Guten Morgen und vielen Dank für die Anmerkungen.
bei
#66 sagt mir die bearbeitung nicht ganz so zu, da es sehr grau wirkt, ich denke du hast es aus zwei belichtungen zusammengesetzt? vll kannst du noch den kontrast erhöhen
#66 ist - wie jedes bisher gezeigte Bild auch - nur aus einem RAW entwickelt. Ich habs nicht so mit Exposure Blending etc., sondern behelfe mir bisher meistens mit Grauverlaufsfiltern.
Ich verstehe, dass es Dir evtl. zu grau ist, hab es aber bewusst so gelassen, denn auf dieser Reise haben viele andre Aufnahmen durch die tiefstehende Sonne einen deutlichen Farbtrend in Richtung orange/pink. Ist halt Geschmackssache.
Heute würde ich gerne was zum Thema Aurora schreiben: Dies war mein erstes Mal, dass ich das Polarlicht selbst mit eigenen Augen erleben konnte. Leider war die Aurora-Vorhersage für meine Reisezeit meist recht niedrig - Stufe 1 oder 2 von 9, so dass es gar nicht sicher schien, ob man Polarlichter überhaupt sehen könnte.
Dann kam es aber doch so, dass praktisch an jedem Abend die Aurora als helles Band am nördlichen Nachthimmel erkennbar war. Typischerweise fing es gegen 20:00 Uhr bis 20:30 an (da war es schon stockfinster) und dauerte dann so 1-2 Stunden. Das Band streckte sich meist von einem zum andren Horizont und verflüchtigte sich mit der Zeit.
An dem Abend, an dem dieses Bild entstand, war jedoch alles anders: Ich hatte wie gewohnt die "normale Polarlichtvorstellung" um 20:00 Uhr gesehen, mich schon ins Auto zurückgezogen und in den Schlafsack eingepackt, als ca. 30 Minuten später der Tanz von vorne losging - und diesmal deutlich heftiger als beim ersten mal.
Ich also wieder raus aus dem Schlafsack, Fotoausrüstung aufgebaut und fotografiert. Die Muster waren diesmal ganz anders, die Aurora war viel beweglicher und agiler, es war wie ein komplett lautloses Feuerwerk des Himmels. Es endete mit grünlichen senkrechten Vorhängen aus Polarlicht, die über den Himmel zogen und sich dann verflüchtigten.
Konnte man bis dato die Polarlichter nur als leicht helleres Band erkennen, war es diesmal sogar so intensiv, dass man mit bloßem Auge einen leicht grünlichen Farbschimmer sehen konnte. Ich fand diese Vorstellung total beeindruckend, zumal es mir in dieser Nacht noch zweimal so ging: Jedes Mal, wenn ich dachte "So, das wars jetzt!" und mich hingelegt hatte, fing der Zauber wieder von vorne an - und jedes Mal ein Stück intensiver als beim vorherigen Akt.
Daher heute mein Foto "Aurora: Feuerwerk des Himmels" aus dem dritten von vier Akten.
Viel Spaß beim Anschauen!
