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Wie erfolgt eine Justage bzw wie Speichern sich die Daten?

mÖre

Themenersteller
Hiho

Ich habe mal eine grundsätzliche Frage zur Justage (ggf speziel Canon)

Wo bzw wie erfolgt die Speicherung von Korrekturdaten? Werden diese im Objektiv, in der Cam oder in beiden gespeichert?

Also angenommen ich schicke meine Cam inkl Objektiv zur Justage, weil genau diese Kombination Fokusfehler erzeugt. Zurück kommt eine auf den µmm passener Fokus.

1- Wenn ich nun aber das Objektiv an einer anderen Cam einsetze, finden dort auch Korrekturen statt, weil diese eben im Objektiv erfolgen?
2- Wenn ich die Cam mit einem anderen Objektiv (also gänlich andere Brennweite etc) nutze, treten dort Korrekturen auf?
3- Wenn ich an meiner Cam ein gleiches Objektiv (zB von einem Kumpel) ansetze, finden dort Korrekturen statt?
4- Korrekturen sind ja meistens nur softwareseitig. Wenn nun an meinem Body irgendetwas korrigiert wurde, und ich ein gänzlich unbekanntes Objektiv ansetze, kann es passieren, dass dieses nach einer Justage anders fokusiert als vor einer Justage?

Werden Korrekturen also speziel auf eine Objektiv-Body Kombination seitens der Bezeichnung (zB alle 10-100mm Objektive auf jedem 2,5D-Body) oder rein auf Seriennummern, also wirklich unique Teile angewannt? Oder werden generell jegliche Fokusdaten überschrieben?


Sicherlich geht meine Frage am frühen Morgen sehr weit in Richtung Theorie, und ist praktisch sicherlich weitgehend uninteressant, aber mich interessiert es grade :ugly:
Danke
 
Nikon speichert bodyseitig für die jeweilige Optik, die in die « Liste » eingetragen wird vom Nutzer. Wird die Seriennummer mit übertragen, hat die ebenfalls Einfluss. Rein kameraseitige Speicherung einer Kombo ist auch ganz sinnvoll, weil es durchaus zwischen den Gehäusen selber Unterschiede im AF-Verhalten und -Genauigkeit gibt.
Ich nehme mal an, dass das bei Canon nicht anders ist ; demnach wären die Fragen 1-4 mit « nein » zu beantworten.
 
Nikon speichert bodyseitig für die jeweilige Optik, die in die « Liste » eingetragen wird vom Nutzer.
Der TO hatte nicht gefragt, wo vom Nutzer selbst eingegebene Korrekturen gespeichert werden (in der Kamera), sondern was bei einer Herstellerjustage passiert.

Diese Korrekturdaten werden selbstverständlich im Objektiv gespeichert. Egal, ob C oder N.

Ja / nein /nein /nein.
 
Der TO hatte nicht gefragt […]
Oupsi, mein Fehler :rolleyes:
Diese Korrekturdaten werden selbstverständlich im Objektiv gespeichert. Egal, ob C oder N.[…]
Die Kamera liefert ergo ihre Typbezeichnung und Seriennummer an die Optik und die weiss dann » Da kuck, da isses ja wieder, die olle 3 vonne Fischsupp, da muss ich aber flugs mal auf -5,75 gehen *surr* Beim Toddel warens anne 3 +3,2 … » ? Langsam krieg ich Angst vor den Dingern …
 
Die elektronische Justierung am Objektiv dürfte unabhängig von der Kamera sein. Die Kamera sagt dem Objektiv grob "fokussier mal 3,5m weiter weg", und das Objektiv fokussiert dann dahin, wo seine eigene Mess-Elektronik diese Distanz vermutet. Fehler in dieser internen Messung werden dem Objektiv abgewöhnt. Auf der Seite der Elektronik dann auch noch eine Kamera-Datenbank mitzuschleifen dürfte eher lästig sein, wenn es nicht grade darum geht, systematische Fehler in ganzen Baureihen à la "die Elektronik von der Funinon™ X70d550s misst in Metern und schickt dann Yards ans Objektiv" auszugleichen, und das wird wohl auch eher mit einem Firmware-Update vom Body erledigt.

Bei der "Fein"abstimmung in der Kamera versucht man, diverse kleinere Fehler im Body, wie leicht falsch eingestellte Mechanik, und diverse Wechselwirkungen zwischen Objektiv und AF-Sensor auszugleichen; letzteres ist dann von der Kombination abhängig.
 
Die Kamera liefert ergo ihre Typbezeichnung und Seriennummer an die Optik und die weiss dann » Da kuck, da isses ja wieder, die olle 3 vonne Fischsupp, da muss ich aber flugs mal auf -5,75 gehen *surr*
Nein, das Objektiv hat mit dem AF wenig zu tun. AF ist Sache der Kamera.

Die Kamera bestimmt, was das Objektiv macht - je nach Hersteller und Technologiestufe unterschiedlich, indem es einfach mechanisch an einer Stange dreht, einen Motor im Objektiv für eine bestimmte Zeit einschaltet oder das Objektiv anweist, den Fokusmotor um eine bestimmte Zahl von Schritten weiterdrehen zu lassen.

Insofern entscheidet auch die Kamera - und nur diese - über Korrekturen. Das kann sie auf verschiedenste Weise - durch interne Korrekturfakktoren in der Kamera, die z. B. einen Versatz zwischen Bild- uind AF-Sensor beschreiben, oder vom Nutzer eingegebene Korrekturen (global für die Kamera, oder individuell für einzelne Objektive, die in einer Tabelle in der Kamera gespeichert sind) - und ebenso durch interne Korrekturfaktoren im Objektiv, die dieses an die Kamera übermittelt und die die Ergebnisse einer Erst- oder Nachjustage beim Hersteller oder individuellen Objektivjustage beim Nutzer (Sigma mit USB-Dock) wiedergeben.

Also:
  • AF-Korrektur veranlaßt immer das AF-System in der Kamera
  • das Objektiv ist nur ausführendes Organ und dreht den Fokus so, wie die Kamera es vorgibt
  • Korrekturfaktoren können in der Kamera gespeichert sein und Fehler der Kamera beschreiben, vom Hersteller und in Grenzen vom Nutzer veränderbar
  • Korrekturfaktoren können im Objektiv gespeichert sein und Fehler des Objektivs beschreiben, bisher nur vom Hersteller veränderbar, im Einzelfall (USB Dock) jetzt auch vom Nutzer
  • und als Notbehelf können Korrekturfaktoren, die Fehler des Objektivs beschreiben, vom Nutzer auch in manchen Kameras abgespeichert werden, wobei diese die Objektive (in Grenzen) anhand ihrer elektronischen Identifikation unterscheidet und den hoffentlich richtigen Tabelleneintrag wählt
  • die gesamte Korrektur ist die Summe aller vorgenannten


und das Objektiv fokussiert dann dahin, wo seine eigene Mess-Elektronik diese Distanz vermutet.
Nein, so würde ein Nachführ-AF nie funktionieren können. Die Kamera muß korrigieren, nicht das Objektiv.
 
Es ist nicht ganz so trivial, und ggf. auch mit einigem Aufwand verbunden. Die meisten Objektive haben sehr wohl 'interne' Korrekturtabellen bzw. Eingriffsmöglichkeiten, die entweder über die Kamera per Service-Firmware, oder bei älteren Objektiven z.T. noch 'in Hardware' (z.B. Lötbrücken) angepasst werden können. Ein EF-Objektiv und der Body arbeiten da schon eng zusammen, um die 'richtige' Fokussierung zu erreichen - das Objektiv übermittelt einen ganzen Satz AF-Parameter, und erst mit deren Hilfe kann die Kamera aus dem gemessenen Phasenversatz die benötigte Anzahl 'Schritte' ermitteln und den Autofokus auf die Reise schicken: vgl. https://www.dslr-forum.de/showthread.php?p=6431885. Was da ggf. so alles eingestellt wird, hat Nightshot hier mal anklingen lassen.

Gruß, Graukater
 
[…] Also:
  • AF-Korrektur veranlaßt immer das AF-System in der Kamera
  • das Objektiv ist nur ausführendes Organ und dreht den Fokus so, wie die Kamera es vorgibt
  • Korrekturfaktoren können in der Kamera gespeichert sein und Fehler der Kamera beschreiben, vom Hersteller und in Grenzen vom Nutzer veränderbar
  • Korrekturfaktoren können im Objektiv gespeichert sein und Fehler des Objektivs beschreiben, bisher nur vom Hersteller veränderbar, im Einzelfall (USB Dock) jetzt auch vom Nutzer
  • und als Notbehelf können Korrekturfaktoren, die Fehler des Objektivs beschreiben, vom Nutzer auch in manchen Kameras abgespeichert werden, wobei diese die Objektive (in Grenzen) anhand ihrer elektronischen Identifikation unterscheidet und den hoffentlich richtigen Tabelleneintrag wählt
  • die gesamte Korrektur ist die Summe aller vorgenannten
[…]

Es ist nicht ganz so trivial, und ggf. auch mit einigem Aufwand verbunden. […]
… bedankt Euch beiden, das bringt Licht ins Düster :)
 
Hallo, ich möchte diese Thema nochmal aufgreifen, da es mich momentan auch beschäftigt.

1) Soweit ich das verstanden habe, passen die Fremdhersteller die Objektive entweder auf ein Referenzmodell an oder sie justieren es auf die eingeschickte Kamera... sie nehmen aber nur Änderungen im Objektiv (Firmware?) selbst vor. (oder vielleicht doch mehr? s. Frage 3a)

2) Justage in der Kamera: Macht Canon das bei allen Modellen oder nur bei den "gehobenen" (2- und 1-stellig), die ja auch dem Nutzer (in begrenztem Umfang) die Möglichkeit bieten, Korrekturen vorzunehmen?

3a) Sofern die DSLR Objektivkorrekturen im Menü zulässt, machen Canon/Fremdhersteller dann auch das? Hintergrund meiner Frage: Wenn Korrekturen durchführt geführt wurden, sieht man diese dann im Menü der Kamera?
3b) Oder gehen zumindest die Korrekturen von Canon tiefer, so dass man im Menü weiterhin die default-Werte sieht und selbst weiterhin die volle Bandbreite von Änderungen zur Verfügung hat? (auch wenn das dann ja nicht mehr nötig sein sollte ;) )
3c) oder.. und damit landen wir wieder bei Frage 1: Lassen die Kamera/Objektivhersteller die Finger von der Feineinstellung im Menü und arbeiten nur an der Firmware des Objektivs?

Vielen Dank!
Hendrik
 
1) Soweit ich das verstanden habe, passen die Fremdhersteller die Objektive entweder auf ein Referenzmodell an oder sie justieren es auf die eingeschickte Kamera... sie nehmen aber nur Änderungen im Objektiv (Firmware?) selbst vor.
Ja.

2) Justage in der Kamera: Macht Canon das bei allen Modellen oder nur bei den "gehobenen" (2- und 1-stellig), die ja auch dem Nutzer (in begrenztem Umfang) die Möglichkeit bieten, Korrekturen vorzunehmen?
Bei allen.

3a) Sofern die DSLR Objektivkorrekturen im Menü zulässt, machen Canon/Fremdhersteller dann auch das? Hintergrund meiner Frage: Wenn Korrekturen durchführt geführt wurden, sieht man diese dann im Menü der Kamera?
Nein.

3b) Oder gehen zumindest die Korrekturen von Canon tiefer, so dass man im Menü weiterhin die default-Werte sieht und selbst weiterhin die volle Bandbreite von Änderungen zur Verfügung hat?
Ja. Die für den Nutzer zugängliche Korrekturmöglichkeit wird am Ende zu der aus den internen Kamera- und Objektivdaten ermittelten AF-Position addiert und hat damit sonst nichts zu tun.
 
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