Ok, also wenn ich das RAW mit Adobe PSE öffne/bearbeite ist das dann so als wenn die Belichtungsoptimierung aus wäre oder?
Nein, leider stimmt das nur halb:
Die Anpassung der Gradationskurve durch die Kamera wird nicht direkt in die Rohdaten hineingerechnet. Aber zum Zwecke der Optimierung dreht die Kamera zusätzlich noch an der Belichtung herum. Und das spiegelt sich sehr wohl direkt in den Rohdaten wider.
Dadurch kommt es manchmal zu suboptimal belichteten Bildern.
Was nützt es mir (als jemand der RAW fotografiert und diese nicht mit DPP entwickelt), wenn die Kamera "irgend etwas optimiert" (was ausserhalb von DPP nicht zum Einsatz kommt) und zu diesem Zweck für den Benutzer nicht vorhersehbar in die Belichtung des Bildes eingreift?
Ich habe jedenfalls in Lightroom mit der 5D2 teilweise nicht nachvollziehbare Belichtungen erhalten, die ich selber so nie eingestellt oder gewollt hätte.
Nach dem Abschalten der ABO waren die Ergebnisse wieder vorhersagbar und konstant.
Ich habe sie deshalb ausgeschaltet.
Nein. "Active D-Lighting" nennt sich bei Canon Tonwertpriorität.
Belichtungsoptimierung ist so ne Art automatische Belichtungskorrektur.
Nein, das ist nur die Auswirkung, wenn man die RAWs mit Fremd-Konvertern öffnet (siehe oben). Da bekommt man aber nur einen Teil des Effekts: Den Eingriff der Kamera in die Belichtung des Bildes.
Eigentlich ist die ABO, wenn sie vollständig durchgeführt wird, zusätzlich noch eine Anpassung der Gradationskurve (also wenn man so will eine Kontrastanpassung bzw. Aufspreizung der verschiedenen Helligkeitswerte). Siehe
Beitrag Nr. 11 vom Billardknipser.
Gruss
Michael