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Alt 03.12.2018, 15:28   #11
hans schneider
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Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

So, danke an alle, öffentlich wie privat. Jeder einzelne Beitrag hat mich wesentlich weitergebracht - auch wenn es jetzt in eine Richtung gegangen ist, die ich gestern noch für ausgeschlossen gehalten hätte oder die mir zumindest sehr unwahrscheinlich vorgekommen wäre.

Als Quintessenz der gesammelten Ratschläge und Überlegungen bin ich, wahrscheinlich unvernünftigerweise, bei einer DP 2 Merrill gelandet... ist mir halt mehr oder weniger über den Weg gelaufen.

Mein Geld-Fäkalienproduzierender-Esel (Mann, was für ein Kindergarten hier) ist zwar gerade auf Urlaub am Südpol, und es sieht so aus, als würde er dort auch bleiben, aber das System ist für mich derart exotisch und anders, daß die pure Neugier mich über die Klippe getrieben hat.

Nochmals besten Dank, es war alles sehr hilfreich wie auch "ruhig und gemessen", ganz im Gegensatz zu anderen Bereichen dieses Forums.

Hans
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Alt 03.12.2018, 17:47   #12
Stoneage
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Beiträge: 962
Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Zitat:
Zitat von hans schneider Beitrag anzeigen
Als Quintessenz der gesammelten Ratschläge und Überlegungen bin ich, wahrscheinlich unvernünftigerweise, bei einer DP 2 Merrill gelandet... ist mir halt mehr oder weniger über den Weg gelaufen.
Sehr gute Wahl, wenn Du mit den beschriebenen Eigenheiten zurecht kommst.
Wenn ich nur eine Sigma Kamera mit Objektiv haben dürfte, wäre es wohl die DP2 Merrill.
__________________
Kamera-Erfahrung (nicht mehr alle in Besitz!):
Sigma: DP1 - DP2 - DP1x - SD14 - SD15 - SD1 - DP1 Merrill - DP2 Merrill - DP3 Merrill - DP2 Quattro - DP0 Quattro
Canon: 5D MKII - 6D
Sony: A7r


Bilder: Flickr / 500px
Blog: pixelquality.blogspot.ch
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Alt 03.12.2018, 19:30   #13
watchrobbie
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Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Ich hatte die DP2 Merrill eine ganze Zeit lang und finde sie wirklich phantantstisch wenn man mit den Nachteilen des Sigma Systems leben kann.
Das heißt der RAW Entwicklungsprozess ist anders, High ISo geht auch nicht. Der AF ist ziemlich langsam und bei schlechtem Licht fast unbrauchbar.
Aber die Auflösung dieser Kamera ist unglaublich und die nArt damit zu fotografieren unglaublich entschleunigend.
Die Merrill gefiel mir auch besser als die Quattro.
Aber von Fuji zu Sigma ist schon ein ein ganz großer Schritt. Da Sigma schon sehr speziell ist.
Ich persönlich würde die Sigmas jedoch bevorzugen gegenüber den Fujis.

Was ich jedoch lustig fand ist der Umstand dass die OOC Jpegs im Schwarzweißmodus aus der Sigma DP Merrill hammermäßig gut waren ohne jede Bearbeitung. Und das wäre ja eigentlich eine Tugend die man Fuji immer zuschreibt.
Ich bin dann aber letztendlich bei einer Nikon D800e gelandet mit ein paar günstigen Festbrennweiten. Auflösungstechnisch ist das ungefähr vergleichbar mit der kleine Sigma Merrill. Allerdings sitzt der AF und Highiso ist möglich. Zudem hatte ich Probleme mit den Hauttönen im Farbmodus der Sigma DP2 Merrill.
Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Wenn Du Dich an die Auflösung der Sigmas gewöhnt hast dann brauchst Du mindestens eine Megapixel Vollformatsensor um künftig zufrieden zu sein.
__________________
Varietas delectat. Sony A7R, A7S; Pentax ME Super
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Alt 03.12.2018, 20:40   #14
hans schneider
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Beiträge: 42
Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Zitat:
Zitat von watchrobbie Beitrag anzeigen
Ich hatte die DP2 Merrill eine ganze Zeit lang und finde sie wirklich phantantstisch wenn man mit den Nachteilen des Sigma Systems leben kann.
Das heißt der RAW Entwicklungsprozess ist anders, High ISo geht auch nicht. Der AF ist ziemlich langsam und bei schlechtem Licht fast unbrauchbar.
Danke auch Dir für das Mitteilen Deiner Erfahrungen. Meine erste "richtige" Kamera war eine Contaflex. Der Entwicklungsprozeß dauerte Tage. Der Autofocus funktionierte über Drehen am Objektiv und Schnittbildentfernungsmesser. High-ISO war bei ISO 50 zuende. Belichtungsmessung ging so: Das Türchen vor dem Belichtungsmesser aufklappen, Kamera mit eingebautem Belichtungsmesser auf den Boden (= Graukarte!) halten, war kein Boden greifbar, auf die Handfläche (entspricht auch ungefähr den 17 % der Graukarte). Belichtungswert, ging damals noch über Lichtwerte, ablesen und auf das Objektiv übertragen. Bei Bedarf Blende verschieben. Der Witz: Ich hatte niemals das Gefühl, irgendetwas zu verpassen. Seltsamerweise änderten sich damals die Lichtwerte nicht schlagartig, die Sonne fiel niemals plötzlich vom Himmel, und das Pferd, das 18 Meter weit weg war, stand dort auch vier Sekunden später noch. Wurde es geritten oder bewegte es sich aus einem anderen Grund, dann normalerweise in eine und nur eine Richtung: also zehn Meter nächer scharfstellen, das Pferd lief in die Schärfe. Hyperfocaldistanz war damals ebenfalls jedem Fotografen bekannt. Notfalls verwendete man halt Blende 8 oder 11, wenn etwas zu schnell gezuckt hat. Die resultierende Bewegunsunschärfe war künstlerisches Mittel, kein Manko.

Na, und "schlechtes Licht", kommt mir so vor wie das letzte Bier, das bekanntlich auch immer schlecht ist. Im Ernst, ich habe schon Bilder gemacht, die technisch nicht funktionieren konnten, haben sie wahrscheinlich auch nicht. Nur stimmte seltsamerweise das Bild.

Zitat:
Aber die Auflösung dieser Kamera ist unglaublich
Das freut und bestätigt mich, ich darf allerdings darauf hinweisen, daß die vielleicht meistgenutzte Digitalkamera von mir X10 heißt, und die hat genau sechs Megapickel.

Zitat:
Ich bin dann aber letztendlich bei einer Nikon D800e gelandet.
Funktioniert für mich leider nicht, oder hast Du schon mal versucht, in einer Jazz-Schachtel in Paris, wo der Platz nicht mal fürs Umfallen reicht, Deine Nikon auszupacken? Gut, das Sigma-Teil würde ich da erstmal auch nicht nehmen. Gut funktioniert übrigens, vor allem sozial, eine Leica III f. Die ist zwar nachkrieg (meine direkt aus dem Jahr 1948), wirkt aber, als hätte Ludwig der XVI noch damit geknipst. Unaufdringlich und unschuldig.


Zitat:
Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Wenn Du Dich an die Auflösung der Sigmas gewöhnt hast dann brauchst Du mindestens eine Megapixel Vollformatsensor um künftig zufrieden zu sein.
Ja, der Versuch ist jetzt gestartet. Es geht eher darum, daß ich den Lightroom-Photoshop-Matsch nicht mehr sehen will. Vollformat fängt bei mir nach wie vor bei 13 cm x 18 cm an. Wer, wie ich, das Vergnügen hatte, ein Riesenarchiv mit Glasnegativen, Standard ist 18 cm x 24 cm, direkt neben dem Arbeitsplatz zu haben (war aber nicht meine Aufgabe), glaubt der Digitalindustrie übrigens nicht mehr viel. Eigentlich gar nix mehr. Vielleicht macht das aber Sigma für mich interessant - ich meine nicht den Werbeauftritt von Sigma, der ist genauso bescheuert wie diejenigen der anderen auch, sondern das Produkt. Wer so neben dem "Mainstream" liegt wie Sigma, muß entweder sehr viel können oder völlig plemplem sein.

So, ich warte jetzt auf die Lieferung und werde berichten. Die Software habe ich mal heruntergeladen, sieht aus wie alle anderen auch. Daß der Rechner beim Schließen abstürzt, dürfte einer der berühmten Unausgewogenheiten sein.

Schönen Gruß

Hans
hans schneider ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.12.2018, 20:44   #15
hans schneider
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Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Zitat:
Zitat von Stoneage Beitrag anzeigen
Wenn ich nur eine Sigma Kamera mit Objektiv haben dürfte, wäre es wohl die DP2 Merrill.
Freut mich zu hören, daß ich gut "geraten" habe. So, qua Bauchgefühl, (hinter dem aber immer ein Hirn stand -hoffe ich zumindest) bin ich durch das ganze Berufsleben gekommen.

Schönen Gruß

Hans
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Alt 03.12.2018, 21:38   #16
watchrobbie
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Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Ich glaube Du hast Dich richtig entschieden!

Aber meine D800e mit dem 50ziger nehme auch überall mit hin? So groß ist die gar nicht ;-).
Wenn ich mir da somanchd mftler anschaue mit den oly prolinsen ;-).
Da bin ich fast schon unauffällig...
__________________
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Alt 04.12.2018, 19:50   #17
hans schneider
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Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Zitat:
Zitat von watchrobbie Beitrag anzeigen
Aber meine D800e mit dem 50ziger
Ui, noch jemand, der weiß, wie Fotografie einmal angefangen hat und immer noch geht. Ich bin ja großer Anhänger der Fünf-Zentimeter-Linsen bei 24 cm x 36 cm. Bei Nikon habe ich immer dieses Bild im Kopf: kiloschwere Kamera und vornedran ein elefantenrüsselförmiges Teil, einen knappen Meter lang.

Nebengedanke: Ich bin immer noch überzeugt, daß das Prinzip des Wechselobjektives völlig falsch verstanden wird und daß es bei der Einführung an Kleinbildkameras (bei Fachkameras konnte man ja immer dranschrauben, was man wollte) nicht darum ging, Rein- und Rausschrauborgien (Bajonette ja viel später) zu ermöglichen, sondern vielmehr darum, jedem Knipser die Möglichkeit zu geben, genau das eine Objektiv vorne dran zu haben, das seiner Guck- und Knipsgewohnheit entgegenkam. Ein Gegenargument wären aber die Satzobjektive, wie beispielsweise beim Tessar der Contaflex.

Als ich vor ungefähr hundert Jahren mit der Knipserei angefangen habe, war die Standard-SLR mit einem Fünfzentimeterobjektiv im Angebot. Wenn dann wieder Geld im Säckel war, kam vielleicht ein 3,5-cm-Objektiv dazu, als drittes ein 13,5-cm. (die schräge Brennweite stammt übrigens aus der Großformatwelt, wo das dort Standard war, analog zum KB-5-cm-Objektiv). Das war es dann. Nach wie vor bin ich der Meinung, daß das Fünfzentimeterobjektiv bei Kleinbild (und entsprechend anzupassende Brennweiten bei anderen Formaten) ungeheuer zur Seh-Erziehung beiträgt. Gummilinsen sind in dieser Hisicht das größtmöglichst Unproduktive.
Beispielgeschichte: Vor zwei Wochen war ich beruflich im Ausland und hatte vor Sitzungsbeginn etwas Zeit. Dabei war eine Fuji APS-C mit 27-mm-Objektiv vorne drauf. Auf Kleinbild umgerechnet also 40,5 mm. Man sollte meinen, da wäre kein großer Unterschied zu den fünf Zentimetern. Weit gefehlt! Was habe ich geflucht. Das erklärt auch, warum ich mit 35 Millimetern nie warm geworden bin. 28 Millimeter sind für mich noch schrecklicher, nicht Fisch, nicht Fleisch. Bei 24 Millimetern fühle ich mich wieder wohl. So, Ende der Abschweifung.

Schönen Gruß

Hans
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Alt 05.12.2018, 00:02   #18
Pseudemys
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Registriert seit: 20.11.2011
Beiträge: 1.093
Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Nachfolgendes zum unterhaltsamen Einstimmen in die Sigma DP2 Merrill (meine einzige digitale Kamera, dank Stoneages exzellenter Beratung, auch außerhalb des Forums; überlege, sie mit Nikon D750 zu ergänzen, aber deren Ergebnisse reichen nur unter Meisterhand an die der Sigma DP2 Merrill - und ich bin kein Meister, von daher: wohl eher nicht).

Spezielle Sigma-Seite zur Kamera

Unterhaltsames Video zur Kamera
(Und mir scheint, das wird dem Hans gefallen.)
__________________
There is no exquisite beauty without some strangeness in the proportion.

Edgar Allan Poe

Geändert von Pseudemys (05.12.2018 um 00:21 Uhr) Grund: Korrektur
Pseudemys ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2018, 06:09   #19
hans schneider
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Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Merci - gefällt

Hans
hans schneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2018, 07:22   #20
mycube
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Registriert seit: 27.10.2006
Ort: Ostwestfalen
Beiträge: 2.958
Standard AW: Sigma als Ergänzung zu Fuji

Apropos Nostalgie – 40.5mm – ist für mich eine Reminiszenz an die ROLLEI 35 und das sind schöne 40mm. Nicht umsonst hat SIGMA ein neues Referenzglas mit dieser Brennweite neu herausgebracht. In der Cinematographie sehr beliebt.

Es lebe der individuelle Blickwinkel

Viel Spaß mit der M
mycube ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
alternative , fuji , sigma , zweitsystem


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