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Analog Farbfilm für Nachtaufnahmen

riddance77

Themenersteller
Ab und zu mache ich gerne langbelichtete Nachtaufnahmen.
Könnt ihr mit hierzu einen aktuellen Negativfilm empfehlen.
Welche ISO macht analog Sinn. Digital mit man ja immer die Basis-ISO des Sensors.
Mir fällt als erstes der Porta 800 ein.
Hat jemand in diesem Bereich Erfahrungen?

Vorab schon mal Danke.
 
Warum 800er? Die Aufnahmen müssen doch sowieso vom Stativ aus gemacht werden. Beim 800er läuft man Gefahr, daß homegene, monotone Flächen wie z.B. der Himmel durch das Filmkorn aufreissen. Ich verwende für diese Aufnahmen niedrigempfindliche Filme und bestimme die Belichtung manuell, ggf. unter Berücksichtigung des Schwarzschild-Effektes.
 
Ab und zu mache ich gerne langbelichtete Nachtaufnahmen. Könnt ihr mit hierzu einen aktuellen Negativfilm empfehlen.
Welche ISO macht analog Sinn. . . . Mir fällt als erstes der Porta 800 ein. Hat jemand in diesem Bereich Erfahrungen?
Für Freihand-Aufnahmen ist mir der Fuji X-Tra 800 lieber, weil er besser mit Mischlicht zurechtkommt. Also Leica M6 + 1.5/50mm + X-Tra 800 und die Kirmes kann kommen.

Bei Nachtaufnahmen via Stativ greife ich zu 100er Diamaterial, dann erhalte ich die Farben so, wie ich sie sehe. Negativmaterial geht nur dann, wenn man selber scannt. Der Automatikprozesser beim Ausbelichten legt das Schwarz auf 18% grau.

Begeisternd finde ich die Island-Bilder von Heike Ollertz, die auf 160 Negativ-Film via Alpa 12 fotografiert wurden: Heike Ollertz: Landschaften
 
Ab und zu mache ich gerne langbelichtete Nachtaufnahmen.
Könnt ihr mit hierzu einen aktuellen Negativfilm empfehlen.
Welche ISO macht analog Sinn. Digital mit man ja immer die Basis-ISO des Sensors.
Mir fällt als erstes der Porta 800 ein.
Hat jemand in diesem Bereich Erfahrungen?

Vorab schon mal Danke.

Warum machst Du es analog nicht genauso? Wenn Langzeitbelichtungen geplant sind,
würde ich einen niedrigempfindlichen Film nehmen und die damit vrebundenen
Vorteile.
 
Ab und zu mache ich gerne langbelichtete Nachtaufnahmen.
Könnt ihr mit hierzu einen aktuellen Negativfilm empfehlen.
Welche ISO macht analog Sinn. Digital mit man ja immer die Basis-ISO des Sensors.


Wenn du Langzeitaufnahmen machst, brauchst du keine höher empfindliche Filme.
Du kannst also ähnlich wie bei digital vorgehen, indem du sogar einen niedrigempfindlichen Film verwendest.

Filme haben keine "Basis-Empfindlichkeit", sondern eine effektive Empfindlichkeit.
Einzig die spezielleren Schwarzweissfilme sog. "Monochromen C41" (Ilford XP2 & Kodak BW400CN) haben eine variable Empfindlichkeit, zumindest in der Anwendung (in Wirklichkeit haben auch diese eine effektive Empf.).

Da man in solchen Nachtfotos meist viel Schwarzanteil hat, kann sich auch das Korn störender auswirken. Alleine schon daher, empfehlen sich eher normal -und niedrigempfindliche Filme. Also solche mit 100ASA und eben tiefer.

Die meisten Filme zeigen bei Langzeitbelichtungen ein bestimmtes Phänomen welches die Belichtung ein klein wenig erschwert. Der sog. Schwarzschildeffekt.
Dieser bedeutet : die Filmempfindlichkeit gilt nur für einen bestimmten Bereich der Verschlusszeiten.
Überschreitet die Verschlusszeit eine bestimmte Dauer, so muss länger belichtet werden.
Um wie viel stand früher oftmals auf den Verpackungen.
In der Regel schlägt dieser ab ca 1 Sekunde zu.Je nach Film.

Von diesem Schwarzschildeffekt sind sowohl SW als auch Farbfilme betroffen. Bei Farbfilmen kommt hinzu, dass die verschiedenen Farbschichten eine ganz leicht unterschiedliche Empfindlichkeit aufweisen, was sich dann eben im Schwarzschildeffekt niederschlägt. Und zwar in Farbverschiebungen.
Früher behalf man sich mit Filtern dagegen.
Aber es gibt auch den sog. Kurzzeiteffekt - der betrifft umgekehrt ganz kurze Verschlusszeiten kürzer als 1/1000s

Doch man braucht schon sehr hohe Anforderungen zu haben und extreme Verschlusszeiten zu nutzen, damit sich dies störend auswirkt.
Nur deswegen auf höher empfindliche Filme zu wechseln, lohnt sich eigentlich nicht.
In der Praxis behelft man sich ganz einfach mit Belichtungsreihen.

Der Kodak Portra800 eignet sich situativ dann, wenn man bei wenig Licht freihand fotografiert und noch erschütterungsfreie Verschlusszeiten möchte.
Er hat schon ein ausgeprägtes Korn. Selber verwende ich ihn am ehesten mit Mittelformatkameras wie etwa TLR's.
Bei solchen Aufnahmen ist für die Belichtung zu beachten, das später in der Bearbeitung möglichst nicht aufgehellt werden muss. Denn dann zeigt sich das Korn umso ausgeprägter. Heisst also : tendenziell leicht überbelichten (bei Negativfilmen eine grundsätzliche Tendenz) oder quasi auf die Schatten* belichten.

* korrigiert
 
Zuletzt bearbeitet:
...soll der letzte Satz nicht " auf die Schatten belichten" heissen? Also die dunkelste Stelle die noch Zeichnung haben soll...?

ich finde aber auch, gerade bei schwierigen Nachtaufnahmen ist das "eingebaute Polaroid" in der Digitalkamera sehr hilfreich, sich an die beste Belichtung ranzutasten. oder, da man eh langsam vom Stativ arbeitet, eine Digicam praktisch als Beli mit Ergebniskontrolle nehmen und dann die ideale Belichtung unter Einbeziehzng de Schwarzschildeffekts auf Film umsetzen, spart auch Film...
 
Vielen Dank, für die vielen Antworten.
Da ich mich wahrscheinlich nicht ganz deutlich ausgedrückt habe, holen einige von schon etwas weit aus.
Belichtungszeit und Schwarzschildeffekt waren mir schon bewusst.
Die Intension meiner Frage war eher die Farbtreue von Mischlicht, beleuchtete Gebäude + Dämmerungslicht oder vielleicht Mondlicht.
Auf den Porta 800 bin ich nur durch die Kodak Seite gekommen, da dieser dort durch eine typische Nachtszene beworben wird.
 
Da nehmen sich die verschiedenen Filme fast nix. Es gibt heute im Fotobereich nur noch Tageslichtfilme. Du wirst also ohne Nachbearbeitung bzw. angepasste Filterung durch das Labor immer mehr oder weniger starke Farbverschiebungen bei Kunstlicht haben.

In der EBV kann man das aber leicht korrigieren. Ein ordentlicher 16Bit-Tiff-Scan hat da praktisch genausoviel Bearbeitungsspielraum wie ein RAW aus einer Digitalkamera.

Bei Film kommt im Gegensatz zu Digitalkameras noch dazu, dass die verschiedenen Farbschichten unterschiedlich stark vom Schwarzschildeffekt betroffen sind, aber auch das lässt sich nachträglich noch gut korrigieren.


Schwierig wird es nur, wenn man Dias für die Projektion aufnimmt. Dann muss man natürlich schon bei der Aufnahme durch entsprechende Filterung gegensteuern, aber das scheint ja eh nicht dein Vorhaben zu sein.
 
Da würde ich ganz frech einfach einen Ektar 100 einspannen und das technische Datenblatt studieren für lange Belichtungszeiten.

PS. Habe letzte Woche auch gerade einen eingespannt :D
 
http://www.toddhido.com/

guck dir mal seine nachtbilder an. das ist alles auf kodak portra 400nc. ok, den gibt es nicht mehr. aber wahnsinnig viel unterschied wird zum neuen portra kaum sein. allerdings sind das alles analoge handabzüge und da kann man ja ordentlich an den farben drehen.
 
Verrate doch mal, was das Ziel dieses Projektes ist. Papierbilder vom Großlabor? Negativscans und digitale Weiterbearbeitung? Oder Film als Selbstzweck?

Projekt gibts keins. Ich möchte nur ab und zu sowas wie die Burg in Burghausen nach Sonnenuntergang ablichten.
Meist scanne ich die Bilder aber die Option des Drucks zum Aufhängen soll abe offen bleiben.
Ich hab noch jede Menge Fuji C100 vielleicht starte ich erstmal damit.
 
Dann empfehle ich Dir, zunächst die Belichtung (manuell) mit der EP-2 zu testen.

Ich selber habe neulich auch ein paar Abend-/Nachtaufnahmen gemacht mit Film und warte gespannt auf das Ergebnis...
 
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