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Alt 27.10.2019, 09:08   #11
tuete
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Registriert seit: 21.03.2009
Beiträge: 3
Standard AW: Kaufempfehlung: Upgrade von E-M1 auf E-M1X für Wildlife und Natur?

Die Erfahrungen insbes. hinsichtlich der Treffsicherheit des AF (und da insbes. im C-AF) mit der 1x und dem 300 f2.8 würden mich auch sehr interessieren. Also gern berichten .Ich bin mit der M1.2 und dem 300 f4 immer wieder am Limit...(und freue mich gleichzeitig über die Mobilität, die mir eine unheimliche Flexibilität bei der Bildgestaltung bietet).
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Alt 27.10.2019, 10:54   #12
JaPe
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Registriert seit: 23.12.2010
Ort: Lümborg
Beiträge: 482
Standard AW: Kaufempfehlung: Upgrade von E-M1 auf E-M1X für Wildlife und Natur?

Cool, herzlichen Dank für Euer Interesse!

Ich habe nun ganz allererste(!) "Tests" gemacht - hatte noch nicht die Zeit, das Ganze unter Realbedingungen zu versuchen. Ich werde Euch aber gerne weiterhin an meinen Erfahrungen und Einschätzungen teilhaben lassen.
Die ersten Eindrücke vom Balkon will ich euch trotzdem schon einmal mitteilen. Besonders drei Dinge im Vergleich zu meiner E-M1(i) fallen mir bereits heute schon deutlich auf:

1) Haptik, Größe und Bedienbarkeit der X sind (für mich) unglaublich gut.
1a) Ich habe selbst bei kritischen Verschlusszeiten beim Oly 300 2.8 (also alles zwischen 1/100 und 1/500) keine Probleme mit Shuttershock wenn ich den mechanischen Verschluss nutze. Bei der E-M1(i) konnte ich im Prinzip nur den elektronischen Verschluss (also meisten "H geräuschlos") nutzen.
Das ist für mich die größte Überraschung. Ich vermute, dass das auch mit der Eigenmasse der Kamera zusammenhängt, daher füge ich das als Unterpunkt hier mit zu.

2) Der Autofokus ist gefühlt um Welten besser. Das 12-40 f/2.8 Pro trifft immer und ist sowieso Blitzschnell, da bemerke ich keinen Unterschied. Aber beim 300 f/2.8 ist der Unterschied immens. Ich konnte beim AF-C bisher noch gar kein Pumpen provozieren. Die Treffsicherheit und auch die Geschwindigkeit des Fokussiervorgangs haben zugenommen.
Das ist (leider) immer noch kein Vergleich zum Oly 300 f/4, dass ich vorher benutzt habe - aber mittlerweile auf wirklich gutem Niveau.
Selbst eine Meise umgeben und teilweise verdeckt von Ästen ist überhaupt kein Problem mehr. So ein Motiv konnte ich mit der E-M1(i) nur manuell fokussieren.

Das Umstellen der AF-Punkte ist bei der X genial gelöst. Dass ich die Größe und Gruppierung der Punkte mit dem Drehrad durchgehen kann ist richtig, richtig gut. Der Joystick ist ebenfalls eine deutliche Verbesserung. Und auch, dass die Fokuspunkte jetzt alle Phase-Contrast sind und man nun den ganzen Sensor als fokusfähigen Bereich hat ist toll.

3) Der Stabi hat gegenüber der E-M1(i) deutlich zugelegt. mit dem 300 f/2.8 kann ich nun auch 1/100 ohne Probleme aus der Hand halten.
Mit der E-M1(i) war bei ca 1/250 bei mir Schluss. Und das war nur nach nem guten Frühstück reproduzierbar.

(Ja, mit dem 300 f/4 ging das auch bis zu 1/15, aber z.B 1/125 ist für mich deutlich relevanter und ich freue mich, dass das nun Freihand mit dem 2.8er klappt.)

Weitere Gedanken folgen, sobald ich auf der ersten richtigen Tour war.

Best,
Jan

EDIT: Angehängt jetzt noch zwei Bilder, die diese Meise-Zweige-Situation einmal bildhaft machen. Überhaupt kein Kunst-Anspruch. Einfach nur ein Freihand-Schnappschuss in Nachbars Garten vom Balkon schräg nach unten. Ging wirklich nur um einen ersten Eindruck des AF. nur ganz quick'n'dirty verkleinert und ein ca. 1:1-Crop.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg E-M1X1_19.JPG (658,2 KB, 99x aufgerufen)
Dateityp: jpg E-M1X1_19-2.JPG (727,6 KB, 138x aufgerufen)

Geändert von JaPe (27.10.2019 um 11:09 Uhr)
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Alt 27.10.2019, 11:34   #13
Chris-W201-Fan
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Registriert seit: 24.10.2019
Beiträge: 274
Daumen hoch AW: Kaufempfehlung: Upgrade von E-M1 auf E-M1X für Wildlife und Natur?

Hallo JaPe,

erst mal viel Dank für diese Rückmeldung, die ich auch gern mal aufsauge, denn die M1X mag aktuell preislich für mich total uninteressant sein, da ich die M1 I erst seit ein paar Wochen besitze (ja, ich bin so ein gebrauchtschapp-Jäger), aber es zeigt mir, wo ich in ein paar Jahren mal gucken darf.

Außerdem hast du mich auf eine Idee gebracht, die ich vorher mit meinem 70-300 F4.0-5.6 (FT) nicht probiert hatte. Die Verwendung des el. Verschl. bringt tatsächlich etwas in bezug auf die Schärfe bei Verschlusszeiten um die 1/100 und länger

In diesem Sinne, klasse Nutzung des "Systems" Forum in seiner eigentlichen und besten Weise, dem Austausch von Erfahrung und Wissen
Chris-W201-Fan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2019, 12:28   #14
alouette_
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Registriert seit: 21.05.2005
Beiträge: 2.952
Standard AW: Kaufempfehlung: Upgrade von E-M1 auf E-M1X für Wildlife und Natur?

Zitat:
Zitat von JaPe Beitrag anzeigen
...
1a) Ich habe selbst bei kritischen Verschlusszeiten beim Oly 300 2.8 (also alles zwischen 1/100 und 1/500) keine Probleme mit Shuttershock wenn ich den mechanischen Verschluss nutze. Bei der E-M1(i) konnte ich im Prinzip nur den elektronischen Verschluss (also meisten "H geräuschlos") nutzen.
Das ist für mich die größte Überraschung. Ich vermute, dass das auch mit der Eigenmasse der Kamera zusammenhängt, daher füge ich das als Unterpunkt hier mit zu.

2) Der Autofokus ist gefühlt um Welten besser. Das 12-40 f/2.8 Pro trifft immer und ist sowieso Blitzschnell, da bemerke ich keinen Unterschied. Aber beim 300 f/2.8 ist der Unterschied immens. Ich konnte beim AF-C bisher noch gar kein Pumpen provozieren. Die Treffsicherheit und auch die Geschwindigkeit des Fokussiervorgangs haben zugenommen.
Das ist (leider) immer noch kein Vergleich zum Oly 300 f/4, dass ich vorher benutzt habe - aber mittlerweile auf wirklich gutem Niveau.
Selbst eine Meise umgeben und teilweise verdeckt von Ästen ist überhaupt kein Problem mehr. So ein Motiv konnte ich mit der E-M1(i) nur manuell fokussieren.

...

3) Der Stabi hat gegenüber der E-M1(i) deutlich zugelegt. mit dem 300 f/2.8 kann ich nun auch 1/100 ohne Probleme aus der Hand halten.
Mit der E-M1(i) war bei ca 1/250 bei mir Schluss. Und das war nur nach nem guten Frühstück reproduzierbar.

....
Danke für den Bericht. Die E-M1X wäre auch auf meiner Wunschliste, und entspricht eigentlich dem, was ich seit dem Einstieg ins FT-System im April 2004 gewartet habe. Aber bei dem derzeitigen Preis in der Schweiz und dem Vorhandensein der E-M1.2 kan ich den Kauf als Hobbyfotograf nicht rechtfertigen.

Ein Teil Deiner Erfahrungen kann ich nicht ganz nachvollziehen bzw. haben mein Interesse geweckt:

zu 1) Shuttershock sollte bei der E-M1 (alt) zumindest mit den Einstellungen "vorgespannter Verschluss" sowie Antischock Einstellung 0 Sekunden (Diamantsymbol) nicht auftreten. Es gibt hier ein Forent, der eine tolle Arbeit über das Phänomen geschrieben hat.

2) Ich würde meinen, der AF-Antrieb per se (d.h. der Motor) kann nicht schneller drehen, als bisher. Die Spannung der Akkus der E-M1X und E-M1.2 ist mit 7.4V sogar 0.2V niedriger, als der Akku der E-M1 (7.6V). Die Akkuspannung der FT-Gehäuse betrug 7.2V.

Interessant finde ich Deine Aussage zum Pumpverhalten des ZD 300/2.8. Ich konnte bei der E-M1 bei Gegenlicht zur blauen Stunden früh morgens auf Wildlife wesentlich weniger Pumpen provozieren, als bei der E-M1 Mark II und das sogar bei S-AF. Nähme mich Wunder, was da bei der E-M1X sich verbessert hat. Ich muss zugeben, dass ich mit FW 3.0/3.1 die E-M1 Mark II noch nicht auf dieses Verhalten getestet habe, mache mir aber keine all zu grosse Hoffnungen. Der C-AF ist in der Praxis mit den E-M1 Mark II und dem 300/2.8 nur sehr beschränkt verwendbar (mit der E-M1 erst recht).

Was der kleine Fokuspunkt der E-M1X bei Gegenlicht angeht, habe ich von einem anderen Wildlife Fotografen (Lauri Mantere) auch schon gelesen, dass die E-M1 Mark II mit der FW 3.1 besser funktionieren soll, als mit der E-M1X.

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3) was den Stabi angeht, bin ich mit der E-M1 wie E-M1 Mark II gleichermassen zwiegespalten. Der Unterschied zwischen 300/2.8 und 300/4 ist immens. Wie du selber bereits weist, geht mit dem 300/4 Dank Sync IS sogar noch 1/15 frei von der Hand. Beim 300/2.8 sind die Resultate bei der E-M1 und E-M1 Mark II sehr ähnlich wie du schreibst. Problematisch wird es in Verbindung mit dem EC-14. In Verbindung mit dem EC-20 ist eine Stabilisierung kaum mehr möglich. Auch hier nähme mich Wunder, ob der IS der E-M1X das wirklich so viel besser kann.
__________________
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich leider kein fotografisches Talent mit auf den Weg bekommen habe . Meine Stärke liegt eher darin, dass ich trotz dauernder Misserfolge noch nicht aufgegeben habe .

Geändert von alouette_ (27.10.2019 um 12:31 Uhr)
alouette_ ist gerade online   Mit Zitat antworten
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Alt 27.10.2019, 13:21   #15
JaPe
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Threadstarter
 
Registriert seit: 23.12.2010
Ort: Lümborg
Beiträge: 482
Daumen hoch AW: Kaufempfehlung: Upgrade von E-M1 auf E-M1X für Wildlife und Natur?

Moin,

danke für Eure Beiträge. Cool Chris-W201-Fan: freut mich, wenn Du etwas mitnehmen kannst!

Zu den Punkten von Alouette_

Mir fehlt die Erfahrung, zu Deinen Punkten etwas "wissenschaftliches" Beizutragen. Stand heute kann ich nur sagen, wie sich das anfühlt.

1) Bei der alten E-M1(i) hatte ich auch bei der Einstellung Antishock (0 Sek.) reproduzierbar schlechtere Ergebnisse als mit elektr. Verschluss. Kann durchaus sein, dass sich das mit vorgespannten Verschluss ändert. Die Arbeit des Mitforenten habe ich nie gelesen. Mir fällt nur auf, dass ich mit der X "ganz normal", also mit mechanischem Verschluss und ohne die Gefahr von Rolling Shutter Effekten fotografieren kann und das freut mich sehr.

2) Ich kann nicht beurteilen, ob sich der Motor schneller dreht, bin aber mit der Vermutung ganz bei Dir, dass er es nicht tut.

Der Fokus sitzt aber deutlich schneller. Wo ich bei der alten 1er oft "Mikropumpen" um die letzten Millimeter hatte, flutscht der Fokus jetzt direkt an die richtige Stelle. Also im Prinzip genau das, was ein guter Phasen-AF machen soll. Die Wahrnehmung ist also bei mir "Fokus ist schneller". Und zwar sowohl im AF-S, als auch im AF-C. Tracking (und die Auto/Zug/Flugzeug-Dinge) konnte ich noch nicht ausprobieren.

3) Den Unterschied zwischen E-M1(i) und E-M1(ii) kenne ich nicht. Eben nur den zwischen 300 f/4 (auch mit MC-14) und dem 300 f/2.8 (allerdings ohne Konverter). Und nun kenne ich seit zwei Tagen auch den Unterschied zwischen E-M1(i) und E-M1X - allerdings ausschließlich mit dem FT 300 f/2.8. Und HIER gibt es einen deutlichen Unterschied in der Leistung des Stabis. Oder zumindest vermute ich das.
Es kann auch daran liegen, dass die E-M1X mit größerer Masse einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, dass ich das Objektiv ruhiger halte. Woran es auch liegt: der Effekt ist deutlich. Ob das mit der E-M1(ii) vergleichbar ist, kann ich leider nicht sagen.

Die Bilder und Erfahrungen von Lauri habe ich gerade das erste Mal wahrgenommen. Da fehlt mir leider die Erfahrung, dazu etwas zu sagen.
Er schreibt ja, dass das nach dem FW-Update auf die 3er-Version besser war. Das lässt doch vermuten, dass Oly die AF-Leistung der X auch noch verbessern kann. Mal schauen.

Ich freue mich auf jeden Fall, das auf den ersten Streifzügen auszuprobieren und hinterher hier zu posten

Geändert von JaPe (27.10.2019 um 13:27 Uhr)
JaPe ist offline   Mit Zitat antworten
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