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Alt 15.03.2008, 22:29   #1
eViLsTieFel
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Standard ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

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Auch wenn ich damit diesen Beitrag zweimal im Forum habe - ich finde, es geht im Originalthread etwas unter, und das Programm hat mehr verdient. Entschuldigt also bitte das "Doppelposting".
Es geht um ArgyllCMS, eine kostenlose Alternative zu basICColor, ColorVision und iColor Display (und was vielleicht sonst noch so rumgeistert). Man muss also natürlich die Hardware schon besitzen, aber die Bandbreite der unterstützten Geräte ist immens!

Am Interessantesten ist es aber vielleicht für die Benutzer, die sich ein Spyder-Kolorimeter gekauft haben, denn zumindest ich war von der mitgelieferten Software nie sonderlich begeistert. Zumal sie ja auch bei den kleineren Ausführungen des Paketes einfach nur künstlich beschnitten wurde, und man den vollen Funktionsumfang des Gerätes deswegen einfach nicht nutzen konnte.

Das Programm ist eigentlich eine Sammlung von kleineren Programmen, von der man sich vielleicht abschrecken lassen könnte, und was man so als Winows-User generell nicht gewohnt ist. Man sollte aber definitiv einen Blick riskieren, denn die Ergebnisse wissen zu überzeugen.
So spart man sich vielleicht den zusätzlichen Erwerb einer kommerziellen Software. Auch sonst sollte man sich eine eigene Meinung dazu bilden.
Ich war jedenfalls erstaunt, dass ich dazu hier im Forum noch nichts gelesen hatte und an eurem Feedback und Erfahrungen wäre ich sehr interessiert
Generell sollte man wissen, wie man mit der Commandline umgeht. Unter Windows öffnet man sie unter Start -> Ausführen und gibt dort cmd ein.

Argyll - Anleitung

Läd man sich die Binaries für Windows herunter (v0.70 Beta 7), so finden sich nach Installation die wichtigsten Dateien im Ordner /bin/.
Um ein Profil zu erstellen, benötigt man im Wesentlichen vier der dort unzählig vorhandenen Programme.
Argyll bringt eigene USB-Treiber für die jeweiligen Geräte mit. Mein Spyder2 funktioniert auch nur mit den mitgelieferten Treibern, was den Nachteil hat, dass man ihn in keinem anderen Programm benutzen kann, ohne die Treiber zu wechseln. Es soll wohl aber auch wahlweise mit der libusb32 für Windows funktionieren (das stellt eine USB-Umgebung wie unter Linux her). Bei mir ging das allerdings nicht und ich musste die Argyll-Treiber benutzen.
Eine Besonderheit hat der Betrieb des Spyders noch: Argyll benötigt die Firmware des Gerätes, um zu funktionieren. Dafür legt man aber einfach seine Spyder2-CD ein und führt, während man im /bin/-Verzeichnis ist, die spyd2en.exe aus. Die erledigt den Rest automatisch.

Schritt 1: dispcal

Dieses Programm liefert die Basis für die Kalibrierung. Hier werden die Darstellung der Grautöne iteriert und eine Grundprüfung des Displays vorgenommen. Erzeugt wird eine cal-Datei. Der Zeitaufwand hängt von der gewünschten Genauigkeit ab.
Das Programm wird erst mit euch einige Schritte durchgehen, um den Monitor schonmal hardwareseitig so nah wie möglich an die Zielkalibrierung zu bringen. Es wird euch nach mehreren Einstellungen fragen. Für LCDs kann man nach dem Aufruf den Punkt 1 für den Blackpoint überspringen. Wichtig sind die Einstellungen für die Weißpunkt unter 2 und die Helligkeit unter 3.
Wenn ihr könnt, dann nutzt auch die Möglichkeiten eures Monitors aus! Umso weniger muss später softwareseitig an den Kurven herumgebogen werden! Zu beachten ist: manchmal ist das Programm dispcal etwas bugbefallen. Wenn man nämlich (jedenfalls bei mir) die Option für den Weißpunkt aufruft und damit fertig ist, so wird der Sensor anschließend nicht mehr richtig initialisiert und es wird immer nur 0 ausgelesen. Einfach das Programm neustarten und die nächste Option wählen behebt das Problem!
Ich persönlich benutze das Programm mit folgenden Parametern:

dispcal -g l -b 140 -w 0.3127,0.3290 -y l -v -q m eizo

Der Schalter -g gibt an, welche Gammakurve gewünscht ist. Hier kann man einen Zahlenwert wie etwa 2.2 angeben. Ich benutze L* (-g l), was wohl ein neuer Standard für eine Helligkeitsverteilung ist, die der der Wahrnehmung des menschlichen Auges sehr nahe kommt.
Dann folgt -b 140. Das sagt, das meine Zielhelligkeit 140cd/m² entsprechen soll. Hier wohl eine Frage des Geschmacks, wie hell man es gerne hätte.
Die nächste Angabe (-w 0.3127,0.3290) steht für den gewünschten Weißpunkt. Dies sind chromatische Koordinaten, in diesem Fall stehen sie für D65, was etwa 6504K entspricht. Wer lieber Farbtemperaturen nach Planck angibt, kann stattdessen auch -t 6500 für 6500K benutzen (oder jeder andere Wert).
Mein Spyder2 braucht dann die Angabe -y l um zu wissen, dass es sich bei dem Gerät um einen LCD-Monitor handelt. Der Switch -v steht für Verbose. Das würde ich generell empfehlen, damit man auch sieht, was das Programm gerade macht. Sonst sitzt man relativ lange vor der Kommandozeile und weiß nix über den Fortschritt.
Es folgt -q h. Das ist der Qualitätsregler, wobei l, m und h für low, medium bzw. high stehen. Damit legt man also die Genauigkeit der Grauiteration fest. Der zeitliche Aufwand unterscheidet sich stark, man kann pro Schritt von einer Verdopplung bis Verdreifachung ausgehen. Ich würde die Qualitätsstufe m empfehlen, das dauert dann so 15-20 mins. Wers schneller mag, nutzt l. Die hohe Stufe ist eigentlich wenig sinnvoll, da die zu erwartenden Genauigkeitssteigerung wohl außerhalb der Wahrnehmung liegt. Ich konnte keinen Unterschied im Ergebnis feststellen, wohl aber, das etwa eine Stunde für diesen Schritt draufging.
Danach folgt der Name für die zu erzeugende Datei, ich hab sie so genannt wie meinen Monitor. Man will ja die Übersicht behalten.

Schritt 2: targen


Dieses Programm wertet die cal-Datei aus und erstellt eine für die Kalibrierung nötige Datei im ti1-Format. Dort stehen Farbinformationen für die Flächen drin, die anschließend durch das Colorimeter ausgelesen werden sollen. Das Programm erfüllt eigentlich nur diesen Zweck, kommt aber aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten natürlich nicht um Parameter herum. Ich benutze meist folgende Einstellungen:

targen -d 3 -v -f 500 eizo

Der Switch -d 3 gibt an, dass es Flächen im RGB-Format erstellen soll. Denn theoretisch kann das Programm z.b. auch für die Kalibrierung von Druckern benutzt werden, wo CYMK gefragt ist.
Verbose wird auch wieder angeschaltet, um zu wissen, was passiert. Der Parameter -f 500 gibt an, wieviele Patches erstellt werden sollen. Je mehr Farbpatches, umso genauer wird dann das Profil. Für einen gewöhnlichen CRT oder LCD reichen hier sicher wenige hundert, meine Empfehlung liegt so zwischen 400-600. Aber damit darf natürlich experimentiert werden.
Am Ende steht der Name der zu verwendenden cal-Datei, was dann auch der ausgegebenen ti1-Datei entspricht. Das ganze dauert dann je nach Anzahl der gewünschten Farben so 2-10 Sekunden, also nicht der Rede wert.

Schritt 3: dispread

Das ist der vorletzte Schritt, der wieder etwas zeitaufwändiger ist. Dispread greift sich die cal- und ti1-Datei und fängt an, die Farbflächen auszulesen.
Der Aufruf benötigt entwas weniger Optionen und sieht bei mir so aus:

dispread -v -y l -k eizo.cal eizo

Verbose und -y l sollte klar sein. Der Parameter -k eizo.cal gibt an, welche Kalibrierungsdatei vor der Messung angewandt werden soll. Diese Angabe ist Pflicht, da sonst der nicht vorkalibrierte Monitor für die Messung benutzt wird. Das wäre pure Zeitverschwendung. Am Ende steht noch der Dateiname der eingelesenen ti1-Datei und steht gleichzeitig für die ausgegebene ti3-Datei, die die Ergebnisse enthält.
Bei mir mit dem Spyder2 dauert das Auslesen eines Farbwertes so 1-2 Sekunden. Ihr könnt euch ausmalen, wie lange der Vorgang also in Abhängigkeit zu der Anzahl der Farbpatches, die mit targen ausgesucht wurde, dauert. Eine Viertelstunde bei 500 Patches dauert es schon.

Schritt 4: profile

Eigentlich sind alle erforderlichen Schritte jetzt vollbracht. Nur: es gibt noch keine ICM/ICC-Datei. Die muss nämlich extra erzeugt werden, auch hier gibt es nämlich Unterschiede.

profile -v -A "Eizo" -M "S2431W" -D "20080313" -C "Steffen" -qh -a l eizo

So wie oben sieht es bei mir aus. In der Reihenfolge wie oben steht dort: Verbose an, Hersteller "Eizo", Modell "S2431W", Datum "20080313" und Copyright "Steffen". Hier könnt ihr eintragen, was für euch sinnig scheint. Auf das eigentliche Profil hat es keine Auswirkung. Anders ist es mit den nächsten Beiden. Das q sollt euch bekannt vorkommen, auch hier steht es wieder für Quality. Die Auswahlmöglichkeiten sind die selben, bis auf die Tatsache, dass u für "Ultra" hinzugekommen ist. Der Author des Programms empfiehlt diese Einstellung aber nicht.
High ist hier eigentlich ganz okay, auch Medium sollte gute Ergebnisse liefern.
Dahinter steht -a l für die Angabe der Profilart. Hier hat man für PC-Monitore im Wesentlichen zwei Möglichkeiten. Das l steht hier für CLUT und ist die genauere Variante. Sonst kann man noch s für die etwas ungenauere Variante einer Matrix benutzen. Betrachtet man das Ergebnis für beide Möglichkeiten, so fällt einem vielleicht am meisten die unterschiedliche Dateigröße auf. Ein Matrix-Profil fasst bei mir so 4KB, ein LUT-Profil kann schonmal 500KB verschlingen. Die Unterschiede in der Darstellung sind für mich nicht erkenntbar, schaut man sich hingegen die möglichen Farbwerte im Vergleich zu sRGB an, so unterscheiden sich die Ergebnisse schon.



Man sieht schön, dass das rechte Profil genauere Kurven hat und auch einen etwas weiteren Farbraum erasst. Ich sehe also keinen Grund, nicht ein CLUT-Profil zu erstellen.

Damit ist jetzt aber der Arbeitsakt vollzogen und ein ICM/ICC-Profil erstellt. Und es wird euch qualitativ sicher zufriedenstellen. Bei mir waren die Ergebnisse jedenfalls besser, als ich es mit basICColor oder Colorvision hinbekommen habe.
Wie läd man nun das Profil auf die Grafikkarte? Auch hierfür liefert das Paket eine Antwort. Das Tool dispwin erledigt dies. Im einfachsten Fall schreibt man einfach dispwin profilname.icm in die Kommandozeile und das Profil ist geladen. Man muss es aber trotzdem unter den Eigenschaften der Anzeige selber als Farbprofil für den Monitor hinzufügen, dies geschieht nicht automatisch.
Mit dispwin -c läd man dann übrigens wieder eine linease Kurve auf die Karte und bekommt somit den unkalibrierten Zustand zu Gesicht.
Wahlweise kann man aber natürlich auch so eine Software wie xcalib benutzen (auch kostenlos), auch wenn es hierfür eigentlich keinen Grund gibt.

Randbemerkungen

Jedes dieser Tools bietet eine Fülle von Optionen. Wenn man man wissen will, was sonst noch alles geht, einfach toolname -? in die Konsole eingeben.
Ein Tipp von mir noch: fügt die Tools eurer Umgebungsvariable %path% hinzu, damit ihr nicht immer in den Programmordner navigieren müsst. Ich habe mir einen eigenen Ordner für die Profile erstellt, damit das ganze übersichtlicher bleibt. Die Dateien werden nämlich immer in dem Pfad erzeugt, in der auch gerade die Commandline ist. Generell ist das Tool natürlich auch für mehrere Monitore geeignet. Die meisten Tools, für die das relevant ist, lassen sich mit dem Parameter -d # auf einen Monitor festlegen, wobei die Raute hier für die Displaynummer steht.
__________________
ArgyllCMS - Open Source Color Management System
eViLsTieFel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2008, 22:53   #2
nubi
Benutzer
 
Registriert seit: 07.09.2006
Beiträge: 2.076
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

Die Anleitung ist tatsachlich "Gold wert", verliert das Argyll-CMS doch so seinen Schrecken. Es ist tatsaechlich gar nicht so schlimm . Und offenkundig steckt eine Menge Arbeit und Fachkenntnis drin. Mehr als die "uneitlen" und auf den ersten Blick unuebersichtlich wirkenden Webseiten erahnen lassen...

Bin gerade dabei, mich damit bekannt zu machen. Mit Erfolgen und auch offenen Fragen. Jedoch kann ich schon feststellen, dass man hiermit die Moeglichkeiten erhaelt, die sonst allenfalls die "grossen" Softwareausfuehrungen bieten.

ciao
nubi
nubi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2008, 21:48   #3
xvlun
Benutzer
 
Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 245
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

Ich versuche mich derzeit auch an der Kalibration meines L220x mit Argyll und habe da ein paar Fragen: Die bedienung ist ja ziemlich simpel aber ich frage mich zunächst einmal auf welche Werte man überhaupt kalibrieren sollte:

Farbtemperatur 5000, 5800 oder 6500K?
Gamma 1,8, 2,2, 2,4 oder L*-Kurve?

Außerdem sehe ich das richtig dass man am Monitor (wie gesagt billig Lenovo) die Farbtemperatur nur für den Schwarz- oder Weisspunkt einstellt? ich nehme an der Weisspunkt ist in dem Fall präziser zu messen und auch wichtiger?

Und dispread ist am Ende nur da um das schon mit dispcal erstellte Profil schließlich zu überprüfen? Oder findet da noch eine Verbesserung statt? Wie unterscheidet man ein gutes von einem schlechten Profil?

Gibt es außerdem (unter Linux) ein Programm um den erzielten Farbraum mit Adobe oder sRGB zu vergleichen?

Geändert von xvlun (08.12.2008 um 21:54 Uhr)
xvlun ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2008, 02:42   #4
Silencex
Benutzer
 
Registriert seit: 02.09.2006
Ort: Sandhausen
Beiträge: 177
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

Nein, dispread ist sogar der eigentlich Kalibrierungsschritt, wenn ich das hier richtig interpretiert habe.

Ich habe jetzt 3 Monitore via Spyder 2 Express kalibriert. Bei allen habe ich Target 50% Level und Target Near Black auf unter 1% error (DeltaE) gebracht und dann die Kalibrierung durchgeführt. Der Schwarzpunkt hatte überall ein DeltaE von ca. 12. Das war nicht anders machbar. Die Monitore stimmen überein.

Grade habe ich meinen Laptop versucht zu kalibrieren. Dort lagen die Deltas etwas höher:
Target 50% Level: -1,6
Target Near Black: 5,6
Target Black: 17,86

Nach der Kalibrierung (mit 600 Patches) zeigt der Monitor flächen, die auf den anderen dunkelgrau sind in einem recht klaren braun an. Wie kann das sein? dispcal hat mir nirgends gemeldet, dass die Ziele nicht erreicht wurden wegen zu hohem DeltaE (ausser Schwarzpunkt, aber das hatte ich bei den anderen auch).

Und da stellt sich jetzt generell die Frage: wie überprüfe ich ob meine Kalibrierung funktionier hat und nicht evtl. sogar etwas verschlimmbessert hat?

Ja und dann -noch- eine Frage Wenn ich die icc Datei via xcalib (oder dispwin) lade, dann verändert ich ja die komplette X-Anzeige. Muss ich die Datei dann noch in Gimp laden? Warum? Ignoriert Gimp die vom Xserver gesetzten Werte und braucht daher selbst die Monitordefinition?

Auch wenn das Thema schon alt ist (sind ja mittlerweile bei Version 1.0.3), vielleicht liest der Autor ja noch mit? :-)

Beste Grüße,
SilenceX
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Ich wünsche mir eine Festbrennweitenwechselautomatik!
Von 24 auf 300 in 0,9 Sekunden (inclusive Auspacken).
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Alt 15.01.2009, 01:58   #5
Thorsten J
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Beiträge: 1.052
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

Ich bin dabei es zu probieren und bin am verzweifeln. Mag sein, dass das Programm echt gut ist, aber die Bedienung ist meiner Meinung nach zu kompliziert zu bedienen.

Zu erst habe ich vergeblich die Setupdatei gesucht. Irgendwann habe ich in der Dokumentation gelesen, das man den Treiber manuell installieren muss. Alles unter einer gewohnten grafischen Oberfläche verpackt mit einer Schritt-Führ-Schritt Anleitung könnte aus Argyll ein Massentaugliche Produkt machen. Ich hab keine Lust mich ewig durch lange Anleitungen durch zu kämpfen, bis man irgendwann zu einem Ergebnis kommt. Software stets sollte selbsterklärend sein.
Thorsten J ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 19:02   #6
eViLsTieFel
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Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

ArgyllCMS in der aktuellen Version für jedermann und ohne Angst vor den Kommandozeilentools haben zu müssen bietet neuerdings übrigens dispcalGUI, ein grafisches Frontend für die Kalibrier- und Profilierumgebung, die ArgyllCMS liefert. Meine Anleitung ist auf die aktuelle Version leider nicht mehr 1:1 übertragbar, da einige Tools einen anderen Namen bekommen haben. So ist das allerdings ziemlich egal .

Wer also immer schonmal etwas neues probieren wollte, nur zu.
__________________
ArgyllCMS - Open Source Color Management System
eViLsTieFel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2009, 10:57   #7
Thorsten J
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Beiträge: 1.052
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

Ich habe es hin bekommen, wenn auch nach einigem Kampf. Ich muss sagen, dass ich mit dem Argyllprofil zufriedener bin, als mit dem von der Spyder-software erstelltem Profil. Ich habe meine TFT auf 140cd, Gamma 2,2, 6500k kalibriert.

Beim Spyder Profil hatte ich ein stärkeres Banding bei Farbverläufen. Bei dem Argilprofil ist es wesentlich schwächer.
Thorsten J ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2009, 11:20   #8
dino
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Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

da ich mein neues System noch nicht besitze und deshalb nicht testen kann: läuft die Software problemlos auch auf 64bit-Systemen wie bspw. Vista 64 oder Server 2008 64?

Ansonsten im Voraus schon mal ein herzliches Dankeschön für den Tipp.

/ok gem. Liste ist der spyder 3 noch nicht unterstützt. Ergo erübrigt sich die Frage.

Geändert von dino (02.02.2009 um 11:26 Uhr)
dino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2009, 19:42   #9
beiti
Benutzer
 
Registriert seit: 20.07.2005
Beiträge: 17.298
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

Ich habe jetzt auch mal den Versuch gewagt.

Mal ehrlich: Trotz grafischem Frontend ist ArgyllMMS immer noch nichts für Computer-Unkundige. Vor allem die Installation von eigentlichem Programm, grafischer Benutzeroberfläche und Spyder-Treiber ist noch stark verbesserungsfähig.

Ist alles installiert und funktionsbereit ist die Anwendung, entsprechende Anleitung vorausgesetzt, gut zu bedienen.

In meinem Fall (ColorPlus, Spyder-2-Hardware) habe ich zwei Versuche gemacht, einmal mit Matrix-Profil und dann mit LUT-Profil. Beide liegen relativ nah beisammen und sind auch dem Profil, das mit der ColorPlus-Software erstellt wurde, sehr ähnlich. Sicherlich ist das LUT-Profil noch etwas exakter, aber die Messung dauert erheblich länger - und ehrlich gesagt bezweifle ich den Praxis-Mehrnutzen.
Wie genau die Messung an der Wahrheit liegt, bleibt sowieso Sache der Hardware. Die Software kann ja nur die Werte verarbeiten, die das Colorimeter liefert.

Mein Fazit: Wenn die Installation automatisiert und die grafische Benutzeroberfläche noch weiter verbessert wird (so dass man auch die Statusmeldungen nicht mehr aus dem komischen DOS-Fenster bekommt), kann man ArgyllCMS als alternative Kalibrierungssoftware durchaus empfehlen.
Im jetzigen Zustand hat sie immer noch etwas Freak-Charakter. Wer schon eine Kalibrierungslösung der gehobenen Sorte (d. h. mindestens Spyder 3 Pro) besitzt, wird sich den Umgang mit ArgyllCMS kaum antun. Empfehlen würde ich es für zwei Zielgruppen: Für Besitzer einfacher Kalibrierungslösungen (ColorPlus, Spyder2Express) ist die Software eine interessante Alternative, weil man im Gegensatz zur Originalsoftware viel mehr Einstellungen selber machen kann und auch die hardwaremäßige Voreinstellung des Monitors unterstützt wird. Ebenfalls geeignet ist es für Leute, die sich ein Colorimeter "nur mal ausleihen" wollen (was bisher wegen der Software-Lizenzen rechtlich problematisch war).
beiti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2009, 19:52   #10
wnick
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Ort: Kiel
Beiträge: 271
Standard AW: ArgyllCMS - die OpenSource-Kalibriersoftware!

es ist mit argyll sogar möglich, seinen Drucker zu kalibrieren unter Zuhilfenahme eines Flachbrettscanners oder Spektrofotometers - wichtige Voraussetzungen für die Benutzung dieses Programmpaketes sind Computer- (Konsole) und englische Sprachkenntnisse.
__________________
Gruß
Wolfgang

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