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Alt 16.05.2009, 10:54   #1
gromit
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Standard Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

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Tag allerseits,

ich bin ja ein neugieriger Mensch und nachdem ein Kurztest des großen Nissin Di-622 und der Bericht eines drf- und Forenkollegen eher abschreckend klangen habe ich mir auf der Minikina in Mainz mal den kleinen, etwas Neueren Nissin Di-466 angesehen und ihn ein wenig auf der Kamera geärgert.

Dieser machte dabei eine erstaunlich gute Figur und mich neugierig genug dieses Ding einfach mal zu bestellen. Günstigster Anbieter war derzeit CSV.de in Berlin und die lieferten sehr schnell.

Auspacken

kleine, schlanke Verpackung ohne viel überflüssiges Gedöns. Drin sind:

- der Blitz selbst
- eine Softtasche mit Zugbändel
- Blitzstandfuß
- Bedienungsanleitung international
- Bedienungsanleitung deutsch und EG-Konformitätserklärung des Importeurs

Anfassen

Der Blitz ist für seinen Preis erstaunlich wertig gebaut und wirkt absolut nicht billig, vor allem im Vergleich zu Sigma und den ganzen Tumax-Clones, trotz daß das Teil in China gebaut wird. Nichts knarzt oder labbert, die Taster gehen satt und haben definierte Druckpunkte, die Reflektorverstellung ist ebenso satt und nicht labberig. Man merkt doch daß Nissin nicht erst seit gestern Blitzgeräte herstellt. Selbst der kleine PZ-40X von Mitbewerber Sunpak ist für den höheren preis deutlich knarziger gebaut. Auch das Rändelrad zur Befestigung auf dem Blitzschuh faßt sich satt an, der Nikonsche Metallpin zum arretieren ist ebenfalls da.

Ebenso der Blitzstandfuß. Solider Kunstoff, Stativgewinde aus Metall (!), das gibts nichtmal bei Metz. Kompliment.

Die Blitztasche dagegen ist so ein Teil aus rauhem Knisterstoff und beim Anfassen eher Gänsehautzüchtend denn angenehm - nix für mich jedenfalls.

Bedienelemente

Gibts nicht viele.
Rechts unten der Powerknopf, darüber der mit 2 LEDs hinterleuchtete Pilot-Taster (Auslöser und Statusanzeige).
Links unten die Plus-Minus-Wippe, darüber 6 LEDs als Balkenanzeige. Im TTL-Modus stellt man damit die Belichtungskorrektur ein, in den Modi M, S1 und S2 die Leistungsstufe.
Darüber der Modustaster mit 3farbiger LED, den man erst nicht für einen Taster hält sondern nur für eine LED. Isser aber nicht, da kann man draufdrücken. Nix für Leute mit Wurstfingern, aber man muß schon gezielt draufrücken.

Vorne finden man nur ein kleines rundes Fenster mit einer LED. Diese hat 2 Funktionen: AF-Hilfslicht und Triggeranzeige.

Der Blitzkopf ist nur nach oben schwenkbar, aber ohne eine nervige Entriegelungstaste drücken zu müssen. Die Rastung ist satt und ohne Rasseln, sehr satt. Im Blitzkopf selbst befinden sich, rausziehbar, eine Streuscheibe und ein weißes Papp-Reflektorkärtchen.

Interessant ist, wie kompakt das Gerät gebaut ist. Da das ganze Unterteil durchs Batteriefach dominiert wird müssen sich andere, Sperrige Bauteile wie der Blitzkondensator offensichtlich im Reflektorkopf befinden, was auch die nach vorne ausladende Bauform erklären würde.

Inbetriebnahme

Nun erwecken wir das Teil mal zum Leben. Erste Überraschung: Das Batteriefach ist ein Käfig. Wer mich kennt der weiß, daß das bei mir einen dicken Pluspunkt bekommt, denn ich hasse es mit Einzelakkus zu jonglieren, besonders wenns schnell gehen muß. Beim Einlegen der Eneloops die zweite Überraschung: alle Zellen werden in der gleichen Richtung eingelegt. Noch ein dicker Pluspunkt. Hier hat man lieber ein paar mehr Strippen im Halter verbaut als dem Benutzer die richtige Polung zu überlassen - Kompliment! Die Ver- und Entriegelung des Batteriefachs ist auch stramm (am Käfig statt am Blitz angebrachter Schieber), der Käfig hat mittig 2 Griffmulden für sicheren Halt in der Hand, nur kann man ihn auch falschrum in den Blitz schieben, also mit der Unterseite nach oben. Das merkt man aber schnell: Der Käfig geht nicht ganz rein und der Deckel steht falsch über. Es hat auf der Oberseite des Batteriekäfigs eine weiße Pfeilmarkierung - immerhin. Schade aber, das ist an dieser Stelle nicht ganz zu Ende gedacht, trotzdem aber dickes Lob bisher.


Drückt man den Einschalter, so zeigt die LED der Testblitztaste drüber erst rot und dann grün. Interessant dabei ist daß man kein typisches Pfeifen eines Sperrwandlers für die Hochspannungserzeugung hören kann oder es ist außerhalb meines Hörbereiches (der sehr groß ist!). Hat man den Blitz beim Einschalten nicht auf der Kamera, ist keine Anzeige der Betriebsart zu sehen, was also TTL bedeutet. Ich hätte erwartet daß wenn ich jetzt die Testblitztaste drücke der Blitz volle Leistung abfeuert - das ist nicht der Fall. Die abgegebene Leistung entspricht der kleinsten manuellen Stufe. Nettes Detail.

Die Mode-Taste links oben kennt 4 Betriebs - und Anzeigearten:

aus - TTL
rot - Manuell
grün - S1 (Slavemodus 1, Slave mit Vorblitzfilter)
blau - S2 (Slavemodus 2, normaler optischer Slave)

Leuchtet die Anzeige oben nicht und man betätigt die Plus-Wippe, die für die Belichtungskorrektur zuständig ist, startet die Anzeige bei +0,5
Ebenso wenn man bei dunkler Anzeige auf die Minuswippe drückt wird -1,5 angezeigt. So soll das sein.

in allen anderen Modi dient die Wippe mit LED-Balken der Einstellung der Teilleistungen, dabei beginnt das Ganze immer mit der kleinsten Stufe - auch sehr durchdacht und Anders als bei der restlichen Blitzwelt, die immer von der vollen Leistung nach unten gehen.

Verstellt man die Leistung, kann man jetzt dann doch ein leises Sirren vernehmen, welches mit jeder Leistungsstufe seine Tonlage ändert. Welch krasser Unterschied zu meinen beiden Braun-Stäben und ihrem nervigen Pfeifkonzert. Ok, diese haben aber auch mehr "Wumms" als das kleine Dingen hier

Die Leistungsstufen gehen von full bis 1/32. Dabei steppt die Wippe nicht zyklisch, also man muß am Ende wieder zurückregeln und landet nicht bei der kleinsten Leistung. Schade.

Auf der Kamera

macht der Kleine eine gute Figur und wirkt fast zierlich.

Es gibt keine Modusumschaltung zwischen iTTL und iTTL BL, das passiert alles automatisch. Erste versuche, gegen mein in der Abendsonne erhelltes Küchenfenster anzublitzen meisterte er tadellos. Wer der Meinung ist, das Gerät würde zu reichlich belichten der kann die Blitzleistung kalibrieren, also an seine Bedürfnisse anpassen. Letztlich ist das nichts anderes als eine permanente plusminus-Korrektur.

Das AF-Hilfslicht ist eine helle, orange LED vorne, die recht punktförmig abstrahlt und sehr an das AF-Licht der Panasonics erinnert, nichts vom dezent roten Streifenmuster wie es Metz oder Nikon hat, stattdessen Beam me up, Nissin. Blendet ordentlich. Fokussieren geht damit aber recht gut. Solange das helle Af-Licht aktiv ist hört man ein Sirren.

Schwenkt man den Reflektor nach oben hört man es zoomen, und tatsächlich fährt sich der Reflektor in die Stellung 35mm bei DX und 50mm bei FX - sollte da etwa die Autocrop-Erkennung gehen? Ich kanns mangels FX-Kamera nicht testen und auf den analogen Nikons geht der Nissin ja nicht.

Von dem was ich bisher testen konnte keine groben Schnitzer bei der Belichtung, das kannte ich vom großen Bruder anders.

Was allerdings nervig ist: sobald der Blitz aktiv ist schaltet er bei allen Gelegenheiten die Displaybeleuchtung an der Kamera ein, ob das ein Bug ist? Kläre ich. Ich hörte schon daß das bei den Sigmas auch so ist, meine Metze machen das nicht. Das üben wir bitte nochmal, liebe Bytefrickler bei Nissin

Im TTL-Modus geht er in den Standby, das wird durch rotes Blinken des Pilot-Tasters angezeigt. Aufwecken entweder duch Tastendruck am Blitz oder an der Kamera, allerdings macht er dort dann wieder Licht (siehe oben), auch wenn man das vorher ausgeschaltet hatte.

Außerhalb der Kamera

Der Di-466 hat 2 Slavemodes, S1 und S2.

S1 ist der Slavemode mit Vorblitzunterdrückung.

S2 ist der dumme Slave, es wird auf alles reagiert was da blitzt

Zur Kontrolle daß da was ankommt leuchtet die LED an der Vorderseite kurz auf.

Bevor da Mißverständnisse aufkommen: Der Nissin ist kein AWL-Blitz, also kann nicht im drahtlosen Nikonsystem angesteuert und geregelt werden!


und nun mal die Testereien.

Kamera geschappt (Fuji S5pro), internen Blitz ausgeklappt. Nissin auf S2 gestellt.

Testblitz an der Kamera per Fn-Taste löst aus.
Ebenso bei auf manuell gestelltem internen Blitz

Blitz auf S1. Interner Blitz auf TTL. Löst aus
interner Blitz auf M - löst nicht aus.
interner Blitz auf Commandermode und aus - blitzt
interner Blitz auf Commandermode und auf M kleinste Leistung: blizt
interner Blitz auf Commandermode und auf TTL - blitzt, auch beim Testblitz

Was nicht geht: Auslösen über Mittenkontakt alleine - ist aber inzwischen allgemein bekannt. Egal in welchem Modus. Habs mit einer Büroklammer probiert. Geht nicht.

Und nochmal n paar technische Daten:

LZ 24 bei ISO 100 und 50mm
manuelle Leistungen bis 1/32
Zoom 24-105mm
kein manuelles Zoom
Weitwinkelstruscheibe
Reflektorkärtchen
kalibrierbar

Soweit als von hier, mehr dann wenn ich das Ding in der Praxis gequält habe
__________________
bye,
Dietmar

Strobist Hardware-FAQ | Metz SCA-FAQ | FAQ zum RF-602

Geändert von gromit (17.05.2009 um 01:20 Uhr)
gromit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2009, 11:24   #2
gromit
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Registriert seit: 30.11.2004
Beiträge: 5.109
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

Dummy für Teil II
__________________
bye,
Dietmar

Strobist Hardware-FAQ | Metz SCA-FAQ | FAQ zum RF-602
gromit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2009, 13:41   #3
Zwielicht
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Registriert seit: 16.06.2008
Beiträge: 74
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Canon

Hallo - danke für den Bericht, gromit! Ich habe seit kurzem die Variante des Blitzes für Canon. Auch wenn das hier das Nikon-Forum ist, will ich hier kurz meine Erfahrungen ergänzen.

Mein Fazit schonmal vorweg: Als optischer Slave ist der Di466 spitze, für andere Einsatzzwecke nur bedingt zu empfehlen.
Zitat:
Zitat von gromit Beitrag anzeigen
Nichts knarzt oder labbert, die Taster gehen satt und haben definierte Druckpunkte, die Reflektorverstellung ist ebenso satt und nicht labberig.
Kann ich bestätigen! Die Taster gefallen mir sogar besser als bei meinem Canon-Systemblitz (430 EX II). Einzige Ausnahme ist der kleine Modus-Knopf, den kann ich zuverlässig nur mit dem Fingernagel drücken.

Der Motor zum Verstellen der Reflektorstellung klingt sehr "kratzig". Im manuellen und Slave-Modus kann man die Reflektorstellung nicht verstellen.

Zitat:
der Nikonsche Metallpin zum arretieren ist ebenfalls da.
Das ist bei der Canon-Version genauso. (Der Pin passt aber nicht in das entsprechende Loch im mitgelieferten Blitzstandfuß, da dieses etwa einen halben mm zu weit vorne liegt. Naja, egal.)
Dass der Standfuß ein Metallgewinde hat, finde ich auch super, nicht mal der Standfuß meines Canon-Blitzes hat das! Sehr praktisch, um den Blitz zuverlässig auf ein Lichtstativ zu schrauben.

Zitat:
Rechts unten der Powerknopf, darüber der mit 2 LEDs hinterleuchtete Pilot-Taster (Auslöser und Statusanzeige).
Die ganzen LEDs auf der Rückseite leuchten für meinen Geschmack zu hell. Wenn man in fast völliger Dunkelheit fotografiert, blenden sie.

Die Fotozelle für die optischen Slave-Modes sitzt im Blitz-Reflektor - nicht unbedingt optimal. Bei anderen Blitzen sitzt sie im unteren Teil, so dass sie durch Drehen und Neigen des Blitzkopfes auf den Master-Blitz ausgerichtet werden kann.

Vom Design des Batteriefachs mit herausnehmbarem Batteriepack bin ich nicht so überzeugt: Man benötigt eine Hand mehr, um den Batteriepack während des Einsetzens der Zellen festzuhalten. Außerdem kann man (wie gromit schon sagt) den Pack verkehrt herum in sein Fach schieben.
Ein zweiter mitgelieferter Batteriepack wäre spitze gewesen, erst damit würde das Konzept Sinn machen!

Etwas schade ist, dass in den manuellen Modi die Blitzstärke nur in ganzen Stufen verändert werden kann. Auch 1/64 Leistung hätte ich sehr nützlich gefunden.

Ein sehr schönes Detail, das noch eine Erwähnung wert ist, ist die kleine "Schiene" vorne am Blitzkopf, auf die man Filter für Farbtemperatur-Korrekturen schieben kann. Ich habe mir ein Stück Half-CTO-Filter von Lee auf die richtige Größe geschnitten, es lässt sich einfach und schnell anbringen. (Die normale Herangehensweise von Strobist ist es dagegen, selbstklebende Klettverschlüsse zu verwenden.) Zusammengerollt hat der Filter prima Platz im Batteriefach.

Betrieb an Canon EOS 450D

Der Blitz versteht das TTL-Protokoll von Canon. Von Haus aus ist das TTL-gesteuerte Blitzlicht aber zu schwach - hier ist die Funktion nützlich, direkt am Blitz eine Korrektur vorzunehmen. Bei einer Blitz-Überbelichtung um eine Stufe bekomme ich Ergebnisse, die mit dem Canon-Systemblitz vergleichbar sind.

Das AF-Hilfslicht ist nur eine Lampe, im Gegensatz zum Canon-Blitz projiziert sie kein Streifen-/Gittermuster. Man kann also mit diesem Hilfslicht nicht auf kontrastlose Motive wie z.B. eine Wand fokussieren.

Bei der Canon-Version leuchtet das AF-Hilfslicht nicht auf, wenn der Blitz gezündet wird.

Da ich den Di466 nur als optischen Slave benutze, habe ich ihn nur relativ kurz auf der Kamera getestet. Fazit: Als Aufsteckblitz auf der EOS 450 D nicht zu empfehlen! Zum einen gibt es immer mal wieder Bilder, bei denen das Blitzlicht über- oder unterbelichtet ist. Zum anderen, und das wiegt viel schwerer: Der Blitz bringt hin und wieder auf unreproduzierbare Weise meine Kamera zum Absturz! Erst durch kurzzeitiges Herausnehmen des Akkus lässt sie sich wiederbeleben. Die Kamera stürzt nach dem Fokussieren auf das Motiv ab (halb gedrückter Auslöser). Wie oft das Problem auftritt, kann ich schwer einschätzen, da es so unregelmäßig auftritt - evtl. bei jedem 30. Mal fokussieren? Bei meinen Testbildern gab es aber auch mal viele Bilder lang keine Probleme. Meine Vermutung, dass das Problem mit dem Anschalten des AF-Hilfslichts beim Fokussieren zusammenhängen könnte, hat sich nicht bestätigt - es tritt auch in Lichtsituationen auf, in denen das Hilfslicht nicht benötigt wird. Auf der 450D habe ich Firmware 1.0.9 und 1.1.0 getestet, ohne Unterschiede festzustellen. Eigentlich zeugt es von wenig robuster Kamera-Firmware, wenn die Kamera abstürzt...

Zitat:
Was allerdings nervig ist: sobald der Blitz aktiv ist schaltet er bei allen Gelegenheiten die Displaybeleuchtung an der Kamera ein, ob das ein Bug ist?
Auf Canon ist nichts derartiges festzustellen.

Zitat:
Der Di-466 hat wie auch sein großer Bruder 2 Slavemodes, S1 und S2.
Nicht ganz - nach allem, was man über den großen Bruder Di622 liest, hat der Di622 nur einen Slavemodus, der dem Modus S1 des Di466 entspricht! Das heißt, nur der Di466 ist als optischer Slave geeignet, wenn man manuell (ohne Vorblitz) blitzt, und macht ihn damit geeigneter für Blitzen nach Strobist.

Zitat:
S1 ist der System-Slave (Tochterblitz), dieser reagiert nur auf die Blitze des jeweiligen Systems zu dem das Gerät kompatibel ist, d.h. die Vorblitze werden ausgewertet und unterdrückt.
Ich glaube, das ist viel einfacher, der Modus dürfte sich im Verhalten bei der Canon- und Nikon-Version nicht unterscheiden. Es wird einfach ein einziger Vorblitz unterdrückt, beim folgenden Haupt-Blitz blitzt der Di466 dann mit. Nach einer gewissen Zeitspanne (geschätzt 0.5 Sek) setzt sich der Blitz zurück. Das heißt, dass er überhaupt nicht blitzt, wenn es nur einzelne Blitze mit größerem zeitlichen Abstand gibt.

Ich habe den Modus auch erfolgreich mit meiner Kompaktkamera (Fuji F30) getestet - funktioniert prima! Die Möglichkeit, den Blitz auch mal zusammen mit einer Kompaktkamera zu verwenden, macht ihn für mich zusätzlich attraktiv. (Andere Kompaktkameras verwenden evtl. >1 Vorblitze - in diesem Fall könnte man immer noch den anderen Slave-Modus S2 versuchen, in dem der Di466 immer mitblitzt.)

Zitat:
Was nicht geht: Auslösen über Mittenkontakt alleine
Hier ist anzumerken, dass findige Leute schon eine Lösung für das Problem gefunden haben, den Blitz über Funk oder (zweiadriges) Kabel auszulösen: Man lötet an den Pilot-Button eine Blitzkabel-Buchse. Evtl. ist zusätzlich ein Widerstand parallel zur Buchse nötig. Da sich der Blitz im manuellen Modus zu schnell von selbst abschaltet, muss man aber einen der optischen Slave-Modi verwenden. Falls der Blitz nur über Kabel/Funk und nicht auch zusätzlich optisch auslösen soll, muss man also zusätzlich die Fotozelle "lahm legen".

Viele Grüße,
Zwielicht

Geändert von Zwielicht (16.05.2009 um 16:40 Uhr)
Zwielicht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2009, 23:19   #4
SNI
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Beiträge: 152
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

Zitat:
Zitat von gromit Beitrag anzeigen
Tag allerseits,

ich bin ja ein neugieriger Mensch und nachdem ein Kurztest des großen Nissin Di-622 und der Bericht eines drf- und Forenkollegen eher abschreckend klangen habe ich mir auf der Minikina in Mainz mal den kleinen, etwas Neueren Nissin Di-466 angesehen und ihn ein wenig auf der Kamera geärgert.
Hi,

danke für die Infos, scheint ja wirklich ein interessantes Gerät zu sein. Was mir noch nicht ganz klar ist: Funktioniert denn auch die automatische Belichtungssteuerung, wenn das Gerät über den Steuerblitz ausgelöst wird? Oder muss ich dann die Stärke des Blitzes von Hand einstellen?

Wäre super, wenn Du das mal testen (oder nachlesen) könntest, die Produktbeschreibungen finde ich da nicht ganz eindeutig.

Ciao & danke,

Sven
__________________
Spielzeug: Nikon D70s, 17-70, 75-300, Sigma 105 + Kleinkram (50/1.8, 24/2.8, ...) -- Benro Stativ, kein Blitz (leider)
SNI ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.05.2009, 01:15   #5
gromit
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Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2004
Beiträge: 5.109
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

Zitat:
Zitat von SNI Beitrag anzeigen
Hi,

danke für die Infos, scheint ja wirklich ein interessantes Gerät zu sein. Was mir noch nicht ganz klar ist: Funktioniert denn auch die automatische Belichtungssteuerung, wenn das Gerät über den Steuerblitz ausgelöst wird? Oder muss ich dann die Stärke des Blitzes von Hand einstellen?
Das habe ich scheinbar wohl nicht deutlich genug geschrieben, denn das Ding ist kein AWL-Blitz sondern nur Slave mit manueller Einstellung. Hatte ich aber auch bei der Beschreibung der Bendienelemente geschrieben, daß in S1 und S2 die Leistung manuell eingestellt werden muß. Ich passe das mal an.
__________________
bye,
Dietmar

Strobist Hardware-FAQ | Metz SCA-FAQ | FAQ zum RF-602
gromit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2009, 19:39   #6
gromit
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Registriert seit: 30.11.2004
Beiträge: 5.109
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Canon

Erstmal danke für Deine Ergänzung!

Zitat:
Zitat von Zwielicht Beitrag anzeigen
Auch wenn das hier das Nikon-Forum ist, will ich hier kurz meine Erfahrungen ergänzen.
Das geht schon in Ordnung, schließlich kommen auch die Systemblitze der Hersteller alle aus dem gleichen Haus: Tocad Energy, besser unter dem Namen Sunpak bekannt.

Zitat:
Mein Fazit schonmal vorweg: Als optischer Slave ist der Di466 spitze, für andere Einsatzzwecke nur bedingt zu empfehlen.
Da bist Du schon weiter als ich

Zitat:
Der Motor zum Verstellen der Reflektorstellung klingt sehr "kratzig". Im manuellen und Slave-Modus kann man die Reflektorstellung nicht verstellen.
Letzteres ist schon ein Nachteil, ließe sich aber per Firmware auf die Wippe legen wenn Nissin denn wöllte.

Zitat:
Die ganzen LEDs auf der Rückseite leuchten für meinen Geschmack zu hell. Wenn man in fast völliger Dunkelheit fotografiert, blenden sie.
Stimmt, das hatte ich nicht erwähnt obwohl mir das unangenehm auffiel. Das ist mal was für eine Harwaremodifikation, aber SMD-Widerstände löten - bäh.

Zitat:
Die Fotozelle für die optischen Slave-Modes sitzt im Blitz-Reflektor - nicht unbedingt optimal. Bei anderen Blitzen sitzt sie im unteren Teil, so dass sie durch Drehen und Neigen des Blitzkopfes auf den Master-Blitz ausgerichtet werden kann.
ACK.

Zitat:
Ein zweiter mitgelieferter Batteriepack wäre spitze gewesen, erst damit würde das Konzept Sinn machen!
Ich denke daß man eine zweite Schublade als Ersatzteil bekommen kann. Hatte ich bei meiner Fuji S2 auch, das war sehr praktisch.

Zitat:
Etwas schade ist, dass in den manuellen Modi die Blitzstärke nur in ganzen Stufen verändert werden kann. Auch 1/64 Leistung hätte ich sehr nützlich gefunden.
Das halte ich eher für wenig praktikabel weil theoretischer Wert. Überlege mal, das Ding hat Leitzahl 24, was da bei 1/64 noch rauskommen würde ...

Zitat:
Ein sehr schönes Detail, das noch eine Erwähnung wert ist, ist die kleine "Schiene" vorne am Blitzkopf, auf die man Filter für Farbtemperatur-Korrekturen schieben kann. Ich habe mir ein Stück Half-CTO-Filter von Lee auf die richtige Größe geschnitten, es lässt sich einfach und schnell anbringen. (Die normale Herangehensweise von Strobist ist es dagegen, selbstklebende Klettverschlüsse zu verwenden.) Zusammengerollt hat der Filter prima Platz im Batteriefach.
Die hat neulich schon jemand angesprochen und ist im deutschen Loseblatt nicht erwähnt, ich hätte diese kleine Fräsung auch fast übersehen. Stimmt, sehr praktisch.


Zitat:
Der Blitz versteht das TTL-Protokoll von Canon. Von Haus aus ist das TTL-gesteuerte Blitzlicht aber zu schwach - hier ist die Funktion nützlich, direkt am Blitz eine Korrektur vorzunehmen. Bei einer Blitz-Überbelichtung um eine Stufe bekomme ich Ergebnisse, die mit dem Canon-Systemblitz vergleichbar sind.
Die Belichtung der Nikon-Version ist recht sauber.

Zitat:
Bei der Canon-Version leuchtet das AF-Hilfslicht nicht auf, wenn der Blitz gezündet wird.
Das tut es auch bei der Nikonversion nicht, wohl aber wenn man einen anderen Blitz zündet, sozusagen als Bestätigungssignal, schau mal genauer hin. Auch wenn der Blitz selbst nicht auslöst, also zB beim Canonblitz auf TTL und Nissin auf S2, da siehst Du es sehr schön.


Auf Canon ist nichts derartiges festzustellen.


Zitat:
Ich habe den Modus auch erfolgreich mit meiner Kompaktkamera (Fuji F30) getestet - funktioniert prima! Die Möglichkeit, den Blitz auch mal zusammen mit einer Kompaktkamera zu verwenden, macht ihn für mich zusätzlich attraktiv. (Andere Kompaktkameras verwenden evtl. >1 Vorblitze - in diesem Fall könnte man immer noch den anderen Slave-Modus S2 versuchen, in dem der Di466 immer mitblitzt.)
Sieh an. Wobei doch sich die Nikonschen Vorblitze schon von denen der Canons unterscheiden.

Zitat:
Hier ist anzumerken, dass findige Leute schon eine Lösung für das Problem gefunden haben, den Blitz über Funk oder (zweiadriges) Kabel auszulösen: Man lötet an den Pilot-Button eine Blitzkabel-Buchse. Evtl. ist zusätzlich ein Widerstand parallel zur Buchse nötig.
Ja, kenn ich, hab ich auch im Thema mitgeschrieben
__________________
bye,
Dietmar

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gromit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2009, 15:04   #7
gromit
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Registriert seit: 30.11.2004
Beiträge: 5.109
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

Hier noch ein Video über das Ding:

http://www.youtube.com/watch?v=dMO6r3efe98&
__________________
bye,
Dietmar

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gromit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2009, 01:07   #8
gromit
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Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon - Bilder!

So, und nun mach ich mal die Ingrid wie man im Usenet so schön sagt und hole diesen Thread nochmal hoch.

Am letzten Freitag habe ich endlich mal Gelegenheit gehabt, den Di-466 so richtig ranzunehmen. Ok, stimmt nicht ganz, ich hatte ihn am Wochenende davor schon bei einer Hochzeit im Einsatz, deren Bilder ich aber hier nicht zeigen darf.

Vorneweg: Bei beiden Events schlug sich der Kleine wirklich hervorragend und erstaunte mich immer wieder, zumal es da keine Umstellungsmöglichkeit für TTL-BL gibt.

Belichtungszeit war fast immer 1/30s und geblitzt wurde indirekt mit Pappkärtchen und teilweise auch Streuscheibe davor.

Hier also mal meine geblitzen Bilder vom Kieswerk:



















__________________
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Dietmar

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Geändert von ManniD (14.10.2009 um 20:08 Uhr)
gromit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2009, 12:23   #9
kejo84
Benutzer
 
Registriert seit: 26.03.2009
Beiträge: 27
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

Hallo gromit,
hast du auch Erfahrung mit dem Metz 36 AF-4? Wie würdest du den DI466 dazu vergleichen? Ich möchte mir auch gerne einen günstigen Blitz kaufen, weiß aber noch nicht welchen. Kannst du den DI466 ruhigen Gewissens einem Amateuerfotografen, der nicht so viel Geld ausgeben will, empfehlen?
Danke im voraus,
kejo

Edit: jetzt hab ich auch noch einiges über den DI622 gelesen ... jetzt kann ich mich überhaupt nicht mehr entscheiden ...

Geändert von kejo84 (27.07.2009 um 15:07 Uhr)
kejo84 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2009, 21:39   #10
gromit
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 30.11.2004
Beiträge: 5.109
Standard AW: Kurzbericht Nissin Di-466 für Nikon

Wer mich und meine Beiträge kennt, der weiß, daß ich gerne Metz beim Blitzen den Vorzug gebe - einfach aus der jahrzehntelangen guten Erfahrung mit diesem Hersteller heraus. Der 36AF-4 ist ein einfaches Gerät ohne Schnörkel aber auch ohne Extras. Gegen den Nissin fällt er vom Preis-Leistungsverhältnis einfach deshalb ab, weil ihm die 2 Slavemodes und der manuelle Modus fehlen.
Er wird allerdings, wie man auch deutlich am Design sehen kann, nicht von Metz selbst gebaut, sondern von Tumax für Metz nach deren Vorgaben.

Dafür hat er die Softwaresperre nicht, die beim Nissin an kleinen Nikons das Umschalten auf M verhindert, wenn man mit manuellen Objektiven blitzen möchte. Das ist ein blöder Bug im Nissin, der behoben gehört.

Einen Nissin Di-622 würde ich nicht nehmen, der belichtet nicht wirklich zuverlässig. Der Di-466 zeigt, daß Nissin da was tut, und hoffentlich wird als nächstes der 622 durch einen Nachfolger ersetzt, der auch das geniale Batteriefach hat.
__________________
bye,
Dietmar

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