Eigentlich wollte ich am letzten Freitag die verschiedenen AF Modi und Einstellungen an diversen Möwen und Gänsen testen.
Leider meinen aber manchen Menschen man müsste schon morgens um 9 Uhr wie verrückt am Rande von einem Naturschutzgebiet böllern und so alle Tiere vertreiben...
Ein paar Bilder habe ich aber schon machen können.
Dabei waren Vögel, die parallel zur Kamera fliegen, kein Problem für den Tier-AF. Hier wurde fast immer sehr gut getrackt. Anders sah es bei Vögeln aus, die direkt auf einem zufliegen. Hier wurde zwar auch das Tier erfasst, aber in einigen Fällen auch schnell wieder verloren.
Weiterhin war es teils von Nachteil, dass der Körper getrackt wird und nicht immer der Kopf. Dies führte bei einer startenden Gans dazu, dass am Anfang der Bauch/Körper sehr schön scharf war, aber der Kopf außerhalb der Schärfeebenen bei Blende 5 lag. Erst als das Tier näher, bzw. zu nah war wurde der Kopf erfasst.
Natürlich ist es für die Kamera schwer den Kopf zu erkennen, da die Augen bei Gänsen sehr seitlich liegen.
Ich weiß auch nicht, ob sich hier die Mitbewerber von Canon oder Sony besser schlagen.
Die Raws findet ihr hier in denen man das gut sieht.
https://www.dropbox.com/sh/lqvvc1chwj5xa7h/AADYjdzkN444KmlaGMeIpOlEa?dl=0
Allgemein finde ich den AF nicht so "sticky" wie ich es aus einigen Videos zur R5 gesehen habe. Er löst sich häufiger vom Motive, auch wenn er vorher gut auf dem Motive saß.
Durchweg positiv dagegen waren meine Erfahrungen an der Kleinvogelfütterung.
Dort platziere ich meist einen Zweig, auf dem die Vögel kurz landen, um dann zur Futterstelle zu fliegen.
Hierbei halten sich Meisen, insbesondere Schwanzmeisen nur Sekunden auf dem Ast auf. Mit meiner D850 oder D500 musste ich dann immer schnell versuchen das AF Feld auf das Auge zu legen bevor die Tiere wieder verschwunden waren. Dabei muss auch alles passen, da die Schärfeebenen bei Blende 4 oder 4,5 nur sehr gering auf die Distanz ist.
Die Z9 erfasst hier sehr zuversichtlich fast augenblicklich den Körper des Vogels, sobald sich dieser auf dem Zweig niederlässt und springt dann auch gleich weiter auf den Kopf / das Auge. Hier hatte ich eine viel höhere Ausbeute als bisher.
Das funktioniert auch in schwierigen Lichtsituationen ausgesprochen gut.
Hier ein Bild von einer Haubenmeise vor einem Lichtfleck. Für mich war das Tier nur als Silhouette zu sehen, aber der Fokus lag die ganze Zeit sauber auf dem Auge. Das funktionierte sogar bei den Tannenmeisen, deren dunkles Auge sich kaum von dem dunklen Kopf abhebt.
https://www.dropbox.com/sh/e0ycac5qetkwwvb/AABl1g0ZVpBQfUdhao2XgtFha?dl=0
Auch die Erfahrungen auf dem Hundeplatz waren sehr überzeugend. Hier gab es so gut wie keinen Ausschuss und der Augen AF saß immer perfekt. Egal ob der Hund parallel, schräg oder frontal auf die Kamera zulief.
Die 20 Bilder pro Sekunde erhöhen dabei natürlich auch die Chance eine gute Phase zu erwischen.
Leider konnte ich nicht den Slalom testen, das werde ich aber nachholen. Ich bin gespannt ob der AF auch mit den kurzen Unterbrechungen zurechtkommt.