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DSLR für EB-einsatz?

ambee

Themenersteller
einen schönen guten tag,

ich bin eigentlich gelernter tontechniker, beschäftige mich aber seit einiger zeit auch mit videotechnik, studier was in die richtung um mich weiterzubilden und arbeite momentan bei einem regional-tv sender als VJ bzw. kamermann.

um selbst videos herstellen zu können habe ich seit längerer zeit vor mir eine kamera zuzulegen. gestern war ich nun auf dreh beim fußballtraining einer bundesligamannschaft und stand neben den kollegen von Eurosport2. deren kamermann hatte eine Eos 5D mit diversen objektiven und einem zwischen stativ und kamera schraubbaren mic-preamp dabei.

ich wusste zwar dass DSLRs groß in mode sind, hab mich aber nie wirklich damit auseinandergesetzt. dass man mit ihnen auch EBs drehen kann war mir neu. ich hielt sie gerade was den audio-bereich und schnelle manuelle einstellungen, die man auf EB-dreh machen muss, für ungeeignet.

nachdem ich das gestern aber gesehen habe, bin ich ernsthaft am überlegen, ob ich mir nicht eine DSLR holen soll. einerseits wäre natürlich der preisvorteil gegenüber einer profi- oder prosumer-kamera, und natürlich reizt mich auch die tatsache dass man damit teuer aussehende aufnahmen in film-optik hinbekommt.

anwendung wäre sowohl sachen wie EBs bei denen die wichtigsten einstellungen sehr schnell schnell gemacht werden und einfach funktionieren müssen, aber gerne auch künstlerische geschichten bei denen man sich mehr zeit nehmen kann. die frage ist nun aber, kann man eine DSLR ähnlich einsetzen wie zB die gebräulichen EB-kameras von panasonic?

die wichtigsten funktionen die schnell erreich- und bedienbar sein müssen sind blende, schärfe, zoom, ND-filter und weißabgleich. dazu bräuchte ich geschichten wie zebra (gibts wohl mit alternativer software wie magic lantern?!?) und manuelles audio-leveling (oder in diesem fall eben einmal einpegeln und dann über vorverstärker regeln). push-auto-funktionen, die mir schonmal eine grobe einstellung machem, die ich dann feinjustieren kann, wären auch nett.

dazu mach ich mir gedanken ums handling und die kontrolle. mit schulterrigs oder diesen handgestellen lassen sie sich ja fast handhaben wie camcorder, auf nem guten sachtler oder vinten-stativ müssten sie sich ja auch handhaben lassen wie ne videokamera, oder?

wie sieht die sache mit sucher bzw. display aus? einige haben schwenkbare displays, andere DSLR-user scheinen externe LCDs zu benutzen. sind die eingebauten displays wirklich brauchbar um die schärfe beurteilen zu können? kann man sie auch auf schwarz-weiß umstellen? (arbeite ich lieber mit) gibts zB professionelle sucher, die man irgendwie an der kamera befestigen kann?

und dann wäre noch die fragen nach postpro. lassen sich die erstellten dateien sofort in der gängigen software verarbeiten ähnlich wie zB in der arbeit mit P2-karten? (final cut, mediacomposer, ...)

viele fragen, wahrscheinlich vieles anfänger-fragen, aber ich bin wie bereits erwähnt noch nicht sehr erfahren auf diesem gebiet. über antworten würde ich mich sehr freuen. falls jemand fragen zum bereich audio hat, bin wiederum ich gerne bereit zu helfen.
 
1. das einarbeiten in der dslr-welt kostet zeit...viel zeit
2. das zubehöre drumherum, wenn man es "richtig" machen will, ist viel...sehr viel und kostet umso mehr geld
3. viele deiner fragen können mit ja und nein beantwortet werden, je nachdem wie "genau" und "professionell" man arbeiten will. z.B. schärfe korrekt stellen ohne externes LCDs oder FF, würde ich behaupten JA, große Produktionen haben dagegen sogar separat Leute, die nur dafür zuständig sind usw.
4. vom Kamera zu Kamera gibt es unterschiede, z.B. 60D mit Audioleveling, der rest der canon kameras nicht (jetzt ohne ML)
5. in der post gibt es ansonsten keine probleme mit dem material
6. zoom kannst du eigentlich bei dslrs vergessen

fazit: fernsehtauglich sind aus meiner sicht gerade für vjs dslrs (war ich selber ein jahr lang) NICHT

ansonsten hier schauen
https://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=901789&highlight=faq
 
einerseits wäre natürlich der preisvorteil gegenüber einer profi- oder prosumer-kamera, und natürlich reizt mich auch die tatsache dass man damit teuer aussehende aufnahmen in film-optik hinbekommt.

Preisvorteil? Eine 5D II kostet mit 24-105mm ca. 2.500 Euro. Mit Schulterstütze, Mic, Windschutz und Mic-Preamp bist du locker bei 2.400 Euro (plus 2.500). Also für 4900 Euro bekommt man einen Camcorder der (gerade so) funktioniert.

Der Preisvorteil kommt erst später, wenn man einzelne Teile upgraded. Das Upgrade beim (monolithischen) Camcorder sieht so aus: wegschmeißen und neu kaufen.

Nachtrag: Lokalfernsehen und DSLR passen gut zusammen.
 
Nachtrag: Lokalfernsehen und DSLR passen gut zusammen.

würde ich widersprechen, gerade heute ich hatte ein Drehtermin mit einem Lokalen, der VJ mit Sony EX1 und Richtmikro, ich mit 7D, Z-Finder, Zacuto Tatget Shooter und Rode Video Mic Pro + ND Filter

man konnte regelrecht der unterschied beim Arbeiten SEHEN, die EX1 mir netten Servo, ich renne wie ein Wahnsinniger durch die Gegend, um möglichst viel Einstellungsgrößen zu bekommen. Effektiv ist was anderes. Außerdem als VJ kann es ja vorkommen, dass man bis 4 Termine an einem Tag hat, also, da ist Schnelligkeit A und O.
 
die dslr Aufnahmen sehen auf jeden Fall besser aus, würde ich einfach mal hier FRECH behaupten, doch mir geht es bei dem ganzen um Effektivität. Ich habe an dem Tag ein Trailer für die Aktion gedreht, der VJ hat seine Nachricht gedreht. Was ich letztendlich zum Ausdruck bringen will, ist die Tatsache, dass man sich für den Dreh mit eine DSLR Zeit nehmen muss, Zeit, die die VJs in der Regel nicht haben, wohlgemerkt in Großstädte, wo genügend los ist;)
 
Gibt noch genügend Kunden, die auf scharfe Bilder und den Inhalt wert legen und keinen VJ wollen, der an der Technik verzweifelt und diese auch Stolpersteine bietet.

Zumal man für einen blöden Beitrag keine "Filmoptik" braucht. Lächerlich, dass alle denken, die würden sie mit ner 5D günstig erreichen. Wenn alle so denken, dann beende ich sofort meine Karriere als Filmemacher.

Ne Sony PMW-EX1 macht wunderschöne Bilder und ist auf vernünftigen Jobs auch ne tolle B-Kamera. Praktischer für einen vernünftigen EB-Dreh ist dann aber besser etwas in Richtung PDW700 oder die kleine 350er, bei der man auch auf SxS-Karten aufzeichnen kann. Und die Dinger sind zuverlässig.
 
Ich mach den Spaß auch schon seit 16 Jahren, aber im Normalfall geht die reguläre Videokamera mit auf den Dreh, die ist einfach universeller einsetzbar. Natürlich gibt es auch Termine wo beides geht und wenn ich die nur mit Kerzen beleuchtete Kirche zur Osternacht filme habe ich die 5DII dabei.

Für ne schnelle off-Maz in den Nachrichten ist die DSLR nicht sehr geeignet, machst einen langen EB über eine Ausstellung geht es ganz gut.
 
danke für die antworten. ich hab auch nochmal ein bisschen rumgegooglet und muss feststellen, dass es sich preislich doch ganz schön zusammenläppert, wenn man die selben features haben will, die zB in einer kleinen HPX o.Ä. stecken.

gestern war ich dank termin-überschneidungen leider wiedermal komplett alleine ohne redakteur auf dreh. da bin ich schon mit einem all-in-one-camcorder ziemlich gestresst wenn zB. der interview-partner wartet bis man die kamera eingerichtet hat (drehbare displays sei dank) oder man auf PK gleichzeitig mitschreiben und filmen muss. mit ner aufwendiger zu bedienenden DSLR wäre ich da denke ich wahrscheinlich aufgeschmissen. schärfe, bildausschnitt, zoom, filter, blende, audiopegel, das alles muss halt innerhalb weniger sekunden passieren. straßenumfragen in der fußgängerzone kann man wohl mit einer spiegelreflex komplett vergessen.

ich glaube ich schau mich doch mal in richtung kleinere sonys und was von panasonic um. vielleicht auch das AF101-system von panasonic, scheint wohl deren antwort auf den DSLR-trend zu sein...
 
AF101 scheint alles zu haben, was man bei dslr generell vermisst. ich hätte bei der Kamera nur bedenken, wie die vom Schulter zu handhaben ist
 
ich ich das auf den fotos erkennen kann scheint das ding diesselbe größe und bedien-elemente wie zB die HPX171 zu haben, mit der ich momentan viel unterwegs bin. die lässt sich eigentlich super mit der schlaufe aus der hand bedienen. gut, nach ner halben stunde oder so wird der arm langsam müde, aber meiner erfahrung nach geht das ganz gut.

ich schau mal ob ich mir das ding irgendwo ausleihen kann, dann berichte ich von meinen erfahrungen.


edit: offenbar kann mans auch in rigs einspannen: http://www.testberichte.de/d/read-swf/265971.html
 
Zuletzt bearbeitet:
straßenumfragen in der fußgängerzone kann man wohl mit einer spiegelreflex komplett vergessen.

Das ist total einfach. Also wirklich. Stress hat man, wenn etwas Unvorhersehbares passiert und man vom Standardzoom schnell auf das Telezoom wechseln muss - oder umgekehrt. Das ist wirklich ein Nachteil, aber das wird durch die Low-Light-Fähigkeit und dem üppigen Weitwinkel ausgeglichen. Außerdem könnte man für solche Fälle ein 18-200mm oder 28-300mm vorhalten.

Wenn man bei einem Camcorder die Blende, ISO oder Audiolevel verstellen muss, passiert das auch nicht via Gedankenübertragung. Man muss einen Knopf drücken oder ein Rädchen drehen.

Den Audiolevel der 5D II verstellt man über das Menü von Magic Lantern. Das ist relativ umständlich, aber kostet maximal 3 Sekunden länger als mit der Ideallösung: einem Drehknopf. Die anderen Sachen wie WB, ISO und Blende lassen kaum eine Optimierung zu. DSLRs sind in Bezug auf EB besser als ihr Ruf.

Mir stand noch nie der Sinn nach einen "Alles-flutscht-fast-wie-von-alleine-Camcorder", wie das hier einige andere User so dringend empfehlen. Es ist ohnehin nur ein Mythos. Jede Kamera hat seine speziellen Stärken und Schwächen. Wenn man mit einer DSLR filmt und dabei dem Motorzoom oder dem XLR-Anschlüssen nachheult, wird man scheitern. Dieser Mythos kommt von Leuten, die jahrelang mit einem bestimmten Typ Kamera gearbeitet haben und entsprechend konditioniert sind.

Als Anfänger hat man ein ganz anderes Problem. Filmen ist nicht einfach. Die meisten Menschen können nicht einmal bei fünf Versuchen ein fehlerfreies Foto bewerkstelligen, obwohl das vergleichsweise einfach wäre. Der Filmanfänger fühlt sich wie ein 15jähriger Autodieb in einem Jumbojet-Cockpit. Das gibt sich....

Nun würde ich zu diesem Zeitpunkt nicht die 5D II zum Kauf empfehlen. Die kommende Sony VG-20 klingt schon ganz passabel.

Du musst in dich hineinlauschen. Welche Kamera passt am besten zu deinem Stil?

-unbeschwertes drehen mit einem lichtschwachen 12fach-Zoom ohne nennenswerten Weitwinkel (1.000~6.000 Euro)
-Wechseloptik, Spielraum bei Schärfentiefe (600~5.000Euro)
-Wechseloptik, Spielraum bei Schärfentiefe, XLR, kein Moiré (5.000~15.000 Euro)
-Broadcast-Camcorder mit Spitzenoptik, Rückschaden und Überschuldung gibt es kostenlos dazu (10.000~30.000 Euro)

Du kannst dich nicht entscheiden? Kaufe eine 550D und überlege noch etwas. Egal was kommt. Die 550D kann dir für viele Jahre als Backup, als Ergänzung oder als schlichter Fotoapparat dienen. Da kann man nix falsch machen...

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Zuletzt bearbeitet:
-unbeschwertes drehen mit einem lichtschwachen 12fach-Zoom ohne nennenswerten Weitwinkel (1.000~6.000 Euro)
-Wechseloptik, Spielraum bei Schärfentiefe (600~5.000Euro)
-Wechseloptik, Spielraum bei Schärfentiefe, XLR, kein Moiré (5.000~15.000 Euro)
-Broadcast-Camcorder mit Spitzenoptik, Rückschaden und Überschuldung gibt es kostenlos dazu (10.000~30.000 Euro)

Dies ist die lustigste Zusammenstellung, die ich je im Internet gelesen habe!

Nur mal so zum letzten Punkt:

Jeder, der sich so eine EB-Mühle kauft, hat das Geld. Wer das Geld nicht hat, kriegt die Kamera vom Sender, Auftraggeber oder sonst wen zur Verfügung bestellt oder kann für wenig Geld geliehen werden. An Überschuldung ist da nicht mal im Ansatz zu denken.

Spitzenoptik... hier sagen ja auch einige, dass Canon-Scherben Spitzenoptiken sind... Spitzenoptiken sind bei mir Master Primes oder ähnliches, wenn es nen Doku-Zoom sein soll, dann Aluras.

Soll "Rückschaden" Rückenschaden heißen? Wenn ja, dann: Bei den leichten Kameras? Die zumal auch noch gut ausgewogen sind. Mit ner Standard-Schulterkamera laufe ich dir den ganzen Tag entspannt durch die Gegend, bei ner DSLR fallen mir da schnell mal die Arme ab. Und im Vergleich zu richtigen Kameras ist das halt gewichtsmäßig alles lächerlich leicht.


Ne DSLR kann für nen EB-Beitrag wirklich ne schöne Ergänzung sein, oder man kriegt in einer Doku auch mal einen Schuss, den man sonst nicht bekommt. Die kleinen Dinger haben da zweifelsohne ihre Stärken und Vorteile. Aber die Unterteilung, die du machst hat nichts mit "Stil" zu tun, wie jemand arbeitet. Ein guter Kameramann nicht die richtige Kamera für den Job und will nicht zwangsläufig alles nur mit einem System drehen.

So EB-Mühlen sind halt einfach dafür konzipiert, dass man den ganzen Tag mit rumlaufen kann und die meisten Situationen entspannt mit überstehen kann, deswegen werden diese auch noch so gerne und oft verwendet. Man weiß einfach, was man hat.
 
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