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Diskofilm und Blendenlamellen !!!

hinnerker

Themenersteller
Hallo und Allen ein frohes Fest !

Ich wollte hier eine weitere, gute, inzwischen von mir mehrfach erprobte Anwendung für den Diskofilm zum Besten geben. Das Zeug ist einfach genial.

Es ging um ein altes Sonnar 3,5/135 mm Objektiv, das ich kürzlich in der Bucht erstanden habe. Als es bei mir ankam, fiel das gute Teil (ich liebe die Sonnare von Zeiss) so gut wie komplett auseinander. Alles an dem Teil wackelte, rappelte und klöterte. So gut wie jede Schraube hatte sich intern gelöst.

Wer sich das CZJ einmal ansehen will, hier der Link

http://www.aprd31.dsl.pipex.com/articles/czj135svc/

Mit der Baugruppe ist die Nummer 9 in Bild 12 gemeint. Auf Bild 11 sieht man die Rückseite der Baugruppe und die einzelnen Lamellen. Dies in der Baugruppe wiederherzustellen war das Thema.

Das besagte Zeiss Sonnar gestattet es, die vordere Glasgruppe, sowie die hintere Glasgruppe einfach heraus zu schrauben. Das tat ich und beim öffnen des Objektives flutschten die Blendenlamellen heraus. STück für Stück lösten sich die Teile aus den vorgesehenen "Schlitzen" heraus.

Es folge der komplette Neuaufbau der Blendengruppe aus Bild 11. Dies ist bei dem Sonnar äußerst schwierig, da zwar die gesamte Blendenlamellen-Mimik herausgenommen werden kann, jedoch die Blendenlamellen wieder in die Baugruppe zu bekommen, fast unmöglich ist. Ich vermutete, die Teile (Lamellen) wurden im Werk per Vakuumsauger gehalten und in ihre Einbauposition in der Gruppe gebracht. Jeder Versuch den nur aus einem Ring und einer Drehscheibe bestehenden Einhänge und Drehmechanismus für die Lamellen zusammen zu bringen scheiterte. Zwar konnte man die Lamellen auf dem Tisch anordnen und den Mechanismus herstellen, jedoch zerfiel die mühsamst rekonstruierte Einheit jedesmal wieder, sobald sich die Lage des Teils für den Einbau in die Baugruppe änderte.

Nach langem Überlegen kam ich auf die Idee, die Blendenlamellen an den Verbindungspunkten von Ring und Drehscheibe mit Diskofilm zu "verkleben".
Dies führte zum gewünschten Erfolg. Die an Ring und Drehscheibe "fixierten" Blendenlamellen hielten und konnten so wieder in den "Korpus" der Blenden-Baugruppe eingesetzt werden, ohne das sie sich verschoben oder wieder auseinander fielen.

Nach dem Einbau der Lamellen/Ring/Scheiben - Konstruktion in die Blendenbaugruppe, wurde die gesamte Gruppe etwa 15 Minuten unter fließendem Wasser gewässert, um den Diskofilm auszuspülen.

Nach dem Trocknen funktionierten die Blendelamellen in der Blendenbaugruppe wieder einwandfrei.

Ich wollte dies einfach mal hier einstellen, vielleicht als Tipp für Leute, die vor einem ähnlichen Problem standen und genau wie ich fast zum Choleriker mutieren bei derartig blöden Problemen. Blendenlamellen sind zwar kein Hexenwerk, aber bei genauer Betrachtung ungeheuer schwierig zu "handlen", wenn die geeigneten Werkzeuge fehlen.

Und auch hier hat sich Diskofilm hervorragend geschlagen. Dank dem Zeug ist nach fast 3 Stunden endlich das Sonnar wieder ganz. :D
 
Interessanter Beitrag, ich finde sowas ungemein interessant.
Vor einigen Tagen habe ich angefangen, meine alte Minoltascherben auseinanderzunehmen, um den mechanischen Aufbau eines Objektivs zu begreifen.
Irgendwo habe ich noch eine alte Flasche Disko-Film für Schallplatten rumstehen.
Da kann man mal sehen, wie gut es ist, wenn man nicht immer alles wegwirft... :)
 
In den nächsten Tage stelle ich eine bebilderte Anleitung der Zusammenhänge im tollen Sonnar 135 hier ein.
Vielleicht gelingt es ja, hier eine eigene Bastelecke für alte Objektive zu erschaffen. Die Erfahrungsberichte der Leute sind sicherlich hilfreich für einige, die sich mit MF Linsen beschäftigen.

In anderen Foren gibt es dies bereits, leider jedoch vielfach auf English, so das für einige das sprachliche Hindernis zu hoch ist, diese jedoch prima die Tipps gebrauchen könnten.
 
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