Das 18-200 ist mit einem Abbildungsmaßstab von 1:3,7 "weniger Makro" als z.B. das 70-300 mit einem Abbildungsmaßstab von 1:2
Und klarerweise ist es mit einem "echten" Makro (also Fixbrennweite und Abbildungsmaßstab 1:1 und hoher Lichtstärke usw.usw.) einfacher als mit 'nem Zoom. Kommt auch drauf an, was für Ansprüche Du stellst, wieviel Kohle Du investieren willst, was Du makrotisieren willst... so generell kann man das net beantworten wie Du alleine schon an der Debatte "wie definiert sich Makro" siehst...
Ich beschreibe mal meinen kleinen Versuch zur Ermittlung des Abbildungsmaßstabs mit
- meiner Sony Alpha 300,
- meinem Tamron 18-200mm (160 Euro),
- meiner Vorsatzlinse Raynox DCR-250 (40 Euro) und
- einem Zollstock.
Brennweite auf 200mm, Fokussierung manuell auf das Minimum, 45cm. Einmal mit Lupe, einmal ohne mit der Kamera an den Zollstock herangehen, bis er scharf ist (also die Naheinstellgrenze erreicht ist).
Zwei Ergebnisbilder:
mit:
http://picasaweb.google.de/mreich99/MakroFotos#5301330405190852370
ohne:
http://picasaweb.google.de/mreich99/MakroFotos#5301330284802826978
Berechnung mit Zusatzlinse:
Die Sony Alpha 300 hat einen Sensor von 23.6x15.8mm
Ein ziemlich exakt 29,5mm breites Objekt wurde sensorfüllend fotografiert...
=>
Neuer Abbildungsmaßstab = 29,5/23,6 = 1,25 (der Gegenstand ist 1,25 mal so groß wie seine Abbildung)
D.h. der Abbildungsmaßstab wurde durch die Raynox-Linse von 1:3,7 auf 1:1,25 verbessert.
Gegenprobe: Ohne Linse bei Abbildungsmaßstab lt. Katalog 3,7 müssten mindestens 23,6*3,7 = 87,32mm Zollstock im zweiten Bild sein. Joa, stimmt einigermaßen.
Oh, und das Fazit: Mit der Linse kann man für 40 Euro Mehraufwand gegenüber der Ausrüstung, die ich bereits habe, recht beeindruckende Bilder machen. Die Bildqualität... es ginge sicherlich besser als auf diesen beiden Bildern, aber ein echtes Makroobjektiv ist sicherlich qualitativ immer besser. Egal, ich habe sie noch von Zeiten ohne die Möglichkeit, Objektive zu wechseln.
