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Falsche Erwartungen bei DSLR-Neulingen

Nordlicht37

Themenersteller
Hallo,

man liest es hier immer wieder im Forum: neue DSLR gekauft - und dann die große Enttäuschung: die Bilder sind nicht so gut wie die Alten mit der Kompakten.

Natürlich liegt das daran, dass es die Technik allein nicht macht, sondern dass man sie auch beherrschen muss. Und dass am Ende die Bilder einer DSLR besser sein werden als die von der Billigknipse, wenn man sich intensiv damit befasst.

Mir geht es aber gerade um die Automatik-Einstellungen.

Warum gibt es keine Automatikfunktionen, die tatsächlich so knallige, scharfe Bilder machen wie die der Kompakten?

Ja, es wird intern z.B. nicht so nachgeschärft - aber warum eigentlich nicht? Warum kriegen die Programmautomatiken der DSLR es offenbar nicht so leicht hin, Fotos zu erzeugen, die dem Einsteiger gefallen? Er könnte sich ja dann langsam "hocharbeiten" zu den manuellen Einstellungen. Aber wenigstens die Möglichkeit haben, alles auf auto zu stellen sollte er haben - und nicht von der neuen, teuren Kamera so enttäuscht zu sein.

Um es deutlich zu sagen: ich selbst will gar nicht im Auto-Modus fotografieren. Aber wenn ich mir die Werbung ansehen, dann wird dieser Eindruck erweckt: schalte auf "grün" - und alles wird gut. Bloß wird es dann eben NICHT so gut wie bei den einfachen Knipsen.

Ich kann da die Neueinsteiger irgendwie verstehen, die einfach erwarten, dass eine DSLR tolle Bilder macht, scharf, hell, bunt, auch wenn ich erstmal noch keine Ahnung habe.

Woran hakt es da?

Sind die Programm einfach doch nicht so ausgereift? Ist es technisch einfach nicht möglich - aber bei den Kompakten geht es doch anscheinend?

Was denkt Ihr?

Jens
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich geht es. Wenn man die Kamera halbwegs vernünftig einstellt spuckt sie auch bunte Bilder aus, nur muss man sich dafür wenigstens 10 Sekunden in die Menüs begeben.

Denke der grüne Modus produziert lieber brauchbare, nachbearbeitbare Bilder die nicht von einer zu extremen Tonwertkurve verhackstückt wurden.

Zumindest bei Nikon kannst du im Menu ADL, Kontrast, Schärfung und Sättigung hochstellen bis du dich übergibst.

Bei vernünftigem Licht und richtigem Weißabgleich kommen auch SEHR bunte Bilder raus ohne Sättigung groß hochzudrehen, hier mal ein Beispiel von mir von einer Wassertankstelle bei Nacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir geht es aber gerade um die Automatik-Einstellungen.

Warum gibt es keine Automatikfunktionen, die tatsächlich so knallige, scharfe Bilder machen wie die der Kompakten?

Wenn man Sättigung, Schärfe in der Kamera hochdreht, Dinge ADL/DRI/DRO aktiviert, sind die Bilder dann nicht so "knallig" wie bei der Kompakten?

Ja, es wird intern z.B. nicht so nachgeschärft - aber warum eigentlich nicht? Warum kriegen die Programmautomatiken der DSLR es offenbar nicht so leicht hin, Fotos zu erzeugen, die dem Einsteiger gefallen?

Du erwartest von einer teureren Kamera eine automatisch "bessere" Bildqualität entsprechend des Preises.
Die DSLRs richten sich aber eher an ein Zielpublikum das die erweiterten Möglichkeiten einer DSLR nutzen möchte.
Warum eine DSLR kaufen, wenn man damit Bilder wie mit einer Kompakten machen will?


Er könnte sich ja dann langsam "hocharbeiten" zu den manuellen Einstellungen. Aber wenigstens die Möglichkeit haben, alles auf auto zu stellen sollte er haben - und nicht von der neuen, teuren Kamera so enttäuscht zu sein.

[...]

Was denkt Ihr?

Ich bin der Meinung, dass eine DSLR im Automodus keine schlechteren Bilder als eine Kompakte macht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Die Automatik ist möglicherweise per default weniger "aggresiv" und Effekte wie die begrenzte Schärfentiefe treten so bei einer P&S nicht auf, aber deshalb gibt's ja auch die anderen Kameras.

Um mal eine Analogie zu verwenden (mal wieder unpassend aber ohne Auto ;)):

Wer auf Knopfdruck seinen Kaffee will, ist mit einem Vollautomaten besser bedient als mit z.B. einer La Pavoni.
Letztere produziert aber deutlich besseren Kaffee, *wenn* man sie beherrscht.
 
Ja, sehe ich doch auch so!

Ich habe aber den Eindruck, dass nicht wenige von der Werbung für DSLRs verführt werden und dann hinterher enttäuscht sind. Gibt immer wieder solche Threads hier im Forum. Und ebenso von Leuten, die mit ihrer Kamera einfach nicht klarkommen und dann sofort von Backfokus, Frontfokus und Dezentrierung schwafeln, das geht so in die ähnliche Richtung, finde ich.
 
Aber nicht ganz zu unrecht. Die kleineren realen Brennweiten der Kompaktkameras führen bei etwa identischen Blenden eben zu größeren Tiefenschärfebereichen. Ein Front- oder Backfokus bzw. ein Fokusierungsfehler macht dort bei einer Kompakten eben nicht so viel aus. Es führt dann eben nicht gleich zu einem unscharfen Bild.

(Ähnlich sind die Effekte nur, wenn wg. Lichtmangel die Automatik zu langen Belichtungszeiten greift. Bewegungs- und Verwacklungsunschärfen haben dann Kompakte wie auch DSLR's gleichermaßen.)

Dies und die Annahme, ein höherer Anschaffungspreis, wie michaelbrandtner schon anmerkte, würde automatisch zu besseren Resultaten führen müssen, führt dann eben zu enttäuschten Erwartungen.
 
Letztens habe ich mir Bilder von einer Geburtstagsfeier angesehen, die mit einer DSLR und mehreren Kompakten gemacht wurden. Alle "Fotografen" haben nur "geknipst", auch mit der DSLR und die stand nur auf dem grünen Viereck und hatte den Blitz ausgeklappt. Im Ergebnis waren die Bilder mit der DSLR am wenigsten schlecht. Die Bilder mit den Kompakten waren fast allesamt fehlfokussiert und hatten Bewegungsunschärfen (trotz Blitz und hohem Auto-ISO), viele waren zudem noch "totgeblitzt", auch die von der DSLR. Die DSLR zeigte jedoch wenigstens ab und an Bilder mit richtigem Focus und wenig Rauschen. Ein paar dieser Jpegs könnte man mit Beschnitt und Farbkorrektur noch ansehnlich machen. Die Bilder der Kompakten gehören - abgesehen von Erinnerungszwecken natürlich - eigentlich fast alle in die Tonne.

Dennoch sind die Leute von ihrer DSLR enttäuscht, weil sie noch immer nicht verstanden haben, dass man der Cam sagen muss, was man will.
 
Die kleineren realen Brennweiten der Kompaktkameras führen bei etwa identischen Blenden eben zu größeren Tiefenschärfebereichen.
Und genau das ist es, was die meisten DSLR-Käufer, die sich dann über die Bilder beschweren, schlicht nicht wissen/kennen. Kein Automatikmodus kann eine DSLR jemals so verdrehen, daß man unter vergleichbaren Umständen Bilder erreicht, die (wie bei einer Kompakten) regelmäßig von vorne bis hinten scharf sind.

Bei der Kompakten muß man sich schon anstellen (=Wissen, was man dafür tun muß), um sowas wie Freistellung zu erreichen. Und wenn man eine bessere Kompakte hat, dann hat die auch durchaus einen in vielen Situationen brauchbare Stabi.

Dazu kommen noch so lustige Dinge wie Gesichtserkennung inkl. Lächelerkennung, die einige Herstellung jetzt krampfhaft in ihre DSLR verpflanzen wollen.

Ich habe aber den Eindruck, dass nicht wenige von der Werbung für DSLRs verführt werden und dann hinterher enttäuscht sind.
Wer sich vorher nicht ausreichend informiert, der muß halt mit dem Fehlkauf leben. Das ist aber nicht nur im Fotobereich so.

Andersherum kann das aber auch passieren. Da steigt jemand, der zu analogzeiten schon mit der SLR fotografiert hat, von seiner Kompakten auf eine DSLR um (in dem Fall aber aus Kostengründen eine FT), ist zwar im Grunde mit den Ergebnissen zufrieden, ärgert sich aber doch regelmäßig, daß er vom früher möglichen Freistellpotential (und den von dort gewohnten Blendenwerten) weit entfernt ist.
 
Vielleicht liebt es daran, dass potentielle Käufer nicht gesagt bekommen: Mit einer DSLR hast Du viel mehr Möglichkeiten beim Fotografieren, als mit einer Kompakten, sondern das man überall suggeriert bekommt: Eine DSLR macht viel bessere Bilder als eine Kompakte.
 
Vielleicht liebt es daran, dass potentielle Käufer nicht gesagt bekommen: Mit einer DSLR hast Du viel mehr Möglichkeiten beim Fotografieren, als mit einer Kompakten, sondern das man überall suggeriert bekommt: Eine DSLR macht viel bessere Bilder als eine Kompakte.
Ja, stimmt einerseits. Andererseits suggeriert auch jede Werbung für Kompaktkameras, dass man damit ebenfalls die tollsten Bilder macht. :lol:

Vielleicht denke die Leute, in dem etwas unförmigen Gehäuse einer DSLR mit den vielen Knöpfen, da sei irgendeine geheimnisvolle Wundertechnik drin, die die tollen Bilder macht. :p
 
Letztenendes muß man auch unterscheiden in techn. einwandfreien Bildern und Bildern, welche einen Anspruch an Fotokunst erheben können. Also entweder Dokumentieren oder Fotografieren. Irgendwann kommt man als ambitionierter Hobbiist mal an den Punkt, an dem man zwar seine Ausrüstung gut beherrscht, man eigentlich nur noch Halbautomatikmodis (Av, Tv, M) verwendet und P, sowie Vollautomatikrastung an seiner Kamera noch so frisch und unabgenutzt, wie am ersten Tag ist. Selbst das Freistellen von Motiven ist nicht alles. Man hat dann alle nötigen lichtstarken Objektive, mit denen dies wunderbar gelingt...

Aber es reicht einem nicht mehr. Man hat dann andere Ansprüche, will sich weiter verbessern, was einem aber nur gelinkt, wenn die eigene rechte Gehirnhälfte besser durchblutet werden würde...

Ist es nicht so? Und ab diesen Punkt wird es auch wieder etwas unwichtiger, ob man eine DSLR oder eine gute Kompakte (mit der Möglichkeit von Halbautomatikprogrammen und manueller Fokusierung) nutzt. Die DSLR ist eine Kamera, die einem dann nicht 'behindert'. Eine einfache Knipse kann einem dann schon mal etwas nerven, wenn man nicht einstellen kann, wie die Kamera es fotografieren soll. Oder die Knipse ist so lahm, dass man einen schönen Augenblick einfach nicht einfangen kann...


PS: mein aktuelles Problem ist z.Bsp., dass mir hier um meinen Heimatort keine Motive auffallen, die ich als lohnenswert erachten würde. In einem Urlaub oder auf Reisen fotografiert man quasi fast jeden Mist und hier zu Hause fällt mir nix ein. Ich habe alles schon gesehen, erachte es deswegen wohl als zu langweilig. Aber wahrscheinlich fehlt mir nur die richtige Wahrnehmung und eine gewisse Vorstellung... eben die rechte Gehirnhälfte.
 
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Es müssen aber wirklich schnelle Kobolde sein...

Wenn ich die neue Panasonic-Bridge meines Schwagers mit einer guten DSLR vergleiche, dann kommt mir das AF System und die digitale Verarbeitungsgeschwindigkeit dieser Bridge total lahm vor. Toll, dass diese Bridge eine extrem lange Brennweite auf rel. kleinen Raum mitbringt. Aber, wenn der eigene Sohn schon längst das Bildfeld wieder verlassen hat, bis es Klick gemacht hat, taugt die Kamera nicht für bewegte Motive.... :D Derletzt sollte ich mit seiner Bridge mal eben einige 'einfache' Bilder machen. Leider hat die Kamera plötzlich nicht mehr fokusiert. (Da muß wohl der Kobold fürs AF eingepennt sein.) Als ich ihm die Kamera wieder gab, ging das plötzlich aber wieder, ohne dass er was umgestellt hat.... Kam mir wie ein Volldepp vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
PS: ... z.Bsp., dass mir hier um meinen Heimatort keine Motive auffallen, die ich als lohnenswert erachten würde. In einem Urlaub oder auf Reisen fotografiert man quasi fast jeden Mist und hier zu Hause fällt mir nix ein. Ich habe alles schon gesehen, erachte es deswegen wohl als zu langweilig. Aber wahrscheinlich fehlt mir nur die richtige Wahrnehmung und eine gewisse Vorstellung...

...geht mir genau so :ugly:
Da schleppt man das ganze Geraffel durch die Gegend und das Ende vom Lied ist...kein einziges Bild ist zu Stande gekommen :mad:.
Gut Ding will Weile haben, also wird an Grundlagen geübt;)
 
Warum gibt es keine Automatikfunktionen, die tatsächlich so knallige, scharfe Bilder machen wie die der Kompakten?
Weil der Sensor zu groß ist.
Du kannst auch eine DSLR auf Quietschbunt-JPG einstellen, aber mit alles scharf geht halt physikalisch nicht, bzw. ein 4mm-Objektiv wie in einer Kompakten dürfte an einer DSLR wohl etwas gewöhnungsbedürftige Ergebnisse liefern ;)
PS: mein aktuelles Problem ist z.Bsp., dass mir hier um meinen Heimatort keine Motive auffallen, die ich als lohnenswert erachten würde. In einem Urlaub oder auf Reisen fotografiert man quasi fast jeden Mist und hier zu Hause fällt mir nix ein.
In Deinem Heimatort gibt es doch sicherlich auch eine Kirche, eine Brücke, einen Bach oder Weiher, eine Kneipe usw. – also all das was Du auch in Venedig, Paris oder Moskau fotografierst. Mach's doch einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Never! Never read the fucking manual... ;)

Aber wenn ich mir die Werbung ansehen, dann wird dieser Eindruck erweckt: schalte auf "grün" - und alles wird gut. Bloß wird es dann eben NICHT so gut wie bei den einfachen Knipsen.

Ich finde diesen Satz aber eigentlich falsch. Was heißt nicht so gut, wie bei einer Knipse?

Eine Knipse im Automatikmode kann genausogut viel zu lange Belichtungszeiten verwenden: Fazit Bewegungs- und Verwacklungsunschärfe. Bei letzterem spielt es natürlich eine gewisse Rolle, dass viele Knipsen bereits IS-Systeme mitbringen, bei DSLRs aber nur die teuren und neuen Objektive solch ein Feature haben. Also werden die meisten 0815-DSLR Käufer wohl keinen IS haben, während die Knipsenhalter auch mit einem mittelschweren Zitterleiden noch erträgliche Bilder zustande bekommen.

Desweiteren hohe ISO's. Bei Knipsen fast unerträglich, was da zustandekommt. Bei einer DSLR kann man in der EBV aber die meisten Bilder noch Retten, auch bei hohen ISO's.

Farbechtheit: ganz ehrlich, die kleine Panasonic meiner Freundin hat eine Neigung zu einem türkisen Himmel, während die DSLR diesen korrekt darstellt. Ich verschiebe dann das Türkis immer in Richtung Aquamarin in der EBV der mit der Knipse gemachten Bilder, dann gehts einigermaßen.

Schärfe und Tiefenschärfebereich: jetzt wirds schwierig. Auch eine Knipse kann mal im Fokusfeld danebenliegen. Durch die kleinen Brennweiten, hatte ich ja schon geschrieben, ist der Fokuspunkt durch den zumeist immens hohen Tiefenschärfebereich aber fast egal. Fazit: techn. gar keine Herausforderung an das AF System einer Knipse. Bei einer DSLR, je nach Blende, kann der Tiefenschärfebereich schon mal recht klein werden. Fehlfokusierungen sind dann sofort sichtbar im Bild. Hinzu kommt im Automatikmode, dass die Kamera ja nur annimmt, was fokusiert werden soll. Das stimmt aber im Prinzip nicht immer. Im Grunde müßte man zumindest das Fokusfeld selber bestimmen und den Fokus korrekt auf das Motiv stellen im Automatikmode einer DSLR, um der DSLR eine Chance zu geben. Wer das aber nicht tut, der handelt bei einer DSLR eigentlich vorsätzlich falsch.

Beim Tiefenschärfebereich kann man mit einer DSLR eigentlich immer das gleiche Bildergebnis zu einer Knipse erreichen, eben auch durchgehend scharf. Die Bildergebnisse der DSLR sind dann immer noch leicht besser, als die der Knipse. Die größere Sensorfläche hat halt eindeutig Vorteile. Vor allem in Grenzsituationen, was das umgebende Licht angeht. Der Sprung von APS-C zu FF ist dann nochmals erheblich.

Als konkretes Beispiel: Knipse vs. DSLR, wo die Knipse im Automatikmode vermutlich immer korrekt funktioniert und die DSLR im Automatikmode daneben liegen könnte, ist folgender:

Foto einer Gruppe (z.Bsp. Klassenfoto). Während der hohe Tiefenschärfebereich der Knipse ein aus der Hüfte schießen eines Bildes erlaubt - alle in der Gruppe sind scharf abgebildet, wird eine zu offene Blende im Automatikmode der DSLR einige Gesichter scharf und andere Gesichter wiederum unschärfer darstellen, da es bei solchen Gruppierungen meist Personen gibt, deren Gesichter in verschiedenen Ebenen stehen. Man kann mit der DSLR ein ähnlich gutes Bild zur Knipse machen, sogar ein wesentlich besseres. Aber der Automatikmode kann es verhindern. Woher soll der Automatikmode auch wissen, was da Fotografiert werden soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum wird hier immer geschrieben, die Bilder von Kompakten wären gut?

Wenn ich eine Kompakte auf "Auto" benutze, dann werden die Bilder nur bei Schön-Wetter knackig und bunt. Sobald man damit in etwas schwierigere Situationen - meist bei zu wenig Licht - kommt, ist es vorbei: Bewegungsunschärfe, Verwacklungen (sogar mit Blitz!), Rauschen, flaue Farben - da helfen dann auch die Motivprogramme nichts mehr.
Lediglich wenn der Fotografierende weiß, wie man - sofern überhaupt möglich - an der Kompakten Blende und Zeit (und ggfs. noch die ISO) beeinflusst, können bei schlechtem Licht akzeptable Bilder entstehen.
 
Lediglich wenn der Fotografierende weiß, wie man - sofern überhaupt möglich - an der Kompakten Blende und Zeit (und ggfs. noch die ISO) beeinflusst, können bei schlechtem Licht akzeptable Bilder entstehen.

Sofern überhaupt möglich trifft es sehr gut. Bei einigen Knipsen entweder unmöglich, oder nur sehr sehr umständlich über tief versteckte Menüeinträge zugänglich (z.Bsp. ISO einstellungen). Danach vergißt man das gemachte Setting wieder zurückzunehmen und wundert sich, dass die Knipse plötzlich nur noch Schrottfotos (im Automatikmode) liefert.

Bei einer DSRL sind diese Verstellregler quasi immer leicht zugänglich und einfach zu Bedienen.

Und auch die Grenzsituationen (mässiges Licht) sind bei einer Knipse recht eng bemessen, führen auch schnell zu sehr unansehlichen Bildern. Wichtigstes Hilfsmittel der Knipse wird dann der automatisch aktivierte Blitz. Führt dann wieder zu totgeblitzten Bildern... (man sollte mal die vielen armen Kinder mit roten Augen zählen). Einziger positiver Nebeneffekt der Knipsen bei wenig Licht: schaut mal in einem großen Stadium Abends/Nachts in die Ränge, ins Publikum - ein einziges Meer von glitzernden Blitzchen... Nutzlos für die Fotografierenden, aber sieht doch hübsch aus, wenn man sowas von der anderen Seite betrachtet, oder? :D
 
Kein Automatikmodus kann eine DSLR jemals so verdrehen, daß man unter vergleichbaren Umständen Bilder erreicht, die (wie bei einer Kompakten) regelmäßig von vorne bis hinten scharf sind.

Doch, ganz einfach: Blende zu bis an die Schmerzgrenze, ISO hoch und hinterher ordentlich entrauschen, das Ergebnis ist (fast) das gleiche! Nur das andere Ende, Freistellung und geringe Schärfentiefe, kann ein großer Sensor besser.

Was ich aber zum eigentlichen Thema viel schlimmer finde, sind mindestens 2 Dinge, die ich u.a. auch auf zuviel lesen im Internet und Foren wie diesem zurückführe:

  • Jedes missglückte Foto wird sofort der Technik angekreidet (Front- und Backfokus, Serienstreuung usw., ich kann's nicht mehr hören), statt erstmal die Fehler in der eigenen Bedienung zu suchen.
  • Viele Einsteiger machen sich gar keine Gedanken über ihre eigenen Ansprüche, sondern orientieren sich an Nachkommastellen in irgendwelchen Testergebnissen, 100%-Ansichten bei Offenblende aus der Bildecke und an "Beratungen", wo das beste als gerade gut genug dargestellt wird und gar keine Rücksicht auf die Anforderungen des Fragestellers genommen wird (Paradebeispiel: Stative). Dann glauben sie am Ende, sie bräuchten selber auch mindestens das zweitbeste und müssten hunderte € ausgeben, wo viel weniger für die wirklichen Ansprüche völlig gereicht hätte.



Gruß, Matthias
 
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