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Alt 02.06.2020, 23:11   #1
LanaBüba
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Standard Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

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Hallo,
ich bin auf der Suche nach einer neuen Kamera. Bisher habe ich immer mit besseren Kompakten fotografiert, aktuell mit einer Canon G1X (1. Generation, Cropfaktor: 1,85).
Mir fehlt:
- Ein schnellerer und sicherer Autofokus (in fast jeder Situation)
- Mehr Spielraum beim Spiel mit der Schärfentiefe besonders jenseits von 28 mm Kleinbildäquivalent (aktuell nominal Blende 2.8 @ 15 mm, Blende 5.6 ab ca. 38 mm)
- Kleinere Bildwinkel/mehr Brennweite (aktuell Kleinbildäquivalent 28-112 mm, mit Telekonverter ca. 200 mm Festbrennweite)
- Bessere Makroeigenschaften
- Eine höhere Serienbildrate mit RAW-Bildern
Ich bin bisher die Problembereiche mit einem Achromaten (B.I.G. medical macro CU lens , +8 dpt) und einem Telekonverter (Siocore 1.8X HD) angegangen und habe ganz zufriedenstellende Ergebnisse erzeugt. Einen Weitwinkelkonverter habe ich auch, aber praktisch nie benutzt. Brennweiten unter 28 mm scheinen für mich bisher nicht so wichtig gewesen zu sein.
Ich beschäftige mich mit Bildgestaltung, Bildbearbeitung (RAW-Entwicklung, Retusche) und den technischen Aspekten der Fotografie. Ab und zu gehe ich (alleine) gezielt auf Motivsuche, meistens habe ich die Kamera aber einfach dabei und nutze die Gelegenheiten, die sich z.B. im Urlaub, auf Ausflügen oder Feiern ergeben. Ich bin kein Anfänger mehr aber auch kein Pro. Irgendwo dazwischen, ein interessierter Hobbyfotograf.
Das einzige markenbezogene Equipment, das ich bereits besitze, ist ein Metz-Blitz für Canon. Aber den sollte ich ja zumindest im manuellen Modus an allen Kameras benutzen können (Richtig?).
Ich bin auf der Suche nach einer neuen Kamera, die mir im Vergleich zur G1X einen Zugewinn an Qualität und Möglichkeiten bietet. Die Größe ist eher zweitrangig. Da mein Budget für eine Kamera mit einem (ersten) Objektiv (Festbrennweite?) bei ca. 1000 Euro liegt, schließe ich an einen Gebrauchtkauf nicht aus. Es darf aber auch neu sein.
Meine Präferenzen in absteigender Gewichtung:
- Tiere im Zoo, Makro
- Menschen/Familie im Alltag/auf Feiern
- Landschaft mit und ohne Sterne
- (Sport)
- (Video)
Ob es eine Vollformat- oder eine Crop-Kamera werden soll, weiß ich noch nicht. Das läuft wohl auf einen Preis-Leistungsvergleich hinaus.
Bisher ist mir nicht ganz klar, ob ich beim Objektivkauf bei vergleichbaren Abbildungseigenschaften (für mich vor allem wichtig: Bildwinkel und Schärfentiefe) und Abbildungsqualität mit einer Crop-Kamera im Vergleich zu einer Vollformat-Kamera nennenswert sparen kann. Wenn nicht, würde ich mich für eine Vollformat-Kamera entscheiden.
Nach meinen bisherigen Recherchen denke ich an eine Kamera der Marken Nikon, Canon oder Sony. Die folgenden Kameras scheinen mir da qualitativ (basierend auf DXO) und preislich (gebraucht bei ebay für unter 900 Euro möglich (die Recherche ist allerdings schon etwas her)) besonders interessant zu sein:

Vollformat:
Canon EOS 5D II, EOS 6D
Nikon D800, D800E, D600, D610
Spiegellos:
Sony A7R, A7S, A7 II (A7 II und A7S nur 12 bit Farbtiefe?)

Crop:
Canon 7D II, 80D, 800D
Nikon D5600, D7200, D5500, D7500

Ich habe schon von allen drei Marken Kameras im Geschäft in der Hand gehabt, kann aber anhand dieser kurzen Erfahrungen keinen Favoriten bestimmen.
Falls euch noch andere preislich in Frage kommende Kameras der drei Hersteller einfallen, nehme ich sie gerne mit in meine Überlegungen auf. Ich erhoffe mir hier persönliche Erfahrungen von euch, im Besonderen auch von denjenigen, die mehrere Kameras direkt vergleichen konnten.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen im Kompaktbereich, weiß ich nicht, ob ich auf ein schwenkbares Display verzichten möchte. Dann würden allerdings alle oben genannten Canon und Nikon Vollformatkameras nicht in Frage kommen.
Mir wurde gesagt, dass Objektive vergleichbarer Qualität für Nikon tendenziell teurer sind als für Canon und dass man an spiegellose Sony-Kameras relativ einfach und verlustarm auch Objektive für Canon und Nikon adaptieren kann. Stimmt das so?
Ich würde mich vor allem über Vorschläge für Objektive freuen. Wobei hier auf der einen Seite das Preis-Leistungs-Verhältnis für mich eine Rolle spielt, ich auf der anderen Seite lieber mal etwas länger spare, um mir vielleicht etwas Besseres kaufen zu können.
Ich suche mittel- bzw. langfristig (Brennweiten in Kleinbildäquivalent):
- Eine Festbrennweite für Portraits
- Einen Zoom für den Alltag (28/50 - 80/100/150 mm)
- Ein Makro-Objektiv (Festbrennweite?)
- Ein Tele-Objektiv 300+ mm (moderater Zoom, Festbrennweite?)

Habt ihr Tipps, worauf ich beim Gebrauchtkauf von Kameras und Objektiven achten muss?
LanaBüba ist offline  
Alt 03.06.2020, 01:27   #2
nwsDSLR
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Hallo!

Sehr spezifisch kann ich deine Fragen leider nicht beantworten, aber ein paar Gedanken hätte ich....

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Ab und zu gehe ich (alleine) gezielt auf Motivsuche, meistens habe ich die Kamera aber einfach dabei und nutze die Gelegenheiten, die sich z.B. im Urlaub, auf Ausflügen oder Feiern ergeben.
Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Die Größe ist eher zweitrangig.
Dieses "einfach-dabei-haben" ist leider eine Sache, die auch mit der Kameragröße zusammenhängt. Eine G1X hat ja ein schönes kleines Packmaß, eine DSLR/DSLM wird auf jeden Fall etwas größer und - wenn man die ganze Flexibilität (sprich: Objektive und Zubehör) immer haben will - dann sogar deutlich größer. Am Ende überlegt man sich sehr genau, wann man was mitnimmt. Ich habe mir vor einiger Zeit aus Unzufriedenheit mit den billigen Telezoom-Objektiven eine stattliche Tele-Festbrennweite gekauft. Die macht exzelleten Bilder. Aber leider liegt sie oft zu Hause, weil sie einfach so groß ist und viel wiegt. Schlimm ist das zwar nicht, weil ich sie jetzt viel bewusster einsetze, aber es ist halt anders. Nur so als Anekdote. ;-) Die G1X könntest du also evtl. in der Gesamtplanung als "Immer-Dabei-Kamera" weiterin beachten.

Bei Canon und Nikon hast du ausschließlich DSLRs aufgelistet. Du weißt aber, dass die beiden Hersteller auch DSLMs (spiegellos) anbieten? Da du mit den Sonys ja auch für Spiegellose offen bist, würde ich die Canons und Nikons da auch mal genauer anschauen! Auch Fujifilm baut DSLMs v.a. mit APS-C-Sensor. Auch mFT würde ich nicht unbedingt wegen des nicht größeren Sensors abschreiben, zumal man durch die Wechselobjektive z.B. dem Wunsch nach geringer Schärfentiefe mit sehr lichtstarken Objktiven (wie etwa f/0,95) nachkommen kann. Interessant sind dort vielleicht die Telebrennweiten.

Ob es APS-C oder Kleinbild werden soll, musst du am Ende selbst entscheiden. Die Hauptkriterien sind wahrsch. Kosten, Abmaße, Gewicht und vielleicht Freistellungspotenzial (geringe Schärfentiefe), weil dir das wichtig ist. Die Faktoren Qualität bzw. Bildqualität durch Rauscharmut sehe ich allgemein und im Besonderen bei deinen Anforderungen als nicht so stark entscheidend an. Natürlich hat KB die typischen Vorteile, aber Tiere im Zoo (viel Brennweite), Makros (möglichst viel Schärfentiefe), Landschaft (viel Schärfentiefe, passende Bildwinkel) sind Punkte aus deiner Prioritätenliste, die nicht unbedingt nach KB schreien. Generell muss man wohl immer konkret zwischen passenen Angeboten vergleichen und dann seine Prioritäten nochmal durchchecken. Also z.B. "Brauche ich die maximale Freistellung für Portraits oder reicht etas weniger?". Und wenn Jein: "Gibt es evtl. ein Objektiv für APS-C, das eine Blende lichtstärker ist als für KB, womit ich das dann etwa ausgleichen kann?" usw. Das ist im Moment schwer zu überblicken.

So richtig konkrete Tipps habe ich jetzt leider auch (noch) nicht. Es hilft bei der Entscheidung meist sehr, wenn man sich zunächst mal festlegt, ob man eine DSLR oder eine DSLM haben will. Dann wird es schon viel leichter, weiter zu recherchieren. Beide Konzepte haben ihre Vorteile. Wenn du von Null einsteigen willst in ein System, werden dir wahrsch. viele Leute hier zum vermeintlich zukunftsträchtigeren spiegellosen System raten. Umgekehrt ist aber gerade jetzt durch die vielen DSLR-auf-DSLM-Umsteiger eine gute Zeit, gebrauchte DSLRs zu kaufen und im riesigen Pool des (Objektiv-)Zubehörs zu fischen.
__________________
.
Da in Komposita anscheinend nur Deppen Leerzeichen machen, nennt man diese Deppenleerzeichen.
.
Sonne lacht, Blende 5,6! Ich fotografiere mit APS-C-DSLRs von PENTAX und Nikon.
nwsDSLR ist offline  
Alt 03.06.2020, 07:37   #3
janni1
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Registriert seit: 02.11.2008
Beiträge: 208
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Hast Du µFT bewusst ausgeschlossen?

Bei Panasonic wie auch bei Olympus gibt es da sehr schöne Möglichkeiten für Deinen Bedarf:
Olympus OM-D E-M1MK2
Alltags Zoom: 12-40/2,8 oder 12-100/4 oder 12-200/3,5-5,6
Porträt: Sigma 56/1,4 oder Sigma 30/1,4 oder Oly 45/1,8
Makro: können die Standard Objektive schon sehr gut, ansonsten:
Oly 30/3,5 oder Oly 60/3,5
Tele:
das o.g. 12-200 wählen oder aber 40-150/2,8 oder 40-150/4,5-5,6

Alles gibt es gebraucht, z.B. bei MBP zu akzeptablen Tarifen.
Ein gleiches Setup ist auch von Panasonic aufsetzbar, z.B. mit der G9 oder der GX.. mit den 12-60/2,8-4,0 usw..
Die Objektive und Kameras sind mixbar - zwischen Pana und Oly.
Jan
__________________
Olympus OM-D mit Glas
janni1 ist offline  
Alt 03.06.2020, 11:53   #4
rachmaninov
Benutzer
 
Registriert seit: 07.05.2018
Beiträge: 2.080
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Brennweiten unter 28 mm scheinen für mich bisher nicht so wichtig gewesen zu sein.
schonmal eine wichtige Info.

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Da mein Budget für eine Kamera mit einem (ersten) Objektiv (Festbrennweite?) bei ca. 1000 Euro liegt, schließe ich an einen Gebrauchtkauf nicht aus. Es darf aber auch neu sein.
Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Meine Präferenzen in absteigender Gewichtung:
- Tiere im Zoo, Makro
- Menschen/Familie im Alltag/auf Feiern
- Landschaft mit und ohne Sterne
- (Sport)
- (Video)
zum ersten Objektiv - aber auch generell für die Systemwahl - willst Du zuerst eine Linse für Zoo (meist Tele 300mm an KB oder mehr) oder ein Makro oder eine "normale" FB?

an welche Sportarten denkst Du?

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Ob es eine Vollformat- oder eine Crop-Kamera werden soll, weiß ich noch nicht. Das läuft wohl auf einen Preis-Leistungsvergleich hinaus.
nicht nur - welche Linsen gibt es überhaupt für welches System (in jeweils welcher Qualität) und wie groß/teuer werden die jeweils.

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Bisher ist mir nicht ganz klar, ob ich beim Objektivkauf bei vergleichbaren Abbildungseigenschaften (für mich vor allem wichtig: Bildwinkel und Schärfentiefe) und Abbildungsqualität mit einer Crop-Kamera im Vergleich zu einer Vollformat-Kamera nennenswert sparen kann. Wenn nicht, würde ich mich für eine Vollformat-Kamera entscheiden.
warum?

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Ich suche mittel- bzw. langfristig (Brennweiten in Kleinbildäquivalent):
- Eine Festbrennweite für Portraits
- Einen Zoom für den Alltag (28/50 - 80/100/150 mm)
- Ein Makro-Objektiv (Festbrennweite?)
- Ein Tele-Objektiv 300+ mm (moderater Zoom, Festbrennweite?)
s.o. - was zuerst und was hat welche Priorität? Tele wird schnell groß und teuer (wenn es was taugen soll). Macro = "nah ran" oder 2:1 oder 1:1 ...

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Habt ihr Tipps, worauf ich beim Gebrauchtkauf von Kameras und Objektiven achten muss?
wenn sie deutlich runtergerockt sind, können sie auch innere Schäden haben.
Verschlußlebensdauer kann ein Thema werden. Früher hat man auch gern geschaut, ob die Zeiten in etwa stimmen, aber das waren mechanische Kameras.
Objektive - auch hier - allgemeinzustand anschauen, hat das Objektive "Einschläge" kann es Dezentrierungen geben (kann es aber auch so), Sind die Linsen klar? (Wegen Fungus)

Zitat:
Zitat von nwsDSLR Beitrag anzeigen
Dieses "einfach-dabei-haben" ist leider eine Sache, die auch mit der Kameragröße zusammenhängt. Eine G1X hat ja ein schönes kleines Packmaß, eine DSLR/DSLM wird auf jeden Fall etwas größer und
ja - das ist ein Widerspruch

Zitat:
Zitat von janni1 Beitrag anzeigen
Hast Du µFT bewusst ausgeschlossen?
mFT ist sicherlich eine gute Option für den TO.
rachmaninov ist gerade online  
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Alt 03.06.2020, 12:32   #5
Jicha
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Beiträge: 149
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Hallo, bevor Du dich für ein System entscheidest,recherchiere auf jeden Fall nach einem Set von Objektiven, die Deinen Wünschen entspricht ( auch wenn einige davon zuerst nur auf die "innere Wunschliste" kommen.)

Das Objektiv ist für Qualität und Bildgestaltung entscheidener als die Kamera.
Und Du wirst es wahrscheinlich länger benutzen, während Du bei der Kamera vielleicht gelegentlich auf eine neue Version wechselst.

Sony ist das einzige System, mit dem ich mich auskenne.
Meine Empfehlung für Dich im Sony Vollformat wäre:

Sony 70-300 Teleobjektiv (Zoo)
Sony 90 Macroobjektiv ( Portrait und Macro )
Tamron 28 - 75 (Alltag)

Das Teleobjektiv ist bei Sony Vollformat ist das "Nadelöhr" dabei. Ich benutze eins und mir fehlt oft bei der Tierfotografie etwas Telebrennweite.
Aber alle andren Teleobjektive bei Sony sind schwerer (ich fotografiere Handheld, das geht bei diesem Objektiv noch gerade) und noch teurer.

Das Macro 90 ist ebenfalls teuer, aber einfach toll ( ich vermute, es ist das beste Macroobjektiv im Sony-System ). Es gäbe z.B. auch das günstigere Macro 50.

Das Tamron habe ich vorgeschlagen, weil es eine sehr gute Naheinstellungsgrenze hat, es ist möglich damit "Pseudo-Macro" mit etwa 1:4 aufzunehmen, ohne das Objektiv wechseln zu müssen.

Das wären dann Anschaffungen "nach und nach".

Eine Überlegung wäre noch Sony APSC.
Dias 70-300 Tele, das mir auf Vollformat nicht reicht, reicht mir bei meiner APSC - Sony Kamera gut.

Sony 6000 wäre z.B. ein sehr preiswerter Einstieg ins Sony-System. Dazu nach und nach die oben genannten Obektive und Du kannst jederzeit auch auf Sony Vollformat umsteigen oder ergänzen.
Für Teleaufnahmen nimmst Du dann bevorzugt deine APSC Kamera.

Eine andere Möglichkeit wäre es, mit der Sony6400 direkt mit einer Kamera der neuesten Generation einzusteigen.

Interessante APSC- Objektive könnten für Dich
das neue Sony 70 - 350
und das (sehr günstige) Macro 30 sein.
Jicha ist offline  
Alt 03.06.2020, 13:17   #6
SilkeMa
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Registriert seit: 11.08.2013
Beiträge: 2.455
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Zitat:
Zitat von Jicha Beitrag anzeigen
....Das Teleobjektiv ist bei Sony Vollformat ist das "Nadelöhr" dabei. Ich benutze eins und mir fehlt oft bei der Tierfotografie etwas Telebrennweite.
Aber alle andren Teleobjektive bei Sony sind schwerer (ich fotografiere Handheld, das geht bei diesem Objektiv noch gerade) und noch teurer....
Das ist der Punkt, den Du genau überlegen musst. Was darf das Tele maximal kosten und wiegen ? So bin ich persönlich auf mFT gekommen, dann geht sogar Wildlife und Vogelfotografie noch recht gut tragbar im Rucksack.

Wobei man in der Regel es sich aus dem Kopf schlagen muss, so nebenbei auf Wanderungen zu fotografieren. Hast Du nur eine Kamera dabei und wenn das Objektiv gewechselt ist, dann ist das Tier weg. Oder Du nimmst zusätzlich noch deine Kompaktkamera für Landschaft mit.

Beim Zoo kommt es drauf an, häufig reichen auch 400 mm in KB, manchmal sogar weniger. Wobei Tierportraits mit 600 mm wesentlich einfacher sind. Ebenso bei Eichhörnchen ist mehr Brennweite empfehlenswert. Weniger Brennweite reicht nur, wenn man Eichhörnchen mit Nüssen anfüttert oder Eichhörnchen fotografiert, die häufiger von anderen gefüttert werden .

Lange Teleobjektive für Kleinbild sind von Sigma oder Tamron immer noch relativ preisgünstig, dann DSLR. Oder wenn man an Spiegellos adaptieren will, dann tendenziell eher eine Canon oder Nikon Kamera nehmen, damit der Autofokus gut funktioniert.

Bei Sony würde ich nur native Objektive für die Tierfotografie nehmen. Die Übersicht dazu gibt die Sony Homepage.

Für Makro kannst Du mal bei Traumflieger Video Tutorials reinschauen. Makro ist eine Wissenschaft für sich, so nebenbei schwer: https://www.traumflieger.de/reports/...fie:::160.html

VG,
Silke
__________________
Samsung NX (NX1, NX30, NX300) und mFT ( GX8 plus G9 + 100-400 mm)
Einige meiner Bilder: https://www.flickr.com/photos/133364...57671957893575

Geändert von SilkeMa (03.06.2020 um 14:13 Uhr)
SilkeMa ist gerade online  
Alt 03.06.2020, 21:55   #7
LanaBüba
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Ort: Niederrhein
Beiträge: 110
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

@nwsDSLR und die anderen
Danke für eure Antworten.

Ich habe mich da wohl etwas ungenau ausgedrückt. Ich suche keine Immer-Dabei-Kamera. Ich nehme meine Kamera in vielen Situationen schon bewusst mit, weil ich etwas Fotogenes erwarte oder den Auftrag der Chefin habe zu fotografieren. Wenn ich alleine „auf Motivsuche“ losziehe, dann lasse ich mich von dem was vorbei kommt inspirieren und experimentiere etwas herum. Dann mache ich halt all das, was man mit Anhang nicht machen kann.

Ich bin mir durchaus bewusst, was eine Vollformatkamera mit 300 mm-Objektiv wiegt. Das kenne ich von Freunden. Und die G1X will ich ja nicht loswerden.

Ich schließe Spiegellose nicht aus, aber bisher scheinen sie mir vor allem vom Preisrahmen bzw. bei den günstigeren von den qualitativen Eigenschaften den oben genannten unterlegen. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

Die kleineren Sensoren (APS-C und ggf. mFT) sind natürlich bezüglich der größeren Brennweiten sehr interessant und – was ich hier herauszufinden versuche - vergleichbare lichtstarke Objektive nicht unbedingt teurer als bei Vollformat!?? Hinzu kommt noch, dass die in meinem Preisrahmen liegenden (gebrauchten) Vollformatkameras eher älteren Datums sind und vergleichbare große Brennweiten deutlich teurer. Darum such ich hier ja auch eure Hilfe. Ich suche nach einem für mich guten Kompromiss aus Preis und Abbildungseigenschaften. Die Punkte die nwsDSLR angesprochen hat, helfen mir auf jeden Fall schon weiter.

Außer dem Alltags-Zoom kann alles andere ruhig eine Festbrennweite sein. Ich tendiere eher zu Festbrennweite und guter Abbildungseigenschaft als Zoom und mäßige Abbildungseigenschaften.

@janni1
Ich habe mFT nicht prinzipiell ausgeschlossen, habe aber immer das irrationale Gefühl, dass ich dann außer den Wechselobjektiven zu meiner G1X nicht viel gewonnen habe.

@rachmaninov
Welches Objektiv als erstes kommt ist mir egal. Auch eine Festbrennweite mit Fuß-Zoom ist OK. Hauptsache ich habe ein einsatzfähiges System. Die anderen Objektive kommen dann mehr oder weniger schnell hinterher. Je nachdem was sich finanziell und vom Angebot ergibt.

Bei Sport denke ich an Turnen in der Halle oder auch mal Ski- und Snowboardfahren. Das ist aber eher unwichtig.

„ welche Linsen gibt es überhaupt für welches System (in jeweils welcher Qualität) und wie groß/teuer werden die jeweils.“
Damit beschreibst du ganz genau mein Dilemma. Dafür fehlt mir einfach die Übersicht und ich hoffe hier auf eure Beratung. Ohne wirkliche Grundlage würde ich vermuten, dass gerade unter dem finanziellen Aspekt das APS-C-Format günstiger ist, ohne allzu große Abstriche im Vergleich zum Vollformat bei der Qualität/den Möglichkeiten zu haben.

Unter Makro verstehe ich im Bereich 1:1.

@Jicha
Danke für deine Empfehlungen. Wenn ich mich für ein System und eine Marke entschieden habe, komme ich ggf. noch einmal darauf zurück.

@SilkeMa
Wildlife und Vogelfotografie ist zwar verführerisch, aber schlussendlich doch nichts für mich. Der Zoo reicht mir.


Aus den bisherigen Antworten tendiere ich eher zu APS-C, besonders auf Grund des finanziellen Rahmens und der daraus resultierenden (älteren) Kameraauswahl bei Vollformat und der möglichen Folgekosten für die Objektive.
LanaBüba ist offline  
Alt 03.06.2020, 23:25   #8
rachmaninov
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Registriert seit: 07.05.2018
Beiträge: 2.080
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Ich bin mir durchaus bewusst, was eine Vollformatkamera mit 300 mm-Objektiv wiegt. Das kenne ich von Freunden.
reichen Dir denn 300mm @KB? wie lichtstark dann?

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Ich schließe Spiegellose nicht aus, aber bisher scheinen sie mir vor allem vom Preisrahmen bzw. bei den günstigeren von den qualitativen Eigenschaften den oben genannten unterlegen. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
dazu ein klares Jain.
Es gibt auch günstiges DSLM Gehäuse, die sind dann teils 2 Generationen alt, kosten aber nur 150,-. So habe ich bei Fuji X reingeschnuppert (kommend von Canon KB). Überall gibt es teure Linsen, aber auch die ein oder andere günstige Perle. Deswegen musst Du wissen - und wir verstehen, was wirklich - wie - Priorität hat.
Laut Deiner Aufzählung wäre Zoo, also Tele die oberste Priorität, also solltest Du schauen welches System Dir da das beste bietet. Oder ob ein scharfes, aber "dunkles" Telezoom ausreichen könnte.

Oder das Standardzoom soll Priorität haben - dann schau dort, was es wo gibt. Etc.

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Die kleineren Sensoren (APS-C und ggf. mFT) sind natürlich bezüglich der größeren Brennweiten sehr interessant und – was ich hier herauszufinden versuche - vergleichbare lichtstarke Objektive nicht unbedingt teurer als bei Vollformat!??
wie meinst Du das? Preise schwanken und es gibt in jedem System teure und billige Optiken.

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Hinzu kommt noch, dass die in meinem Preisrahmen liegenden (gebrauchten) Vollformatkameras eher älteren Datums sind und vergleichbare große Brennweiten deutlich teurer. Darum such ich hier ja auch eure Hilfe. Ich suche nach einem für mich guten Kompromiss aus Preis und Abbildungseigenschaften.
Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Außer dem Alltags-Zoom kann alles andere ruhig eine Festbrennweite sein. Ich tendiere eher zu Festbrennweite und guter Abbildungseigenschaft als Zoom und mäßige Abbildungseigenschaften.
Tele FBs sind eher selten, da wird es wohl eher auf ein Zoom rauslaufen.

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
@rachmaninov
Welches Objektiv als erstes kommt ist mir egal. Auch eine Festbrennweite mit Fuß-Zoom ist OK. Hauptsache ich habe ein einsatzfähiges System. Die anderen Objektive kommen dann mehr oder weniger schnell hinterher. Je nachdem was sich finanziell und vom Angebot ergibt.
da beisst sich die Katze in den Schwanz...

Wenn Zoo oberste Priorität hat kommt wieder mFT ganz nach vorne, aber für Fuji X gibt es das sehr scharfe und extrem billige 50-230 (ca. 350mm @ KB), wenn mehr Budget da ist käme auch das 55-200 in Frage (lichtstärker, gleich kompakt)

Allerdings gibt es nur 2 1:1 Makros (beide nicht günstig), aber das 60mm (2:1) ist sehr erschwinglich.

Zitat:
Zitat von LanaBüba Beitrag anzeigen
Aus den bisherigen Antworten tendiere ich eher zu APS-C, besonders auf Grund des finanziellen Rahmens und der daraus resultierenden (älteren) Kameraauswahl bei Vollformat und der möglichen Folgekosten für die Objektive.
könnte der P/L Sieger sein.
rachmaninov ist gerade online  
Alt 04.06.2020, 07:45   #9
SilkeMa
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Beiträge: 2.455
Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Beim Zoo bist Du bei Portraits auch häufig bei 600 mm in KB, Beispiel: https://www.flickr.com/photos/133364...7668637060696/

Häufig reicht auch was kürzeres, aber nicht immer: https://www.flickr.com/photos/133364...7668637060696/

https://www.flickr.com/photos/133364...7668637060696/

Hier gibt es bei Fuji auch ein ähnliches Objektiv wie mein 50-150 2,8. Aber, wie gesagt, ganz oft ist das auch zu kurz. Ein 75-200 2,8 wäre besser an APS-C. Und / oder zusätzlich ein 100-400 mm an APS-C.
__________________
Samsung NX (NX1, NX30, NX300) und mFT ( GX8 plus G9 + 100-400 mm)
Einige meiner Bilder: https://www.flickr.com/photos/133364...57671957893575
SilkeMa ist gerade online  
Alt 04.06.2020, 08:35   #10
m58
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Standard AW: Von der Edelkompakten zu mehr Möglichkeiten?

Nun, Deine Anforderungen sind ja nicht so ungewöhnlich. Ich habe mich nach einigem Hin und Her (sprich Käufen und Verkäufen) inzwischen so aufgestellt:

Wenn es leicht und handlich sein MUSS: Fuji X-T20 mit XF 35/1.4 sowie 18-55/2.8-4

Für alle anderen Falle habe ich mir auf dem Gebrauchtmarkt in den letzten Monaten Schritt für Schritt folgendes besorgt:
Nikon D810 mit
Zeiss Distagon 21/2.8 ZF.2 (MF)
Nikkor 24/1.8 G ED (AF)
Tamron 45/1.8 Di VC USD (AF, stabilisiert)
Zeiss Makro-Planar 100/2 ZF.2 (MF)
Nikkor 300/4 AF-S ED (AF)
Telekonverter TC-17E II

Die Objektive, die einen Blendenring haben (beide Zeiss, Nikkor 300) kann ich mittels eines passiven Adapters auch an der X-T20 verwenden. Das funktioniert wunderbar.

Ich denke, dass ich mit dieser Ausrüstung mindestens die nächsten 5 Jahre bestens leben kann, bis dass die D810 irgendwann nicht mehr will. Dann wird sie durch eine gebrauchte D850 oder Z7 ersetzt.

Falls noch ein oder zwei Objektive hinzukommen, werden es manuelle FB von Zeiss oder Voigtländer sein.
__________________

Nikon D810 mit Glas von Nikon, Tamron und Zeiss || Fuji X-T20 und Fuji X-E2s mit Glas von Fujifilm


https://500px.com/mareng

Geändert von m58 (04.06.2020 um 09:31 Uhr) Grund: ...
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