl besagten Verwacklungsschutz bietet, als auch ein besseres/umfangreicheres AF (Autofokus = automatische Scharfstellung) Modul mit 7 Feldern bietet.
Die anderen Olympusmodelle liegen eigentlich außerhalb deines Budgets...
oli