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Alt 04.05.2021, 09:20   #1
Saile
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Ort: Esslingen
Beiträge: 8
Standard Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

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Hallo allerseits,

mich würden Erfahrungen interessieren, wie gut die Bildstabilisierung einer R5 oder R6 mittlerweile ist, kann diese mit einer Objektiv-Bildstabilisierung mithalten?
Ich interessiere mich vor allem dafür, da es auch Tele ab 400mm aufwärts ohne Bildstabilisierung gibt und diese deshalb um einiges günstiger sind.

Würde mich über ein paar Erfahrungen freuen, man kann den IS am Objektiv zum testen ja auch ausschalten.

Vielen Dank im voraus,
Grüße Elias

Geändert von Saile (04.05.2021 um 09:21 Uhr) Grund: RSF
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Alt 04.05.2021, 09:42   #2
Joe Kugelblitz
Benutzer
 
Registriert seit: 11.07.2016
Beiträge: 456
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von Saile Beitrag anzeigen

Würde mich über ein paar Erfahrungen freuen, man kann den IS am Objektiv zum testen ja auch ausschalten.
Das Problem daran ist, dass Stabi im Objektiv und Stabi in der Kamera in dem Fall gekoppelt sind. IS aus = alles aus...

Fachleute sagen allerdings, dass für lange Brennweiten der Stabi im Objektiv wesentlich besser wirkt... die Bewegungsfreiheit des Sensors ist für sowas zu eingeschränkt.
Joe Kugelblitz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2021, 10:15   #3
Saile
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 14.03.2020
Ort: Esslingen
Beiträge: 8
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von Joe Kugelblitz Beitrag anzeigen
Das Problem daran ist, dass Stabi im Objektiv und Stabi in der Kamera in dem Fall gekoppelt sind. IS aus = alles aus....
Sicher? Ich dachte, das gibt es nur mit RF-Objektiven, nicht aber bei adaptierten EF-Objektiven

Zitat:
Zitat von Joe Kugelblitz Beitrag anzeigen
Fachleute sagen allerdings, dass für lange Brennweiten der Stabi im Objektiv wesentlich besser wirkt... die Bewegungsfreiheit des Sensors ist für sowas zu eingeschränkt.
Das habe ich auch schon gehört, aber in diesem Fall würde es mich interessieren, wie nah der Stabi der Kamera da ran kommt.
Saile ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2021, 10:49   #4
schildzilla
Benutzer
 
Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 1.107
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Im Weitwinkel ist der IBIS sehr effektiv, allerdings verliert der IBIS bei langen Brennweiten an Effizienz.
Grund ist, dass im Weitwinkel alle Achsen stabilisiert werden können, nicht jedoch bei langen Linsen. Das müsste dann das Objektiv übernehmen.
Die 8 Blendenstufen mit denen geworben wird sind in den meisten Fällen eher Marketing und meist nur durch die Kombi IBIS + IS erreichbar. Der IBIS schafft das auch längst nicht mit allen Objektiven.

Am Beispiel meiner Sony a7R III mit einem 5.5 Blendenstufen IBIS kann ich dir sagen, dass ein nicht stabilisiertes 28-200mm bei 200mm je nachdem wie ruhig die Hand ist bis zu 1/20s schafft. Wer arg wackelt sollte wenigstens 1/30s schaffen.
Der IBIS der R5 schafft mit meinem Tamron 35mm 1.4 1/8s scharf.
Selten gelingt auch mal ein Bild bei 1/5s, da wird die R6 sicher besser abschneiden weil da die Auflösung da auch eine Rolle spielt. Verkleinert man die Bilder der R5 auf 20MP ist es wieder identisch.
Ich würde sagen: Ja, der IBIS kommt mit meinem 35mm Tamron durchaus mit dem IS meines Canon EF 16-35mm F4 IS mit.
Ich habe auch schon einige Fotos mit dem Sigma 135mm 1.8 an der R5 gemacht und auch da ist der IBIS noch sehr effizient.

Bei z.B. 400mm würde ich sagen es kommt echt darauf an, wie kurz die Belichtungszeit am Ende sein soll. Etwas Stabilisierung wird noch vorhanden sein.
Erwarte keine Wunder vom IBIS. Die Wackler treten bei hohen Brennweite eher in anderen Bereichen die sich im Objektiv befinden auf, weniger am Body.
Eine 1 Sekunden Belichtung wirst du bei solchen Brennweiten auch mit IS nicht erreichen.
schildzilla ist gerade online   Mit Zitat antworten
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Alt 04.05.2021, 11:18   #5
Joe Kugelblitz
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Registriert seit: 11.07.2016
Beiträge: 456
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von Saile Beitrag anzeigen
Sicher? Ich dachte, das gibt es nur mit RF-Objektiven, nicht aber bei adaptierten EF-Objektiven
Das Handbuch der R6 unterscheidet lediglich in Objektive MIT Stabi und welche OHNE Stabi... von wegen RF oder EF sehe ich da keine Differenzierung.
Joe Kugelblitz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2021, 15:41   #6
kdww
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Registriert seit: 24.12.2013
Beiträge: 4.387
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von schildzilla Beitrag anzeigen
Im Weitwinkel ist der IBIS sehr effektiv, allerdings verliert der IBIS bei langen Brennweiten an Effizienz.
Grund ist, dass im Weitwinkel alle Achsen stabilisiert werden können, nicht jedoch bei langen Linsen. Das müsste dann das Objektiv übernehmen.
Die 8 Blendenstufen mit denen geworben wird sind in den meisten Fällen eher Marketing und meist nur durch die Kombi IBIS + IS erreichbar. Der IBIS schafft das auch längst nicht mit allen Objektiven.
Das geht immer nur in der Kombination von IBIS und IS, das schaft kein IBIS alleine.

Zitat:
Zitat von Joe Kugelblitz Beitrag anzeigen
Fachleute sagen allerdings, dass für lange Brennweiten der Stabi im Objektiv wesentlich besser wirkt... die Bewegungsfreiheit des Sensors ist für sowas zu eingeschränkt.
So ist es!
Meine Erfahrung mit meiner Olympus OMD 10M2 ist die, dass ich bei Brennweiten oberhalb 150mm (entspricht 300mm wenn man den Cropfaktor einrechnet) ich immer den Objektivstabi meines Adaptierten 55-250STM benutze.
Die Kamerä lässt sich für manuelle Objektive auf eine Brennweite bis 1000mm einstellen, also 2000mm KB equivalent. das funktioniert definitv nicht, ich habe ein altes 500er, da fliegt der Sensor fast aus dem Gehäuse, so rappelt das.
ALso gerade bei Telebrennweiten ist der IBIS deutlich eingeschränkt, daher keine gute Idee ein unstabilisiertes Tele zu kaufen weil man einen IBIS im Nest hat.
Bei kürzeren Brennweiten, absolut keine Frage, da ist der IBIS super.
kdww ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2021, 15:49   #7
schildzilla
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Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 1.107
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von kdww Beitrag anzeigen
Das geht immer nur in der Kombination von IBIS und IS, das schaft kein IBIS alleine.
Stimmt nicht ganz. Das RF 85mm 1.2 schafft nur mit IBIS alleine die vollen 8 Blendenstufen.
Da wird aber auch sicher der IBIS aufgrund des großen Bildkreises der Linse von der Firmware die Erlaubnis bekommen, voll auszuschwingen ohne aus dem Bildkreis zu kommen was sonst Abschattung und/oder Unschärfe in manchen Bildbereichen zur Folge hätte.
Ob es mittlerweile weitere Objektive gibt die die vollen 8 Stufen nur mit IBIS schaffen, weiß ich nicht.

Aber mal so viel am Rande weil es auch ganz gut passt:
Ein RF 100-500mm schafft in Kombination mit dem IBIS gerade mal eine Blendenstufe mehr (5 Stufen das Objektiv, 6 zusammen mit IBIS, also noch immer keine 8. Alle Angaben von Canon). Den Rest macht der IS - also im Grunde macht der IS fast die ganze Arbeit alleine.
Der IBIS bringt bei der Brennweite 500mm also voraussichtlich bis zu 1 Blendenstufe und ob es 1 Blendenstufe auch bei einem nicht stabilisierten Teleobjektiv wäre (kann mehr oder auch weniger sein), ist die andere Frage.
Sagt denke ich einiges über die Leistungsfähigkeit des IBIS bei langen Brennweiten aus, oder nicht?

Geändert von schildzilla (04.05.2021 um 16:00 Uhr)
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Alt 05.05.2021, 19:35   #8
bionet
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Beiträge: 2.540
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Ich habe einen kurzen Test mit einem manuellen Objektiv (M42 Yashinon DS 1.7/50) und dem RF 50/1.8 gemacht.

Mit dem Yashinon konnte ich scharfe Bilder bei 1/8s machen, mit dem RF bei 1/4s.

Es scheint so, dass mitunter allein das Vorhandensein eines RF-Objektivs den IBIS besser arbeiten lässt, siehe auch die Angaben zu nicht stabiliserten Objektiven wie dem 28-70/2.

Mit dem Tamron 150-600 VC (vibration control) und VC-Einstellung 1, also immer stabilisiert, brachte der IBIS noch eine geringfügige Verbesserung um vielleicht eine Blende. Leider lässt Canon einen in der Kamera den IBIS nicht getrennt vom Objektiv ausschalten, der Schalter am Objektiv schaltet beides an oder aus. Keine Ahnung also wie sich der IBIS allein geschlagen hätte.
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Alt 05.05.2021, 23:40   #9
Joe Kugelblitz
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Registriert seit: 11.07.2016
Beiträge: 456
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von schildzilla Beitrag anzeigen
Stimmt nicht ganz. Das RF 85mm 1.2 schafft nur mit IBIS alleine die vollen 8 Blendenstufen.
Wie hast du das denn ausgemessen? Ich weiss jetzt nicht auswendig, welche Zeit ich mit einem 85er sicher aus der Hand schiessen kann, aber ich denke mal, bis 1/125s geht gut ... +8 Blenden wäre dann was... 2s? Das halte ich ehrlich gesagt für utopisch.
Joe Kugelblitz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2021, 06:43   #10
schildzilla
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Registriert seit: 20.04.2013
Beiträge: 1.107
Standard AW: Erfahrungen Kamera-Bildstabilisierung (R5/R6)

Zitat:
Zitat von Joe Kugelblitz Beitrag anzeigen
Wie hast du das denn ausgemessen?
Das sind die offiziellen Angaben von Canon:
https://www.canon-europe.com/pro/sto...stabilization/

Zitat:
The RF mount's wide diameter and short flange back has also enabled Canon to produce lenses with a large image circle. A larger image circle gives the sensor more room to move without risk of the image getting cut off, which can sometimes occur with a narrower lens mount. The large image circle therefore allows the camera's in-body image stabilization to deliver up to 8 stops of IS when using lenses such as the RF 28-70mm F2L USM and RF 85mm F1.2L USM, which do not feature built-in optical stabilization.
schildzilla ist gerade online   Mit Zitat antworten
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Stichworte
bildstabilisierung , canon r5 , canon r6 , image stabilisation


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