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Alt 20.09.2011, 20:33   #1
Gast_303040
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Frage zur Langzeitbelichtung nachts

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Hallo Leute,


ich wollte mal kurz was fragen.

Wenn ich nachts ein Foto machen möchte, wo es z.B. LAternen und Häuserlichter gibt.

Dann soll man ja möglichst mit offener Blende und nem Stativ arbeiten.
Ich habe gelesen das bei wenig Licht die Belichtungsmessung der Kamera nicht funktioniert und man da über unterschiedliche Verschlusszeiten probieren soll, wie es sich jeweils darstellt.

So meine Frage ist jetzt : Wenn ich da mit einer bestimmten Verschlusszeit ein Foto mache und mir dann denke das das Licht in Ordnung ist und gut belichtet ist, woher weiss ich denn dann ob die Belichtung wirklich stimmt oder ob es nur mein subjektives empfinden für Korrektheit ist?

Ist das einfach mehr so ne Gefühlssache wenn man sagt "jetzt ists gut belcihtet" oder "das reicht noch nicht"


Gruss
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Alt 20.09.2011, 20:39   #2
koma711
Benutzer
 
Registriert seit: 28.07.2010
Beiträge: 1.090
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

Dafür bietet Deine Kamera in der Bildrückschau ein Histogramm. Dort kannst du die Helligkeitsverteilung sehen. Wie Du es aktivierst steht in der Bedienungsanleitung. Infos zum Histogramm und wie man es liest findest Du hier im Forum über die Suchfunktion.
__________________
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“
Abraham Lincoln

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Alt 21.09.2011, 09:42   #3
lichtbildle
Benutzer
 
Registriert seit: 04.06.2009
Ort: Radolfzell am Bodensee
Beiträge: 6.068
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

Zitat:
Zitat von mustinet1900 Beitrag anzeigen
Dann soll man ja möglichst mit offener Blende und nem Stativ arbeiten.
Offene Blende: Nein. Im Normalfall wählt man eine mittlere Blende, wo das Objektiv seine beste Bildqualität liefert (ca. 5,6 bei einer Festbrennweite, 8 bis 11 bei einem lichtschwachen Zoom). Bei starkem Abblenden bilden sich an Punktlichtquellen sternförmige Strahlen aus, die kann man über die Blende etwas steuern - der Effekt ist aber je nach Objektiv sehr unterschiedlich stark und unterschiedlich schön ausgeprägt.

ISO eher niedrig halten. Nur hochdrehen, wenn Du aus irgendwelchen Gründen kurze Zeiten brauchst.

Zitat:
Ich habe gelesen das bei wenig Licht die Belichtungsmessung der Kamera nicht funktioniert
Die funktioniert schon noch, auch wenn man sich außerhalb der Spezifikationen bewegt. Das wesentlich größere Problem sind die Kontraste.

Zitat:
So meine Frage ist jetzt : Wenn ich da mit einer bestimmten Verschlusszeit ein Foto mache und mir dann denke das das Licht in Ordnung ist und gut belichtet ist, woher weiss ich denn dann ob die Belichtung wirklich stimmt oder ob es nur mein subjektives empfinden für Korrektheit ist?

Ist das einfach mehr so ne Gefühlssache wenn man sagt "jetzt ists gut belcihtet" oder "das reicht noch nicht"
Das schon erwähnte Histogramm ist eine Hilfe, nützt aber nur begrenzt. Ich empfehle Belichtungsvarianten (nur die Zeit variieren, Blende, ISO und Fokus fest) und dann am PC das beste Ergebnis heraussuchen und vor allem ganz bewußt die Varianten miteinander vergleichen. Das von der Wirkung her beste Bild läßt sich nämlich kaum meßtechnisch bestimmen. Lampen im Bild dürfen durchaus mal kräftig überstrahlen oder Schatten großflächig absaufen.

Viele Leute setzen bei Nachtaufnahmen auf Kontrastausgleich per HDR. Das hat seine Berechtigung, für den Anfang solltest Du das aber bleiben lassen und versuchen, ohne Tricks mit einer einzigen Aufnahme das Optimum herauszuholen.

Lohnend ist auf jeden Fall das Raw-Format, hier kannst Du hinterher noch einiges mehr bearbeiten als bei JPG.
lichtbildle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2011, 09:54   #4
pulsiv
Benutzer
 
Registriert seit: 10.11.2008
Ort: Neuengönna
Beiträge: 491
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

ich würde bei nachtaufnahmen nicht unbedingt auf das histogramm achten. nachts isses nunmal dunkel... und wenn man diesen eindruck auf den bildern haben möchte, sieht das histogramm nunmal etwas linkslastig aus.
die "richtige" helligkeit ist die, die für dich am meisten sinn macht. fotografier in raw und mit niedrigen iso-werten... dann hast du am ende genug spielraum für nachträgliche helligkeitsänderungen.
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Alt 21.09.2011, 10:30   #5
les-bleus
Benutzer
 
Registriert seit: 21.07.2011
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 2.213
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

wie lichtbildle schon sagt: RAW und Belichtungsreihe.
Offenbarende ist in der Regel keine gute Idee - es sei denn Du brauchst das als Gestaltungsmittel. Bei Nachtaufnahmen blende ich immer ab. Ist natürlich abhängig von der Zeit die Du haben möchtest. ISO immer klein halten - durch lange Belichtung wird das Rauschen bei hohen ISO Werten noch zusätzlich verstärkt.

Ich achte vor allem darauf, dass helle Bereiche nicht zu sehr ausfressen - da kannst Du dann später auch mit der besten SW nix mehr retten. Umgekehrt findest Du aber in Dunklen Bereichen noch was. Also im RAW lieber Tendenz zur Unterbelichtung.

HDR braucht viel Übung vor allem in der Nachbearbeitung wenn sie nicht wie HDR aussehen sollen - ich zumindest mag diesen "typischen" HDR Look gar nicht.
__________________
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Alt 21.09.2011, 21:27   #6
Gast_303040
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

alles klar.
Vielen Dank für die Tips.

HAbe zwar noch nicht nachts bzw. im dunkeln sehr viel fotografiert, aber möchte vorher schon das Wissen erlangen anstatt dann in der Dunkelheit einfach draufloszuprobieren.

Ich dachte immer je offener die Blende desto mehr Licht kommt rein und im dunkeln bräuchte man sowieso davon soviel wie möglich.

Im Moment habe ich ne Eos 1100d mit dem Kit Objektiv.Dann werde ich da die Blende zwischen 8 und 11 einstellen.

So richtig ran kann ich da noch nicht da mir noch ein Stativ fehlt und ich einfach nicht weiss was für eins ich mir da kaufen soll.

Da ich ja eh noch Anfänger bin will und kann ich mir da jetzt kein Luxus Ding leisten.
Preislich dachte ich da vielleich an maximal 100 Euro.
Werde mich da aber höchstwahrscheinlich im Gebrauchtmarkt umschauen sein es hier im Forum oder in Ebay.

Das was mir wichtig ist ist die max. Höhe damit ich nicht zu sehr bücken muss ( bin ca. 180cm) und einen Kugelkopf mit Schnellbefestigungsystem.

Habt ihr da vielleicht ein paar Modelle die ihr mir vorschlagen könnt?

Gruss
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Alt 21.09.2011, 21:49   #7
Hasibert
Benutzer
 
Registriert seit: 03.04.2010
Beiträge: 981
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

Zitat:
Zitat von mustinet1900 Beitrag anzeigen
Ich dachte immer je offener die Blende desto mehr Licht kommt rein und im dunkeln bräuchte man sowieso davon soviel wie möglich.
Und das erreichst du nachts mit Stativ und dementsprechend längeren Belichtungszeiten.
__________________
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Hasibert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2011, 22:10   #8
Perelman
Benutzer
 
Registriert seit: 12.08.2011
Ort: Bremen
Beiträge: 267
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

Hi!

Zitat:
Zitat von mustinet1900 Beitrag anzeigen
Das was mir wichtig ist ist die max. Höhe damit ich nicht zu sehr bücken muss ( bin ca. 180cm) und einen Kugelkopf mit Schnellbefestigungsystem.
Die für eine Person mit 180cm ist nicht so wild. Deine Augen liegen ja ein ganzes Stück drunter, zusätzlich sorgen Kugelkopf und Kamera auch für eine gewisse Höhe. Für ein gemütliches Arbeiten sollte eine Stativhöhe von 145cm also vollkommen ausreichen.
Perelman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2011, 09:06   #9
Pande
Benutzer
 
Registriert seit: 04.02.2009
Ort: Siegen, NRW
Beiträge: 1.209
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

Zudem sind Persepktiven aus Augenhöhe meist langweilig.

Noch am Rande erwähnt: Die besten "Nacht"-Aufnahmen entstehen in der blauen Stunde, also die Zeit unmittelbar nach Sonnenuntergang. Wenn der Himmel sich langsam dunkel blau färbt und immer dunkler wird gehen langsam die Lichter in den Städten an und dann alles passt prima zusammen.

Um 9 uhr Abends ist es zur Zeit schon zu dunkel für sowas! Denn wenn der Himmel (Hintergrund) bereits schwarz ist werden alle Lampen im Vordergrund erst recht überstrahlen und es fehlt komplett an Atmosphäre.

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__________________
Nikon D60/5000/750 - 8er 3,5 - 14er 2,8 - 35er 1,8 - 50er 1,4 - 85er 1,4
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Pande ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2011, 09:42   #10
jar
Benutzer
 
Registriert seit: 24.01.2005
Ort: glücklicherweise wieder daheim
Beiträge: 21.535
Standard AW: Frage zur Langzeitbelichtung nachts

Zitat:
Zitat von Perelman Beitrag anzeigen
Hi!
Die für eine Person mit 180cm ist nicht so wild. Deine Augen liegen ja ein ganzes Stück drunter, zusätzlich sorgen Kugelkopf und Kamera auch für eine gewisse Höhe. Für ein gemütliches Arbeiten sollte eine Stativhöhe von 145cm also vollkommen ausreichen.
bin 1,83m mir reichen 135 cm ohne Mittelsäule
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg cam_stativ2.jpg (193,2 KB, 97x aufgerufen)
__________________
meine Bilder dürfen hier bearbeitet werden und im Thread wieder eingestellt werden
"There are 10 Types of People in the World; who understand B I N A R Y and those who don't"
gruss
jar
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