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Alt 16.12.2017, 12:25   #311
bloo
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Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Ich habe ja oft das Vergnügen im Studio leicht bis gar nicht bekleidete Models mit anderen zu fotografieren und da hat meistens irgend einer eine hochauflösende Sony A7RII oder eine Phase One mit 60 MP oder ähnliches dabei.

Dann gucken wir die Bilder mal vergleichend an und klar ist die Auflösung von 60 MP wesentlich höher als die von meinen D750. Die Faktoren, die dann allerdings wieder etwas ausgleichend wirken sind Spiegelschlag und AF-Genauigkeit. Die freihändigen Aufnahmen aus MF-Kamera leiden oft darunter, das sie minimal verwackelt sind oder der Fokus nicht ganz dort saß, wo er sollte. Manchmal bewegte sich vielleicht auch das Model aus der Schärfeebene.

Für mich ist der nächste logische Schritt, eine meiner beiden D750 durch eine D850 zu ersetzen. Davor leihe ich sie mir aber von einem Freund aus und teste sie unter meinen Bedingungen, also im Studio bei ISO 100 mit dem Sigma 50 1.4 bei der optimalen Blende, verwacklungsfrei und ordentlich fokussiert. Die D810 habe ich schon auf diese Art ausprobiert und der Auflösungsgewinn rechtfertigt die Anschaffungskosten für mich nicht.

Mir scheint gerade im Bereich DSLR-Objektive die größte technische Entwicklung sichtbar zu sein, d.h., KB ist objektivseitig schärfer als MF. Nicht jedem gefällt übrigens diese oft als künstlich empfundene Schärfe.
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bloo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2017, 07:55   #312
e410
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Registriert seit: 15.03.2008
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Beiträge: 1.296
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Zitat:
Zitat von bloo Beitrag anzeigen
Für mich ist der nächste logische Schritt, eine meiner beiden D750 durch eine D850 zu ersetzen. . . .
Im Sinne dieses Threads interessiert mich dann: Wofür benötigst Du/Ihr diese hochauflösenden Bilddateien? Plakate, Leuchtkästen, Bildschirme?

Wir haben hier in der Firma die Bildschirme von i3Touch im Einsatz, aber mehr als 8 Mpx können die auch nicht darstellen.
e410 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2017, 08:16   #313
Hugo Schnabel
Benutzer
 
Registriert seit: 11.03.2011
Beiträge: 287
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Zitat:
Zitat von e410 Beitrag anzeigen
Im Sinne dieses Threads interessiert mich dann: Wofür benötigst Du/Ihr diese hochauflösenden Bilddateien? Plakate, Leuchtkästen, Bildschirme?

Wir haben hier in der Firma die Bildschirme von i3Touch im Einsatz, aber mehr als 8 Mpx können die auch nicht darstellen.
Wenn ich A2 mit 300 dpi drucken möchte (was mein 3880 kann), brauche ich Dateien mit 34 mp. Da kommt meine 5D3 an ihre Grenzen, insbesondere wenn man vor dem Druck den Ausschnitt korrigieren muss.

Wobei ich jetzt nicht behaupte, dass man A2 nicht auch mit geringerer Auflösung drucken kann, aber ich finde es schön, wenn sich zum Beispiel in Landschaften neue Details erschliessen, wenn man näher an den Ausdruck herangeht.
Hugo Schnabel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2017, 11:13   #314
DrZoom
Benutzer
 
Registriert seit: 29.06.2012
Beiträge: 6.400
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Zitat:
Zitat von bloo Beitrag anzeigen
Mir scheint gerade im Bereich DSLR-Objektive die größte technische Entwicklung sichtbar zu sein, d.h., KB ist objektivseitig schärfer als MF. Nicht jedem gefällt übrigens diese oft als künstlich empfundene Schärfe.
Das Problem ist nicht die Schärfe, das Problem ist die Einseitigkeit, mit der Objektive nur auf Schärfe getrimmt werden.

Leica M z.B. hat keine Schärfeprobleme, aber das ist nicht der Grund, warum diese Objektive so berühmt und teuer sind.
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"Schärfe ist ein bourgeoises Konzept" - Henri Cartier-Bresson; Microcontrast; Firmware and Sensor Performance;

Erfolgreich gehandelt mit: RealK, boisbleu, n07eX, dpclrnt, Kopernikus82, argus-c3, UL_Rich, klaukas, knothiknips, elektriker2011, hm-image, mmonkenbusch, soderstrom, Blütenstaub.

Hobbyist. Nikon D750, AF-S 20/1.8, Zeiss 35/2, Voigtländer 58/1.4, AF 60/2.8micro, Zeiss 100/2macro, AF 105/2DC, AF 180/2.8, SB800, etc; Ricoh GR
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Alt 18.12.2017, 11:25   #315
e410
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Registriert seit: 15.03.2008
Ort: Dortmund
Beiträge: 1.296
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Zitat:
Zitat von Hugo Schnabel Beitrag anzeigen
Wenn ich A2 mit 300 dpi drucken möchte (was mein 3880 kann), . . .
Soweit, so klar, wenn man davon absieht, dass Epson die Auflösung mit 2880x1440 dpi bei 3,5 pl Tröpfchengröße angibt. Der Unterschied zwischen 21 Mpx und 34 MPx ist ja nun nicht so groß, wie es der Zahlenwert suggeriert, da es sich bei dieser Zahl um ein Flächenmaß handelt. Da lautet die Zahlenreihe 12-24-48-96 MPx und meint immer den Schritt um ein Blattformat.

Bei mir in der Wohnung ist Rahmengröße auf 50x60cm begrenzt, da bedeutet der Sprung von DIN A3 auf DIN A2 die halbe Anzahl von Bilderrahmen, da die Wand eben nicht größer wird. Und DIN A2 kann ich auch nur dort gebrauchen, wo der Betrachter das Bild komplett sehen kann - über dem Sofa beispielsweise.

Es bleibt also die Frage, wieviel Megapixel braucht man wirklich?

60 MPx, wie das bloo beim Shooting angegeben hat, läßt dann nur den Schluß zu, dass die hochauflösend bedruckte Tür das Maß der Dinge ist, oder?
e410 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2017, 21:50   #316
bloo
Moderator
 
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Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Zitat:
Zitat von e410 Beitrag anzeigen
Im Sinne dieses Threads interessiert mich dann: Wofür benötigst Du/Ihr diese hochauflösenden Bilddateien? Plakate, Leuchtkästen, Bildschirme?
Ich lasse meine Bilder meist auf 1,20 m x 80 cm drucken. Da sind 24 Mpix ausreichend, es sei denn ich möchte stark croppen.

Mit nächster logischer Schritt meine ich, dass die Welt sich weiterdreht und eines Tages die Anschaffung einer neuen Kamera ansteht, so 3 Jahre nach Abschreibung kann man darüber schon nachdenken. Das heißt jetzt nicht, dass ich in den Startlöchern stehe und darauf warte, eine D850 zu kaufen. Aber so in ein bis zwei Jahren wird das sicher ein Thema.

Die doppelte Pixelanzahl heißt ja nicht die doppelte Auflösung Auch die Objektivauslösung und die bereits genannte technisch saubere Arbeitsweise machen sich da bemerkbar.
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bloo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2017, 11:10   #317
kknie
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Registriert seit: 27.10.2008
Ort: München
Beiträge: 2.465
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Mich fällt immer wieder auf, wie tief verwurzelt der Glaube ist, dass der in der Kette von Aufnahme bis zur Betrachtung des Bildes der Digitalisierungsschritt, sprich Pixelzahl, der Flaschenhals zu sein hat.
Wie oft lese ich hier, dass ein Objektiv die Sensorauflösung nicht bedienen kann. So soll es doch sein. Ging halt früher mit vertretbarem Aufwand nicht. Auch wenn trotzdem ansehnliche Ergebnisse rauskamen, der Idealzustand ist das nicht.
Mit den neuen 4K-, 5K-, was-auch-immer-K-Monitoren ist es das gleiche. Die Leute werden plötzlich nervös, weil der Monitor mehr Pixel haben könnte als das Bild. Endlich ist es soweit. Auf meinem Retinadisplay erkenne ich alter Sack ohne Brille schon schon keine Pixel mehr. Somit verlieren auch Sachen wie 100-%-Ansicht ihre Bedeutung. Ist doch wunderbar.
Wir nähern uns dem Zustand, dass die analogen Glieder der Aufnahme-Betrachtungs-Kette, also Objektiv und Auge, die begrenzenden Faktoren sind. Das ganze Pixeldenken kann man sich bald komplett sparen. Und ich finde das richtig gut so!
kknie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2017, 12:24   #318
kaha300d
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Registriert seit: 06.04.2005
Ort: nahe Innsbruck
Beiträge: 8.320
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Ich denke, wenn der Workflow vom Sensor über RAW, Bearbeitung, Druck und dann Betrachtung stimmt, ist die Anzahl der Pixel nicht wirklich ausschlaggebend. Vorausgesetzt, das Motiv und die Umsetzung geben genug her.

Ich hab immer noch ein Bild in A2 hängen, das ich vor vielen Jahren mit der 1D III (10 MPixel) gemacht habe. Man sollte sicher nicht zu nahe ran gehen, aber ist es denn notwendig, aus 3 cm Abstand z.B. im Auge des Vogels ein Spiegelbild erkennen zu können? Es schadet dem Bild sicher nicht, aber notwendig ist es nicht.

LG,
Karl-Heinz
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Meine hier eingestellten Bilder dürfen gerne bearbeitet und in diesem Forum im gleichen Thread wieder eingestellt werden.
kaha300d ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2017, 17:06   #319
michaelbrandtner
Benutzer
 
Registriert seit: 07.08.2005
Ort: München
Beiträge: 1.738
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Zitat:
Zitat von kknie Beitrag anzeigen
Mich fällt immer wieder auf, wie tief verwurzelt der Glaube ist, dass der in der Kette von Aufnahme bis zur Betrachtung des Bildes der Digitalisierungsschritt, sprich Pixelzahl, der Flaschenhals zu sein hat.
Wie oft lese ich hier, dass ein Objektiv die Sensorauflösung nicht bedienen kann. So soll es doch sein. Ging halt früher mit vertretbarem Aufwand nicht. Auch wenn trotzdem ansehnliche Ergebnisse rauskamen, der Idealzustand ist das nicht.
Mit den neuen 4K-, 5K-, was-auch-immer-K-Monitoren ist es das gleiche. Die Leute werden plötzlich nervös, weil der Monitor mehr Pixel haben könnte als das Bild. Endlich ist es soweit. Auf meinem Retinadisplay erkenne ich alter Sack ohne Brille schon schon keine Pixel mehr. Somit verlieren auch Sachen wie 100-%-Ansicht ihre Bedeutung. Ist doch wunderbar.
Wir nähern uns dem Zustand, dass die analogen Glieder der Aufnahme-Betrachtungs-Kette, also Objektiv und Auge, die begrenzenden Faktoren sind. Das ganze Pixeldenken kann man sich bald komplett sparen. Und ich finde das richtig gut so!

Genau so ist es.
michaelbrandtner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2017, 07:26   #320
Martin Messmer
Benutzer
 
Registriert seit: 13.11.2009
Beiträge: 489
Standard AW: Wie viel Megapixel braucht man wirklich?

Man geht davon aus, dass ein Beugungsscheibchen nicht größer als ein Pixel werden darf - aber dann dürfte man fast keine Pixel mehr verwenden oder die Blende kaum mehr schließen. Offenbar wirkt ein Bild sehr scharf, fanden andere Fotografen heraus, wenn ca. 16 Pixel ein Beugungsscheibchen beschreiben, dass also die Auflösung seitens des Sensors durchaus größer sein SOLL, als jene des Objektives, quasi: ein schärfer abgebildetes Beugungsscheibchen lässt ein Bild - bis zu einer gewissen Grenze - insgesamt schärfer erscheinen.

Im Druck aber werden "Pixel-Punkte" doch auch nochmals irgend umgerechnet. Man sieht kaum je eine Pixelstruktur auf einem Ausdruck ... Wesentlich erscheint mir die GRÖßE der Pixel, was denn auch für "wenige Pixel" spricht. Wo das Optimum liegt, ist vermutlich schwierig zu eruieren. Ich bin zudem oft überrascht, wie scharf ein Bild letztlich wird (Ausdruck). Am Computer sieht man die Struktur des Bildschirms, eine 100%-Ansicht von nahe zu betrachten macht nur bedingt Sinn, und "Schärfe" ist etwas ziemlich Relatives halt
Martin Messmer ist offline   Mit Zitat antworten
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