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Alt 29.12.2016, 13:48   #1
Kwesi
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Standard Paul Nicklen - 'Polar Obsession'

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Paul Nicklen ist zweifelsohne einer der besten Wildlifefotografen unserer Zeit. Einem weiteren Publikum wurde er 2009 aufgrund einer kuriosen Begegnung in der Antarktis mit einem weiblichen Seeleoparden bekannt, die über Tage mit wachsendem Frust versuchte, ihn erst mit lebendigen, dann mit toten Pinguinen zu füttern

Letztes Jahr lag dann Nicklens Bildband Polar Obsession unter dem Weihnachtsbaum, zu dem ich gestern eine ausführlichere englische Rezension auf meinen Blog gestellt habe (siehe Signatur) - hier gibt's jetzt eine verkürzte deutsche Version. Bilder vom Buch findet man im Blogbeitrag.

Polar Obsession, veröffentlicht 2009, ist ein umfassender Bildband von 240 Seiten und enthält 150 Bilder, alle in Farbe. Das Buch beginnt mit einer Einleitung von mehreren Seiten, in der Nicklen die Entwicklung seiner tiefen Verbundenheit zu den Polarregionen darstellt, von seiner beneidenswerten Kindheit in einer kleinen Inuitsiedlung im Norden Kanadas voller Ausflüge in Blizzards und Schneemobiltrips, über das Studium der Meeresbiologie in Vancouver bis hin zur Erkenntnis, dass die Fotografie seine eigentliche Leidenschaft ist, und erste erfolglose Versuche in National Geographic veröffentlicht zu werden. Dabei wird ersichtlich, dass Nicklen nicht nur ein begnadeter Fotograf ist, sondern auch fürs Schreiben ein Händchen hat:

Zitat:
“Whenever the barometer fell sharply, indicating a major storm, my body buzzed with anticipation of the intense snows. Storms always seemed dramatic, a bit scary, and – most of all – beautiful. Even at a young age I reveled in the approach of severe weather, fascinated with the ever-changing light and conditions. When a blizzard hit, I put on my warmest clothing and went into the hills near our house, where I lay in a snowbank and let the strong winds blow the drifting snow over me.”

[...]

After years of getting around on foot, I was given some serious mobility when my father bought Aaron and me our own snowmobile. I was ten years old and had overcome my fear of Qalupalik. […] When I was cold or hungry after being outside for too long, I did what any Inuit boy was taught to do. I entered into any home I chose (knocking was considered disrespectful in our community; everyone shared unconditionally), sat down on the floor next to a seal or caribou carcass, ate my fill of raw meat, and then headed back into the elements."
Weiter geht es mit dem Hauptteil des Buches, der in zwei Teile unterteilt ist - 'Arctic' und 'Antarctic'. Beide enthalten mehrere Kapitel, die sich jeweils auf ein Gebiet und eine, oder einige wenige, Tierarten konzentrieren. So findet man im Kapitel über Svalbard hauptsächlich Bilder von Eisbären, während das Kapitel über Südgeorgien von Seeelefanten und Pinguinen bevölkert wird. Natürlich wird auch der berühmten Begebenheit mit dem Seeleoparden ein eigener Abschnitt gewidmet. Jedes Kapitel beginnt dabei mit einer Einleitung von mehreren Seiten, die Tierart und Lebensraum vorstellt und beschreibt, wie Nicklen die jeweilige 'Story' abgearbeitet hat, inklusive erheiternder und spannender Anekdoten.

Das Ende des Buches hält dann noch ein ausführliches Interview mit dem Autor bereit, und eine Liste seiner Ausrüstung, deren Fokus allerdings mehr auf denjenigen Dingen liegt, die ihm das Überleben in seiner lebensfeindlichen Umgebung ermöglichen, als auf Kameras und Objektiven.

Die Qualität der Bilder im Buch ist durch die Bank hervorragend, wie man es von einem National Geographic Fotografen erwartet. Besonders begeistert haben mich die Kapitel über Svalbard (Eisbären) und Seeleoparden, die Bilder sind einfach der Wahnsinn. Die Qualität des Druckes und generelle Verarbeitung ist sehr gut.

Insgesamt also ein hervorragender Bildband, der eine gute Balance zwischen den exzellenten Bildern und unterhaltsamen Texten findet, und zu dem mir ganz ehrlich kein einziger Kritikpunkt einfällt. Bis vlt. auf den ursprünglich etwas hohen Preis, aber der darf hier ja nicht zur Dikussion stehen
__________________
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"A true photograph need not be explained, nor can it be contained in words." - Ansel Adams
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