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Alt 14.12.2017, 08:17   #131
phototipps.com
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Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von DrZoom Beitrag anzeigen
Aber die BQ, die sich mit damals schon billigen Kompaktkameras aus den Anfängen der Digitaltechnik erzielen läßt, ist einfach nur erbärmlich. Wenn man ein entsprechend starkes Motiv hat, OK. Aber es geht hier um Portraitfotografie. Seit wann profitieren Portraits von flachen Farben ? Es sieht einfach nur billig und häßlich aus.
Tja, mein Lieber - dann hast Du ganz offensichtlich nicht den Sinn hinter der Kunst verstanden.

Ein Hermann Nitsch kippt auch eimerweise Rinderblut auf Leinentücher und die Welt ist begeistert ob dieser genialen Kunstwerke. Denn auch in der Malerei gibt es 2 Ausrichtungen: Jene, die versuchen, mit dem Pinsel möglichst realistische Bilder hinzubekommen - und jene, die mithilfe dieser Werkzeuge die aktuelle Stimmung aufzeigen wollen.

Ein Hermann Nitsch hat gar nicht das Bedürfnis, Bilder zu schaffen, die dem einfachen Bürger gefallen und die sich diese gegebenenfalls im Wohnzimmer an die Wand hängen. Solche Leute wählen bewusst Wege abseits der abgetrampelten Pfade. Die wollen etwas Neues kreieren, die wollen sich auf Teufel komm raus von allen anderen 'Künstlern' abheben. Und da bleiben eben nur Stilbrüche übrig. Denn mit anerkannten Techniken gewinnt man keine Aufmerksamkeit.

Technisch perfekte Aufnahmen liefert jeder Passbild-Automat, dafür brauchts keinen Menschen. Aber Bilder machen, die emotional wirken, das schafft bislang noch kein Automat.
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Alt 14.12.2017, 08:43   #132
Nex-5togo
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Registriert seit: 10.06.2012
Beiträge: 6.057
Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von MEPE Beitrag anzeigen
Für mich ist der Artikel viel Lärm um (fast) nichts.
Schade, aber nachdem ich den Artikel gelesen habe, genau das ist es . Viel Lärm um nichts..

Beschränkung um des Beschränken willens.. Und offensichtlich auch Beschränkung mit GAS.. sonst hätte sie nicht 50 dieser Kameras..

Manche sind eben stolz darauf immer das neuste und beste zu nutzen, andere versuchen sich dadurch zu Profilieren das sie eben genau das nicht tun.. Diese beiden Gruppen liegen enger beisammen als man denken mag..

Und zum Threadtitel, "Es geht um Bilder statt Technik", nein genau das tut es nicht.. Würde es um Bilder gehen, warum dann so viel wind um die Kameras welche sie nutzt?
__________________
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Alt 14.12.2017, 09:24   #133
MEPE
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Registriert seit: 09.12.2010
Beiträge: 682
Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von Nex-5togo Beitrag anzeigen
Schade, aber nachdem ich den Artikel gelesen habe, genau das ist es . Viel Lärm um nichts..

Beschränkung um des Beschränken willens.. Und offensichtlich auch Beschränkung mit GAS.. sonst hätte sie nicht 50 dieser Kameras..

Manche sind eben stolz darauf immer das neuste und beste zu nutzen, andere versuchen sich dadurch zu Profilieren das sie eben genau das nicht tun.. Diese beiden Gruppen liegen enger beisammen als man denken mag..

Und zum Threadtitel, "Es geht um Bilder statt Technik", nein genau das tut es nicht.. Würde es um Bilder gehen, warum dann so viel wind um die Kameras welche sie nutzt?
Das bringt es auf den Punkt.

Zitat:
Zitat von phototipps.com Beitrag anzeigen
Tja, mein Lieber - dann hast Du ganz offensichtlich nicht den Sinn hinter der Kunst verstanden.

Ein Hermann Nitsch kippt auch eimerweise Rinderblut auf Leinentücher und die Welt ist begeistert ob dieser genialen Kunstwerke. Denn auch in der Malerei gibt es 2 Ausrichtungen: Jene, die versuchen, mit dem Pinsel möglichst realistische Bilder hinzubekommen - und jene, die mithilfe dieser Werkzeuge die aktuelle Stimmung aufzeigen wollen.

Ein Hermann Nitsch hat gar nicht das Bedürfnis, Bilder zu schaffen, die dem einfachen Bürger gefallen und die sich diese gegebenenfalls im Wohnzimmer an die Wand hängen. Solche Leute wählen bewusst Wege abseits der abgetrampelten Pfade. Die wollen etwas Neues kreieren, die wollen sich auf Teufel komm raus von allen anderen 'Künstlern' abheben. Und da bleiben eben nur Stilbrüche übrig. Denn mit anerkannten Techniken gewinnt man keine Aufmerksamkeit.

Technisch perfekte Aufnahmen liefert jeder Passbild-Automat, dafür brauchts keinen Menschen. Aber Bilder machen, die emotional wirken, das schafft bislang noch kein Automat.
Du beschreibst es ja, es geht um Stilbrüche und Aufmerksamkeit, die man dann unter den Überschriften "Kunst" und "Emotion" verkaufen kann.
Und wenn solche Werke dann die Gnade einer Handvoll Kunstkritiker finden, wenden sich ihnen auch "Normalsterbliche" zu.

Erinnert mich immer wieder an die Geschichte des Bild eines Schimpansen, das auf einer Auktion für 14.000 Pfund versteigert wurde...
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Steffen

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Alt 14.12.2017, 12:29   #134
joesac
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Beiträge: 2.265
Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von phototipps.com Beitrag anzeigen
Die wollen etwas Neues kreieren, die wollen sich auf Teufel komm raus von allen anderen 'Künstlern' abheben.
Die Frage ist halt immer: wann wird eine Sache zur "Kunst" (und der Verantwortliche zum Künstler)? Ich für meinen Teil pflege die Definition, dass niemand sich selbst zu einem "Künstler" ernennen kann, sondern dies nur eine signifikante Menge von Befürwortern tun kann. Sprich, Kunst ist nur dann Kunst, wenn eine gewisse Mindestmenge an Leuten dies auch als Kunst akzeptiert. Wenn ich auf der Hauptstrasse ein Hundehäufchen drappiere, kann ich selber das noch so vehement als "Kunst" bezeichnen: es würde nicht akzeptiert werden. Also ist es keine Kunst. Der Nitsch hingegen scheint erfolgreich gewesen zu sein, mit seinem Rinderblut.

Grüsse
JoeS
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"Don`t spend your time, searching for school and technical aspects of photography. It`s better to search for the subject, which really involves you in an emotionally way."
Herb Ritts

"Realistische" "unbearbeitete" "authentische" Fotografie…? Gibt es nicht. Ich halte mich an Folgendem: "Fotografiere eine Sache nicht so wie sie aussieht, sondern so wie du sie fühlst."
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Alt 14.12.2017, 12:42   #135
phototipps.com
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Registriert seit: 25.05.2006
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Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von joesac Beitrag anzeigen
Wenn ich auf der Hauptstrasse ein Hundehäufchen drappiere, kann ich selber das noch so vehement als "Kunst" bezeichnen: es würde nicht akzeptiert werden.
Hast Du das jemals probiert? Wenn nein: Warum kannst Du dann behaupten, dass es nicht akzeptiert würde?

Zitat:
Zitat von joesac Beitrag anzeigen
Der Nitsch hingegen scheint erfolgreich gewesen zu sein, mit seinem Rinderblut.
Und genau das ist eben der Unterschied: Dir wäre vermutlich auch nie eingefallen, Rinderblut auf Leinentücher zu schütten. Dem Hrn. Nitsch ist es aber eingefallen. Und der hat auch einen Weg gefunden, damit die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Dass Deine Hundehäufchen-Aktion nicht zur Kunst wird, liegt nicht an den Hundehäufchen, sondern an Deiner Vermarktung. Was immer die Gründe dafür sind, aber wenn Du nicht in der Lage bist, erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, dann wirst Du auch nie ein Künstler werden. Kunst ist eben nicht das, was man tut, sondern das, was man verkauft.
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Alt 14.12.2017, 12:52   #136
ManniD
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Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von phototipps.com Beitrag anzeigen
Kunst ist eben nicht das, was man tut, sondern das, was man verkauft.
Hier auch ein Kunstwerk ala Christo, zumindest bekommen die ihr Produkt, vermarktet und verkauft.
__________________
Gruß
Manni


Moderative Beiträge in grün

Geändert von ManniD (14.12.2017 um 12:55 Uhr)
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Alt 14.12.2017, 13:37   #137
joesac
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Ort: Basel
Beiträge: 2.265
Standard AW: Es geht um Bilder statt Technik - ein wohltuendes Interview

Zitat:
Zitat von phototipps.com Beitrag anzeigen
Hast Du das jemals probiert? Wenn nein: Warum kannst Du dann behaupten, dass es nicht akzeptiert würde?
Gesunder Menschenverstand in Kombination der Evaluierung des Status meiner persönlichen Person in der Weltgeschichte und weiterer Faktoren in Zusammenhang der Rahmenumstände. Es ist komplex. Jedenfalls komme ich nach meiner Analyse zu meiner gemachten Einschätzung. Natürlich kann ich auch daneben liegen, aber das ganze Leben besteht u.a. aus Fehleinschätzungen.

Zitat:
Dir wäre vermutlich auch nie eingefallen, Rinderblut auf Leinentücher zu schütten.
Siehste: Leben ist voller Fehleinschätzungen. Mir sind in meiner Karriere als Erdenbürger noch viel dramatischere Dinge eingefallen. Nur habe ich sie nie umgesetzt. Bevor du fragst: aus persönlichen Gründen.

Zitat:
Und der hat auch einen Weg gefunden, damit die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Exakt! Er hat eine signifikante Menge dafür begeistern können (er hat natürlich auch Aufmerksamkeit bei Menschen erzeugt, die sich nicht dafür begeistern können).

Zitat:
Kunst ist eben nicht das, was man tut, sondern das, was man verkauft.
Ja eben, das schrubte ich doch schon: an wen verkauft er denn? An die signifkante Menge, die ihn als Künstler akzeptiert hat. Ohne diese gibt's auch keine Käufer.

Grüsse
JoeS
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Geändert von joesac (14.12.2017 um 13:40 Uhr)
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Alt 14.12.2017, 14:00   #138
Nex-5togo
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Zitat:
Zitat von joesac Beitrag anzeigen
Ich für meinen Teil pflege die Definition, dass niemand sich selbst zu einem "Künstler" ernennen kann, sondern dies nur eine signifikante Menge von Befürwortern tun kann..
Natürlich kann sich jeder selbst als "Künstler" bezeichnen, die Menge an Zuschauern kann lediglich für sich entscheiden ob es gute oder schlechte Kunst ist oder ob sie es überhaupt als solche betrachten wollen..
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Alt 14.12.2017, 14:29   #139
phototipps.com
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Zitat:
Zitat von joesac Beitrag anzeigen
Exakt! Er hat eine signifikante Menge dafür begeistern können (er hat natürlich auch Aufmerksamkeit bei Menschen erzeugt, die sich nicht dafür begeistern können).
Äh ... ich schrieb nicht von begeistern, sondern habe bewusst die Formulierung "die Aufmerksamkeit auf sich ziehen" gewählt; einfach, weil ich diese Formulierung als wertneutral empfinde.

Man glaubt nicht, wie viele Provokationen unter dem Begriff "Kunst" veröffentlicht werden - und viele 'Künstler' haben damit auch Erfolg. Vor vielen Jahren wurde in einer renomierten Fotozeitschrift ein Foto veröffentlicht von einem Fotokünstler, das einen komplett nackten Mann zeigt, wie er gerade auf einen Stuhl pinkelt. Und auch sowas sehen wohl einige Zeitgenossen als 'Kunst' an (immerhin gab es bislang schon über 5000 Klicks).

Zitat:
Zitat von Nex-5togo Beitrag anzeigen
Natürlich kann sich jeder selbst als "Künstler" bezeichnen, die Menge an Zuschauern kann lediglich für sich entscheiden ob es gute oder schlechte Kunst ist oder ob sie es überhaupt als solche betrachten wollen..
Grundsätzlich ist es egal, ob man sich selbst zum Künstler macht oder von jemandem zum Künstler erklärt wird. Will man aber Geld verdienen damit, braucht man den Titel des 'anerkannten' Künstlers, und den kann man sich nicht mehr selbst verleihen.
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Alt 14.12.2017, 14:43   #140
Borgefjell
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Trotzdem geht es sehr wohl um Technik, 50 Kameras braucht kein Mensch - wer sich nicht um Technik kümmert, der nutzt einfach was vorhanden ist ohne sich darüber gedanken zu machen - hier definitiv nicht der Fall
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>>Pinguine gibt es hier<<
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