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wlive 17.01.2016 21:15

Bilder digitalisieren - Dia Scanner Erfahrung?
 
Hallo Leute,

ich möchte ein paar hundert Dias digitalisieren. Ich habe keinen Zeitdruck, nicht viel Geld, eine Canon 70D, 50mm 1.8 stm, 105mm 2.8 Makro.

Mein Ziel: Die Fotos sind von 1970 und jünger. Familienbilder. Sie sollen einfach nur digitalisiert werden. Ich möchte keine stundenlange Bearbeitung machen. Die Dias werden abgestaubt, gescannt und angeschaut. Fertig. Ergebnis soll gut sein. Diese Bilder werden, wenn sie jemals ausgedruckt werden sollten, dass maximale Format von 13x18 nie überschreiten.

Erste Idee, abfotografieren: Ich habe von Dörr einen Dia Duplikator gesehen. Vor das Objektiv geschraubt, eingestellt und abfotografiert.

Zweite Idee: Extra Scanner 100-200€, aber eher 100€ als 200€. Welcher? Ich habe keine Ahnung, gibt ja eine riesige Auswahl!

Wie schaut es also mit eurer Erfahrung mit dem abfotografieren oder billig scannen aus? Ich weiß auch, dass der 1000€ Scanner Super ist, aber das Niveau brauche ich nicht.

Floyd Pepper 17.01.2016 21:30

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Abfotografieren mit Deinem Equipment ist auf alle Fälle qualitativ besser als Scannen mit so einem 100-Euro-Dings.

Allerdings nicht mit den sog. Dia-Duplikatoren mit eigener Zusatz-Optik. Da ist das Macro allein zig-mal besser.

Wenn Du noch einen Projektor hast: Es gibt im WWW zahlreiche Beschreibungen für Selbstbauprojekte, bei dem der Projektor für eine relativ schnelle und mehr oder weniger halbautomatische Massenverarbeitung genutzt wird. Vorteil: Magazinverarbeitung.

Einfach nach "Dias digitalisieren Projektor" googeln.

GymfanDE 17.01.2016 21:40

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Falls das ganze kein Hobbyprojekt werden soll sondern einfach nur brauchbare Ergebnisse von DIAs (also keine Negative) gefragt sind, dann würde ich mir einfach für 3-7 Tage einen
Reflecta Digitdia 6000 ausleihen und bei Deinen Anforderungen an die Bildauflösung mit 2500 DPI scannen (lassen). Das müssten dann <6h für 100 DIAs sein, falls das Magazin nicht zu häufig klemmt.

Bevor ich da jedes DIA einzeln einpanne und abfotografiere oder den DIA-Projektor umbaue, würde ich für ein paar hundert DIAs lieber die 80-130 Euro ausgeben und mir über eBay vom Händler so ein Gerät leihen.

parallelrechner 17.01.2016 22:56

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Bei ein paar Hundert Dia's würde ich mir einen Dienstleister picken, der mit einem hochwertigen Scanner und 4000DPI arbeitet. Bei 30-40 Cent pro Dia ist selbst ein eigener Billigscanner teurer.

Vereinbar einen Testlauf mit 10 Dia's und beurteile, ob Dir die Qualität reicht.

Bei meinen 10000 Dia's war das leider keine Alternative.:mad:

Altberater 18.01.2016 07:14

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Zitat:

Zitat von GymfanDE (Beitrag 13708387)
Falls das ganze kein Hobbyprojekt werden soll sondern einfach nur brauchbare Ergebnisse von DIAs (also keine Negative) gefragt sind, dann würde ich mir einfach für 3-7 Tage einen
Reflecta Digitdia 6000 ausleihen und bei Deinen Anforderungen an die Bildauflösung mit 2500 DPI scannen (lassen). Das müssten dann <6h für 100 DIAs sein, falls das Magazin nicht zu häufig klemmt.

Bevor ich da jedes DIA einzeln einpanne und abfotografiere oder den DIA-Projektor umbaue, würde ich für ein paar hundert DIAs lieber die 80-130 Euro ausgeben und mir über eBay vom Händler so ein Gerät leihen.

Kann ich mich nur anschließen. Habe das auch so gemacht, klappt wunderbar und die Kosten waren überschaubar (habe 90 € für eine Woche Leihe bezahlt).

VG

Thomas

kdww 18.01.2016 17:46

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Ich habe einen Diaprojektor umgebaut und fotografiere die Dias ab.
Zwischen Dia und letzter Linse eine 6mm Michglasscheibe rein. Andere Tauschen den Wärmefilter, das ging bei mir schief.

Da gibts einige Anleitungen im Netz und auch hier im Forum

Allerdings waren die 100mm als zu knapp (Abstand Magazin Kamera) und das Objektiv zu dick, das MAgazin hat gestreifft.
Bin dann beim vorhandenen 55-250STM mit 50mm Zwischenringen und etwa 135mm Brennweite hängengeblieben.

Letztendlich war ich von der Qualität (Schärfe und Auflösung der Dias) ziemlich geschockt. Meine alte 400D hat da mit 18-200canon wesentlich mehr BQ geliefert als meine AE1 mit FD Festbrennweiten.
Für mich machts nur Sinn für Erinnerungen, ab nicht um irgendwelche künstlerische Bilder in die Digitalzeit zu holen.

düres 18.01.2016 18:08

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Wenn es verglaste Dias sind, kommt noch der Zeitaufwand hinzu für die Reinigung bzw.ich empfehle Umrahmen in glaslose Rahmen.

wlive 18.01.2016 21:27

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Die Dias sind nicht verglast.
Projektor umbauen gefällt mir persönlich nicht so sehr.

Ich danke euch für die Tipps. Vor allem sieht man auch wieder mal das viele verschiedene Wege nach Rom führen. Jeder von euch hat es anders gemacht und ist zufrieden.
Die Idee mit dem Leihen hört sich gut an. Mal schauen was es so im Leverkusener Raum gibt. Es ist in meiner Preisklasse und ich kann mit einem guten Gerät scannen. Es läuft automatisiert und ist nicht soooo zeit intensiv.

Was anderes noch:
Die Bilder werden am PC angeschaut oder wenn es jemand mal möchte 10x15 oder 13x18 ausgedruckt. Wie gut soll die Scannqualität sein? Wie viel DPI? Ich habe gehört, die Pixelanzahl auf den Filmen ist nicht mit den heutigen Kameras vergleichbar. Ergo brauche ich nicht so hochauflösend scannen, weil ich eh nicht mehr quali raus holen kann.

JCD 19.01.2016 06:46

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Zitat:

Wie gut soll die Scannqualität sein? Wie viel DPI?
Wenn Du Dir schon die Mühe und Kosten machst die Dias zu scannen, dann würde ich das maximale aus dem Scanner rausholen.
Vielleicht benötigst Du den Scan in einigen Monaten für etwas anderes und das bist Du vielleicht über die hohe Auflösung froh.
Speicherplatz ist günstig und runterscallieren kann man immer noch.

donesteban 19.01.2016 08:09

AW: Dia Scanner Erfahrung
 
Zitat:

Zitat von wlive (Beitrag 13710754)

Was anderes noch:
Die Bilder werden am PC angeschaut oder wenn es jemand mal möchte 10x15 oder 13x18 ausgedruckt. Wie gut soll die Scannqualität sein? Wie viel DPI? Ich habe gehört, die Pixelanzahl auf den Filmen ist nicht mit den heutigen Kameras vergleichbar. Ergo brauche ich nicht so hochauflösend scannen, weil ich eh nicht mehr quali raus holen kann.

Also: Mit maximaler Auflösung scannen. Und das wenn möglich in TIFF 16 Bit - schau aber auch vorhher, dass deine EBV mit 16 Bit Files zurecht kommt, die meisten können das zumindest öffnen und dann 8 Bit speichern (z.B. PS Elements), aber es gibt wohl noch einige, da geht es nicht.
Dann würde ich diese TIFF mit einer Massenkonvertierung auf ca. 2000x3000 Pixel und JPEG mit höchster Qualität runter rechnen, dabeia uch etwas anchschärfen. JPEG ist dann automatisch 8 Bit, und genau deshalb ist es nicht tragisch, wenn das Programm jetzt erstmal aus 16 Bit 8 Bit macht.

Willst du später mal aus einem Bild das Maximum rausholen, kast du immer noch die TIFF und kannst dir ein Programm beschaffen, das durchgängig die 16 Bit macht, falls noch nicht vorhanden.

So ein TIFF wird vermutlich um die 100 bis 200 MB haben. Bei ein paar hundert Bildern sind das ein paar Dutzend GB, das sollte heute ja kein Problem mehr sein.
Was ich jedoch nicht machen würde ist die jetzt alle gleich auf Optimum bearbeiten, das ist nämlich zeitaufwändig. Und schade um die Zeit, wenn dann ein Grosstiel der perfektionierten Bilder doch nur auf der Platte schlummert.


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