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Nahbereichsweitwinkel mit Relaisobjektiv

bastler3

Themenersteller
Mit der Nachstehenden Kostruktion habe ich mich in den letzten zwei Jahren immer mal wieder beschäftigt. Jetzt habe ich einen Aufbau, der freilandtauglich ist und auch vorzeigbare Ergebnisse bringt.

Es sei nochmals das Ziel genannt: Nahbereichsaufnahmen (Abstand zum Objektiv teilweise nur 1 cm) unter Einbeziehung der natürlichen Umgebung. Freistellen im üblichen Sinn ist ausdrücklich nicht gewollt. Man könnte das Ergebnis "Freistellen durch Perspektive" nennen.

Der Aufbau ist grundsätzlich einfach und den untenstehenden Bildern zu entnehmen.

Als Objektiv kommt ein CCTV-Objektiv zum Einsatz, Brennweite 4,8mm, Bildkreis 2/3". Relaisobjektiv ist ein 50mm Vergrösserungsobjektiv in Retrostellung. Zu etwas anderem sollte man hier m.E. gar nicht erst greifen (Ausnahme evtl. ein Lupenobjektiv, aber sicher bin ich da nicht). Das Vergrösserungsobjektiv ist garantiert frei von CA und Bildfeldwölbung ist auch keine Diskussion. Heisst, es werden den Abbildungsfehlern des TV-Objektivs kaum weitere hinzugefügt.

Zwischen den beiden Objektiven befindet sich ein entkerntes Gehäuse eines billigen 50mm Objektivs (findet sich in der Bucht für einen Euro). Dieses dient der Fokusierung.

Die Längenverhältnisse gelten nur für diesen Aufbau mit Objektivbildkreis 2/3" und APS-C Sensor. Beim Abstand Objektiv - Relaisobjektiv bleibt das allerdings in etwa so für alle Kombinationen, vorausgesetzt, das Relaisobjektiv hat 50mm Brennweite (Unterschiede bis ca. 10mm sind allerdings möglich). Der Abstand Relaisobjektiv - Sensor hängt jedoch in hohem Masse vom ausgeleuchteten Bildkreis und von der Sensorgrösse ab. Mit Ausnahme von FT-Sensoren wird der Aufbau dann in jedem Fall länger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier kommen noch Bilder, die ich heute mit diesem Bauwerk gemacht habe. So weit unten ist es ziemlich duster, Belichtungsreihen und manuelles "HDR" sind fast Pflicht. Das Problem mit ausgefressenen Lichtern besteht teilweise noch mangels Übung. Das Bokeh könnte auch schöner sein, aber da wird man mit solchen Objektiven kaum Glück haben. Bie Blende besteht aus zwei Lamellen die ein variables Quadrat bilden. Da habe ich wenig Hoffnung auf Besseres.

Bastler
 
Danke, sieht gut aus, und für die Qualität des eingesetzten CCTV Objektives sehen die Bilder auch ganz gut aus in der Größe.
Ich hab inzwischen mal noch etwas mit nem Endoskop gespielt, die Abbildungsqualität ist nicht so toll, und leider ist das Ding dermaßen lichtschwach, dass ich zum Teil nen ~LZ30 Blitz aus nächster Nähe direkt auf das Motiv feuern mußte.

Bei so nem Aufbau wäre dann mal noch ein Test mit nem besseren Frontobjektiv interessant, überleg mir schon was es da noch gibt - der Bereich ist mein Job.
 
Mit dem Frontobjektiv habe ich jetzt schon ziemlich viel geübt, das ist bisher das beste.

Das Problem ist, dass bei diesen kurzen Brennweiten die Auflösung sehr schnell beugungsbegrenzt ist.

Ich habe mal den Schärfentieferechner von Erik Krause missbraucht, indem ich die Parameter Brennweite (5mm), Gegenstandsweite (4cm) und den Pixelabstand als Zerstreuungskreis vorgegeben habe. Irgendwelche Sensorformate sind dann nicht relevant. Das Ergebnis hat mich dann schon etwas überrascht.

Man muss ja mit dem Bildkreis des Frontobjektivs rechnen, und da sehen dann die Auflösungsgrenzen (Blende, bei der Beugung noch nicht überwiegt) wie folgt aus, gerechnet für einen grossen Bildkreis von 1/1,":

Pixelabstand 0,003mm -> grösste Blende 2,8 -> Auflösung 5,6 Megapixel
Pixelabstand 0,004mm -> grösste Blende 4,5 -> Auflösung 2,4 Megapixel
Pixelabstand 0,005mm -> grösste Blende 5,6 -> Auflösung 1,3 Megapixel

Alles Andere geschieht durch zweckdienliche Bildbearbeitung (auch bei allen Kompaktkameras!).

Ich will ja abblenden, um grössere Schärfentiefe zu haben.

Was mich bei diesem Objektiv mehr stört ist die Blendenform und der grosse Durchmesser. Da gibt es schön kleine Megapixel-Platinenobjektive, aber leider ohne Blende.

Auf der Habenseite steht allerdings die völlige Abwesenheit von CA!

Das Bild ist ein 100% Ausschnitt, um mal zu zeigen, was mit der oben beschriebenen Kombination möglich ist (natürlich bearbeitet).

Bastler
 
Aber so wie ich das sehe würdest Du mit einem 1/3" Objektiv für den gleichen Weitwinkel-Effekt noch eine wesentlich kürzere Brennweite, und eine stärkere Nachvergößerung durch die Relaisoptik brauchen.

Das mit der stark zuschlagenden Beugung ist halt so ein Problem kleiner Sensoren. Dafür ist die Schärfentiefe halt direkt größer.
Auf der Vision hat mir ein Optikdesigner sein Leid mit dem aus seinen Augen Wahnsinn kleiner Pixel um 2 µm und kleiner geklagt. Wenn die Pixelgröße in µm als Blendenwert genommen wird, hat man so als Faustformel die maximale Blende ohne Beugungserscheinung - das ist ja eigentlich recht bekannt. Aber viele Megapixel sind "in" und Geiz ist geil.

BTW: es gibt auch einige M12 Boardlevel Optiken mit verstellbarer Blende. Und es gibt inzwischen auch einige M12 Optiken mit Multi-Megapixel-Empfehlung.
 
Ich wiess das mit den M12-Objektiven. Das Problem bleibt aber das gleiche. 3Mp bei Offenblende 1,4 oder 1,8, dann blendest Du etwas ab (wenn eine Iris vorhanden ist) und schon wars das.

Interessant ist dort der kleine Durchmesser. Wenn man eine feste Blende einbauen könnte, könnte ich damit ggf. auch noch leben. Aber meist sind die ja nicht zu öffnen.

Bastler
 
Ich mache damit auch schon etliche Zeit herum für ein Kundenprojekt. Die hyperfokale Distanz (Schärferaum) reicht bewusst nicht bis unendlich, sondern liegt als band in der Nähe. Ist auch eine Relaisoptik und was man damit erreicht sieht dann so aus:

medium.jpg

medium.jpg

medium.jpg

medium.jpg

medium.jpg


deutlich mehr davon ist hier: http://www.pbase.com/kds315/relay_lens_systems
 
Coole Konstruktion & Bilder, sowas bau ich mir auch. :)

Nur eine Frage hätte ich da noch:
Wie genau hast du das C-Mount Objektiv angeschraubt?
Gibt's da irgendwo einen Adapter auf z. B. M42 oder hast du den selbst hergestellt?
 
Nix mit Adapter und nix mit M42.

Da muss alles selbst gemacht werden. Ob gepfuscht oder gekonnt ist von Dir abhängig.

Bastler
 
@ Bastler:
Worin besteht der optische Unterschied zu den Makros, die mit Kompaktkameras entstehen?
Bei den Fotos von Kds ist er klar, aber bei deinen kann ich ihn nicht erkennen.

lg Bernd
 
Das ist ja wirklich hochinteressant!

Damit müßte es auch möglich sein Stereoskopische Aufnahmen mit Gigantismuseffekt zu machen - d.h. man wählt die Basis zwischen den beiden Aufnahmen bewußt sehr klein, geht nahe ran und bekommt dann 3D Aufnahmen mit einer Perspektive wie sie ein kleines Tierchen z.B. eine Maus sehen würde - wenn sie denn wie ein Mensch sehen könnte.
Hochinteressant - da ich sogar geeignete Objektive besitze werde ich das mal probieren. Vielen Dank für den interessanten und kreativen Vorschlag!

Dewenne
 
@ Bastler:
Worin besteht der optische Unterschied zu den Makros, die mit Kompaktkameras entstehen?
Bei den Fotos von Kds ist er klar, aber bei deinen kann ich ihn nicht erkennen.

lg Bernd

1) der Bildwinkel ist deutlich grösser als mit Kompaktkameras. mit dem 4,8mm 2/3" Objektiv etwa analog 21mm Kleinbild.

2) Ich habe alle technischen Möglichkeiten der DSLR zur Verfügung. Die Bildqualität ist der von Kompaktkameras doch deutlich überlegen.

3) Ich könnte auch Systemblitze einsetzten, z.B. Nikon Lightning System. Habe das noch nicht ausprobiert, steht aber demnächst an.

Versuche mit Kompaktkameras habe ich gemacht (Ricoh), war damit aber deutlich weniger zufrieden als mit dieser Lösung.

Bastler
 
Ich grabe diesen Thread nochmals aus, da ich in letzter Zeit nochmals Verbesserungen durch anderes Relaisobjektiv erhalten konnte:

- Wesentlich kürzere Bauweise
- Deutlich bessere Schärfeleistung.

Relaisobjektiv ist jetzt ein 2,8/24 von einer Pentax 110. Klasse Schärfeleistung durch den kleinen Bildkreis für 110er Kassettenfilm.

Beispielbild von heute früh (geht noch besser ohne Wind, es ist da geringe Bewegungsunschärfe drin)
 
Nun komme ich aus dem Alte Linse an DSLR Thread, und setze meine Relais Optik Erkenntnisse besser hier her, paßt besser, für nen neuen Thread ists zu wenig Info - zudem sind die anderen Ergebnisse im direkten Vergleich möglich.

Ich hab ein Schneider Kreuznach 6,5mm Objektiv günstig erstanden, und das dann mal für mein altes Relais-Optik Projekt genutzt. Hier geht es um die Erweiterung der Schärfentiefe - im Gegensatz zum Beispiel einer Nutzung eines Vollformat Weitwinkels als Weitwinkel mit z.B. gleichem Aufnahmewinkel mit einem kleineren Sensor.

DIY-Relais-Optik-.jpg


Relais-Optik-Abbildung-.jpg


Ich hab mal die volle EOS 1000D Auflösung in meinen Relais-Optik-Bildern verlinkt. In den sonst zu sehenden Webbildchen sieht man nie genauer welche Leistung wirklich rüberkommt. Ich vermute mal dass die bisherigen Ansätze auf ähnlichem Niveau sind?

Relais-Optik-Nahaufnahme-.jpg
 
Habe die Bilder auf Deiner Homepage gesehen. Die mit meinen beiden Compotar sind aehnlich. Richtig schaerfen ist Pflicht.

Ich habe bei meiner letzten Version noch einen Spiegel zwischen die beiden Objektive gebaut. Das Bild steht jetzt aufrecht (allerdings seitenverkehrt), und die Kamera ist bei Bildern in Bodennaehe besser zu bedienen.

Bilder koennte ich erst im November einstellen, da ich z.Zt. in Asien unterwegs bin.

Bastler
 
.....ich habe mir vor ein paar Tagen ähnliches gebaut, dabei mit funktionierenden AF... auch im Abstand von ein paar Millimetern.
Immer nur ein Bild...(y)
Folgende Bilder....
 
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