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Systementscheidung DSLR-Kaufberatung: Canon, Sony oder doch ganz anders?

MSchoeps

Themenersteller
Hallo!

Ich nutze seit etwa zehn Jahren meine Canon EOS 40D und würde nun gerne auf einen modernen Nachfolger wechseln. Der Markttrend führt wohl in Richtung spiegellos, ich habe aber kein Problem, eine neue DSLR auch wieder zehn Jahre zu nutzen und dann erst den Schritt zu machen. Auch wenn ich viele Stunden hier und sonst im Internet gelesen habe und im Laden Kameras in die Hand genommen habe, fällt mir die Richtungsentscheidung schwer. Bei Canon denke ich über die 90D bzw. die 5D Mark III bzw. (wahrscheinlich eher) Mark IV nach. Das spiegellose Konzept von Sony finde ich interessant und auch über die Nikon D850 liest man viel Gutes, auch wenn das mangels vorhandener Objektive eher rausfällt. Wenn nicht mehr Canon, würde ich eher zu Sony tendieren.

Vollformat finde ich eine spannende Sache und bin auch bereit, im unteren Brennweitenbereich in ein ordentliches Objektiv zu investieren (EF 16-35 4.0 IS?), aber ich weiß nicht, ob die 5D Mark IV nicht schon zu weit in ihren Produktzyklus fortgeschritten ist, um 2.400 Euro zu bezahlen? Eine Mark V scheint sich ja für Ende 2020 bzw. 2021 anzukündigen. Eine Sony 7R III hat mir im Laden recht gut gefallen, mit zwei guten Objektiven und einem Konplettwechsel reden wir aber über 6.000-7.000 Euro. Vielleicht ist die 90D für 1.200 Euro ein guter Kompromiss für die nächsten Jahre, aber da habe ich Sorge, durch die vielleicht nicht berauschenden Objektive unter 70 mm und die höhere Pixeldichte gar nicht so viel Fortschritt zu erleben. Also würde ich mich zur 90D wohl nach einem sehr guten APS-C Weitwinkel umsehen, mir damit aber wiederum vielleicht die spätere Tür zum Vollformat zuschlagen.

Für mich ist das ein reines Hobby und wahrscheinlich ist dafür prinzipiell jede Kamera gut genug. Ich finde nur die grundsätzliche Entscheidung Spiegel oder nicht gerade sehr schwierig. Sollte ich bei einer 90D unbedingt auch über neue Objektive nachdenken (und falls ja welche?) oder reicht der Gehäusetausch?

Ganz herzlichen Dank für alle Meinungen!


1. Was möchtest du fotografieren? Bitte möglichst genau beschreiben!
u.a. eigene Kleinkinder und Hunde, (Motor-) Sport, Landschaften und Architektur. Bei den Kindern und Hunden eher wenig Portraits, sondern mehr ungestellte "Action". Videos wären eine neue Funktion, das kann die 40D nicht, zu 90% bliebe meine Nutzung aber sicher bei den Fotos.

2. Wieviel Zeit willst Du in das Hobby investieren?
[X] Ich werde überwiegend nur im Urlaub, auf Partys und privaten Familienfeiern fotografieren.
[X] Ich werde mir durchaus die Zeit nehmen und alleine in Ruhe Motive suchen.

3. Besitzt du bereits eine Kamera und/oder Objektive? Bitte möglichst genau beschreiben!
Canon EOS 40D; EF-S 10-18 4.5-5.6 IS STM, Tamron 17-50 2.8 VC, EF 70-200 2.8L IS, Yongnuo Speedlite YN568EX II, Manfrotto 055XPROB + 486RC2, Manfrotto 682B Einbeinstativ

4. Wieviel Geld kannst du für die geplante Fotoausrüstung ausgeben?
X Euro insgesamt -> kein festes Limit
[X] Es kommt auch ein Gebrauchtkauf in Frage.

5. Möchtest Du später Dein Equipment erweitern?
[X] Ja, die Option ist mir wichtig (z.B. durch Wechselobjektive): ggf. weitere / bessere Objektive

6. Hast du schon mal in einem Fotogeschäft ein paar Kameras in die Hand genommen?
[X] Ja, und zwar (Marke / Modell, falls bekannt): Canon R / RP / 5D Mark IV / Sony Alpha 7R III

7. Wie wichtig sind Größe und Gewicht? Dies solltest Du unbedingt vorher z.B. im Geschäft an verschiedenen Kameras testen. Bitte möglichst genau angeben!
[X] Ich trage bereits eine große Kamera mit mehreren Objektiven mit mir herum und es macht mir nichts aus.
[X] Die Größe ist mir egal. -> Canon RP war mir zu klein, die R ging noch (dürfte nach kurzer Umgewöhnungszeit aber auch kein Problem sein)

8. Welchen Kamera-Typ bevorzugst Du (Mehrfachnennung möglich)?
[X] DSLR – klassische Spiegelreflex mit Wechselobjektiven und optischem Sucher
[X] DSLM – spiegellose Kamera mit Wechselobjektiven, kein Sucher bzw. mit elektronischem Sucher

9. Welche Ausstattungsmerkmale sollte die Kamera haben?
[ ] schwenkbares / drehbares Klapp- bzw. Schwenkdisplay
[X] Bildstabilisierung
....[X] im Body (wäre schön, Canon hätte sowas)
....[X] im Objektiv
[X] Blitz-/Zubehörschuh

10. Würdest du dich selbst bezeichnen als
[X] Fortgeschrittener, aber sicher noch mit viel Verbesserungspotenzial

11. Willst du deine Bilder selbst am Computer bearbeiten?
[X] Ja, aber nur Entwicklung (z. B. des RAW), bzw. Größenbeschnitt o.ä. und Korrektur Weißabgleich sowie Histogramm

12. Wie sollen die Bilder verwendet werden (Mehrfachnennung möglich)?
[X] Betrachtung über TV, PC-Monitor, Beamer (max. 4k)
[X] möglicherweise Schritt zu großformatigen Prints (Format 90x60 cm o.ä.), Tendenz da aber eher in Richtung Fotos aus einer Drohne für die Wohnzimmerwand

13. Sucher
[X]unwichtig -> optisch / elektronisch ist beides ok

14. Folgende Bildwirkung ist mir besonders wichtig:
[X] Freistellung

15. Folgende Objektive fände ich interessant:
[X] lichtstarkes Zoom
[X] UWW (Ultraweitwinkel)
[X] (Super-)Tele
 
Ich nutze seit etwa zehn Jahren meine Canon EOS 40D und würde nun gerne auf einen modernen Nachfolger wechseln.
Der Markttrend führt wohl in Richtung spiegellos, ich habe aber kein Problem, eine neue DSLR auch wieder zehn Jahre zu nutzen und dann erst den Schritt zu machen. Auch wenn ich viele Stunden hier und sonst im Internet gelesen habe und im Laden Kameras in die Hand genommen habe, fällt mir die Richtungsentscheidung schwer. Bei Canon denke ich über die 90D bzw. die 5D Mark III bzw. (wahrscheinlich eher) Mark IV nach. Das spiegellose Konzept von Sony finde ich interessant und auch über die Nikon D850 liest man viel Gutes, auch wenn das mangels vorhandener Objektive eher rausfällt. Wenn nicht mehr Canon, würde ich eher zu Sony tendieren.

die 40D war seinerzeit wirklich eine feine Kamera - aber in den Jahren hat sich tatsächlich viel getan.

Ob Du jetzt lieber auf optischen Sucher und Spiegel gehst oder auf DSLM kannst nur Du beantworten.

Im Moment ist ein DSLR System meist günstiger zu haben.

Allerdings sind viele der Objektiv Neurechnungen für die spiegellosen ein wenig, bis viel besser. Ob Du das sehen wirst, kann Dir hier niemand beantworten.

DSLM Systeme können kleiner sein, wenn man aber voll bestückt sind diese - dank der oft grösseren Objektive in der Tasche grösser und schwerer - auch hier muss jeder für sich schauen.

Vollformat finde ich eine spannende Sache und bin auch bereit, im unteren Brennweitenbereich in ein ordentliches Objektiv zu investieren (EF 16-35 4.0 IS?), aber ich weiß nicht, ob die 5D Mark IV nicht schon zu weit in ihren Produktzyklus fortgeschritten ist, um 2.400 Euro zu bezahlen? Eine Mark V scheint sich ja für Ende 2020 bzw. 2021 anzukündigen. Eine Sony 7R III hat mir im Laden recht gut gefallen, mit zwei guten Objektiven und einem Konplettwechsel reden wir aber über 6.000-7.000 Euro. Vielleicht ist die 90D für 1.200 Euro ein guter Kompromiss für die nächsten Jahre, aber da habe ich Sorge, durch die vielleicht nicht berauschenden Objektive unter 70 mm und die höhere Pixeldichte gar nicht so viel Fortschritt zu erleben. Also würde ich mich zur 90D wohl nach einem sehr guten APS-C Weitwinkel umsehen, mir damit aber wiederum vielleicht die spätere Tür zum Vollformat zuschlagen.

ob Du bei APS-C bleibst oder KB wählst, ist nicht so einfach zu beantworten.

Was versprichst Du Dir von KB?
Was ist Dein Budget? Wie Du selber schriebst ist man da ganz schnell bei 6-7000,- €

Für mich ist das ein reines Hobby und wahrscheinlich ist dafür prinzipiell jede Kamera gut genug. Ich finde nur die grundsätzliche Entscheidung Spiegel oder nicht gerade sehr schwierig.

DSLM vs DSLR:

- DSLM kann kleiner, voll bestückt, braucht man aber oft sogar eine grössere Tasche
- zZ ist DSLR (wegen der Objektive) günstiger
- DSLM hat oft annehmlichkeiten wie Augen AF
- viele DSLMs haben IBIS
Sollte ich bei einer 90D unbedingt auch über neue Objektive nachdenken (und falls ja welche?) oder reicht der Gehäusetausch?

wenn Du bei Canon APS-C bleibst würde ich definitiv über andere Objektive nachdenken. Eigentlich hast Du nur ein richtig gutes und das ist das 70-200.

Da Du weiter unten "Freistellung" angegeben hast, wären lichtstarke FBs vielleicht interessant.

1. Was möchtest du fotografieren? Bitte möglichst genau beschreiben!
u.a. eigene Kleinkinder und Hunde, (Motor-) Sport, Landschaften und Architektur. Bei den Kindern und Hunden eher wenig Portraits, sondern mehr ungestellte "Action".

je nach Anspruch und Budget ist da kaum etwas "übertrieben".
Kleinkinder und Hund und Motorsport profitieren von einem guten AF, Landschaften von exzellenten Optiken und Auflösung, Architektur vom System (mit TS-E Objektiven macht man da nochmal einen Schritt).

15. Folgende Objektive fände ich interessant:
[X] lichtstarkes Zoom
[X] UWW (Ultraweitwinkel)
[X] (Super-)Tele

alleine das kann für oder gegen ein System sprechen.
 
Leider werden Fakten da kaum weiterhelfen; jede Alternative hat irgendwo Vor- und Nachteile und je nachdem was für Den Kommentator wichtiger ist, wird der das eine oder andere empfehlen. Nur ist das eben seine Sicht und die muss nicht unbedingt zu Dir passen.
Grundsätzlich kann man als Langnutzer einer Kamera nichts falsch machen. Sowohl APS C als auch Vollformat, Spiegel oder nicht geben sich nicht viel und auch die neueren Kit Objektive sind auf Niveaus angekommen, wo früher die ‚Profi‘ Linien unterwegs waren - und den Rest macht die Software ;)
Solange primär Dokumentarisches im Vordergrund steht ist die Bildqualität auch in den höheren ISO Regionen mehr als nur ausreichend. Wo und wie Du Deine Bilder betrachtest weisst erst mal nur Du, aber wiedergabeformate, die > 30 MP benötigen, sind für den ‚Heimgebrauch‘ eher selten. D.h. I.A. Wird ein runterskaliertes Bild betrachtet, wo sich Rauschen etc schnell ausschleicht ;)

Im Zweifel gilt hier: lieber den Fokus erst mal auf die Optik legen (und den für Dich relevanten Unterschied zwischen dem 70-200 und den anderen Linsen kannst Du besser beurteilen als die meisten anderen) und dann schauen, welches System Dir ergonomisch am besten liegt. Denn schließlich soll der Gebrauch des Werkzeugs auch Spass machen.
Zu den Kosten: dass die 5DmIV noch zu den Preisen angeboten wird, sagt auch etwas darüber aus, wie sie nachgefragt wird. Sicherlich nicht leading edge - das war sie nie - aber ein solides Arbeitstier ...
 
aber da habe ich Sorge, durch die vielleicht nicht berauschenden Objektive unter 70 mm und die höhere Pixeldichte gar nicht so viel Fortschritt zu erleben.

Was ist an den Objektiven nicht berauschend? Das Tamron 17-50 mag bei Blende 2.8 vielleicht noch nicht zur Höchstleistung auflaufen aber spätestens bei f4 bist Du doch über jeden Zweifel erhaben. Da hätte ich in Kombi mit einer 90d keine Sorge. Auch das 10-18 ist von der Auflsöung her doch nicht sooo schlecht.

Also würde ich mich zur 90D wohl nach einem sehr guten APS-C Weitwinkel umsehen, mir damit aber wiederum vielleicht die spätere Tür zum Vollformat zuschlagen.

Kann man machen, muss man aber nicht zwingend. Aber gut, es gäbe ja mit den wirklich sehr guten Tokina 14-20 und Sigma 18-35 ja auch mögliche Ergänzungen. Und wegen dieses einen Objektivs würde ich nicht von "Tür zuschlagen" reden, wenn man später doch mal meint, sich nach KB umzuschauen (Wobei Du Dich mit KB enorm strecken müsstest, um an einer 90d mit einem Tokina 14-20 wirklich vorbeizukommen)

Ich finde nur die grundsätzliche Entscheidung Spiegel oder nicht gerade sehr schwierig.

Warum? Was würde Dir der Spiegel bringen und was die spiegellose Technik? Denn wenn ich diese Angaben lese:

[X] Ich trage bereits eine große Kamera mit mehreren Objektiven mit mir herum und es macht mir nichts aus.
[X] Die Größe ist mir egal. -> Canon RP war mir zu klein, die R ging noch (dürfte nach kurzer Umgewöhnungszeit aber auch kein Problem sein)
(...)
13. Sucher
[X]unwichtig -> optisch / elektronisch ist beides ok


wäre für mich die Kameratechnik mit Spiegel oder spiegellos hier kein Thema. Beide Techniken sind anscheinend ohne große Präferenz für eine der beiden möglich.

Kurz und knapp geantwortet würde ich sagen:

Sollte ich bei einer 90D unbedingt auch über neue Objektive nachdenken (und falls ja welche?)

Nein. Klar kann man sich noch etwas verbessern aber direkter Handlungsbedarf würde aus meiner Sicht nicht bestehen.

oder reicht der Gehäusetausch?

Ja. Wenn man die vorhandene Ausrüstung in Verbindung mit den gewünschten Einsatzzwecken und Präferenzen sieht, sollte eine 90d eigentlich eine recht gute Wahl sein.
 
Vielen Dank für die ersten Antworten. Die Qualität der Beiträge in diesem Forum erfreut mich immer wieder, das ist in Foren zu anderen Themen ganz anders. (y)

Die differenzierten Rückmeldungen bestärken mich darin, dass ich eigentlich kein Vollformat brauche. Ich hätte vielleicht bis 3.000-4.000 Euro investieren wollen, aber beim vielen Lesen ist mir auch immer klarer geworden, dass Vollformat erst einmal anders ist als APS-C, aber alleine noch keine besseren bzw. schärferen Bilder macht. Bei schlechtem Licht fotografiere ich nicht ganz so oft, das wäre sonst noch ein Argument gewesen. Ich glaube mittlerweile, dass eine 90D eine gute Wahl für mich wäre, wenn man einen gewissen "haben wollen" Aspekt einfach mal zurückstellt, der bei einer 5D vielleicht auch einfach mitschwingt. Wenn ich die auch wieder zehn Jahre nutze, bin ich sicher, dass es bis dahin auch tolle Entwicklungen im DSLM Bereich geben wird.

Da ich gut 1.200 Euro zur 5D Mark IV sparen würde, dachte ich, ich könnte mir noch ein feines Objektiv ohne Budgetbeschränkung dazu gönnen. Als ich so ca. 2009 die 40D gekauft habe, schien die Mehrzahl der Meinung zu sein "Canon L", dann ganz lange nichts und dann irgendwann "Canon nicht L" sowie andere Hersteller. Da scheint sich einiges getan zu haben, was erfreulich ist - Konkurrenz belebt das Geschäft.

Wäre denn das Tokina 14-20 oder das Sigma 18-35 ein sinnvoller Weg? Das Sigma soll tolle Bilder machen, aber regelmäßig beim Autofokus schwächeln und Ausschuss produzieren. Würde man die Kosten mal völlig außenvor lassen, was wäre für eine 90D am unteren Brennweitenbereich die perfekte Objektivergänzung? Hat Canon da überhaupt was sehr gutes im Sortiment? Bei 24-70 oder 24-105 würde mir das untere Ende fehlen.

Ich hatte mal ein EF 50 1.8, um in die Welt der Festbrennweiten einzutauchen, aber nicht flexibel zoomen zu können, war außer bei Portraits ein Hemmnis für mich. Wenn ich draußen in einer Stadt oder einem Museum unterwegs bin habe ich mir zumindest eingebildet, von der Flexibilität beim Bildausschnitt und der Bildkomposition zu profitieren. Mit Festbrennweiten bin ich bisher glaube ich einfach nicht wirklich warm geworden, so dass ich gerne beim Zoom bleiben würde.

Ich hätte eigentlich auch gerne mehr Tele als das obere Ende des EF 70-200. Die letzten Tage bin ich auf das Sigma 60-600 gestoßen und fand den Brennweitenbereich nicht uninteressant, alternativ habe ich auch schon mal über einen Canon Extender 2x III nachgedacht. Ein Canon 100-400 gäbe es auch noch, aber da bin ich mir nicht sicher, ob das nicht zu ähnlich ist und man dann im Rucksack doch nicht ein 100-400 und ein 70-200 2.8 mitnimmt, da sammeln sich die kg ja doch stark an.

Abschließend noch die Frage, ob Ihr eine Justierung empfehlen würdet? Meine 40D hatte ich glaube ich seinerzeit beim Mediamarkt gekauft und seitdem einfach verwendet. Bekommt man in Fotogeschäften bessere / selektierte Ware? Meine 40D wurde seitdem nicht justiert. Macht es Sinn, eine 90D und das 70-200 2.8 zu Canon zu schicken und aufeinander anpassen zu lassen? Hat da jemand den vorher-nachher Vergleich? Ich überlege auch, ob ich das 70-200 mal einschicken soll, um es professionell warten (und eben ggf. gleich mit justieren) zu lassen oder ob ein Wechsel vom 70-200 2.8 IS 1 auf Version 3 mir etwas bringen würde. Ich habe dieses Objektiv vom ersten Tag an geliebt, das macht wirklich tolle Bilder.

Noch einmal vielen Dank für die Rückmeldungen, vielleicht bekomme ich noch zu meinen weiteren Fragen Hilfe. (y)
 
Zuletzt bearbeitet:
Als simple Tele-Ergänzung käme das 70-300 IS USM II in Frage. Es ist das mit Abstand beste Consumerlevel-Tele in jedem System, zu einem guten Preis. Der AF ist rasend schnell, es ist scharf ab Offenblende und transportabel.

Im unteren Brennweitenbereich wäre das Sigma sicher eine sehr gute Wahl. Wie allerdings der AF funzt, müsstest du ausprobieren. Original-Canon bliebe da nur das 17-55 f2.8, wenn es etwas lichtstark sein soll. Aber teste doch dein Tamron erstmal am neuen Body, bevor du shoppen gehst.

Im Ultra-Weitwinkel käme auch das Sigma 8-16mm in Frage. Es hat gute Reviews und ergänzt sich perfekt mit dem Standardzoom. Alternativ gibt es das Tamron 10-24mm mit Stabi. Das ist eine tolle Kombi aus UWW und Normalbrennweite. Aber auch da: Erstmal das 10-18mm am neuen Body probieren.
 
Die differenzierten Rückmeldungen bestärken mich darin, dass ich eigentlich kein Vollformat brauche. Ich hätte vielleicht bis 3.000-4.000 Euro investieren wollen, aber ...

Ich glaube mittlerweile, dass eine 90D eine gute Wahl für mich wäre, wenn man einen gewissen "haben wollen" Aspekt einfach mal zurückstellt, der bei einer 5D vielleicht auch einfach mitschwingt. Wenn ich die auch wieder zehn Jahre nutze, bin ich sicher, dass es bis dahin auch tolle Entwicklungen im DSLM Bereich geben wird.

ich glaube die Ära, wo man eine digitale so lange nutzt sind vorbei, lasse mich aber gerne eines besseren belehren (meine 5Dii habe ich aber auch fast so lange benutzt).

Da ich gut 1.200 Euro zur 5D Mark IV sparen würde, dachte ich, ich könnte mir noch ein feines Objektiv ohne Budgetbeschränkung dazu gönnen.

Wäre denn das Tokina 14-20 oder das Sigma 18-35 ein sinnvoller Weg? Das Sigma soll tolle Bilder machen, aber regelmäßig beim Autofokus schwächeln und Ausschuss produzieren.

da kommen die DSLMs ins Spiel. Vorbei das elendige Glücksspiel beim Fokus (ein Objektiv passt, das nächste so halb, das dritte gar nicht)...

Würde man die Kosten mal völlig außenvor lassen, was wäre für eine 90D am unteren Brennweitenbereich die perfekte Objektivergänzung? Hat Canon da überhaupt was sehr gutes im Sortiment? Bei 24-70 oder 24-105 würde mir das untere Ende fehlen.

die 24-xx Objektive sind ja auch nicht für APS-C gedacht, die gehören auf eine 5er, 6er oder 1er.
Wie weit magst Du es denn?

Ich hatte mal ein EF 50 1.8, um in die Welt der Festbrennweiten einzutauchen,

ähm ja - das Ding ist ein Notnagel, wirklich Freude an eine FB konnte es mir auch nicht vermitteln...

aber nicht flexibel zoomen zu können, war außer bei Portraits ein Hemmnis für mich. Wenn ich draußen in einer Stadt oder einem Museum unterwegs bin habe ich mir zumindest eingebildet, von der Flexibilität beim Bildausschnitt und der Bildkomposition zu profitieren. Mit Festbrennweiten bin ich bisher glaube ich einfach nicht wirklich warm geworden, so dass ich gerne beim Zoom bleiben würde.

wenn aber das nifty-fifty Deine einzige Erfahrung mit FBs ist, würde ich Dich ermuntern wollen noch einen Anlauf zu nehmen.

Ich hätte eigentlich auch gerne mehr Tele als das obere Ende des EF 70-200. Die letzten Tage bin ich auf das Sigma 60-600 gestoßen und fand den Brennweitenbereich nicht uninteressant, alternativ habe ich auch schon mal über einen Canon Extender 2x III nachgedacht. Ein Canon 100-400 gäbe es auch noch, aber da bin ich mir nicht sicher, ob das nicht zu ähnlich ist und man dann im Rucksack doch nicht ein 100-400 und ein 70-200 2.8 mitnimmt, da sammeln sich die kg ja doch stark an.

70-200 mit TK vs. 100-400 wurde schon oft besprochen. Das gibt sich nicht viel, sodaß allgemein dazu geraten wird eher zum 70-200 den TK zu holen, um bis 200mm mehr Licht zu haben.

mehr als 400mm an APS-C muss man erstmal übern ;-)

Abschließend noch die Frage, ob Ihr eine Justierung empfehlen würdet? Meine 40D hatte ich glaube ich seinerzeit beim Mediamarkt gekauft und seitdem einfach verwendet. Bekommt man in Fotogeschäften bessere / selektierte Ware? Meine 40D wurde seitdem nicht justiert. Macht es Sinn, eine 90D und das 70-200 2.8 zu Canon zu schicken und aufeinander anpassen zu lassen? Hat da jemand den vorher-nachher Vergleich? Ich überlege auch, ob ich das 70-200 mal einschicken soll, um es professionell warten (und eben ggf. gleich mit justieren) zu lassen oder ob ein Wechsel vom 70-200 2.8 IS 1 auf Version 3 mir etwas bringen würde. Ich habe dieses Objektiv vom ersten Tag an geliebt, das macht wirklich tolle Bilder.

s.o. bzgl. DSLM
 
Woran liegt es denn, dass die DSLMs den Fokus besser können bzw. es weniger schlechte Objektive gibt?

Das untere Ende des Tamron 17-50 war bisher zu 95% ausreichend, das 10-18 habe ich eher gekauft, um mit einem noch weitwinkligeren Bildeindruck zu experimentieren, da ich es erst ganz neu habe, bin ich dazu jedoch noch gar nicht wirklich gekommen. Ich würde mal sagen, dass ein unteres Ende im Bereich 15-17mm absolut ok wäre. 24-85 / 24-105 waren nur beispielhaft genannt, weil mir auf die Schnelle kein Canon Weitwinkel in L- oder vergleichbarer Qualität für APS-C einfällt. Wäre ein Canon EF 16-35 4 IS da eine top Wahl?

Der Gedanke mit der Festbrennweite lässt mich überlegen - gibt es ein Softwaretool, mit dem man seinen Bilderordner (raw oder jpg wäre egal) auslesen kann und das einem grafisch anzeigt, welche Brennweite man am meisten benutzt hat? Das wäre ein Anhaltspunkt, die Festbrennweite entsprechend auszuwählen. Beim EF 50 1.8 war der Autofokus quälend langsam, für das kleine Geld war aber die Bildqualität schon fast als sensationell gut zu bezeichnen. Vielleicht wäre ein EF 24 2.8 IS eine gute Wahl, das noch mal zu testen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das neue EF 50mm 1.8 STM ist nun nicht mehr quälend langsam (finde ich), falls du ältere Versionen probiert hast.

Ich würde wie gesagt, alle Objektive erstmal behalten und damit ordentlich fotografieren gehen. Es gibt keinen Grund, alles zu tauschen und dieselben Bilder wie zuvor zu machen, aber Geld verbraten zu haben. Das 10-18mm ist über jeden Zweifel erhaben.

DSLMs und DSLR haben unterschiedliche Funktionsweisen. Bei DSLR ist ein Spiegel zwischen Sensor und Objektiv, damit du im optischen Sucher was siehst ;) Im Spiegelsystem liegt nun noch ein zweiter Sensor mit den Autofokuspunkten. Wenn dieser Sensor und der normale Bildsensor nicht perfekt ausgerichtet sind, dann kann es sein, dass die Bilder nicht in Fokus sind. Da macht eine Kalibrierung, zusammen mit den Objektiven, Sinn wenn du Probleme bemerkst. Bei DSLM gibt es keinen Spiegel mehr (=> mirrorless/spiegellos), und alle Autofokuspunkte liegen auf dem Bildsensor selbst, nicht mehr auf einem zweiten Sensor. Daher fällt die Möglichkeit weg, dass da etwas misskalibiriert ist. DSLM finden immer den perfekten Fokus, wenn das Autofokussystem den Fokus mal gefunden hat. Da war über Jahre DSLR im Vorteil, da der zweite Autofokus-Sensor um so viel besser und schneller war. Mittlerweile kippt die Effizienz in Richtung DSLM, aber stark abhängig vom Hersteller. Sony und Canon haben DSLR-Technik mittlerweile überholt, Nikon und Fuji kämpfen noch, Panasonic und Olympus hängen dem DSLR-Autofokus etwas hinterher.
 
Woran liegt es denn, dass die DSLMs den Fokus besser können bzw. es weniger schlechte Objektive gibt?

zu "woran liegt es" ... da war blackroadphotography schneller.

zu "weniger schlechte Objektive"... das hat niemand behauptet! Nicht jeder Umkehrschluß ist zulässig. Es gibt immernoch billige Kitscherben, aber die Technik schreitet voran und selbst die, sind meist nicht mehr die Flaschenböden, wie noch vor wenigen Jahren - dafür werden manche Hersteller echt unverschämt, was sie an "Lichtstärke" anbieten - aber auch das vereinfacht die Konstruktion und bringt dann zwar dunkle, aber scharfe Objektive hervor.

Theoretisch haben auch die neuen Mounts Einfluss darauf, wie klein/groß/lichtstark/vignettierungsfrei/scharf Objektive gerechnet werden können. Manch einer hier schreibt gern dagegen an - ich finde Canon zeigt mit den RF Linsen sehr deutlich, dass sie einen drauflegen können - ob es der Mount ist oder neuere Technik? Ich denke beides!

Das untere Ende des Tamron 17-50 war bisher zu 95% ausreichend,

also ca. 28mm an KB

das 10-18 habe ich eher gekauft, um mit einem noch weitwinkligeren Bildeindruck zu experimentieren, da ich es erst ganz neu habe, bin ich dazu jedoch noch gar nicht wirklich gekommen. Ich würde mal sagen, dass ein unteres Ende im Bereich 15-17mm absolut ok wäre.

also 24-28mm an KB.
Tatsächlich ist das für einige die Gretchenfrage (z.B. aktuell beim Sony E-Mount... "reicht das Tamron 28-75mm" ?

24-85 / 24-105 waren nur beispielhaft genannt, weil mir auf die Schnelle kein Canon Weitwinkel in L- oder vergleichbarer Qualität für APS-C einfällt. Wäre ein Canon EF 16-35 4 IS da eine top Wahl?

generell ist es nicht immer sinnvoll KB Linsen an APS-C zu betreiben. Es mag Ausnahmelinsen geben, die das meistern.

https://www.youtube.com/watch?v=S8-vfiq33R4

Der Gedanke mit der Festbrennweite lässt mich überlegen - gibt es ein Softwaretool, mit dem man seinen Bilderordner (raw oder jpg wäre egal) auslesen kann und das einem grafisch anzeigt, welche Brennweite man am meisten benutzt hat? Das wäre ein Anhaltspunkt, die Festbrennweite entsprechend auszuwählen. Beim EF 50 1.8 war der Autofokus quälend langsam, für das kleine Geld war aber die Bildqualität schon fast als sensationell gut zu bezeichnen. Vielleicht wäre ein EF 24 2.8 IS eine gute Wahl, das noch mal zu testen?

Das kannst Du leicht in LR und sicher einem Dutzend anderer Programme nachsehen - das kann aber auch auf die falsche Fährte führen.
Wenn jmnd. ein zoom zB an einem der Enden viel nutzt, kann das auch die Limitierung des Zoombereiches sein und derjenige hätte mehr Bilder mit 70mm, als mit 55mm (angenommen 55 sei das Ende des Zoombereiches)...

Wenn Du das 50er schon als sensationell gut ansiehst, dann schnall Dich besser an, wenn Du mal wirklich gutes Glas probieren kannst.

Ich würde wie gesagt, alle Objektive erstmal behalten und damit ordentlich fotografieren gehen. Es gibt keinen Grund, alles zu tauschen und dieselben Bilder wie zuvor zu machen, aber Geld verbraten zu haben.

doch - manchmal macht man durch anderes Werkzeug andere Bilder.

Konkret zum nifty fifty, ich nutze das 35mm 1,4 an APS-C deutlich mehr und lieber und auch bei Offenblende und bekomme (als Summe all dieser Umstände) besser Bilder. Noch viel deutlicher waren die Unterschiede beim Canon 85mm 1,8 vs. 56mm an APS-C.

Will sagen. Tauschen KANN einen Unterschied machen - und sei es, weil der User das Zeug dann lieber in die Hand nimmt und deswegen öfter nutzt oder öfter dabei hat und dadurch öfter nutzt oder weil die einzelne Rechnung tatsächlich mal besser ist.

D.h. nicht, dass ich der Meinung bin, das Equipment alleine mache das Bild, ich bin weit entfernt von diesem Gedanken.
 
Noch einmal vielen Dank, auch für die sehr gute Erläuterung zum Fokus bei DSLMs. Absolut nachvollziehbar.

Das verlinkte Video hatte ich zufällig schon mal gesehen, der Typ macht das finde ich recht gut. Es ist für mich auch nachvollziehbar, dass gut abgestimmte Objektive grundsätzlich erst einmal im Vorteil sein sollten, wenn sie auch entsprechend hochwertig sind.

Ich werde mir ein 90D Gehäuse und den EF 2x III Telekonverter zulegen und dann einfach mit den vorhandenen Objektiven Fotos machen. Trotzdem würde ich mich gerne weiter einarbeiten in die performanten APS-C Objektive. Das ist anscheinend sehr schwierig, welches wären denn die für APS-C gerechneten und wirklich exzellenten Objektive? :confused:
 
Definitiv das Sigma 18-35mm 1.8. Explizit für EF-Mount und APS-C gerechnet, gibt es nicht so viel, das sagen wir mal L-Qualität erreicht.

Aber ne Liste wäre:
Canon 24mm 2.8 STM
Canon 17-55mm 2.8 IS USM
Canon 15-85mm IS USM
Canon 60mm 2.8 Macro USM
Sigma 10-20mm f3.5
Sigma 17-70 2.8-4 OS C
Sigma 30mm 1.4 Art
Tamron 10-24mm f/3.5-4.5 VC
Samyang 10mm 2.8

Und dann gibt es natürlich die Unmenge an Objektiven, die Vollformat sind, aber natürlich auch auf die 90d passen...
 
Ich werde mir ein 90D Gehäuse und den EF 2x III Telekonverter zulegen und dann einfach mit den vorhandenen Objektiven Fotos machen. Trotzdem würde ich mich gerne weiter einarbeiten in die performanten APS-C Objektive. Das ist anscheinend sehr schwierig, welches wären denn die für APS-C gerechneten und wirklich exzellenten Objektive? :confused:

also jetzt sicher Canon APS-C DSLR ?
 
Ja, eine DSLM wird es dann glaube ich beim nächsten Mal, da wird sich technisch noch sehr viel tun. Canon wird die R verbessern, Sony dafür sein Objektivangebot. Wie gesagt, vielleicht werden es wieder zehn Jahre mit dem nächsten Gehäuse. (y)

Dann schaue ich mir doch mal das Sigma 18-35 1.8 an, vielleicht auch gebraucht. Danke! (y)
 
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