DSLR-Forum Anzeige

Zurück   DSLR-Forum > Community > Foto-Talk > Spekulationen

Hinweise

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt Heute, 12:12   #1451
Ayotochtli
Benutzer
 
Registriert seit: 07.04.2013
Beiträge: 227
Standard AW: Olympus: Der Schritt ins 2. Firmen-Jahrhundert: Produkte 2020

Für mich hat Olympus schon selbst stark dazu beigetragen, dass sie dort sind, wo sie jetzt sind.
    • Wenn man jahrelang glaubt, nur das Spitzenmodell mit brauchbarem AF-C ausstatten zu müssen
    • Wenn man eine Kamera herausbringt, nach der kaum jemand gefragt hat (E-M1X), statt gleich die E-M1 III zu bringen
    • Wenn dann das neue Top-Modell auch noch einen alten Sensor hat. Unabhängig davon, wie viel ein neue gebracht hätte. Da geht es um die Signal-Wirkung. Dazu noch nicht aktueller Sucher und Display
    • Wenn man dieses Spitzenmodell mit AF-Erkennung für Züge ausstattet

Außerdem kommt noch das dazu was Michael Thaler geschrieben hat. APS-C ist gerade bei langen Brennweiten deutlich günstiger.
Die langen Brennweiten bei mFt werden doch nur von denen gekauft, die ohnehin schon mFt haben, bringen aber keine oder kaum Neukunden. Da passt der Preis einfach nicht.

Eine D7500 oder D7200 mit einem 100-400 von Sigma oder Tamron ist doch wesentlich günstiger als entsprechendes bei mFt.
Habe selbst das PL 100-400. Heute würde ich es nicht mehr kaufen, sondern für das Geld einfach eine APS-C und das entprechende Objektiv dazu.
Ayotochtli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 12:18   #1452
alouette_
Benutzer
 
Registriert seit: 21.05.2005
Beiträge: 3.067
Standard AW: Olympus: Der Schritt ins 2. Firmen-Jahrhundert: Produkte 2020

Ich glaube, das Hauptproblem von mFT ist dem schizophrenen "Verständnisverhalten" des Menschen zu "verdanken". Wie hier bereits geschrieben wurden, glaubt man instinktiv, dass eine Miniaturisierung mit einem niedrigeren preis einhergehen muss. Gleichzeitig erwartet man aber hohe Leistung, nicht zuletzt auch darum, weil Olympus seit dem FT-System deren teuren Produkte "professionnel" beworben hatte. Auch die m.Zuiko Pro-Linie weckt das Verlangen nach höchster Qualität. Und ich glaube, Olympus sah sich selbst immer als Hersteller von Edelkameras und Optiken.

Die Betrachtung von Digitalfotos geschieht normalerweise bei der 100% Ansicht. Bei der Analog-Fotogafie hatte man ein Negativ oder ein Dia, worauf man im 1. Moment keine Details erkennen konnte. Das Negativ wurde von Ottonormalverbraucher bis 10x15 ev. 13x18cm, und nur sehr selten grösser ausbelichtet. Die 100% Ansicht am Bildschirm hingegen bei der Digitalfotografie entspricht, je nach Auflösung einer Ausbelichtung, zumindest Posternormalmass wenn nicht sogar Übermass. Und bei der Betrachtung sitzt man gerade einmal 30cm davor, was gewollt oder ungewollt, unweigerlich zu Pixelpeepen führt. Und selbstverständlich erkennt man dann Unterschiede bei Fotos, die mit Kleinbild- oder FT-Sensor entstanden sind. Alles andere wäre verstörend. Aber viele berichten, dass man bei Ausbelichtungen von 40x60cm und grösser, Bilder von unterschiedlichen Kameras gar nicht auseinander halten könne. Aber wie viele % der Kleinbild-Nutzer lassen deren Bilder im Grossformat ausbelichten?

Das grosse Verlangen nach einer noch höheren Bildqualität kann ich mir nur mit dem Urinstinkt von uns Menschen erklären: "Sammle und jage so viel Du kannst, dann hast Du in der Not noch etwas übrig". Es könnte ja sein, das man eine Pulitzerpreis-verdächtige Aufnahme machen könnte, und dann wäre es doch jammerschade, wenn die Aufnahme bildqualitativ nicht auf dem Maximum liegen würde.

Zu Anfangszeiten von FT hatte Olympus einmal gesagt, dass deren SHG-Optiken für Sensoren bis 20MPix ausgelegt seien. In Wirklichkeit können sie natürlich mehr auflösen. Aber darum geht es nicht. Ich hatte mir damals als E-1 Besitzer (5 MPix) gesagt, dass mir 20MPix genügen, für das was ich mit der Fotografie machen will. Und ich habe bei der Sensor-Entwicklung ab der Ur-E-M1 auch auf keine Wunder gehofft, denn für den Brennweitenverlängerungsfaktor und den damit einhergehenden kompakteren Optiken im Ultra-Tele-Bereich, bin ich gerne bereit, Abstriche bei der Bildqualität zu machen. Jetzt, ganze 16 Jahre nachdem ich mich fürs E-System entschieden habe, sind die ersten kompakten und leichten Kleinbild-Optiken im Ultra-Tele-Bereich erschienen. Erstaunlich günstig, müssen/dürfen sie beweisen, was sie am KB-Sensor herausholen können. Ein RF 100-500/4.5-7.1 kann man mit natürlich mit dem m.Zuiko 300/4 vergleichen. Interessanter wäre aber ein Vergleich mit einem m.Zuiko 50-250/3.5 IS PRO. Ein Glas, dass es bis Dato nicht gibt. Aber wenn man die Zuiko-Lens Roadmap von Olympus betrachtet, erkennt man, dass ein 50-250mm Pro Glas geplant ist/war. Ob es ein f/3.5 geworden wäre, ist eine andere Frage. Aber einige wünschen sich seit Jahren ein 50-250/3.5 in Pro-Qualität, da das 40-150/2.8 zu kurz ist und das 300/4 zu wenig flexibel bzw. zu lang ist. Dank Pro-Linie und integriertem OIS müsste ein 50-250/3.5 nicht nur bei einem Preis- und Abbildungsvergleich sondern auch beim Grössen- Gewichtsvergleich gegenüber dem RF 100-500/4.5-7.1 standhalten können: das mFT-Glas müsste etwas kompakter und leichter sein, wobei ich nicht glaube, dass Olympus die Optik mit einen ausfahrenden Tubus realisieren würde. Wenn es aber die Länge nicht verändern würde, müsste es Abbildungsmässig besser als das RF-Glas sein. Denn am mFT Body kann es ja mit einer 2-stufen niedrigeren ISO-Einstellung verwendet werden, um die selben Belichtungszeit zu generieren.

Wenn ein hypothetisches m.Zuiko 50-250/4.5-7.1 den Vergleich zum neuen RF 100-500/4.5-7.1 verlieren würde, dann wäre mFT im Ultra-Telebereich nicht mehr konkurrenzfähig. Und hätte Canon sich anstatt für ein 600/8.0 für ein 600/11 entschieden, könnten wir den ultimativen Vergleich bereits in diesem Jahr durchführen: den das mFT Pendant m.Zuiko 300/4 wäre mit und ohne Konverter (1.4 sowie 2.0) der ultimative mFT-Vergleichspartner zu einem RF 600/8. Das 600/8 wäre natürlich nicht mehr so kompakt und leicht, und zudem um einiges teurer als das kürzlich vorgestellte 600/11. Da es kein "L" ist, und zudem einem ausziehbaren Objektiv-Tubus besitzt, bliebe es beim Preis aber wahrscheinlich immer noch ein ganzes Stück günstiger, als das m.Zuiko 300/4. Ob es in dem Fall aber auch Offenblendtauglich wäre, waage ich zu bezweifeln. Und wenn ich mich für ein leichtes System für die Ultra-Tele-Fotografie entscheiden müsste, würde ich mit dann eher fürs mFT-System entscheiden. Canon muss wohl eine Vorahnung gehabt haben und hat deswegen das 600mm nur mit F/11 gebracht . Dabei hätte das RF-Glas kombiniert mit dem 1.4-Konverter ein wunderbares 850mm f/11.3 ergeben, was das nun erschienene RF 800/11 hätte absolet gemacht (ein 600/8 sollte in Kombination mit dem 2-fach Konverter selbst für Ornithologen in der Praxis ausreichen, da 1'200mm/16).
__________________
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich leider kein fotografisches Talent mit auf den Weg bekommen habe . Meine Stärke liegt eher darin, dass ich trotz dauernder Misserfolge noch nicht aufgegeben habe .

Geändert von alouette_ (Heute um 12:20 Uhr)
alouette_ ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 13:01   #1453
Ayotochtli
Benutzer
 
Registriert seit: 07.04.2013
Beiträge: 227
Standard AW: Olympus: Der Schritt ins 2. Firmen-Jahrhundert: Produkte 2020

@ alouette: das ist aber nicht die Masse die sowas kauft, die Masse schaut auf den Preis und der ist bei den Neuvorstellungen von Canon mit F 11.0 sehr gut. Wie es dann in der Praxis ausschaut, ist etwas anderes.

Zu mFt: das System hat von Anfang an auf Hoffnung aufgebaut, und zwar auf der Hoffnung, dass die Sensoren mit der Zeit immer besser werden und dann der kleinere Sensor für alle Aufgaben völlig ausreichend ist.

Das bedeutet aber auch, dass es gerade bei mFt sehr sinnvoll gewesen wäre immer die allerneueste Sensor-Technik zu verbauen.
Die Sensoren sind besser geworden, wurden aber oft zuerst in anderen Systemen verbaut.

Ob es das rausgerissen hätte, wenn mFt einen 24MP-Sensor mit gleichzeitig besserem Rauschverhalten gehabt hätte, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hätte es aber schon verhindern können, dass zu anderen Systemen geschielt wird (und dort dann auch gekauft wird).

Das gilt nat. auch für Pana. Von denen erwarte ich bei der nächsten Modellreihe einen neuen Sensor, wenn nicht, wird´s schwer.
Ayotochtli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 14:25   #1454
ObjecTiv
Benutzer
 
Registriert seit: 24.06.2017
Ort: OWL
Beiträge: 263
Standard AW: Olympus: Der Schritt ins 2. Firmen-Jahrhundert: Produkte 2020

Zitat:
Zitat von alouette_ Beitrag anzeigen
(ein 600/8 sollte in Kombination mit dem 2-fach Konverter selbst für Ornithologen in der Praxis ausreichen, da 1'200mm/16).
Ziemlich humorvoller Beitrag. Da kann man ja nur noch hoffen, dass auch immer schön die Sonne scheint...
ObjecTiv ist offline   Mit Zitat antworten
Werbung
Zu viel Werbung? Hier kostenlos bei DSLR-Forum.de registrieren!
Antwort


Zurück   DSLR-Forum > Community > Foto-Talk > Spekulationen
Themen-Optionen
Ansicht

Nutzungsbedingungen
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Werbung


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 15:33 Uhr.

Anzeige


* * *

Zu viel Werbung?
Kostenlos registrieren!

* * *

Anzeige

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright ©2003 - 2020, DSLR-Forum.de
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Falls du mit unserer Verwendung von Cookies nicht einverstanden bist, so ändere bitte die Cookie-Einstellungen in deinem Browser oder verlasse unsere Website. Mehr erfahren