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Alt 23.10.2020, 21:13   #2
nwsDSLR
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Hallo!
Zitat:
Zitat von Hobbieknipser Beitrag anzeigen
Die übrigen AF-Felder sind Liniensensoren, deren vertikalen als auch
horizontale Linien, Lichtstärke 1:5,6 unterstützen.
Aber immer nur eine Linie. Meintest du das? Ein Liniensensor kann nur entweder auf einer horizontalen oder auf einer vertikalen Linie Kontraste erkennen (evtl. auch auf einer diagonalen Linie....gibt es auch). Natürlich können beide Typen auf einem Modul zu finden sein, die also das eine oder die das andere tun.
Zitat:
Zitat von Hobbieknipser Beitrag anzeigen
Welche Bedeutung hat die Aussage, das z.B. 1:2,8 oder auch 1:5,6 unterstützt werden?
Das heißt, das der betreffende AF-Sensor mit jedem Objektiv, das mindestens f/5.6 als Lichtstärke hat, (gut) funktioniert. Die Linie dieses Sensorfelds, die auch f/2.8 unterstützt, arbeitet erst mit Objektiven, deren Lichtstärke mindestens f/2.8 beträgt. Da die Messbasis von einem f/2.8-Sensor größer ist, kann hier der AF genauer arbeiten. Man muss wissen, dass z.B. der mittlere AF-Sensor (i.d.R. ein Kreuzsensor) nicht in der Mitte des AF-Moduls sitzt, sondern an vier Rändern. Hier sieht man das : Es wird ein Motiv in Bildmitte fokussiert, aber die vier außen liegenden Stellen auf dem Fokusmodul messen die Schärfe. Je lichtstärker das Objektiv ist, desto weiter außen können diese eigentlichen Messstellen liegen und desto genauer kann die Messung sein.

Meinem Verständnis nach - aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so einfach war - kann ein "f/5.6-Sensor" nur Fotos immer exakt fokussieren, die mit f/5.6 oder weiter abgeblendet aufgenommen werden. Hast du ein f/1.4-Objektiv und fotografierst mit Offenblende, dann erkennt der "f/5.6-Sensor" quasi die Schärfe so, als wäre es ein f/5.6-Objektiv. Der Fokus kann dann passen, hat aber auch "Spiel" etwas falsch zu liegen.

Anders gesagt: Ich habe eine Schnittbildmattscheibe in meiner DSLR. Wenn ich mit einem lichtstarken Objektiv fokussiere, ändert sich der Versatz der beiden Schnittbilder stark. Wenn ich dann aber die Abblendtaste drücke und z.B. auf f/5.6 abblende wird nicht nur das Sucherbild dunkler, sondern die beiden versetzten Schnittbilder rücken näher aneinander. Das Ablesen der Schärfe wird also schwieriger.

Schau mal hier rein:
https://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=979864
Insbesondere die GIF-Animation in Beitrag #2 ist auf die Schnelle aufschlussreich. Man sollte aber den ganzen Beitrag mal ansehen.

Diese Darstellung zeigt gut: Je weiter außen die Messstellen, desto stärker liegen die versetzten Bilder der "144" auseinander. Wenn man sich nun vorstellt, dass diese Sensorlinien, die die Kontraste erkennen, nur eine gewisse Auflösung haben, dann ist klar, dass ein größerer Versatz besser wahrgenommen werden kann, als ein kleinerer.
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Da in Komposita anscheinend nur Deppen Leerzeichen machen, nennt man diese Deppenleerzeichen.

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Ich nutze PENTAX und Nikon mit Spiegel.

Geändert von nwsDSLR (23.10.2020 um 21:39 Uhr)
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