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Alt 28.12.2017, 16:55   #11
Waartfarken
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Beiträge: 4.557
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von colias Beitrag anzeigen
Jetzt mal ehrlich Leute: entwickelt ihr eure Bilder so, dass der Weißabgleich(!!) hinterher so sehr verbogen werden muss, dass Dinge wie nichtlineare Codierung oder die Übersetzung auf 3 Kanäle zum limitierenden, qualitätsmindernden Faktor werden?
Hat das irgendwer behauptet? Wenn Du nur wenig ändern musst, ist das alles kein Problem. Je mehr Du aber ändern willst, desto mehr ist es das aber eben doch.
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Alt 28.12.2017, 17:47   #12
Gast_175389
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von kart672 Beitrag anzeigen
Vielen Dank. Also verstehe ich das richtig, dass der nachträgliche Weißabgleich bei einem 16 bit tif genauso gut oder annähernd genauso gut funktioniert wie bei einer RAW Datei?
Nein. Das kann ich dir aus der ersten Hand sagen, da ich schon "Ewig und 3 Tage" eine Kaskade aus DxO -> Tif16 -> Lightroom -> Tif8/Jpeg fahre.

Das hängt vor allem davon ab welche Software man dafür nutzt. Lightroom ist ein halber Photoshop. Die Engines von Adobe sind schon extrem ausgefuchst was bereits linealisierte Formate angeht (also, kein RAW mehr) und sind trotzdem fast machtlos bei einem nachträglichen Weißabgleich. Genau geht da nichts mehr. Was "genau" ist, folgt anschliessend.

Man muß erstmal eh schonmal Tif16 nehmen. Was direkt aus dem RAW erzeugt wurde. Sonst machts gleich garkeinen Sinn.
Oder PSD. PSD ist GROB gesagt Tif16 mit Layers.

Beim Transport/Übergabe an dich sollte man ggf. auch gleich berücksichtigen (nur ein Beispiel): RAW von 10 MB, macht Tif16 von 57.8 MB, macht ein Tif8-LZW von 14.5 MB, macht ein Jpeg mit einer quasi identischer Quali wie Tif8 (kein Farbsubsampling, Huffman, 97) von 4.15 MB.

In realen 2er Potenzen natürlich. Die 57.8 MB sind also 60.624.126 Bytes auf dem Datenträger. Pro Foto. Bei süßen 10MP einer 40D...

Jetzt zu "gleich" Das Farbprofil des Konverters (passend zu Kamera) bestimmt die Farben und ist damit auch für die Farbtreue (real gewesen zu nun auf dem Bildschirm dargestellt) verantwortlich.
Farbprofile/Treue des Monitors beachten wir mal nicht. Die Spielen in dem Fall keine Geige (mehr).

Jedes Mal mit einem neuen Weißpunkt, werden alle Farben unter der Berücksichtigung des Farbprofils für die Kamera, NEU berechnet. Das RAW wird sozusagen wie neu eingelesen/interpretiert. Mit eben einem anderen Weißpunkt als davor. Die Änderungen die man am Bild ggf. schon davor gemacht hat, werden anschliessend ebenfalls neu berechnet.

Das geht soweit, daß Programme mit Automatiken für z.B. die Belichtung - wenn sie brauchbar sind - nach der Veränderung des Weißpunktes auch die Belichtung neu berechnen/setzen. Eben für den maximalen erhalt der Farbtreue. Sonst wird dadurch Zitronengelb zum (normalen) Gelb, Rosa wird Rot usw. usw. Die Belichtung spielt da sehr wohl auch mit ein.

Wenn du das Bild jetzt linealisiert, aka Tif16, bekommst, kannst du die Farbgebung nicht mehr Signifikant verändern. Die Farben sind bereits fertig berechnet und stehen FEST. Waartfarken sprch in #9 davon. Die Farbtiefe ist da nur noch ein Goodie.
Wenn du das trotzdem stark versuchst, bekommst du entweder VÖLLIG falsche Farben oder die Soft lässt dich garnicht soweit gehen:
-200K Temperatur bei einem Tif16 verändern das Bild im ganz anderen Masse als -200K bei einem RAW (bei Adobe z.B.)

Du kannst am Tif16 leichte Farbstiche (warm/kalt) noch wegbügeln. Ein gelbes Foto, weil unter einer 2700k Sparfunzel, und die Kamera dachte es wäre die Mittagssonne, bekommst du mit Tif16 nicht mehr hin.

Bisschen was geht also, im Vergleich zu 8bit, ab um mehrere Welten weniger als wenn du am RAW schrauben würdest.

Geändert von Gast_175389 (28.12.2017 um 20:00 Uhr)
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Alt 29.12.2017, 08:04   #13
lichtbildle
Benutzer
 
Registriert seit: 04.06.2009
Ort: Radolfzell am Bodensee
Beiträge: 6.002
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von kart672 Beitrag anzeigen
ich soll demnächst an einer größeren Anzahl von Bildern Retuschen vornehmen, und es kann gut sein, dass der endgültige Look der Bilder erst hinterher abgestimmt wird.

Deshalb habe ich mich gefragt, ob ich die Vorteile des raw-Formates auch in eine .psd oder .tif Datei "hinüberretten" kann? Ich meine vor allem den nachträglich einstellbaren Weißabgleich.
Weißabgleich ist selbst bei 8 Bit keine Herausforderung.

Ich frage mich mehr, wie der Arbeitsablauf aussieht und welche Software zur Verfügung steht. Machst Du alles selbst oder nur Vorarbeit und dann macht jemand anders auf seiner Maschine weiter?

Wenn letzteres, dann kannst Du Raw-Daten sowieso nicht sinnvoll mitschleppen. Und wenn ersteres: Ich mache alles, was sinnvoll möglich ist (auch "Looks" in weiten Grenzen), innerhalb von Lightroom, da stellt sich dann die Frage nach einem Zwischenformat gar nicht.
lichtbildle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2017, 10:02   #14
Gast_175389
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von lichtbildle Beitrag anzeigen
Weißabgleich ist selbst bei 8 Bit keine Herausforderung.
Das ist richtig. In den allermeisten Programmen nimmt man eine Pipette und klickt auf etwas nahezu weißes oder graues. Die Herausforderung ist nur das Ergebnis dessen...
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Alt 29.12.2017, 10:55   #15
colias
Benutzer
 
Registriert seit: 05.07.2006
Beiträge: 4.063
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Der erste Satz vom TO klingt eigentlich nach Standardablauf.

Zitat:
Zitat von kart672 Beitrag anzeigen
ich soll demnächst an einer größeren Anzahl von Bildern Retuschen vornehmen, und es kann gut sein, dass der endgültige Look der Bilder erst hinterher abgestimmt wird.
Er selbst hat zwar den Weißabgleich ins Gespräch gebracht, aber wenn der nicht völlig daneben ist spielt der doch im üblichen Korrekturschleifenprozedere keine Rolle, zumindest meiner Erfahrung nach.

Alles was danach an Farbkorrekturen kommt, seien es „Looks“, Feintuning der Hauttöne, Umfärben von Kleidungsstücken, Kontraste, etc. können leicht am 16bit psd erledigt werden.
__________________
»It is a poor artist who blames his tool for his work« (Jeremy Birn)
colias ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2017, 17:04   #16
dslrhefi
Benutzer
 
Registriert seit: 06.04.2009
Beiträge: 1.792
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Nutzdateien in Varianten erzeugt aus der RAW-Datei (*.NEF)

Mein Vorgehen:
Die RAW-Datei von meiner Archivplatte über Bridge in "Adobe-Camera-Raw" (ACR) laden.
Dort wird die übliche Grundbearbeitung mit den Schieberlein oder per ACR-Preset (Entwicklungseinstellungen) wie Weißabgleich, hell / dunkel, Kontrast, Dynamic, Sättigung, Nachschärfung usw. vorgenommen.

Diese Bearbeitung wird ja bekanntlich in einer kleinen Textdatei *.XMP vermerkt und gespeichert, sinnvoller Weise im gleichen Verzeichnis wie die *.RAW.
Beide Dateien ruhen dann in Frieden im Archiv.

Die Erzeugung der Nutzdateien in diversen Formaten (16:9) und Qualitäten als JPG oder TIF erfolgt dann in Photoshop meist mit Unterstützung von "Aktionen".
Meist verwende ich eine "Aktion" die 5-6 unterschiedliche Ausgaben in einem Rutsch" erzeugt und im jeweilgen "Nutzdateilager" speichert; Ablaufdauer ca. 30 Sek.

Die Erzeugung von Nutzdateien mit größerem Bearbeitungsumfang, sowie bei Verwendung der Ebenentechnologie, erfolgt immer Ausgangs der *.RAW; die Zwischenspeicherung erfolgt in Adobes PS-Format *.PSD von der dann wiederum die eigentlichen Varianten von Nutzdateien erzeugt werden. Wenn fertig wird die meist doch große *:PSD von der Platte gelöscht.

Für jede wesentliche nachträgliche Bildbearbeitungsvariante lade ich immer die *.RAW in ACR > PS. Wenn ich die vorhandenen Grundanpassungen - die ja in der *:XMP gespeichert sind - behalten möchte, habe ich 2 Varianten:

A) bei der vorhandene *.XMP ändere ich deren "Dateiname.xmp" in "A1-Dateiname.xmp" um. Beim laden der RAW in ACR wird dann eine neue *.XMP erzeugt und kann nun grundlegend anders entwickelt / bearbeitet werden.

B) die vorhandene *.XMP wird kopiert und deren "Dateiname.xmp" in "A1-Dateiname.xmp" umbenannt. Mit der RAW wird ja dann die bisherige *:XMP geladen und kann auf deren Grundlage weiter bearbeitet werden.

Mit diesem "Trick" kann ich beliebig viele der RAW zugeordnete * .XMP erzeugen, dies bei geringstem Platzbedarf. 5 KB statt > 200 MB für *.TIF / *:PSD.

Mir ist nicht bekannt ob vergleichbares mit der LR-Datenbank möglich wäre
__________________
Gruß Helmut
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Alt 29.12.2017, 17:11   #17
Gast_175389
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

@dslrhefi
Ich empfehle den ersten Beitrag zu lesen...
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Alt 29.12.2017, 20:12   #18
dslrhefi
Benutzer
 
Registriert seit: 06.04.2009
Beiträge: 1.792
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von PGP Beitrag anzeigen
@dslrhefi
Ich empfehle den ersten Beitrag zu lesen...
Egal ob 16 oder xx Bit, RAW - bietet den klaren Vorteil für neue Bildvarianten immer das Originale "Bit-Negativ" (RAW) verwenden zu können.
Nachträgliche Anpassungen per Umweg über andere Dateiformate kann man sich somit ersparen.

RAW kann man auch nicht kaputt bearbeiten, wie soll das gehen? Gewandelte RAW-Dateien entstehen bei mir auch nicht.
Die *.XMP gelöscht / umbenannt und die RAW-Datei ist im Urzustand wie aus der Kamera. Konvertieren, neuer Weißabgleich usw.

TIF / JPG sind M.E. End- / Nutzformate. Eine PSD-Datei ist ein klassiches Zwischenformat für umfangreiche individuelle Bildbearbeitungen und Composing.

Weißabgleich - Kundenwunsch in Presets ablegen + Stapelverarbeitung.
__________________
Gruß Helmut
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dslrhefi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2017, 20:14   #19
Festan
Benutzer
 
Registriert seit: 24.07.2013
Ort: Berlin
Beiträge: 6.212
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von dslrhefi Beitrag anzeigen
Egal ob 16 oder xx Bit, RAW - bietet den klaren Vorteil für neue Bildvarianten immer das Originale "Bit-Negativ" (RAW) verwenden zu können.
Nachträgliche Anpassungen per Umweg über andere Dateiformate kann man sich somit ersparen.
mag ja alles sein- hat nur eben nichts mit der Frage zu tun.

vg, Festan
Festan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2017, 22:00   #20
Karl Günter Wünsch
Benutzer
 
Registriert seit: 04.11.2005
Beiträge: 8.421
Standard AW: Kann man die Vorteile des Raw-Formates auch in .psd oder .tif behalten?

Zitat:
Zitat von PGP Beitrag anzeigen
Nein. Das kann ich dir aus der ersten Hand sagen, da ich schon "Ewig und 3 Tage" eine Kaskade aus DxO -> Tif16 -> Lightroom -> Tif8/Jpeg fahre.

Wenn du das Bild jetzt linealisiert, aka Tif16, bekommst, kannst du die Farbgebung nicht mehr Signifikant verändern.
Nur wenn Du in einen zu kleinen Farbraum konvertierst - ProPhoto RGB oder ähnlich wäre da angesagt wenn die Folgesoftware damit klar kommt.
Karl Günter Wünsch ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
photoshop , raw , weißabgleich


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