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Alt 21.01.2018, 17:26   #1
chickenhead
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Standard Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - Wechseln oder nicht?

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Wie einige sicher schon im A9 Thread gelesen haben, nenne ich seit einigen Tagen eine A9 mein Eigen. Ich fotografiere seit 13 Jahren mit Canon. Nun haben mich aber die vielen Berichte zur A9 und auch zur A7RIII begeistert, gerade was den AF angeht. Und da ich zuletzt immer mal wieder mit der AF Performance meiner 5DIV hadere entschloss ich mich kurzerhand eine gebrauchte A9 zu erstehen.

Warum eine A9 und keine A7RIII? 42MP brauche ich schlichtweg nicht. Die 24MP der A9 sind vollkommen ausreichend. Zudem wollte ich auch in den Genuss des Speeds kommen und auch der elektronische Verschluss ist bei der A9 besser gelöst. Zudem liest man auch das der AF der A9 nochmal einen Tick besser sein soll. Also wenn ich Vergleiche dann auch mit der A9.

Nun muss man dazusagen, dass ich aktuell kein einziges natives Sony Objektiv besitze. Ich habe also bisher ausschließlich adaptiert. Man liest ja stellenweise die dollsten Dinge über die neuen Sony und adaptierte Canon Linsen. Sogar der Satz „schneller als mit Canon Bodys“ fiel da mal. Da war ich natürlich neugierig. Ich konnte mir das zwar beim besten Willen nicht vorstellen, aber probieren geht über studieren. Natürlich waren meine Erwartungen aber recht hoch.

Aber bevor ich zum AF usw. komme noch ein paar Worte zu meinen Absichten und Vorstellungen. Ein Wechsel von 0 auf 100 zu Sony kommt für mich nicht in Frage. Ich habe einen recht zufriedenstellenden Objektivpark mit Canon EF Anschluss. Diesen gegen die entsprechenden Sony Pendants zu tauschen übersteigt schlicht meine finanziellen Möglichkeiten. Das 300/2,8 gibt es aktuell gar nicht bei Sony. Ein 400/2,8 ist angekündigt, wird aber sehr teuer werden und wäre mir zudem auch zu schwer. Aber auch der Austausch der anderen Linsen würde mich mehrere Tausend Euro kosten. Dafür könnte ich mir bei Canon noch weitere Objektive oder Kameras kaufen.

Ich möchte an dieser Stelle auch nochmal darauf hinweisen das dieser Bericht lediglich meine Erfahrungen wiederspiegelt. Ob ihr das als sinnvoll erachtet eine Kamera wie die A9 mit adaptierten Objektiven zu nutzen ist erstmal vollkommen egal. Aber vielleicht hilft dem ein oder anderen ja mein Bericht in Bezug auf seine Entscheidung ein wenig weiter.

Aber fangen wir ganz vorne an. Die Kamera wurde erstmal geliefert und es ging ans auspacken. Die Gehäusegröße war ja auch ein Thema. Die 5DIV ist alles andere als klein und bei mir muss sich die Kamera einfach gut anfühlen. Die Canon M5 z.B. finde ich grausam in Sachen Haptik usw. Aber hier überraschte die A9 mich durchaus positiv. Klar, sie ist kleiner, aber fühlt sich dennoch sehr wertig an. Laut Datenblatt ist sie ca. 300g leichter als die 5DIV. Gefühlt ist der Unterschied geringer (was für mich ein Vorteil ist). Auch ansonsten liegt mir die A9 gut in der Hand. Vielleicht käme noch eine Griffverlängerung oder ein L Winkel dazu. Die Bedienung ist natürlich ungewohnt. Hilfreich ist aber das Kameramenü. Das Menü selber ist ähnlich dem der 5DIV aufgebaut. Die Punkte heißen etwas anders, aber ich fand mich sehr schnell zurecht und da ich im Vorfelde auch schon fleißig bezüglich des AF gelesen hatte konnte ich mehr oder weniger direkt loslegen. Ich bin natürlich noch weit davon entfernt die Kamera blind bedienen zu können. Aber das ist eine reine Gewöhnungssache und die A9 bietet vielfältige Möglichkeiten die Kamera abzustimmen. Also von Seiten der Haptik und Bedienung hat die A9 bei mir durchaus einen positiven Eindruck hinterlassen.

Nun kommen wir zur Abbildungsleistung. Machen wir es kurz. Die Kamera liefert sehr gute Ergebnisse. Alles in allem ist sie auf ähnlichem Niveau wie die 5DIV. Rauschverhalten ist minimal besser, Dynamik im oberen ISO Bereich auch. Aber das sind alles so geringe Unterschiede, das ich davon keine Kaufentscheidung abhängig mache. Ich habe die Dateien natürlich auch mal mit Capture One bearbeitet, da man hier häufiger liest das man nur damit die idealen Ergebnisse bekommt. Mag sein, aber dennoch sind die Unterschiede für mich nicht ausschlaggebend.

Was bietet die Kamera also alles was ich bei Canon so nicht bekomme? Zunächst mal fällt einem da der Sensor Stabi ein. Und ja, das ist eine geile Sache. Mit meinem Sigma 85 Art komme ich da in Bereiche die wirklich traumhaft sind. Da würde ich mir den Erwerb des 85/1,4 IS von Canon sparen können. Aber sonst? Das 35er würde noch davon profitieren. Ansonsten habe ich nur stabilisierte Linsen, kann also den Sensorstabi nicht verwenden. Bei Sony eigenen Linsen arbeiten Sensor und Linsenstabi zusammen. Bei Adaptiertem Glas schaltet sich der Sensorstabi automatisch ab wenn eine IS Linse an der A9 ist.

Die A9 hat ein Klappdisplay. Ein Punkt den ich bei der Canon vermisse. Ganz klarer Punkt für die Sony, wobei ich ein schwenkbares Display noch besser fände.

Kommen wir zum EVF. Ich muss gestehen das ich kaum Kameras mit EVF kenne. Lediglich die Canon M5 kenne ich. Da muss man auch neidlos anerkennen, dass Sony da in einer anderen Liga spielt. Schwenkt man die Kamera hatte ich bei der M5 auch mal Ruckler im Bild. Sowas sieht man bei der A9 gar nicht. Alles in allem ist es wirklich sehr angenehm dadurch zu schauen. Allerdings habe ich auch ein paar negative Punkte festgestellt. Zum einen grisselt es schon hin und wieder arg im Sucher. Ich kann das schlecht erklären. Aber ich habe z.B. Autos fotografiert die auf mich zukommen. Teile des Asphalts wiesen eben ein komisches grisseln auf. Das war nicht dramatisch, irritiert aber doch ein wenig. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Umschaltung zwischen Display und EVF. Man kann das natürlich einstellen ob die Kamera automatisch umschaltet oder ob nur Display oder nur EVF verwendet werden. Das ist aber ein Vorteil für mich, das ich zwischen den beiden Betriebsmodi schnell wechseln kann. Also steht das ganze bei mir auf Automatik. Die Kamera hat am Sucher einen Sensor der erkennt wenn man sich diesem nähert. Heute beim Spaziergang hatte ich dann den Fall, das ein Tröpfchen auf den Sensor gekommen ist. Und schon dachte die Kamera, das ich sie am Auge halte. Eine Bedienung des Displays war nicht möglich. Den Tropfen vom Sensor zu bekommen war auch nicht so leicht, da er etwas nach hinten versetzt ist. Ärgerlich sowas. Positiv ist dagegen das man auch in dunkler Umgebung deutlich mehr sieht als durch den OVF. Alles in allem könnte ich mich denke ich gut mit dem EVF arrangieren.

Ein weiteres tolles Feature ist der elektronische Verschluss. Dieser ermöglicht es vollkommen geräuschlos zu fotografieren. Brauche ich jetzt nicht ständig, ist aber definitiv ein nettes Feature. Der elektronische Verschluss hat allerdings den Nachteil das bei Zeiten die kürzer sind als die Auslesegeschwindigkeit des Sensors, sogenanntes Banding auftreten kann, sofern man unter Kunstlicht fotografiert. Bei der A9 ist diese Zeit schon deutlich kürzer als bei bisherigen Kameras. Und ich muss sagen, das ich es bisher bei mir zuhause nicht hinbekommen habe dieses Banding zu reproduzieren. Daher auch hier ein dickes Lob an die Kamera. Das kann die Canon auch nicht.

Beachten sollte man beim adaptieren von Canon Linsen (und vermutlich auch Nikon usw.) das einem eine ganze Reiche an Funktionen nicht zur Verfügung stehen. Den Sensorstabi habe ich weiter vorne schon erwähnt. Funktioniert nur wenn der Linsenstabi nicht vorhanden ist. Sobald eine Linse mit IS adaptiert ist, kommt beim Versuch den Sensor Stabi zu aktivieren, die Meldung das dies mit der verwendeten Linse nicht möglich sei. Beim AF gibt es 14! Verschiedene AF Modi. Mit adaptierten Canon Linsen stehen davon nur 5 zur Verfügung (im Advanced Mode sind alle anwählbar, aber dieser ist faktisch nicht nutzbar). Das sind die Modi Breit, Mitte, Flexible Spot S/M/L. Die Auswahl der Fokuspriorität kann normal zwischen AF, Auslösung und ausgewogene Gewichtung verstellt werden. Bei einigen Linsen konnte ich nur zwischen AF und Auslösen wählen. Ausgewogen ist dann ausgegraut. Ebenso verringert sich die Anzahl der FPS. Mit Sony Objektiven bietet die Kamera sagenhafte 20 FPS. Mit den Canon Optiken verringert sich das ganze auf „nur“ noch 10 FPS. Das ist für mich zwar immer noch ausreichend, aber eben auch kein riesen Unterschied zu den 7 FPS der 5DIV. Hinzu kommt, das diese 10 FPS auch nur bei Verwendung des elektronischen Verschlusses zur Verfügung stehen. Mit dem mechanischen sind es dann nur noch 5 FPS.

Kommen wir nun zum (für mich) wichtigsten Punkt. Dem AF mit adaptieren Canon Linsen. Um es vorweg zu nehmen. Es ist nicht Praxistauglich und kommt in keinster Weise dem AF Verhalten mit der 5DIV nahe. Aber ich führe das natürlich noch weiter aus.

Wie schon Eingangs geschrieben bin ich mit der AF Performance meiner 5DIV auch nicht immer zufrieden. Gerade beim Tracking gibt es immer mal wieder Aussetzer. Vom AF der A9 hört man nur gutes. Ich weise auch nochmal darauf hin das ich mich nur auf adaptierte Objektive beziehe. Wie die Funktion mit nativen Linsen aussieht kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilen. Ebenso geht es bei mir ausschließlich um die Adaption mittels Metabones IV. Dieser ist auf dem neuesten Stand (ebenso wie die A9). Der Advanced Mode wird von Metabones für die A9 ziemlich deutlich als nicht zuverlässig beschrieben und auf den green Mode verwiesen. Ein kurzer Test mit dem Advanced Mode bestätigte das.

Als erstes habe ich mal zuhause ein wenig geknipst. Als erstes fiel auf, das der AF nicht flüssig durchfährt. Es ruckelt immer wieder. Dabei ist er aber schnell und traf auch zuverlässig. Das ruckeln fällt aber meist nur auf wenn man einen größeren Bereich durchfährt. Ein absoluter Pluspunkt der Spiegellosen ist ja das es faktisch keinen Fehlfokus gibt. Ein für mich ganz wichtiger Punkt. Das bestätigte sich auch. Der AF traf und die Bilder waren da scharf wo sie sein sollten. Dann mal den Augen AF getestet. Ich habe eine Schaufensterpuppe zu Test und Vergleichszwecken. Die Augen wurden auch problemlos erkannt und die Bilder waren immer exakt auf das Auge fokussiert. Auch wenn ich die Kamera verschwenkt habe. So stellt man sich das vor. Einwandfrei. Ein absolutes Killerfeature für mich. Das war auch durchweg bei allen meinen Linsen identisch. Lediglich das 40/2,8 STM war etwas zickiger und es wurde oft nicht das Auge fokussiert sondern das ganze Gesicht. Auch wenn ich das Licht ausgeschaltet hatte und nur noch wenig Restlicht vorhanden war traf der Eye AF sehr gut.

Also alles Super? Leider nein. Es gibt Momente, da funktioniert der AF wirklich gut und ich bin begeistert. Stellenweise mit dem Sigma Art meinen Sohn in der Wohnung fotografiert -> Alles Top. Das bißchen an Ausschuss liegt dann daran das er zu quirlig ist und unter die Nahgrenze kommt oder einfach ruckartig den Kopf bewegt. Da tritt dann Bewegungsunschärfe auf, für die man die Kamera nicht verantwortlich machen kann. Aber es gibt leider immer wieder Situationen da versagt der AF schlicht und ergreifend. Ein Beispiel. Mein Hund (schwarz) liegt auf dem Wohnzimmerteppich und döst vor sich hin. Lichtverhältnisse sind nicht die besten (85mm, F1,4, 1/100s, ISO 3200) aber nicht extrem mies. Ich habe mich auf den Boden gelegt und wollte ihn fotografieren. Eye AF funktioniert logischerweise nicht, also habe ich Flexible Spot S gewählt. Wollte ja das Auge fokussieren. M und L wären deutlich größer als das Auge gewesen. Was soll ich sagen. Der AF wollte zum verrecken nicht auf das Auge scharf stellen. Weder mit AF-C, noch mit AF-S. Auch egal ob hoch ider Querformat. Habe dann auch die anderen Modi noch probiert. Mit Flexible Spot L hat er dann eine Stelle hinter dem Auge fokussiert. Aber das ist nicht im Sinne des Erfinders. Da der Hund döste, blieb er auch liegen und ich holte die 5DIV. Tja und diese stellte ohne zu Murren auf das Auge scharf und ich konnte auslösen.

Als nächstes ist mir aufgefallen das die A9 ihre Probleme mit horizontalen Linien hat. Sie hat einfach keine Kreuzsensoren. Ich hatte mittlerweile mehrere Situationen wo die Kamera den Dienst verweigerte. Auch hier liest man das man davon in der Praxis eigentlich nichts bemerkt. In Verbindung mit Sony Objektiven vielleicht, mit Canon Objektiven merkt man das sehr wohl.

Eine weitere Einschränkung in Verbindung mit adaptierten Objektiven ist das man nicht das gesamte Bild per AF abdecken kann. Die Sony A9 hat generell eine Abdeckung von, ich glaube, 93%. Das ist auch wirklich beeindruckend. Mit den Canon Optiken hat man nicht nur den Nachteil das der AF nicht bis zum Rand funktioniert (wie es bei einer DSLR ja auch der Fall ist), das schlimme daran ist, das man nicht weiß wo der nicht funktionierende Bereich beginnt, denn verschieben kann ich das AF Feld bis an den Rand.

Heute kam ich dann das erste mal dazu die Kamera bei Action einzusetzen. Namentlich in Form meines Hundes. Nebenbei wollte ich auch das Tracking des Eye AF bei meinem Sohn (18Monate) und meiner Frau (Alter egal ��) testen. Draußen war strahlender Sonnenschein, Schnee, also Licht ohne Ende. Das war es dann aber auch schon mit den guten Nachrichten. Wo ich mit dem Eye AF im Innenraum auf kurze Distanzen gute Erfahrungen gemacht hatte, versagte er bei etwas höheren Entfernungen und Brennweiten fast vollständig. Wenn er denn mal ein Auge trackte, dann war das erste Bild scharf, die nachfolgenden hatten einen Backfocus. Und wir sprechen über meinen Sohn und meine Frau im gehen. Kein rennen oder sonstiges. Da hatte ich schon ein ungutes Gefühl bei meinem Hund. Der gute ist mittlerweile 10 Jahre alt. Er ist zwar noch flott unterwegs, aber ich habe schon viel schnellere Hunde vor der Linse gehabt. Die Aufgabenstellung war recht simpel. Der Hund rennt frontal auf mich zu und ich halte ordentlich drauf. Durch die Auf und Ab Bewegung ist das für den Kamera AF nicht einfach. Mit der 5DIV habe ich eine Ausbeute von max 50%. Dabei bin ich aber auch sehr pingelig, ich spreche wirklich von exakten AF Treffern, bei 200/2,8 oder 300/2,8. Diese Quote galt es nun von der Sony zu schlagen. Diese Quote wurde nicht nur knapp verfehlt, sondern mehr als deutlich. Bei den Serien war manchmal das erste Bild scharf. Alle! weiteren waren am Rücken des Hundes scharf. Laut AF Anzeige war der Fokus aber konstant auf dem Kopfbereich. Ich habe natürlich verschiedenste Einstellungen versucht. AF Prio geändert, AF Verfolgung geändert usw. Auch abgeblendet auf f5,6 war das Ergebnis nicht besser. Mir wollte einfach keine ordentliche Serie gelingen. Weder mit dem 70-200/2,8 IS II noch mit dem 300/2,8 IS II. Beides Linsen die im Canon Bereich zu den Top AF Speed Linsen zählen.

Das war also eine herbe Enttäuschung. Diese wurde sogar noch gesteigert. Zwischendurch wollte ich ein Bild meiner Frau machen. 200mm, Oberkörperportrait bei f4 mit dem Zoom. Eye AF: versagt. Flexible Spot M: versagt. Es war nicht möglich meine Frau scharf abzubilden. Der AF fuhr vor und zurück, aber wollte zum verrecken keine der ausreichend vorhandenen Kontrastkanten annehmen.

Vielleicht gibt es noch irgendeinen Trick das die Kamera besser mit meinem Objektiven fokussiert, aber aktuell bin ich wirklich sehr enttäuscht. Nach aktuellem Stand kann ich nur jedem davon abraten eine solche Kamera mit Canon Objektiven betreiben zu wollen. Letztlich bleiben für mich nur wenige der erhofften Vorteile. Dafür bekomme ich einiges an Nachteilen und was am allerschlimmsten ist, eine Kamera auf deren AF ich mich nicht verlassen kann. Wenn ich mit der 5DIV mal einen leichten Fehlfocus im Bild habe ist das die eine Sache, aber Situationen wo die Kamera dann gar nicht fokussiert ist ein absolutes Nogo für mich.

Ich glaube nach wie vor das die Kamera wirklich sehr gut ist. Aber wenn, dann nur in Verbindung mit nativen Sony Objektiven. Alles andere ist, zumindest für meine Ansprüche, nicht zielführend. Wenn ich nicht irgendetwas ganz falsch gemacht habe, dann kann ich in keinster Weise nachvollziehen das man behauptet das die Canon Linsen mittlerweile wie native Linsen betrieben werden können.

Ich werde nun wohl mal schauen das ich ein 70-200 GM ausleihe und es damit probieren. Einfach um zu sehen was die Kamera wirklich kann. Wie es dann weiter geht weiß ich noch nicht. Canon und Sony paralell zu betreiben kommt finanziell aktuell nicht in Frage. Ein Umstieg auf Sony hieße dann wohl das ich meinen Objektivpark in seiner aktuellen Größe deutlich reduzieren müsste. Was ich dann im Telebereich machen soll, weiß ich auch noch nicht. Naja, vielleicht kommt ja noch ein entscheidender Hinweis auf eine Funktion die ich bisher übersehen habe oder mir als Canon User einfach nicht auffällt
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Gruß Thorsten
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Geändert von chickenhead (21.01.2018 um 17:38 Uhr)
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Alt 21.01.2018, 19:25   #2
nex69
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Beiträge: 3.563
Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Danke für deinen Bericht .

Spannend wäre es, wenn du das noch mit MC-11 testen würdest. Einige berichten ja im Netz, dass die Canon Objektive am MC-11 besser funktionieren als am Metabones. Und die Sigma Objektive sollen seltsamerweise am Metabones besser funktionieren. Sollte ja eigentlich umgekehrt sein . Ich kenne nur das EF 100-400 L IS II am MC-11 an der A6500. Das hat ganz gut funktioniert aber nicht so gut wie das native FE 100-400.
nex69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2018, 19:51   #3
Hirs84
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Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!
Das bestätigt so ein bisschen meine Erfahrung mit A7R3+Metabones+Canon EF.
Für Hochzeit+Pferde wollte ich jedoch keine Kompromisse eingehen und habe mir gleich zu Beginn das native 85er und 70-200 2.8er geholt - das war wohl die richtige Entscheidung.
Für meine WW-Gläser 16-35 und 24-70 tut es vorerst der Meatbones, weil es mir da nicht auf AF-Geschwindigkeit ankommt.
Aber ganz ehrlich: Hast du dir wirklich erhofft, dass die A9+Adapter+Canon-Glas halbwegs "actiontauglich" ist? Ich habe vorm Systemwechsel auch lange recherchiert und die Adapter-Lösungen funktionieren eigentlich ganz gut, aber halt nur bei ruhenden Motiven. Ich habe noch keinen Erfahrungsbericht gefunden, wo dieser Kombi "Actiontauglichkeit" attestiert wurde ;-)

Tipp: Probiere oder hole dir nach und nach die nativen Linsen, und die Trefferquote wird die deiner 5DIV übersteigen - ich hatte vorher auch die 5DIV
Hirs84 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2018, 20:06   #4
Reussrunner
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Beiträge: 1.690
Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Besten Dank für den detaillierten Bericht!
Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen mit einem nativen Objektiv und den Vergleich zur 5DIV!
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16-35/4 L * 24-70/2,8 L II * 70-200/2,8 L II * 100-400/4,5-5,6 L II * 85/1,2 L II * 100/2,8 L macro *
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Alt 21.01.2018, 20:42   #5
chickenhead
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Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Zitat:
Zitat von Hirs84 Beitrag anzeigen
Aber ganz ehrlich: Hast du dir wirklich erhofft, dass die A9+Adapter+Canon-Glas halbwegs "actiontauglich" ist?
Halbwegs hatte ich gehofft, ja. Aber schon vermutet das es nichts wird. Das aber nichtmal mein Sohn im Gang ordentlich getrackt wird fand ich schon sehr überraschend. Und auch das mitunter gar nicht fokussiert wird.

Für einen Wechsel müsste ich schon einige Linsen ersetzen. Das 16-35 und das Makro vermutlich nicht. 35 und 85 nicht primär, aber bei zeiten sicher. Das 70-200 müsste direkt ersetzt werden. Standardzoom müsste auch eines her. Ansonsten macht der Betrieb der A9 keinen wirklichen Sinn in meinen Augen.
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Gruß Thorsten
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Alt 21.01.2018, 20:50   #6
Hirs84
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Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Zitat:
Zitat von chickenhead Beitrag anzeigen
Ansonsten macht der Betrieb der A9 keinen wirklichen Sinn in meinen Augen.
Sehe ich auch so... adaptierte Linsen machen nur Sinn, wenn:
- man ruhende Motive ablichtet
- generell manuell fokussieren möchte
- man sie als Übergangslösung bis zur Anschaffung nativer Linsen einsetzen will

Es gibt sicherlich das ein andere EF-Objektiv, welches mit dem MC-11 besser harmoniert, aber das führt nur zu endlosen Testreihen, dem Bestand von 2 Adaptern und ist letztendlich doch bei weitem nicht so gut wie eine native Linse, folglich bist du wieder enttäuscht.
Meine Erwartungshaltung ans Adaptersystem war von Anfang an sehr gering, deswegen hielt sich die Enttäuschung auch in Grenzen.
Da ich aber mittlerweile schon weiß, wie gut es mit den nativen Linsen funktioniert, freue ich mich schon auf die allmähliche Anschaffung der weiteren Sony-Linsen
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Alt 21.01.2018, 20:59   #7
MaTiHH
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Beiträge: 1.430
Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Hallo Torsten,

danke für den ausführlichen, sachlichen Bericht.

Tausche den Metabones gegen den MC-11. Die von dir beschriebenen Einschränkungen und die Ausschussquote kann ich mit dem Sigma 120-300 nicht bestätigen.
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Alt 21.01.2018, 20:59   #8
metalheim
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Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Mit welcher Serienbildrate wurden die bewegten Hundebilder denn gemacht? Ich meine Tracking per Adapter geht nur bis 8(?) fps. Vielleicht auch 5, auf jeden Fall nicht in der vollen Geschwindigkeit.

EDIT: Metabones schreibt dazu selbst im Update Changelog:

Zitat:
The camera does not use hunting while tracking is in operation. If subject movement exceeds the measurement range of the OSPDAF sensor, autofocus pauses. This is by design. The measurement range of the OSPDAF sensor decreases as the focal length increases.
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Geändert von metalheim (21.01.2018 um 21:26 Uhr)
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Alt 21.01.2018, 21:05   #9
chickenhead
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Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Mit dem elektronischen Verschluss geht es mit 10fps. Aber ob es nun 20, 10 oder 5 sind. Es ändert nichts daran das die Bilder nicht scharf werden.

@MaTiHH
du fotografierst mit dem Sigma + MC-11 Action? Eventuell kann ich bald einen MC-11 testen.

Bei Verwendung des MC-11 sind die Einschränkungen aber genauso wie beim Metabones, oder? Also AF Feld Abdeckung, weniger FPS, weniger AF Modi usw?

Um das nochmal klar zu stellen. Wenn die A9 bleibt, dann werden auch nach und nach die Objektive nativ. Aber das wird erst nach und nach geschehen. Und bis dahin hatte ich gehofft das man mit adaptierten Canon Linsen über die Runden kommt. Nur so wie es jetzt ist, ist es nicht machbar.
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Geändert von chickenhead (21.01.2018 um 21:15 Uhr)
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Alt 21.01.2018, 21:14   #10
DaveX81
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Standard AW: Die A9 in Händen eines Canon Users und seiner Canon Linsen - ein (erster) Erfahrungsbericht

Ich würde nativ eventuell einfach mal klein anfangen mit einem 55mm. Das ist nicht allzu teuer gehört aber zu den besten FB von Sony und du hast eine recht kompakte Kombi.
Damit lässt sich dann auch der AF sehr gut testen ob er deinen Ansprüchen genügt da der AF des 55m sehr gut und repräsentativ ist für Sony FE.

Der MC-11 wird in einigen Tests als schlechter und problematischer gesehen. Da gab es mehrere Vergleichstest wo es gerade mit dem MC-11 und Eye AF Probleme gab z.b. https://www.youtube.com/watch?v=YPUkuGcNCIA . Ich befürchte das du damit keine Verbesserungen bekommst aber ich bin ja mal gespannt auf deine Erfahrung.

Solltest Du deinen Canon Krempel loswerden wollen sag Bescheid fände ich als Zweitkamera nach wie vor interessant.

Geändert von DaveX81 (21.01.2018 um 21:16 Uhr)
DaveX81 ist offline   Mit Zitat antworten
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