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Alt 28.07.2012, 00:07   #8
whr_
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Standard AW: Haltbarkeit einer Kamera

Da Kameras normalerweise nicht dafür entwickelt werden, mehr als 10 Jahre zu überleben, ist die Frage schwierig zu beantworten.

Die meisten elektronischen Bauteile können eine sehr hohe Lebensdauer erreichen - Transistoren aus den 1950er Jahren funktionieren heute noch. Ausnahme: Elkos, die trocknen aus, je heißer desto schneller; speziell bei den Blitzelkos (HV-Elkos) baut sich außerdem bei langer Nichtbenutzung die Oxidschicht ab, allerdings bei Nutzung auch wieder auf - gelegentliches Abfeuern also in der Tat sinnvoll.

Die Lebensdauer der Verbindungstechnik, insbesondere der Lötstellen, ist seit der Umstellung auf bleifreies Lot schlechter geworden. Da könnte in aller modernen Elektronik eine Zeitbombe ticken. Sicherheitskritische Elektronik wird deshalb oft nach wie vor mit klassischem Zinn-Blei-Lot gefertigt, Kameras wurden das nur, wenn sie alt genug sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6...Elektroniklote

Batterien und Akkus als Verbrauchelemente wurden erwähnt, ebenso Schmierfette in der Mechanik. Wenn die Kamera auch das Objektiv umfaßt, dann sind asphärische Hybridlinsen (Glas mit Kunststoffauflage für die asphärische Form) ein Risiko, ebenso die Verkittung von Glaslinsen zu Achromaten.

Im Prinzip könnte man das alles reparieren/restaurieren, wenn die Kosten keine Rolel spielen.

Kunststoffteile verspröden, wenn die Weichmacher ausdiffundieren.

Bei den digitalen reicht meine Erfahrung nur bis 2000 zurück, die Canon Ixus V tut noch.
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