• Neuer Gutscheincode unseres Partners Schutzfolien24:
    DSLR-Forum2025
    Dauerhaft 10% Rabatt auf alle Displayschutzfolien und Schutzgläser der Eigenmarken
    "Upscreen", "Screenleaf", BROTECT" und "Savvies".
    Der Code ist für alle Geräteklassen gültig.
  • Stimmt ab über die Sieger des DSLR-Forum Fotowettbewerbs August 2025.
    Thema: "Kurven"

    Nur noch bis zum 31.08.2025 23:59!
    Jeder darf abstimmen!
    Zur Abstimmung und Bewertung hier lang
  • In eigener Sache!

    Liebe Mitglieder, liebe Besucher und Gäste
    ich weiß, es ist ein leidiges Thema, aber ich muss es ansprechen: Werbung, Werbeblocker und Finanzierung des Forums.
    Bitte hier weiterlesen ...

  • Nicht erreichbare Adressen im Benutzerkonto
    Wir bekommen zurzeit eine große Anzahl an E-Mails, die das System zum Beispiel als Benachrichtigungen an Nutzer verschickt,
    als unzustellbar zurück, weil z.B. die Adressen nicht erreichbar sind oder das Postfach gar nicht existiert.
    Stellt doch bitte sicher, dass die Benachrichtigungen, die ihr vom System erwartet, auch zugestellt werden können.
    Nicht erreichbare E-Mail-Adressen sind dazu wenig hilfreich.
    Danke!
WERBUNG

Mittelformat Analoge SLR - Tausend Fragen...

Tynisbandit

Themenersteller
Hallo zusammen,

auch wenn das Forum sich auf digitale SLR bezieht, möchte ich gern eine Frage bzgl. anaoger SLR loswerden.

Und zwar bin ich auf den Geschmack gekommen, mir eine analoge SLR zuzulegen. Warum? Ich bin begeistert von den Bildern, die sich auf Flickr und Co finden und die mit analogen SLR erstellt wurden. Sie haben einen Charme, der mit DSLR kaum zu erzeugen ist, es sei denn, man vergewaltigt die Bilder in Photoshop. Auf meiner Suche nach bezahlbaren SLR im Mittelformat bin ich nun auf folgende Modell gestoßen, die mein Interesse geweckt haben:

Hasselblad 500cm
MAMIYA M645 pro
Pentacon Six
Makina 67

Die Pentacon ist die günstigste, allerdings wohl auch die anfälligste. Die Makina finde ich großartig, allerdings mit über 1000 Euro für einen Einstieg zu teuer. Heißt, ich bin nun zwischen Hasselblad und Mamiya hängen geblieben. Nach einiger REcherche bin ich der Meinung, beide sind grundlegend substituierbar, da zwar andere Bauweise, andere Objektive etc. aber von der Qualität die am Ende bei rauskommt, gibt es wenn überhaupt nur marginale Unterschiede.
Ergo fokussiere ich mich im Moment auf die Maymia (es sei denn jemand hier im Forum kann schlüssig den Beweis erbringen, dass ich mich total täusche bei meiner Modellwahl ;) ).

Nun zu meiner eigentlichen Frage. Ich bin mir bewußt, dass analoge Kameras analoge Filme benötigen und jene müssen natürlich entwickelt und gescannt werden. Leider ist dabei wenig überschaubar, mit welchen Kosten man dabei rechnen muss? Was kosten die analogen Filme? Was kostet die Entwicklung? Was würden mögliche Scanner kosten?
Und weiterhin, gibt es die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Filmtypen zu , arbeiten (mal abgesehen von colour und black/white)?

Wäre super, wenn mir hier noch ein paar alte Hasen oder neue Liebhaber der analogen Fotografie weierhelfen können.

Liebe Grüße, Jens
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo und Wilkommen im Forum.

Grundlegend hast du Recht, das hier ist ein Digitales SLR Forum :D

Ich habe als analoges Spielzeug eine Chinon CE-4, die Betonung liegt aber auf Spielzeug.
Ich kann nachvollziehen, das einem die analoge Fotografie Spass macht, ABER:
Du musst dir bewusst sein, das es immer weniger Filme geben wird, und die werden immer teurer. Wenn du nur nebenbei eine analoge nimmst, sind die Kosten überschaubar, einen 36 Bilder S/W Film zu entwickeln kostet bei dem Fotogeschäft bei mir um die Ecke 10,36€. Wenn du aber alle deine Fotos nur mit Film machst, wird das teuer, dann solltest du überlegen, das selber zu machen.
Vielleicht solltest du überlegen, erstmal mit einer KB anzufangen, die gibt es relativ günstig sogar auf dem Flohmarkt, die Filme und die Entwicklung sind ebenfalls nicht allzuteuer.
 
Was begeistert mich?

Die Kamera:
Die Einfachheit der Aufnahmegeräte. Heißt, der Purismus des Werkzeugs. Die zwanghafte Konzentration auf das Wesentliche, das Bild, nicht auf die Technik. Meine D300s sieht mitlerweile aus wie ein kleiner Transformer. Ich merke aber stets, das mir das Fotografieren am meisten Spaß macht, wenn ich einfach nur eine Festbrenntweite drauf habe, bei den Einstellungen maximal die Blende vorgebe und den Rest einfach "laufen" lasse.

Die Bilder:
Zuerst einmal die Klarheit und die Brillanz, die aus einer Mittelformatkamera entstehen. Weiterhin, dass ein Bild, mit einem 40 mm Objektiv die gleiche Wirkung erzielt, wie ein 300mm Objektiv...heißt, das Bokeh. Und die Bilder haben etwas einmaliges, nicht manipulierbares (auch wenn man das natürlich könnte).
Es ist also eine gute Mischung aus diversen einzelnen Elementen, die mich an der analogen Fotografie begeistern.

Die "große" digitale SLR wäre natürlich der ständige Begleiter. Aber für besondere Aufnahmen, hätte ich gern so eine analoge SLR.

Wie siehts es bzgl. der Filme aus? Ein 120er muss es sein, soweit bin ich informiert. Aber gibt es auch unterschiedliche Filme (analog Filtern)?
 
Hallo Jens

Mir ging es ähnlich wie Dir, ich habe ins analoge reingeschnuppert und es macht mir riesen Spass!
lass mich noch ein paar Anmerkungen machen:
Erstens: ich fotografiere natürlich weiterhin auch digital, aber eben auch analog. Es ist für mich eine toller erweiterung meines Hobbies und meiner Möglichkeiten. Ich nutze ebne die Technik, die mir grade besser passt....
Zweitens: Filme werden nicht aussterben und je mehr Leute analog weitermachen umso besser wird das Angebot bleiben.
Drittens: ich würde dem Rat von Boronizer folgen und erstmal eine KB-SLR kaufen, die kosten wenig und Du kannst Dich mit der analogen Technik vertraut machen. Wenns dann Spass macht, kannst Du immer noch auf ein Hassi System sparen....
viertens: es gibt tatsächlich auch noch analoge Kameras, die Dinge können, die eine Digitale nicht kann, Stichwort Hasselblad Xpan....
LG Thomas
 
Was begeistert mich?

Die Kamera:
Die Einfachheit der Aufnahmegeräte. Heißt, der Purismus des Werkzeugs. Die zwanghafte Konzentration auf das Wesentliche, das Bild, nicht auf die Technik. Meine D300s sieht mitlerweile aus wie ein kleiner Transformer. Ich merke aber stets, das mir das Fotografieren am meisten Spaß macht, wenn ich einfach nur eine Festbrenntweite drauf habe, bei den Einstellungen maximal die Blende vorgebe und den Rest einfach "laufen" lasse.

Die Bilder:
Zuerst einmal die Klarheit und die Brillanz, die aus einer Mittelformatkamera entstehen. Weiterhin, dass ein Bild, mit einem 40 mm Objektiv die gleiche Wirkung erzielt, wie ein 300mm Objektiv...heißt, das Bokeh. Und die Bilder haben etwas einmaliges, nicht manipulierbares (auch wenn man das natürlich könnte).
Es ist also eine gute Mischung aus diversen einzelnen Elementen, die mich an der analogen Fotografie begeistern.

Die "große" digitale SLR wäre natürlich der ständige Begleiter. Aber für besondere Aufnahmen, hätte ich gern so eine analoge SLR.

Wie siehts es bzgl. der Filme aus? Ein 120er muss es sein, soweit bin ich informiert. Aber gibt es auch unterschiedliche Filme (analog Filtern)?

Ich stimme dir über das was du da schreibst zu, besitze selber eine Hasselblad 503CX und bin super zufrieden damit. Würde dir auch zur Hasselblad raten, ist einfach grundsolide, kann jede vernünftige Werkstatt reparieren, sieht gut aus und es gibt gute Optiken dafür.

Du wirst den Kauf bestimmt nicht bereuen. Ich war dieses WE wieder mit einer DSLR unterwegs und danach hab ich am Notebook nur noch den Kopf geschüttelt wie schrecklich die Farben sind und wie gering der Dynamikumfang, Gegenlichtportraits ohne Blitz sind auch ein Krampf.
Hat mich wieder darin bestärkt, analog Mittelformat zu fotografieren, war also die richtige Entscheidung.

Ich würd sagen, go for the hasselblad! Seitdem ich die hab liegt die DSLR eigentlich nur noch in der Ecke, wenns nicht unbedingt schnell gehen muss, obwohl ich mir sie auch nur so für nebenbei geholt habe.

120er Rollfilm brauchst du, es gibt halt Negativ und Diafilm und auch die ganzen Lomo Filme die einen speziellen Farbcharakter haben, also gewisse Farbstiche. Dann gibts noch die Möglichkeit den Film crossentwickeln zu lassen, d.h. zB Negativfilm in der Chemie für Diafilm entwickeln zu lassen, google einfach mal danach. Sieht ziemlich gut aus
 
Kauf lieber direkt die Kamera auf die du Bock hast. Du willst Mittelformat, also nimm Mittelformat. Was soll dir da 'ne KB bringen :confused: Durch den Lichtschacht gucken, scharfstellen, Feuer. Film einlegen ist pipi einfach. Musst dich nur mit der Belichtungsmessung beschäftigen. Wenn du erst mit 'ner KB übst, die nen eingebauten Beli hat bringt dir das für dein MF-Leben so rein gar nix. Bloß keinen Respekt vor Kameras haben und denken man müsste sich da irgendwie über Umwege ranarbeiten. Wenn man die Grundregeln der Fotografie kapiert hat kann man direkt loslegen. Wenn der Beli bei Blende 5,6 nen 1/125 anzeigt, dann ist das so...egal ob KB, MF, GF oder was es sonst noch gibt.
 
Hi,

im 120er Format gibt es schon noch eine Menge:
- Farbnegativfilm:
z.B. Fuji Reala 100 (d.h. Empfindlichkeit ISO 100) oder die Kodak Portra Serie (in ISO 160, 400 und 800)
wird im C-41 Standardprozess entwickelt und vom Negativ werden dann Abzüge gemacht (oder gescannt)

- Farbpositivfilm:
z.B. Fuji Velvia 50 (für farbkräftige Landschaftaufnahmen) oder Fuji Provia 100 oder 400
wird im E-6 Standardprozess entwickelt und man hat direkt Mittelformatdias (der Hammer!), die man entweder scannt oder wofür sie gedacht sind mit einem Diaprojektor an die Leinwand wirft (aber vorsicht, falls Du das tust, wird Dir bei der nächsten Beamer-Show schlecht...)

Zur Entwicklung kann man, meiner Meinung nach, C-41 und E-6 Filme problemlos in ein Großlabor geben (über Drogeriemarkt). Zur ersten Beurteilung kann man da auch bilige Abzüge beim Negativfilm mit dazumachen lassen, aber wenn man bessere Abzüge will sollte man eher in ein Photogeschäft gehen, die sowas selber machen.

- klassischer SW-Film:
gibt es in zig Varianten, z.B. von Kodak oder Ilford
die Entwicklung ist allerdings je nach Sorte und Empfindlichkeit unterschiedlich, d.h. für gute Ergebnisse muß man es selber machen oder vielleicht einem Photolabor geben, die es noch selbst machen. Man hat dann (meist) auch ein Negativ von dem man Abzüge machen kann oder zum Scannen.

- und noch sogenannter chromogeener SW-Flim:
z.B. Ilford XP2
wird wie ein Farbnegativ entwickelt (C-41), aber hat zum Schluß nur eine Farbtönung, so daß man davon SW-Abzüge machen kann.

Zum allerersten Probieren würde ich einen Farbnegativfilm empfehlen und den einfach im Drogeriemarkt mit Abzügen entwickeln lassen. Für die Internetpräsentation kann man die Negative auch recht gut mit der DSLR abphotographieren (da gibt's im Forum schon Threads dazu).

Und noch eine Kameraanregung: Zenza Bronica ETRS / ETRSi, die sind im 6x4,5er Format mit Zetralverschluß im Objektiv (wie die Hasselblad), d.h. man kann auch tagsüber aufhellblitzen damit, und sie sind momentan auch günstig zu haben.

Und analoges Mittelformat ist qualitativ schon ein anderes Kaliber als Kleinbild, ich denke bei den heutige Preisen ist es durchaus nicht falsch gleich damit einzusteigen. Tip: für Kleinbild Kameras einfach mal im Verwandten/Bekanntenkreis rumfragen, da liegen bestimmt noch welche rum.
 
Darf man noch die Pentax 6x7 in den Topf werfen ? Bildqualität meiner meinungs nach sogar besser als bei der Hasselblad (hatte beide, bin bei der Pentax geblieben), und das ganze bei 1/4-5 des Preises.
 
Hallo Jens,

für die Filmkosten kannst du mit 3-5 Euro pro Filme rechenen, zum Beispiel hier:
fotofachversand.at
Fotoimpex

Bei Schwarzweiß kostet dich die Chemie so etwa 0.5 bis 1 Euro pro Film, bei Farbe eher in der Gegend von 2 bis 2.5 Euro pro Film. Die Farbfilme kannst auch in die Fototaschen bei den Drogeriemärkten werfen, dann kostet es ein wenig mehr, aber du bekommst auch Abzüge.

Genau, da stellt sich nämlich die Gretchenfrage: Was machst du den nachher mit den Filmen?

Während sehr brauchbare Scanner für Kleinbild neu schon unter 500€ zu haben sind, gibt es für Rollfilm nichts unter 1200€. Auf Ebay auch nicht viel. Flachbettscanner sind dafür auch nicht so toll.

Scannen lassen wird schnell teuer.

Schwarzweiß kannst du recht einfach auch im Badezimmer machen, falls du es abdunkeln kannst und du bekommst auch sehr günstig Vergrößerer. Allerdings solltest du dabei schauen, daß eine Bühne für 6x6 dabei ist und das passende Objektiv (meist so etwa 80mm).

Farbabzüge zu machen ist da schon um einiges komplizierter und aufwendiger, davon habe ich die Finger gelassen.

Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.

Korman
 
zuerst würde ich schon überlegen in welchem (mittel)format ich fotografieren will. selbst vergrößern könnte ich jetzt zum beispiel nur bis 6x6. 6x7 oder mehr wäre da schon mal mist. quadratisch fotografieren liegt auch nicht jedem. anderen ist 6x4.5 zu wenig (nach dem motto wenn schon denn schon)
 
Kauf lieber direkt die Kamera auf die du Bock hast. Du willst Mittelformat, also nimm Mittelformat. Was soll dir da 'ne KB bringen :confused: Durch den Lichtschacht gucken, scharfstellen, Feuer. Film einlegen ist pipi einfach. Musst dich nur mit der Belichtungsmessung beschäftigen. Wenn du erst mit 'ner KB übst, die nen eingebauten Beli hat bringt dir das für dein MF-Leben so rein gar nix. Bloß keinen Respekt vor Kameras haben und denken man müsste sich da irgendwie über Umwege ranarbeiten. Wenn man die Grundregeln der Fotografie kapiert hat kann man direkt loslegen. Wenn der Beli bei Blende 5,6 nen 1/125 anzeigt, dann ist das so...egal ob KB, MF, GF oder was es sonst noch gibt.

Amen!

Gönn' dir ruhig eine Hasselblad. Wenn es weniger "hübsch", aber gleichwertig solide und deutlich günstiger sein soll, empfehle ich eine Bronica SQ-A. Ein wenig das hässliche Entlein unter den 6x6-SLR, aber ein dolles Teil, habe damit lange fotografiert und mit dem Teil lassen sich nicht nur sprichwörtlich Nägel in die Wand kloppen!

Filme kaufen? Gibt es einige gute Shops, ich schicke dir bei Bedarf Links per PN.
Filme entwickeln? DM, lokales Fotolabor (wenn sie es noch selbst machen, unbedingt nachfragen) oder eben selbst. Ist keine Hexerei, bedarf nur ca. 50-100€ Startbudget und einer mehrwöchigen Einarbeitungsphase, dann bekommst du reproduzierbare Ergebnisse.
Scannen? Einstieg: Canon 8800f (ggfs. Epson V700) oder ähnliches für zuhause und wenn es richtig was werden soll, schick es zum Spezialisten.

...my 2 cents.
 
Also ich bin ja völlig begeistert, wieviele super Antworten hier in dr kurzen Zeit schon gekommen sind. Da muss ich mich teilweise mal noch auf die Suche machen, was die einzelnen Filmtypen etc. bedeuten.

Hat denn jemand Beispiele für die möglichen Scanner? Links?
Ich würde schon gern soviel wie möglich selber machen. Und vorrangig werde ich wohl bei s/w bleiben.

Mir kam zu Ohren, bei einer Hasselblad kann man oft nicht ohne Stativ arbeiten, bei der Mamiya allerdings schon. Generell ist dies ja nun meiner Meinung nach eher abhängig von den Einstellungsmöglichkeiten bei Blende und ISO. Ist denn die Hasselblad da ggf. so beschränkt?
 
Also ich bin ja völlig begeistert, wieviele super Antworten hier in dr kurzen Zeit schon gekommen sind. Da muss ich mich teilweise mal noch auf die Suche machen, was die einzelnen Filmtypen etc. bedeuten.

Hat denn jemand Beispiele für die möglichen Scanner? Links?
Ich würde schon gern soviel wie möglich selber machen. Und vorrangig werde ich wohl bei s/w bleiben.

Mir kam zu Ohren, bei einer Hasselblad kann man oft nicht ohne Stativ arbeiten, bei der Mamiya allerdings schon. Generell ist dies ja nun meiner Meinung nach eher abhängig von den Einstellungsmöglichkeiten bei Blende und ISO. Ist denn die Hasselblad da ggf. so beschränkt?

Man kann mit beiden Ohne Stativ arbeiten. Beschränkt ist keine der Kameras, es wird nur gemunkelt das durch den etwas stärkeren Spiegelschalg der MF Kameras man leichter verwackelt, weshalb alle so Stativgeil sind. Wenn man allerdings nicht gerade einen epileptischen Anfall erleidet oder keinen Kilogramm in der Hand halten kann ohne einen Muskelriss zu bekommen braucht man kein Stativ. Ich schieße meine Pentax 6x7 freihand bei 1/30s, und da ist nichts verwackelt, obwohl die einen weit ärgeren Spiegelschlag und Verschlussschlag hat als die Hassi.

Zwecks Scanner, der Epson V700/V750 ist sehr zu empfehlen.
 
Also ich bin ja völlig begeistert, wieviele super Antworten hier in dr kurzen Zeit schon gekommen sind. Da muss ich mich teilweise mal noch auf die Suche machen, was die einzelnen Filmtypen etc. bedeuten.

Hat denn jemand Beispiele für die möglichen Scanner? Links?
Ich würde schon gern soviel wie möglich selber machen. Und vorrangig werde ich wohl bei s/w bleiben.

Mir kam zu Ohren, bei einer Hasselblad kann man oft nicht ohne Stativ arbeiten, bei der Mamiya allerdings schon. Generell ist dies ja nun meiner Meinung nach eher abhängig von den Einstellungsmöglichkeiten bei Blende und ISO. Ist denn die Hasselblad da ggf. so beschränkt?

Das ist blödsinn, ich fotografiere mit meiner Hasselblad zu 99% aus der Hand. Bis etwa 1/30 geht noch aus der Hand, recht viel mehr krieg ich mit meiner Rolleiflex aber auch nicht hin.
Kann mich garnicht mehr erinnern wann ich das letzte mal ein Stativ verwendet habe. Als Scanner taugt ein Epson V700 richtig gut (verwende ich auch).
Die Bilder in meinem Fotostream auf flickr sind auch alle damit gescannt.
 
Wenn ich mir die Bilder auf flickr auch von älteren Scannern wie dem Epson V500 und dem V600 ansehe, dann kann ich die Aussage "nicht brauchbar" nicht nachvollziehen. Pixelpeeping am Monitor mit einem Film als Aufnahmemedium zu betreiben ist mehr als unsinnig, denn für mehr als Web verwendet man die Bilder meist ohnehin nicht. Und wenn es doch mal was großes Scharfes im Endergebnis werden soll, empfiehlt sich eher eine 'manuelle' Ausbelichtung statt einem Print aus einer digitalen Datei. Aber das sehen hier sicher einige anders. :rolleyes:

In deine Überlegungen zu Kosten solltest du auch das Format miteinbeziehen. Rollfilm wird normalerweise auf 6x4,5cm (15/16); 6x6cm (12); 6x7cm (10); 6x9cm (8) bishin zu 6x12cm (6) und 6x17cm (4?) belichtet. Das spielt einerseits bei der Anzahl der Bilder (hab ich in Klammern hinter jedes Format geschrieben) eine Rolle und andererseits (für mich persönlich) wirkt es sich auf meine Art zu komponieren aus.

Weiterhin variieren die maximalen Lichtstärken an den Formaten. An 645 gibt es für die Mamiya 645-Serie ein 80 1.9; bei 6x6 findet man ein ähnliches Objektiv nur für die Norita 66 und die ist ultraselten, aus Amerika und wahnsinnig teuer (vielleicht gibt es noch andere, aber das kenne ich halt). Normal sind an 6x6 80 2.8er Linsen als lichtstärkste Optiken. Für 6x7 und 6x9 ist 3.5 meist die größte Offenblende (Ausnahme bildet die Pentax 67 mit 2.4er und 2.8er Linsen). Darüber sind mir nur noch 5.6er Großformatoptiken bekannt (mit Umbau ginge sicher mehr).

Mamiya kann ich als Kamerahersteller empfehlen. Einerseits, weil ich sehr viel gutes über die Systeme gelesen habe und andererseits, weil ich mit meiner C330f tolle Erfahrungen gemacht habe (ist aber eine TLR). Zenza Bronica (alte und neue Serien) finde ich aber auch ziemlich cool. Hasselblad, Rollei, Contax usw. kenne ich (noch) nicht.

Außerdem musst du bedenken, dass so eine Kamera nicht die leichteste ist. Bei meinen beiden Kameras (C330 und GS-1) muss ich mit mindestens 1,8kg rechnen, normal sind aber 3kg wegen Prismensucher und Handgriff.
Wenn du sie länger in der Hand hältst, kann es schon sein, dass du irgendwann zum Zittern neigst (außer du bist ein 3m-Schrank, dann will ich nix gesagt haben :D).

Stativ: Definitiv kein Muss, aber ich hab immer gerne eins dabei (siehe Kameragewicht), weil ich auch gerne mal eine Langzeitbelichtung mache. ;)

Zu den Filmtypen: Ja, es gibt die Möglichkeit mit unterschiedlichen Typen zu arbeiten. Einerseits haben viele Kameras mit Wechselmagazinen neben 6x6 oder 6x7-Magazinen auch 645er Magazine im Sortiment, andererseits kann man aber auch teilweise Kleinbildfilmmagazine oder Polaroidmagazine (hier empfehlen sich wegen der Bildgröße vor allem die Mamiya R-Serien) an die Kamera schnallen.
 
Daß die (SW) Filme immer weniger werden ist falsch.
Daß man mit ner Hasselblad nur vom Stativ arbeiten kann ist falsch.
Ebenso falsch wäre es aber auch, sich ne Hassi mit Zeisstüten zuzulegen & das dann mit nem Billigstscanner zu scannen & sich nachher darüber wundern, daß die (technische) Bildqualität mies ist.
Die technische Qualität deiner Mittelformatbilder wird so schlecht sein wie das schwächste Glied in der Kette der Gerätschaften.
Und glaube nicht, daß du mit ner MF-Kamera plötzlich - oh Wunder - gestalterisch & aussagemäßig bessere Bilder hinkriegst als vorher.
 
Zuerst gilt es mal, die Formatfrage zu klären und ob du später damit Dias projezieren willst, aber wie schon geschrieben, hast du das einmal gemacht, dann wendest du dich bei der nächsten Beamer-Projektion mit Grausen ab.
Dias gehen zu einem vernünftigen Preis nur bis 6x6, ich habe letztens noch einen Rolleivision 66 mit Schneider-Xenotar für knapp unter 300€ ersteigert, und diese Kombination sollte schon sein. Ein wenig Geduld braucht man schon dafür.
Eine Mamiya C330 hatte ich in den 80ern auch mal, trotz Ektachrome 64 waren die Ergebnisse jetzt nicht so berauschend, der gleiche Film in einer 645 zeigte schon deutlich bessere Schärfe.
Bleiben noch Hasselblad und die 645, ich hatte vor langer Zeit mal eine Hasselblad zum Testen, es ist sehr schwer, das zu beschreiben, die Dias wirken irgendwie souveräner, klarer, als die von der 645, von der reinen Auflösung tun die sich aber nicht viel.
Zu bedenken ist, für die 645 bekommst du Objektive mit höherer Lichtstärke, weil der Zentralverschluß fehlt, zudem sind sie noch erheblich günstiger. Es gibt auch keine Krücke im Programm, allerdings hat das 2,8/80N eine miserable Mechanik, ein neu gekauftes hatte schon nach 2 Jahren Spiel im Schneckengang, ich würde versuchen, die älteren ohne den Zusatz N zu nehmen, Ausnahme, das 2,8/150 (gibt es nur als N und ist eine Traumoptik)
Ebenfalls ist zu beachten, die Hasselblad hat keinen Rückschwingspiegel, das heißt, das Sucherbild bleibt dunkel, bis die Kamera wieder gespannt ist.
Damit will ich keinesfalls das Hasselbladsystem schlechtreden, ich überlege auch schon länger, nochmal ins MF einzusteigen und obwohl ich lange Jahre mit guten Erfahrungen mit einer 645 fotografiert habe, tendiere ich mit 60 zu 40 eher in Richtung Hasselblad.

MfG

Manni
 
Eine Mamiya C330 hatte ich in den 80ern auch mal, trotz Ektachrome 64 waren die Ergebnisse jetzt nicht so berauschend, der gleiche Film in einer 645 zeigte schon deutlich bessere Schärfe.

Das kann ich durchaus bestätigen. Die Mamiya-TLR-Linsen gelten im "guten Segment" als die mit Abstand schlechtesten. Ich mag die Kamera einfach so. :top: Aber schon das Sucherbild meiner GS-1 zeigt der C330 gegenüber eine deutliche Verbesserung in Schärfe, Farbe und Kontrast (konnte noch keine Bilder schießen).

Aber eine TLR war hier ja eigentlich gar nicht Thema, ich habe sie nur erwähnt um meine Argumentationsbasis aufzuzeigen^^
 
Nun zu meiner eigentlichen Frage. Ich bin mir bewußt, dass analoge Kameras analoge Filme benötigen und jene müssen natürlich entwickelt und gescannt werden.
Schon mal ein guter Anfang. :top:
Leider ist dabei wenig überschaubar, mit welchen Kosten man dabei rechnen muss? Was kosten die analogen Filme? Was kostet die Entwicklung?
Man kann nicht allgeimein "Film" sagen. Es gibt Filme verschiedenster Sorten, die auch unterschiedlich entwickelt werden.

Zunächst musst du dir die folgenden Fragen stellen:
Diafilm oder Negativfilm? Farbfilm oder Schwarzweißfilm?
(Hochauflösend oder empfindlich? ... )

Wenn du dich dann entschieden hast (oder auch nicht) kommt das nächste Thema: Das Format.
Filme werden in Unterschiedlichen Konfektionierungen angeboten. Von sehr kleinen 110ern, über den bekannten 24x36mm Kleinbildfilm bis hin zu einem Metern Durchmesser (oder mehr :ugly:).
Du willst direkt mit dem Mittelformat anfangen, d.h. du musst nach Mittelformatfilmen ausschau halten (120 oder 220).

Dann hast du die Qual der Wahl.

Mein Tipp: Schieß dich erst einmal auf einen Film ein, bis du diesen beherrschst.
Was würden mögliche Scanner kosten?
Von 0€ mit der DSLR über 500 für den Durchlichtscanner bis hin zu 10'000 für den Hasselblad Flextight. Auch bieten viele Labore einen Scanservice an.
Mach dir Gedanken über dein Budget und die Menge an Filmen, dann wirst du schnell wissen, was du brauchst.
Und weiterhin, gibt es die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Filmtypen zu , arbeiten (mal abgesehen von colour und black/white)?
Was willst du denn außer Farbe und Schwarzweiß? Einen Film, der Geister sichtbar macht? Farbe und Schwarzweiß ist schon alles, was es gibt ;)
Später kannst du z.B. einen Infrarotfilm ausprobieren, die gibt es aber mittlerweile nur noch in SW.


Warum soll es denn unbedingt Mittelformat und nicht Kleinbild sein?
 
WERBUNG
Zurück
Oben Unten