Hallo Jerome,
von den Proportionen her sieht das Bild nun schon überzeugender, aber noch immer nicht perfekt aus. Google verrät, dass so eine Fuge ungefähr 15 mm stark ist.
Da mir noch die Übung fehlt kann ich nicht genau erkennen aus welcher Richtung das Licht kommt. Auf der Wand wirkt es so, als würde es ausschließlich recht steil und vor allem hart von rechts kommen. Das Model hingegen scheint von einem "Rembrandt-Licht" (sagt man das so?) und einem Aufhelllicht beleuchtet zu sein. Von daher können, meiner Meinung nach, Vorder- und Hintergrund ohne aufwändige Retusche niemals zusammen harmonieren. Ein erster Schritt wäre auf jeden Fall die beiden Teile farblich aufeinander abzustimmen: Die Mauer wirkt jedenfalls auf mich etwas zu blass. Bei der Farbtemperatur bin ich mir nicht sicher.
Als nächstes solltest Du Dein Augenmerk auf die von Dir künstlich erzeugten Schatten legen. Beginnen wir mit dem vignettenartigen. Welchen Ebenenmodus hast Du hier verwendet, "weiches Licht"? Ich bilde mir ein, dass "Multiplizieren" natürlicher wirken sollte. Nun zu den Schatten hinter dem Model. Anscheinend hast Du schon begonnen zu unterscheiden in welcher Entfernung zur Wand sich der Schattenwerfer befindet. Wirklich gut ist es Dir aber noch nicht gelungen. Ein guter Anhaltspunkt sollten Dir hier die echten Schatten auf dem Boden sein. Diese wirken beispielsweise schärfer und tiefer. Erst recht wenn sich zwei Schatten überlagern, was aber hinter dem, aus Fotografensicht, linken Bein gar nicht sein kann. Ich verstehe auch nicht weshalb der Boden einen Schatten an die Wand wirft.
Wenn Du dann damit durch bist kannst Du Dich noch einmal an die Maske des Vordergrunds setzen. Vor allem im Bereich des Sakkos ist ein heller Saum zu erkennen.
Beste Grüße, Kay.