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Alt 13.02.2016, 14:49   #11
busch63
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Registriert seit: 31.08.2006
Beiträge: 3.991
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Es freut mich sehr das Du aus dieser für mich SEHR interessanten Gegend berichtest. Generell wird Zentral Asien allgemein nicht oder wenn meist negativ wahrgenommen. Der ganze Bereich zwischen Afghanistan bis Mongolei, also Tadschikistan, Usbeskistan, Kasastan und Kirgistan ist mehr als nur einen Blick auf die Landkarte wert. Insbesondere die Menschen dort machen es zu einer besonders intensiven Begegnung mit dem meist rauhen und wilden Landschaft.

Leider sind meine verschiedenen Reisepläne nach CentralAsien noch nicht umgesetzt.....ich denke aber das es nach und nach durchgeführt wird.

In jedem Fall schaue ich gerne weiter zu.
__________________
Fotos hier:
darckr 500px
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Alt 15.02.2016, 13:12   #12
bufelix
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Registriert seit: 12.12.2008
Beiträge: 6
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Vielen Dank für eure Rückmeldungen und für euer Interesse.

Weiter geht die Reise mit ein paar Bildern aus dem Zeravshan Tal, welches nördlich von Dushanbe im Fan-Gebirge liegt. Es ist von Dushanbe aus, je nach Witterungsverhältnissen, in einigen Fahrstunden zu erreichen. Anstatt zum Iskander Kul abzuzweigen fährt man einfach weiter nordwärts und trifft bei der Ortschaft Ayni auf das wunderschöne Tal.

Zweigt man in Ayni nach Osten ab, so wird das Tal immer schroffer und gleichzeitig farbenprächtiger. Der Fluss Zeravshan schlängelt sich in unzähligen Windungen durch unglaublich steile Bergflanken nach Westen. Die Landschaft ist steinig aber aufgrund der zahlreichen Mineralerzvorkommen auch unglaublich bunt.

007 Schafhirte mit Herde im Zeravshan-Tal


008 Zeravshan-Tal zwischen Ayni und Veshab


Folgt man dem Zeravshan-Tal flussaufwärts nach Osten, erreicht man Veshab, ein kleines Gebirgsdorf, welches zur Hauptsache aus Lehmziegel-Hütten besteht. Die Hütten sind so an die steilen Talflanken gelegt, dass das Dach des unterliegenden Hauses jeweils Vorplatz des darüber liegenden Hauses ist.

009 Veshab im Zeravshan-Tal


010 Veshab im Zeravshan-Tal


Veshab ist eines von 15 Milleniumsdörfern der deutschen Welthungerhilfe. Die Milleniumsdörfer sollten im Kleinen aufzeigen, dass die UN-Milleniumsentwicklungsziele zu erreichen sind. Entsprechend kann man sich in Veshab einige Entwicklungsprojekte erklären lassen. Gewohnt haben wir damals in einem simplen Homestay bei einer tadschikischen Familie.
Angehängte Grafiken
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Alt 15.02.2016, 15:34   #13
Tekor
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Registriert seit: 19.06.2014
Beiträge: 164
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Sind die Gebäude ohne Fenster Stallungen? Oder leben da auch Menschen?
Ziemlich spartanisch die Lebensweise. Ich glaube so in etwa haben die Europäer auch vor 200 Jahren gelebt.
__________________
LG Anna

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Tekor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2016, 15:41   #14
CrazyHorse
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Registriert seit: 23.05.2007
Ort: Freiburg
Beiträge: 3.153
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Die letzten Bildern zeigen eine ganz andere Welt! Sehr faszinierend!

Gruß Matthias
CrazyHorse ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.02.2016, 22:21   #15
bufelix
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Registriert seit: 12.12.2008
Beiträge: 6
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Sind Fenster an den Gebäuden, so handelt es sich zumeist um Wohnhäuser. Die Lebensweise ist wirklich sehr spartanisch, zudem sind im ganzen Land die Brennstoffe zum Heizen seit dem Zerfall der Sowjetunion resp. seit dem Bürgerkrieg, der 1997 zu Ende ging, äusserst knapp. In den kalten Wintern bleiben deswegen viele Räume ungeheizt, was gesundheitlich für die Leute ein grosses Problem darstellt.

Das nächste Bild ist im Südwesten Tadschikistans entstanden. Es zeigt im Hintergrund ein Dorf, welches durch eine Sturzflut ("flash flood") heftig zerstört wurde. Aufgenommen wurde das Bild von einer provisorischen Not-Zeltunterkunft aus.

011 Zerstörtes Dorf Tojiksoi, Panj, Provinz Khatlon


Am späteren Abend waren wir schliesslich unterwegs nach Muminabad, weiter nördlich in der Provinz Khatlon gelegen. Die Strasse führt runter an den Fluss Panj, welcher die Grenze zu Afghanistan markiert. Die Landschaft ist sehr eindrücklich und die bereits tief stehende Sonne hat die Berge und Hügel in ein unglaublich intensives Licht getaucht.

012 Südliches Tadschikistan, nahe der afghanischen Grenze


Die weitere Fahrt nach Muminabad wurde nach Sonnenuntergang schliesslich zu einem zweifelhaften Vergnügen. Da die Strassen nicht beleuchtet und Fahrzeuge teilweise praktisch ohne Beleuchtung unterwegs sind, waren wir heilfroh, nach einigen Stunden (für eine Fahrt von ca. 150 km!) schliesslich in Muminabad einzutreffen. Generell ist es in Tadschikistan deutlich sicherer, bei Tageslicht auf der Strasse unterwegs zu ein. Die nicht vorhandene Beleuchtung gepaart mit dem meist desolaten Strassenzustand sorgt für eine nicht ganz ungefährliche Mischung...

Zum Schluss noch ein Bild von einem Dorffest in Muminabad. Das aufziehende Gewitter sorgte für eine dramatische Stimmung.

013 Dorffest in Muminabad, Provinz Khatlon
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bufelix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2016, 09:37   #16
bufelix
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 12.12.2008
Beiträge: 6
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

In diesem Post möchte ich Euch ein paar Eindrücke aus dem Wakhan-Korridor zeigen. Der Wakhan-Korridor ist ein schmales Tal im südlichsten Pamir und bildet die Grenze zu Afghanistan. Im Wakhan-Korridor vereinigen sich die Flüsse Pamir und Wachandarja zum Pandsch, welcher wiederum einer der Quellflüsse des Amudarja ist.

Den Wakhan-Korridor erreicht man, indem man von der Provinzhauptstadt Khorog aus nicht dem Pamir-Highway nach Osten folgt sondern in südlicher Richtung nach Iskashim weiterfährt. Iskashim ist ein kleines Grenznest im Wakhan-Korridor, es gibt eine Brücke, welche die beiden Länder verbindet und je nach politischer Situation findet ein grenzübergreifender Markt statt.

Von Iskashim aus sind wir damals dem Wakhan-Korridor nach Osten gefolgt. Die Piste führt der breiten Schwemmebene des Pandsch entlang und man kann sich unschwer vorstellen, dass über diese natürliche Grenze ein Grossteil des weltweit abgesetzten Opiums von Afghanistan aus auf die weite Reise geschickt wird. Die Zentralregierung Tadschikistans hat auf diesen Landstrich nur wenig Einfluss und es wurde uns erzählt, dass in erster Linie verschiedene Drogenbosse eine Art Schattenregierung bilden.

Wie dem auch sei, die Landschaft ist aussergewöhnlich, ja atemberaubend. Durch das Aufeinandertreffen zweier Hochgebirge, Pamir im Norden und Hindukusch im Süden ergeben sich spektakuläre und sehr steile Täler. So entstanden die folgenden Bilder allesamt in der Nähe unseres Nachtlagers auf rund 3500 m ü.M.

014 Fahrpiste bei Langar, Wakhan-Korridor, GBAO


015 Abendlicher Blick in die Berge des Hindukusch, wenig nördlich von Langar


016 Abendlicher Blick in die Berge des Hindukusch, wenig nördlich von Langar


017 Morgendlicher Blick in die Berge des Hindukusch, wenig nördlich von Langar
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Dateityp: jpg TJ-13922.jpg (469,1 KB, 98x aufgerufen)
bufelix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2016, 09:46   #17
CrazyHorse
Benutzer
 
Registriert seit: 23.05.2007
Ort: Freiburg
Beiträge: 3.153
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Bild 16 finde ich großartig!

Gruß Matthias
CrazyHorse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2016, 14:36   #18
Holger.L.
Benutzer
 
Registriert seit: 30.09.2010
Ort: Lichtjäger aus Kurpfalz
Beiträge: 10.154
Standard AW: Tadschikistan - Eindrücke vom Dach der Welt

Die Bilder 7-10 und 16 sind klasse, neben den anderen tollen Bildern. Die Häuser sind ja echt krass gebaut. Die Landschaft ist schon wunderschön anzuschauen und die Einsamkeit und Stille dort kommt sehr gut rüber. Das müssen schon sehr tolle Momente für Dich gewesen sein, dies alles so zu erleben - stelle ich mir jedenfalls vor.
Holger.L. ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
hochgebirge , pamir , tadschikistan , zentralasien


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