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Alt 28.02.2019, 18:44   #21
Stuessi
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Beiträge: 1.227
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Leider erfordert vernünftiges Digitalisieren durch Abfotografieren von 6x6 Vorlagen immer Stitchen. Das zeigt diese Überschlagsrechnung:

In "analoger Zeit" ging man von 1/30 mm Zerstreuungskreis aus,
==> Auflösung: 33 Linienpaare/mm
==> theoretisch mind. 66 Pixel /mm auf dem Sensor, praktisch 100 ... 130 Pixel/mm
==> auf 6 cm theoretisch 4000 Pixel, praktisch 6000 ... 8000 Pixel

Zwei Bilder, mit einer A7 RII (7952x5304 Pixel) mit Makroobjektiv, ergeben zusammengefügt eine gute Digitalisierung einer solchen "normalen" 6x6 Vorlage.

Bei (zufällig) genauer Fokussierung möchte man mehr aus dem Bild herausholen.
Eventuell gelingt sogar einmal eine "perfekte" Aufnahme mit dem ADOX CMS-20 Film:
100 Lp/mm bedeutet Faktor drei in Breite und Höhe, Faktor 9 in der Gesamt-Pixelzahl!

Geändert von Stuessi (28.02.2019 um 20:36 Uhr)
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Alt 28.02.2019, 22:37   #22
donesteban
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Beiträge: 11.799
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Mit 100 bis 150 MP dürfte das aber erreicht sein

Zudem brauchen grade digitale MF mit RAW und einem guten Objektiv oft nur 110 bis 120 Pixelreihen um 100 Linien sauber zu trennen, such bei wenig Kontrast. Die höheren Zahlen sind nur nötig, damit jedes Detail auch farblich perfekt ist Stichwort Bayer Matrix. Bei einem Landschaftsbild ist es aber egal, ob ein individuelles Pixel im Laub des Baumes grün UDT, oder wegen der Interpolation doch braun raus kommt, solange der ganze Baum als gesamtes grpnbust im Laub

Ich gehe von 40 bis 50 Linien paaren aus, die niedrig empfindliche Filme wie der Velvia bei MTF 50 machen. Aber auch nur von 90 bis 110 Pixekreihen an der DSLR, um die Struktur dieser Linien zu erfassen, wobei Farbfehler im Kleinen Detail dann erlaubt sind, vwie auch kleine Struktur Fehler wie Moiré, zB kleine lokale Labyrinth Muster, wo eigentlich nur Linien waren

6*6 ist eigentlich 56x56mm bzw 2.2 Zoll hoch. Bei 110 Linien pro mm reichen dann gut 6000 pixelreihen Bildhöhe, bzw bei 4:3 Seitenverhältnis etwas mehr als 6000x8000 pixel. 50 bis 60 MP eben
__________________
Meine Bilder dürfen im DSLR Forum bearbeitet wieder eingestellt werden, sofern mit erwähnt wird, dass es sich um eine Bearbeitung eines Dritten handelt.
donesteban ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2019, 08:47   #23
Hanoi
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Registriert seit: 22.09.2006
Ort: Oberbayern
Beiträge: 128
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Mein Epson Scanner erzeugt Dateien vom 6x6 Material im Bereich mehrerer 100MB, erreicht dabei eine ungefähre Auflösung von 1800 dpi, je nach Lesart der Tests. Dauert mit HW Kratzerentfernung so um die 15 Minuten pro Aufnahme.
Scannen mit niedrigerer Auflösung als der Maximal-Auflösung führt zu kleineren Dateien, aber leider auch zu noch weniger Auflösung.

Ein perfekt fokussiertes Bild mit Nikon D750 und Makroobjektiv ohne Stitchen erzeugt gerade mal so um die 40MB RAW Files bei bereits deutlich besserer Auflösung und Dichte.

Was ich mir vorstellen aus: 2 Bilder aufnehmen und Stitchen, wenn ich die Kamera optimal verschieben kann, oder 1 Bild mit 45MP Sensor. Dann wäre es mir glaube ich gut genug.
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Alt 01.03.2019, 13:14   #24
Stuessi
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Registriert seit: 14.05.2005
Beiträge: 1.227
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Zitat:
Zitat von donesteban Beitrag anzeigen
...Ich gehe von 40 bis 50 Linien paaren aus, die niedrig empfindliche Filme wie der Velvia bei MTF 50 machen. Aber auch nur von 90 bis 110 Pixekreihen an der DSLR, um die Struktur dieser Linien zu erfassen, wobei Farbfehler im Kleinen Detail dann erlaubt sind, vwie auch kleine Struktur Fehler wie Moiré, zB kleine lokale Labyrinth Muster, wo eigentlich nur Linien waren...
Hier sehe ich eine Inkonsequenz:

40 .. 50 Lp/mm bei MTF 50
90 .. 110 L/mm bei etwa MTF 10

Ich schlage eine um den Faktor 1,5 stärkere optische Vergrößerung vor, was natürlich mehr Teilbilder erfordert.
Anschließend kann man dann um den Faktor 1,5 wieder verkleinern und damit viele oben beschriebenen kleinen Fehler wieder eliminieren.
Dann sind die 40 .. 50 Lp/mm auch besser erfasst.

edit:

Sogar ein 184 MPixel-Bild dieses 6x6 Ilford FP4 Negativs konnte ich noch verbessern durch Verkleinern eines GPixel-Bildes.

1. Übersicht
2. Ausschnitt links oben vom großen Siemensstern, 184 MPixel, 15 Einzelbilder
3. der Ausschnitt wurde mit ABM 6:1 fotografiert und dann verkleinert
Angehängte Grafiken
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Dateityp: jpg Pix-184M-A7-15Bilder-184MP-ABM24_36-a1.jpg (422,0 KB, 15x aufgerufen)
Dateityp: jpg Pix-4G-DSC00225 Panorama-z1-21%.jpg (484,3 KB, 14x aufgerufen)

Geändert von Stuessi (04.03.2019 um 11:04 Uhr)
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Alt 04.03.2019, 11:03   #25
Stuessi
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Registriert seit: 14.05.2005
Beiträge: 1.227
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Hallo,

dies ist meine Zusammenfassung:

Für "durchschnittliche" 6x6 Bilder reicht das Abfotografieren mit z.B. einer 24 MPixel Kamera A7, eine A7RII wäre aber besser. Bei etwas höheren Anforderungen muss man 2 Bilder zusammenfügen. Nur in wenigen Fällen wird man eine Kombination von z.B. 15 Bildern oder mehr benötigen.

Der apparative Aufwand in den ersten beiden Fällen hält sich in Grenzen (Abb.2). Ich beleuchte die Negative oder Dias von unten mit einem Ringblitz durch eine Öffnung im Boden des Leuchtkastens. Ein festgeklebtes Lineal reicht zum passgenauen Verschieben der Filmbühne oder des Dias.
Wesentlich ist die genaue Ausrichtung der Kamera, Dazu legt man einen Spiegel auf das Dia, stellt auf das Spiegelbild des Objektivs scharf und verstellt Leuchtkasten oder Kamera, bis das Spiegelbild mittig ist.
Natürlich muss das Objektiv in den entsprechenden Maßstäben sehr gut abbilden. Ich nehme dazu Sigma Makroobjektive, die auf Blendenzahl 5,6 .. 8 abgeblendet werden.

Der Aufbau für mehrzeilige Bilder ist komplizierter (Abb. 3-5) Zwischen der A7 und der Linhof Color 4x5 befindet sich ein Adapter (Bild 4), mit dem die A7 um +/- 25mm seitlich verschoben werden kann. So kann das komplette 6x6 Bild mit dem Sensor bis zum ABM 1,5:1 abgetastet werden. Normale Objektive können nicht mehr eingesetzt werden. Ich verwende z.B. Vergrößerungsobjektive ApoRodagon-D 1x oder 2x. Beide sind für Formate 6x6 bzw. 6x7 geeignet.


Gruß
Stuessi
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Dateityp: jpg B4-DSC00172.jpg (766,5 KB, 50x aufgerufen)
Dateityp: jpg B5-DSC00175.jpg (743,7 KB, 37x aufgerufen)
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Alt 05.03.2019, 07:54   #26
Hanoi
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Registriert seit: 22.09.2006
Ort: Oberbayern
Beiträge: 128
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Tolle Zusammenfassung und beeindruckende Bilder. Besonders das aus 15 Einzelbildern zusammengesetzte Bild.
Ich habe noch eine Frage zum Ringblitz: Welches Gerät benutzt du und wie wird das mit der Kamera synchronisiert?
Hanoi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2019, 14:37   #27
Stuessi
Benutzer
 
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Registriert seit: 14.05.2005
Beiträge: 1.227
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Zitat:
Zitat von Hanoi Beitrag anzeigen
... Ringblitz: Welches Gerät benutzt du und wie wird das mit der Kamera synchronisiert?
Minolta Set 1200:
Minolta Ringblitz mit Steuergerät MCF-1000
Dieser Blitz kann an D7D, A700, ... und (mit Adapterschuh) an A7xxx Automatik und manuelle Einstellung.
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Alt 05.03.2019, 15:59   #28
Hanoi
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Ort: Oberbayern
Beiträge: 128
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Vielen Dank Stuessi.

Liege ich mit der Vermutung richtig, dass die Aufnahmen geblitzt auch die Farbwiedergabe positiv beinflussen?

Meine Versuche mit LED Normlichtplatte lieferten dann gute Farbergebnisse, wenn man die Belichtung per Histogramm sehr akkurat eingestellt hat. Bei kritischen Aufnahmen halfen aber nur noch Belichtungsreihen. Bei Positiv-Material ist es noch eher unkritisch, bei Farb-Negativmaterial ist es gefühlt Glücksache, was nach Subtraktion der Orangemaske und Invertieren rauskommt.

Gruß
Hanoi
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Alt 05.03.2019, 17:36   #29
Floyd Pepper
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Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 7.306
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Zitat:
Zitat von Hanoi Beitrag anzeigen
Meine Versuche mit LED Normlichtplatte lieferten dann gute Farbergebnisse, wenn man die Belichtung per Histogramm sehr akkurat eingestellt hat.

08/15 LEDs liefern nicht das vollständige Farbspektrum, für das Tageslichtfilm sensibilisiert wurde. Blitzlicht übrigens auch nicht, hat aber wenigstens ein lineares Spektrum ohne Löcher, so dass man notfalls mit einer Filterfolie zur Warmtonung nachhelfen kann. Bei LEDs muss man auf Vollspektrum-LEDs bzw. entsprechend gemischte Flächenbestückung zurückgreifen, ich kenne aber keine Leuchtplatte, die damit ausgestattet wäre.

Die besten bzw. unproblematischsten Ergebnisse gibts halt immer noch mit glühendem Wolframdraht. Das ist nämlich exakt das Lichtspektrum, das in allen Projektoren und Vergrößerungsgeräten drinsteckt. Es spricht nichts dagegen, den Farbmischkopf aus einem Vergrößerer als Leuchtquelle zu verwenden, damit kann man dann gleich auch die Orangemaske subtrahieren. Man kann den Film direkt von der Bildbühne abfotografieren.
Floyd Pepper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2019, 22:42   #30
Hanoi
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Registriert seit: 22.09.2006
Ort: Oberbayern
Beiträge: 128
Standard AW: Digitalisieren von 6x6 Negativen oder Dias

Danke, Floyd Pepper,
ich denke, ich mach zuerst mal den Versuch mit einem Ringblitz und vergleiche dann die Aufnahmen gegen die der Leuchtplatte. Einen Ringblitz kann man ja auch noch für was anderes brauchen.
Meinen letzten Farbmischkopf habe ich leider schon vor Jahren in der Bucht vertickert.

Gruß
Hanoi
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