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Wie ich interaktive 360x180° Panoramen erstelle - ein kurze Anleitung

JensLPZ

Themenersteller
Im Canon Bereich stellte ich ein geradezu winziges FishEye Objektiv vor, welches für viele "Mounts" und speziell bei Canon sogar für den neuen RF Mount verfügbar ist.

Mit Moderator Nighthelper ist es abgesprochen, dass ich hier bei Tipps & Tricks eine kleine Anleitung samt Erwähnung der Technik veröffentliche.

Hier zwei Bespiele von mir - die am besten mit dem Smartphone aussehen (und da auch mal das Smartphone nach oben und unten bewegen) - natürlich kann man die aber auch am PC / Notebook betrachten:

Der Hallesche Dom interaktiv:
https://kuula.co/post/NX8Lq?logo=1&info=1&fs=1&vr=0&zoom=1&sd=1&thumbs=1

Das Landgericht Halle interaktiv:
https://kuula.co/share/NX8Ng?logo=0&info=1&fs=1&vr=0&sd=1&thumbs=1

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Da ich ja bei weitem nicht der Einzige bin, der Panoramen aufnimmt, hat natürlich jeder seinen eigenen Workflow und Technik. Ich kann jetzt nur von meiner Arbeitsweise und der verwendeten Technik berichten.


Mittlerweile habe und nutze ich sogar zwei dieser TTartisan FishEyes für meine Panoramen. Beide entdeckte ich durch die Vorstellung bei einem echten Pano-Experten, Herrn Hopf, dem Chef von PT4Pano. Und gleich vorab: Beide Objektive haben ihre Berechtigung und funktionieren geradezu perfekt. Beide haben von Hause aus den RF Mount, was meinen beiden EOS R5 optimal zugutekommt.

Ich verlinke jetzt mal die PT4Pano Blogeinträge zu diesen Objektiven - die sind unglaublich professionell gemacht. Dort findet man jede Menge Tests und sogar Vergleiche mit anderen ähnlichen Objektiven.

TTArtisan 7,5mm f2,0 FishEye
TTartisan 11mm f/2,8 FishEye

Beide Objektive sind rein mechanisch (manuelle) ohne jeden elektrischen Kontakt. Beide Objektive bestehen aus Glas und Metall und machen einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck. Das kleine 7,5mm liefert sogar noch einen ND1000 Filter mit, den man in das Gehäuse einsetzen kann. Das hab ich zwar noch nicht ausprobiert, aber man denkt dort wirklich an viele Eventualitäten. Ja und dieses Objektiv kostet gerade mal 175 Euronen.... Das 11mm kostet jedoch auch weniger als 300 Euro.



Wichtig ist, dass das TTArtisan f2,0 7,5mm lediglich ein APS-C-Objektiv ist. Nutzt man eine EOS R6 wären mir das letztendlich wohl zu wenig Pixel, die da übrig bleiben. An der EOS R5 (und wohl auch an der EOS R) funktioniert das prima. Das entstandene 360x180° Panorama ist bei der R5 immer noch 13256 x 5160 Pixel groß.


Equipment vor Ort:
Zu allen Locations gehe ich derzeit zu Fuß. So wenig hatte ich da noch nie zu tragen. :D In meinem superleichten MindShift BackLight 18L befindet sich folgendes:
- EOS R5 + TTArtisan f2,0 7,5mm (das wiegt keine 350 Gramm)
- von PT4Pano den David (ist Kugelkopf plus rastender Rotator in einem)
- von PT4Pano den KISS
- Beides habe ich da vorher zusammenmontiert, da dauert das Horizontieren ein paar Sekunden.
- Reinigungszeug, Ersatzakku und - wichtig bei mir für sowas - eine Bluetooth Fernbedienung für die R5.
- Durch den Tipp eines Forenkollegen habe ich jetzt auch "Passpunkte" dabei, zuerst ein paar Steine aus unserem genialen Eckolo Spiel, nun aber Pokerchips.
- TARION Carbon Auslegearm fürs Bodenbild.
- Als Stativ nutze ich fast immer ein 3er Gitzo Mountaineer.

Ja, leichter gehts wohl nicht mehr - und auch "idiotensicher" im Aufbau.



Fotosession vor Ort:
Je Standort gibt es genau 5 Bilder mit dem 7,5mm TTartisan. Für ein komplett sphärisches Panorama reichen dort in der Tat lediglich 4 Aufnahmen aus. Das 5. Bild ist dann das Bodenbild.
Vor der Aufnahme lege ich die "Passpunkte" in der Nähe des Stativs verteilt auf den Boden, so hat es PTGUI nochmals deutlich leichter, das Bodenbild einzupassen.

Beim TTartisan f2,8 11mm FishEye macht man alle 45° eine Aufnahme, mit Bodenbild daher insgesamt 9. Da das ein Fullframe FishEye ist, ist das in PTGUI erzeugte Panorama dann als Tiff auch schon 1,2 GByte groß - hat aber insgesamt noch mehr "Zoom-Reserven".

Vor Ort ist das Ganze also wahrlich "ein Klacks". Je Standpunkt braucht man keine 5 Minuten.


Bearbeitung:
Ich entwickle meine RAWs mit Capture One Pro. Die hat das mit Abstand schönste Farbprofil für die EOS R5. Korrekturen bringe ich keinerlei an. Man braucht sich durch die blauen Ringe (eine Art Vignettierung) des kleinen TTartisan 7,5mm weit außen nicht irritieren zu lassen, PTGUI (der Stitcher) kennt alle Objektive und schneidet dies ab. Nichts davon landet oder stört im Bild. Die Entwicklung der RAWs ist lediglich Sekundensache. (Ich exportiere TIFF und importiere das dann in PTGUI.



Erstellung des 360x180° Panoramas:
Natürlich PTGUI Pro. Ich kann mir kein besseres und (auch wenn man es nicht glaubt) intuitiveres Programm vorstellen. Ohne je in eine Anleitung geschaut zu haben, ist das bedienbar. PTGUI ist wirklich blitzschnell und erkennt in den neuen Varianten sogar das Bodenbild schon recht zuverlässig. (Man markiert dieses Bild einfach "vom Gesichtsfeld ausschließen".) Um auch ein vielleicht doch noch im Bild vorhandenes Stativbein (oder ein Teil davon) zu beseitigen, machte ich noch das Upgrade zur Pro-Variante.
Passt alles, ist das komplette Pano in ein paar Minuten fertig. Ist man nicht zufrieden, kann es aber durchaus auch Stunden dauern. (Das liegt dann aber ab der Qualität der angebotenen Bilder, speziell des Bodenbildes.

Es gibt von diesem unglaublich professionellen Programm eine 30-Tage-Testversion ohne jede Einschränkungen und läuft komplett in Deutsch.

Ein freundlicher und kompetenter Zeitgenosse hat für PTGUI eine umfangreiche, deutschsprachige Dokumentation aufgesetzt - man guuhgelt nach "PTGui Tutorial - Ernst Pisch"


Feinschliff:
Dafür verwende Affinity Photo. Dort kann man das gesamte Pano laden und über >Ebene >Live-Projektion >Equirectangulare Projektion sozusagen im sphärischen Panorama direkt editieren. Man kann dort die allerletzten Stichingfehler beheben (Bearbeiten > Restaurieren) und auch ein Logo einsetzen. In Photoshop wurde das ausgegliedert, dort gibt im 3D Bereich nichts mehr, was hier nützlich sein könnte.

Trotzdem ist Affinity Photo der einzige Schritt, der im gesamten Ablauf Frust erzeugt. Ich habe einen PC mit viel RAM (128 GB, vielleicht zu viel für Affinity) - zumindest unter Windows friert dieses Programm bei solch großen Dateien gern mal ein - schade um die bereits getätigten Schritte. Somit speichere ich dort öfter zwischen und bewege die Maus mit allergrößter Vorsicht….


Interaktives Panorama:
Pano2VR, wenn es direkt auf den Server kommt oder beim wirklich genialen und zu weiten Teilen kostenfreien KUULA.CO - das ist gerade am Smartphone und Tablet, aber auch am Notebook ein echter optischer Leckerbissen. KUULA nutzt alle Sensoren der mobilen Geräte, sodass man sich direkt ins Bild hineinversetzen kann. Das begeistert nicht nur mich wirklich.



Das ist mein eigener Workflow. Den habe ich auf Bitten einiger User nun hier gezeigt. Es kann gern diskutiert und anderes vorgestellt werden - dafür ist diese Sektion da.

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Zuletzt bearbeitet:
Super , Jens, danke für die Anleitung !
 
Ich möchte hier eine Empfehlung für PanoramaStudio Pro von Tobias Hüllmandel aussprechen, das nicht nur allgemein ein tolles Panoramaprogramm ist, sondern eben auch als Dreingabe einen HTML5-Panorama-Betrachter hat, wo man sich das Kugelpano sofort im Browser interaktiv anschauen kann (oder eben auf dem Netz veröffentlichen). Auch hier ist eine Verknüpfung mit Handy-Sensoren möglich. Oder man kann Logos und Texte einblenden.
https://www.tshsoft.de/de/panostudio_index
Das ganze kostet in der Pro Version nur knapp 70 EUR einmalig.

Auch nett ist FSPViewer, ein kleines portables Progrämmchen, das fertige Kugelpanos unter Windows interaktiv anzeigen kann. Man füttert es einfach mit der Ergebnis-JPG-Datei.
https://www.fsoft.it/FSPViewer/download/
 
Ich möchte hier eine Empfehlung für PanoramaStudio Pro von Tobias Hüllmandel aussprechen

Von Panorama Studio war ich leider weniger begeistert, es liefert zwar gute Ergebnisse und tut was es soll, aber leider hat man keinerlei Zugriff auf kleine Spielereien, wie z.B. sich öffnende Türen auf einen klick, Menüs die man ins Panorama einbauen kann. distorted Hotspots ect...

Meine Favorisierte Software zum erstellen von Panoramen ist eindeutig KRPano.(y)
 
Da ich ja bei weitem nicht der Einzige bin, der Panoramen aufnimmt, hat natürlich jeder seinen eigenen Workflow und Technik. Ich kann jetzt nur von meiner Arbeitsweise und der verwendeten Technik berichten.

Wenn Du Deine Panos im M-Modus ablichtest, brauchst Du kein Affinity mehr.
PTGui kann mit CR3 Dateien umgehen.
Du kannst Sie direkt in PTGui laden.

Selbst HDR Bilder kannst Du direkt in PTGui laden, das Programm rechnet diese zusammen, und das wirklich gut!

Zur Belichtungsmessung, ja das ist leider oft ein kleines Problem in recht dunklen Innenräumen mit großen Schaufenstern z.B.
In solchen Fällen sollte man unbedingt mit HDR Bildern arbeiten mit 2 Blenden unterschied.
Dazu nehme ich meinen Belichtungsmesser, ein Sekkonic L-858D, messe mir per Spotmessung 6-8 Punkte an. Von der hellsten bis zur dunkelsten Stelle.
Daraus lasse ich mir einen Mittelwert berechnen den ich fest an der Kamera einstelle.

Diese HDR Bilder lade ich dann ohne Umwege in PTGui, schneller und einfacher geht es einfach nicht.
Ist das Bild fertig, exportiere ich das ganze an 16 Bit Tiff, so kann ich eventuell im ACR Modul von Photoshop noch nachbessern. Das ist aber sehr sehr selten notwenig. Brauche ich keine Bearbeitung, exportiere ich direkt in JPG fürs Internet.
 
Wenn Du Deine Panos im M-Modus ablichtest, brauchst Du kein Affinity mehr.
PTGui kann mit CR3 Dateien umgehen.
Du kannst Sie direkt in PTGui laden.....

Natürlich bleibt auch mein Programm für Panoramen PTGUI. Das dann später in die Proversion geupgradete Programm kann dann auch mit Masken umgehen, das erspart im Nachhinein durchaus Arbeit. PTGUI ist blitzschnell, extrem zuverlässig und stabil und im Gegensatz zu manch anderen Programmen dieses Genres recht logisch bedienbar. Und wird 1A gepflegt. Dafür finde ich jeden Cent gut angelegt.

Wie PTGUI meine Panoramen herstellt, entwickle ich meine RAWs mit Capture One Pro als TIFF. Keine Software hat bessere Profile für Canon als Capture One.

Ja Affinity, das verwende ich ausschließlich dafür, im komplett fertigen Kugelpamorama mein Logo verzerrungsfrei an eine beliebige Stelle zu platzieren. Ich wüsste kein Programm, was im fertigen Panorama so etwas kann. Trotzdem ist Affinity die einzige Software mit Schwächen. Ein paar falsche Klicks in diesem riesigen Panoramabild und Affinity friert ein...

Mit Photoshop (der aktuellen Abo Version) schließlich erledige ich seit jeher den Feinschliff meiner Bilder, so auch bei Panoramen.

Mein Workflow klingt komplex, in der Tat. Er ist bewährt, funktioniert schnell und zuverlässig. :)


Ohnehin gibt es für jeden Arbeitsschritt verschiedene Software. Mit jeder kann auch jeder seine Erfahrungen sammeln. Und auch gern posten. :)

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