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Freistellen: 60/2,0 vs. 105/2,8

jenne

Themenersteller
Welches Objektiv dürfte schöner sein für Portraits und zum Freistellen, ein Tamron 60/2,0 oder ein Sigma 105/2,8?
j.
 
Angenommen, Du nimmst gleich viel drauf (gleicher Ausschnitt, gleicher Abbildungsmasstab):

Freistellen (duenne Schaerfeebene): Das 60/2.0, da f/2.0 kleiner als f/2.8. Die Brennweite ist bei Nahaufnahmen in der Rechnung zu vernachlaessigen (Stichwort Makronaeherung).

Hintergrund verschwimmen lassen (moeglichst grosse Hintergrundzerstreuung): Das 105/2.8, da 105mm/2.8 = 37.5mm und damit mehr als 60mm/2 = 30mm.
 
Danke! Die Rechnung mit der Hintergrundzerstreuung kannte ich noch nicht. Interessant!

Dazu ein paar Rechnungen:

50/1,8 = 27,7
50/1,4 = 35,7
60/2 = 30
85/1,8 = 47,2
85/1,4 = 60,7
105/5,6 = 18,75
105/2,8 = 37,5
135/2,0 = 68,5
150/2,8 = 53,6
200/5,6 = 35,7
200/2,8 = 71,4

j.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gilt auch nur bei Hintergruenden, die unendlich weit oder einfach "weit genug" weg sind, wobei 5m meist schon weit genug sind. Darunter muss man dann etwas genauer hinschauen...
 
Hey, vielen Dank!! Sehr interessant, auch der Vergleich zum Vollformat. Also an den µm der Unschärfe ist es zu erkennen, wie sehr der Hintergrund verschwimmt, richtig? Da schneidet ein 50/1,4 schon überraschend gut ab, besser als ein 200/2,8. Bei größerem Abstand zum Hintergrund dürfte das 200er aber doch eher stärker unscharf zeichnen, schätze ich.
j.
 
Hey, vielen Dank!! Sehr interessant, auch der Vergleich zum Vollformat. Also an den µm der Unschärfe ist es zu erkennen, wie sehr der Hintergrund verschwimmt, richtig? Da schneidet ein 50/1,4 schon überraschend gut ab, besser als ein 200/2,8. Bei größerem Abstand zum Hintergrund dürfte das 200er aber doch eher stärker unscharf zeichnen, schätze ich.

Für ganz große Abstände ist ~Brennweite/Blendenzahl eine gute Abschätzung (400/5.6 schlägt 85/1.4).
Für ganz kleine Abstände ist ~1/Blendenzahl eine gute Abschätzung (50/1.8 schlägt 200/2.0).
 
Interessant, diese Berechnungsmethoden kannte ich nicht.

Was allerdings zu bedenken ist: Das Tamron 60 2.0 ist ein Makro-Objektiv, deshalb erreicht es eine Blendenzahl von 2.0 erst ab einem relativ hohen Abstand (ich glaube ca. 6m). Bei kleineren Abständen zum Objekt beträgt die Blendenzahl mindestens 2.2, bei Abbildungsmaßstab 1:1 ist es mindestens 2.8 soweit ich mich erinnere.

Ich bin dennoch sehr zufrieden mit dem Tamron, mir gefällt das Bokeh subjektiv sehr sehr gut.
 
Was allerdings zu bedenken ist: Das Tamron 60 2.0 ist ein Makro-Objektiv, deshalb erreicht es eine Blendenzahl von 2.0 erst ab einem relativ hohen Abstand (ich glaube ca. 6m). Bei kleineren Abständen zum Objekt beträgt die Blendenzahl mindestens 2.2, bei Abbildungsmaßstab 1:1 ist es mindestens 2.8 soweit ich mich erinnere.

Das haengt aber nicht speziell damit zusammen, dass es ein Makro-Objektiv ist. Die effektive Apertur wird immer kleiner als die geometrische, wenn der Abbildungsmassstab groesser wird.

k*=k/(1+m)

wobei, k*: effektive Blende, k: geometrische Blende, m: Abbildungsmassstab.

Bsp.:
k=1/2.8, m=0 (unendlich) -> k*=k=1/2.8
k=1/2.8, m=1 (1:1) -> k*=1/5.6

Bei 1:1 verliert man also immer 2 Blendenstufen. Bei "normalen Objektiven" erreicht man halt nur meist nicht den Abbildungsmassstab, ab dem wirklich der Effekt praktisch relevant wird.
 
Danke euch, jetzt bin gleich viel schlauer geworden :top:.
Noch eine Frage zur Abschätzung: In welchem Fall macht sich Vollformat bzgl. Hintergrundunschärfe besonders bemerkbar, bei wenig Abstand (vermute ich mal) oder bei viel Abstand vom Objekt zum Hintergrund? Oder ist der Unterschied zu Cropcams davon unabhängig?
j.
 
Noch eine Frage zur Abschätzung: In welchem Fall macht sich Vollformat bzgl. Hintergrundunschärfe besonders bemerkbar, bei wenig Abstand (vermute ich mal) oder bei viel Abstand vom Objekt zum Hintergrund? Oder ist der Unterschied zu Cropcams davon unabhängig?
Die Unschärfe wächst mit der Brennweite bzw. mit dem Abstand.

Für f -> null und Abstand -> null geht der Faktor gegen 1.
für f -> unendlich und Abstand -> unendlich geht der Faktor gegen 1,5 (Crop 1 gegen 1,5).

Beispiel: f=14 mm, f/d=2,8

Crop 0,5: Unschärfe = Diagonale/383
Crop 1,0: Unschärfe = Diagonale/404
Crop 1,5: Unschärfe = Diagonale/425
Crop 2,0: Unschärfe = Diagonale/446

Verhältnis zwischen Crop 0,5 und 2,0: 1:1,16

Beispiel: f=800 mm, f/d=5,6

Crop 0,5: Unschärfe = Diagonale/57
Crop 1,0: Unschärfe = Diagonale/99
Crop 1,5: Unschärfe = Diagonale/141
Crop 2,0: Unschärfe = Diagonale/183

Verhältnis zwischen Crop 0,5 und 2,0: 1:3,21

Beispiel: f=10000 mm, f/d=5,6

Crop 0,5: Unschärfe = Diagonale/45
Crop 1,0: Unschärfe = Diagonale/87
Crop 1,5: Unschärfe = Diagonale/129
Crop 2,0: Unschärfe = Diagonale/171

Verhältnis zwischen Crop 0,5 und 2,0: 1:3,79
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant, diese Berechnungsmethoden kannte ich nicht.

Was allerdings zu bedenken ist: Das Tamron 60 2.0 ist ein Makro-Objektiv, deshalb erreicht es eine Blendenzahl von 2.0 erst ab einem relativ hohen Abstand (ich glaube ca. 6m). Bei kleineren Abständen zum Objekt beträgt die Blendenzahl mindestens 2.2, bei Abbildungsmaßstab 1:1 ist es mindestens 2.8 soweit ich mich erinnere.

Alles berücksichtigt (in die Rechnung geht nur die Blendengröße d in mm ein).

Nicht berücksichtigt ist die häufig anzutreffende Reduzierung der Brennweite, die allerdings (bei Festbrennweiten) erst im fortgeschrittenen Makrobereich eine Rolle zu spielen anfängt.
Diese kann man nicht berechnen, da sie vom konkreten Aufbau abhängt.
 
Also an den µm der Unschärfe ist es zu erkennen, wie sehr der Hintergrund verschwimmt, richtig?

Ja, aber Du solltest das nicht zwischen FX und DX vergleichen - die Rede ist von der Unschaerfe auf dem Sensor. Da Du das DX-Bild staerker vergroesserst (um auf die gleiche Bildgroesse am Ende zu kommen) vergroesserst Du auch die Unschaerfe staerker. Daher schau Dir beim Vergleich zwischen FX und DX lieber die %-Werte bzw. die Diag/-Werte an (BTW: Danke Frank fuer die Tabelle!).

Was allerdings zu bedenken ist: Das Tamron 60 2.0 ist ein Makro-Objektiv, deshalb erreicht es eine Blendenzahl von 2.0 erst ab einem relativ hohen Abstand (ich glaube ca. 6m). Bei kleineren Abständen zum Objekt beträgt die Blendenzahl mindestens 2.2, bei Abbildungsmaßstab 1:1 ist es mindestens 2.8 soweit ich mich erinnere.

Gleiches gilt aus physikalischen Gruenden fuer alle Objektive, nur zeigen es die nicht-Makro-Objektive nicht an.

Die Unschärfe wächst mit der Brennweite bzw. mit dem Abstand.

Für f -> null und Abstand -> null geht der Faktor gegen 1.
für f -> unendlich und Abstand -> unendlich geht der Faktor gegen 1,5 (Crop 1 gegen 1,5).

Ist es nicht eigentlich sinnvoller, bei gleichem Bildwinkel und nicht bei gleicher Brennweite zu vergleichen? Denn einen bestimmten Bildwinkel will ich fuer mein Bild ja haben, nicht eine bestimmte Brennweite. Und meines Wissens gilt da eine einfache Rechnung:

Objektiv mit Brennweite f und Blendenzahl b an FX gibt gleichen Bildeindruck (Bildwinkel, Tiefenschaerfe/Hintergrundzerstreuung) wie Objektiv mit Brennweite f/1.5 und Blendenzahl b/1.5 an DX.

Damit verhaelt sich ein 135/2 an FX so wie ein 90/1.33 an DX. Schaut man sich den Vergleich 135/2 an FX vs. 85/1.4 an DX im Spreadsheet an, sieht man, dass das etwa hinkommen koennte...
 
Ist es nicht eigentlich sinnvoller, bei gleichem Bildwinkel und nicht bei gleicher Brennweite zu vergleichen? Denn einen bestimmten Bildwinkel will ich fuer mein Bild ja haben, nicht eine bestimmte Brennweite.

Theoretisch ja.
In der Praxis aber nein, weil man
  • in der Praxis gewisse Objektive hat und nur diese verwenden kann. Mal am Crop 1,0, mal am Crop 1,6.
  • Es gibt keine korrespondierenden Objektive, z.B. kein EF-S 62,5/1,75 oder ein EF-S 93,75/1,75 oder kein EF 96/4.48.

Und meines Wissens gilt da eine einfache Rechnung:

Objektiv mit Brennweite f und Blendenzahl b an FX gibt gleichen Bildeindruck (Bildwinkel, Tiefenschaerfe/Hintergrundzerstreuung) wie Objektiv mit Brennweite f/1.5 und Blendenzahl b/1.5 an DX.

Damit verhaelt sich ein 135/2 an FX so wie ein 90/1.33 an DX. Schaut man sich den Vergleich 135/2 an FX vs. 85/1.4 an DX im Spreadsheet an, sieht man, dass das etwa hinkommen koennte...

Die Äquivalenz kann man durch das Ersetzen ein Crop 1,5-Sensors durch
einen 1,5x-Konverter + KB-Sensor beweisen.
Beides ließe sich in einer Blackbox nicht voneinander unterscheiden (obwohl man in die Blackbox hineinschauen kann!).
 
Naja, ich will DX wohl auf Dauer durch FX ersetzen, von daher ergibt die "Umrechnerei" eben doch Sinn. Eben, weil es am KB Objektive zu kaufen gibt, die es so fuer DX gar nicht gibt - aus einem 24/28-70/2.8 wird ein 16/19-48/1.8, aus einem 35/2 ein 24/1.3 :). Wenn man im WW- und Normalbereich freistellen moechte, ist da also FX klar im Vorteil.
 
Danke, dann ist das Tamron schon etwas Spezielles. Das 100/2,0 Makro von Zeiss finde ich erstaunlich, aber Non-AF kommt für mich nicht in Frage. Die Trefferquote bei bewegten Objekten mit Offenblende ist zu gering. Außerdem mir zu teuer :). Aber den Foren nach ist Zeiss gar nicht mal so unbeliebt.
j.
 
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