Alle Bilder:
Für den Anfang nicht schlecht, aber stark verbesserungsfähig.
Bild 1:
Wenn, so wie hier, Licht von hinten, dann darauf achten, dass das Model vor der Lichtquelle steht.
Lensflares sind zwar ein Stilmittel. Hier stören sie aber.
Belichtung mit Spotmessung aufs Gesicht.
Keine Angst vor überbelichtetem Hintergrund.
Nachbearbeiten, dann wirds was.
Bild 2:
Gefällt mir. Gesicht etwas aus dem Mittelpunkt nach rechts. Der Blick braucht Raum.
Bild 3:
Auf Hintergrund achten. Die Zweige stören.
Gesicht etwas heller. Auch hier: keine Angst vor überbelichtetem Hintergrund.
Bild 4:
Gesicht und Haare zu dunkel.
Hintergrund rechts zu dominant.
Bildschnitt schlecht. Entweder enger oder Arme ganz drauf.
Hier braucht der Blick ebenfalls Raum. Also: Model aus der Mitte nach rechts.
Generell:
Models, zumindest das Gesicht, nur in Ausnahmefällen in die Mitte setzen.
Ja, das braucht Übung. Aber das ist ja auch Dein Ziel.
Lass Dich von dem Waschzettel auf Bild 2 nicht entmutigen. Auch gestandene Fotografen haben nicht gleich beim ersten Schuss das perfekte Bild.
Zitat eines sehr erfahrenen Fotografen zum Thema Portrait: "Ich hasse Krägen!" (Gemeint sind Hemd- und Sakkokrägen. Die machen immer Ärger!)
Sprich mit Deinen Models und lass sie agieren.
"So, stell Dich mal hier hin und guck dort hin" wird nix.
Fange nicht mit dem Fotografieren an, sondern mit einem Gespäch.
Alle Menschen, die keine professionellen Models oder Medienprofis sind, haben Angst vor der Kamera.
Nimm ihnen diese Angst.
Nicht nach jedem Bild die Kamera absetzen und das Ergebnis betrachten.
Das stört den Fluss. Vertraue Dir und mach mehrere Bilder hintereinander weg.
Nutze die ggf. Serienauslösung Deiner Kamera.
Du hast keinen Film drin, auf dem jedes Bild bares Geld ist.
Schau Dir mal die Portraits von
Peter Lindberg,
Jim Rakete und
Walter Schels an.
Bild 2: Der Waschzettel des Schals springt einem förmlich in die Augen. Warum guckt der Typ nicht in die Kamera?
Mit dem Waschzettel geb ich Dir Recht. Aber warum soll der Herr in die Kamera gucken?
Der hier macht es ja auch nicht.
Alles in allem eher Schnappschussqualität.
Das haben erste Schritte nun mal so an sich.
Ich bin auch für klare Worte. "Ja, hast Du toll gemacht", bringt nix.
Ich bin aber auch dafür, negative Kritik konstruktiv motivierend zu formulieren.
Sorry, ****, Du hast die Bilder einfach nur niedergemacht.
Das bringt auch nix. Was würdest Du denn anders/besser machen?