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Alt 10.03.2018, 12:46   #1
chucky121
Benutzer
 
Registriert seit: 04.10.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 16
Standard Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

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Moin ich möchte an dieser Stelle mal eine Diskussion anstossen:

Problematik:
Schon länger hadere ich mit der Überlegung, welche (heutige) Technik am geeignetsten für die Aufnahme großer Architektur die Beste ist (nicht nur technisch perfekt sondern auch praktikabel).
Ein Tilt-Shift Objektiv liegt nahe, dieses bietet aber unter Umständen auch nicht die eine Lösung , da dort auch im Extrembereich bei hohen Gebäuden nicht unbedingt alles drauf passt und die extreme Perspektive auch nicht immer der Bildwirkung gut tut!
Ich nutze eine Mikro Four-Third, da gibt es davon mal ab nichts Vergleichbares.

Eine Lösung wäre nun ein Super-Weitwinkel, wie das Olympus 7-14mm (2fach Crop= 7mm entspricht 14mm im Vollformat). Getestet habe ich das aber auch wenn das Objektiv einen Bildwinkel von 120° Grad hat, führt dies nicht unbedingt zu einem tollen Bild weil man nunmal immer noch versuchen muss, möglichst keine stürzenden Linien zu haben, in dem Bereich ist schon ein leichtes verkippen wirklich heftig. Mit Photoshop bekommt man das halbwegs in den Griff aber viel bleibt vom Bild nicht übrig...

Zweite Möglichkeit, die ich sehe ist ein Nodalpunktadapter und eine etwas geringere Brennweite (leichtes Weitwinkel, möglichst Verzerrungsfrei z.B. 17mm=35mm). Damit dann gleich in die Vollen und ein "korrekt" zusammengesetztes Panorama erzeugen, das dann im Nachgang in hoher Qualität entzerrt- und von stürzenden Linien befreit werden kann.

Hat jemand von euch in dem Zusammenhang gute Erfahrungen gemacht, Tipps für mich oder Anregungen?

LG, Chucky.
chucky121 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2018, 14:51   #2
KHZ
Benutzer
 
Registriert seit: 22.01.2008
Ort: an der schönen Ruhr
Beiträge: 2.330
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Was soll bei dieser Anwendung ein Nodalpunktadapter nutzen?
Der verhindert nicht eine einzige stürzende Linie.
Du hast halt nur mehr Megapixel für das Entzerren übrig.
Hier hilft letzlich nur ein Shift-Objektiv oder sich auf halbe Höhe des Gebäudes begeben oder einfach weiter weg gehen. Ist halt blöd, wenn direkt in Deinem Rücken ein anderes Gebäude steht
Karl

Geändert von KHZ (10.03.2018 um 14:54 Uhr)
KHZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2018, 15:21   #3
Rudi_D90
Benutzer
 
Registriert seit: 04.12.2011
Beiträge: 2.683
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Zitat:
Zitat von chucky121 Beitrag anzeigen
die extreme Perspektive
ist hier einzig und allein vom Standort des Fotografen abhängig. Ob man eine verkippte WW-Aufnahme nachträglich begradigt, ob man mittels Shift-Objektivs oder unten beschnittener UWW-Aufnahme stürzende Linien schon bei der Aufnahme vermeidet oder ob man ein Panorama macht: ohne Wechsel des Standorts* ist die Perspektive ist immer die gleiche. Die perspektivische Verzerrung hat nichts mit der Verzeichnung eines Objektivs (z.B. tonnenförmige Verzeichnung bei UWW) zu tun, das sind zwei Paar Schuhe.

*wie Karl schrieb: für eine „natürlich“ wirkende Ansicht entweder höher oder weiter weg.

Geändert von Rudi_D90 (10.03.2018 um 15:25 Uhr)
Rudi_D90 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2018, 19:14   #4
01af
Benutzer
 
Registriert seit: 08.05.2007
Beiträge: 4.597
Standard Re: Panorama vs. Ultraweitwinkel

Ein "Nodalpunktadapter" existiert überhaupt nicht, und so ein Ding würde dir auch nichts nützen, wenn es ihn gäbe. Was du ggf. bräuchtest, wäre ein Panorama-Adapter. Aber – damit simulierst du ein größeres Aufnahmeformat, weiter nichts. In perspektivischer Hinsicht macht das keinen Unterschied und löst keinerlei Probleme, die du evtl. mit der Perspektive haben magst.
__________________
Jahrzehntealte Gedichte übermalt, jahrhundertealte Gemälde abgehängt oder jahrtausendealte Statuen gesprengt – immer derselbe Geist.
01af ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 11.03.2018, 21:07   #5
dierk
Benutzer
 
Registriert seit: 04.05.2006
Ort: achtern Diek
Beiträge: 1.856
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

du kannst durch stitchen das erreichen, was du dir vorstellst.

Hier sind Beispiele, alle mit der Sony A7R Vollformat am Stativ gemacht
Einzelheiten stehen auch im Bild

das 1. Bild ist normal mit dem Canon 17mm TS-E geshiftet

das 2. Bild aus 4 Aufnahmen mit dem Canon 17mm TS-E gestitcht (geschiftet jeweils um je 45° in die vier Eckrichtungen)

das 3. Bild ist ein Screen shot aus PTGui, etwa der gleiche Standpunkt mit 35mm gemacht aus 3x3=9 Bildern. Die stark verzogenen Seiten werden bei dem Endbild nicht gebraucht.

das 4. Bild zeigt die einzelnen Bilder

das 5. Bild: das Ergebnis nach dem Stitchen ist perfekt brauchbar.

Einen Kopf, bei dem du den Nodalpunkt korrekt einstellen kannst brauchst du nur, wenn du nahen Vordergrund hast bzw. wenn das Bild stark in der Tiefe gestaffelt ist. Bei den üblichen Entfernungen bei Architektur kein Problem!
Ein Problem beim Stitchen ist natürlich immer, das das Objekt sich nicht verändert, z.B. Personen oder Fahrzeuge oder auch Wolken und Sonnenlicht, das sich während der Aufnahmen durch Wolken verändern kann.

Ich hoffe, dass du damit etwas anfangen kannst. Da ich das umfangreicher gemacht habe mit den Bildern, werde ich es vielleicht noch an anderer Stelle posten:-)
VG
dierk
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg img2015_06_01_185628.jpg (258,7 KB, 115x aufgerufen)
Dateityp: jpg img2015_06_01_185435_stitch.jpg (278,6 KB, 98x aufgerufen)
Dateityp: jpg img2015_06_08_180812.jpg (235,4 KB, 91x aufgerufen)
Dateityp: jpg img2015_06_08_170243.jpg (290,2 KB, 85x aufgerufen)
Dateityp: jpg img2015_06_01_185841_stitch_perspective.jpg (224,2 KB, 153x aufgerufen)

Geändert von dierk (11.03.2018 um 21:26 Uhr)
dierk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2018, 22:35   #6
Shek7
Benutzer
 
Registriert seit: 24.12.2015
Beiträge: 56
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Zitat:
Zitat von dierk Beitrag anzeigen
das 5. Bild: das Ergebnis nach dem Stitchen ist perfekt brauchbar.

Ein paar abgeschnittene Laternen.

Edit: Aber so genau schaut wohl eh keiner drauf.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg stitcj.jpg (268,2 KB, 120x aufgerufen)
__________________
Learning
Shek7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2018, 23:15   #7
chucky121
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 04.10.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 16
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Zitat:
Zitat von dierk Beitrag anzeigen

das 5. Bild: das Ergebnis nach dem Stitchen ist perfekt brauchbar.

dierk
Erstmal vielen Dank, dass du die die Zeit genommen hast.

Ja das sieht schon sehr gut aus. Aber hier scheint doch noch genau die Problematik aufzutreten (Vordergrund Hintergrund), dass die Laternen so weit im Vordergrund stehen, dass beim Verschieben des Ausschnitts doch leichte Parallaxenfehler auftreten, die dann beim stitchen zu den (kleinen) Bildfehlern führen.
Wenn das gebäude aber frei steht gebe ich dir recht, dann braucht es nicht wirklich einen Nodalpunktadapter.

Es kristallisiert sich aber heraus, dass es eher auf das stitchen hinausläuft.

Ich möchte auf keinen Fall in Richtung Vollformat gehen (da war ich schon, sogar eine lange Zeit, hat seine Vorteile usw. aber ich liebe meine Olympus)
chucky121 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2018, 23:36   #8
dierk
Benutzer
 
Registriert seit: 04.05.2006
Ort: achtern Diek
Beiträge: 1.856
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Zitat:
Zitat von chucky121 Beitrag anzeigen
Erstmal vielen Dank, dass du die die Zeit genommen hast.

Ja das sieht schon sehr gut aus. Aber hier scheint doch noch genau die Problematik aufzutreten (Vordergrund Hintergrund), dass die Laternen so weit im Vordergrund stehen, dass beim Verschieben des Ausschnitts doch leichte Parallaxenfehler auftreten, die dann beim stitchen zu den (kleinen) Bildfehlern führen.
Wenn das gebäude aber frei steht gebe ich dir recht, dann braucht es nicht wirklich einen Nodalpunktadapter.

Es kristallisiert sich aber heraus, dass es eher auf das stitchen hinausläuft.

Ich möchte auf keinen Fall in Richtung Vollformat gehen (da war ich schon, sogar eine lange Zeit, hat seine Vorteile usw. aber ich liebe meine Olympus)
Die Bilder hatte ich jetzt hierfür herausgesucht und zusammen gestellt. Sie waren noch nicht für eine Veröffentlichung geplant gewesen. Die kleinen Stitchfehler lassen sich sicher in z.B. PTGui korrigieren durch ein paar gezielte Kontrollpunkte. Das ganze Bild hat eine Auflösung von 18.000 x 12.000 Pixeln! also genug Pixel zum Bearbeiten.
PS: macht bei 80 DPI Druck eine Größe von 5,80x3,70 Meter, Andreas Gurski wäre sicher neidisch :-))

Gerade heute habe ich eine 360° Innenaufnahme mit 10mm am Vollformat gemacht mit korrekt eingestelltem Nodalpunkt, aber auch da gab es einige kleine Fehler in den Extrembereichen.

Das Ganze hat aber nichts mit Vollformat zu tun, die Info gehört einfach dazu, wenn man Brennweiten angibt, damit man es richtig einordnen kann.

Die Bilder hatte ich gezielt für so einen Vergleich gemacht. Ich vermute, dass ich die Bilder mit dem 35mm aus der Hand gemacht habe, wie ich es fast immer mache. Stativ hatte ich nur dazu geschrieben, da ich nicht sicher bin. Wenn ich es mir jetzt überlege, dürften vom Stativ auf die Entfernung keine Parallaxenfehler aufgetreten sein.

Meine Empfehlung wäre, es einfach mal auszuprobieren, ggf. mit einem einfachen Stativ. Alle Einstellungen auf manuell, auch ISO! muss ich sicher nicht erwähnen.
Viel Spaß beim Testen
vg
dierk

wenn du einen perfekten Nodalkopf für 160€ bei ebay suchst, schreib mir einfach ein PN.

Geändert von dierk (11.03.2018 um 23:40 Uhr)
dierk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2018, 23:47   #9
Rudolino
Benutzer
 
Registriert seit: 16.10.2013
Ort: Oer-Erkenschwick
Beiträge: 531
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Das Stitchen kann ich auch empfehlen. Selbst die Ergebnisse frei aus der Hand geschossen, können sich sehen lassen.

Natürlich geht es mit einem Weitwinkel etwas schneller, wenn man mal keine Zeit hat.

Dierk hat ja demonstriert, welche Qualität man mit Stitchen erreichen kann. Abgeschnittene Laternen sehe ich nicht. Leg doch einfach los und teste das Stitchen frei Hand. Kostenlose excellente Software zum Zusammensetzen und Entzerren der Einzelbilder gibt es auch genügend. Einen Nodalpunktadapter kannst du dir später immer noch kaufen.
__________________
Viele Grüße
Rudi
Rudolino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2018, 23:48   #10
chucky121
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Threadstarter
 
Registriert seit: 04.10.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 16
Standard AW: Nodalpunktadapter vs. Ultraweitwinkel

Der Bezug auf Vollformat ging eigentlich in Richtung TS objektiv. Es macht einfach keinen Sinn ein solches objektiv an die olympus (2x crop) zu hängen. Da gibt s sicher Anwendungsbeispiele aber das wird eher Ausnahme sein.
chucky121 ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
architektur , nodalpunkt , panorama , stitching


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