Hallo. So, die ersten Tage mit der D 3000 haben wirklich Spass gemacht!
Ich kann mangels Eigentum noch nicht mit anderen Nikon-Kameras vergleichen, diese Punkte müssen also leider andere klären.
Nachfolgend also eine laienhafte Analyse..
Ich finde die Nikon im Vergleich zu meiner zugegeben recht alten Minolta Dynax 5 sehr gut verarbeitet. Sie liegt gut in der Hand, auch bei kurzen Fingern wie den meinen. Die Kamera wiegt netto, also rein Body, 485g, finde ich völlig in Ordnung, habe aber auch gerne "was im Arm".

Einziges Manko in puncto Verarbeitung, wenn man etwas finden möchte: Die Klappen für Akkuabdeckung und Cardslot wirken durchaus (und für mich überraschend, Nikon war für mich immer so ein Hält-ewig-Idol) wackelig, das sieht ziemlich nach Sollbruchstelle aus.
Steuerung klappt gut. Alles super zu finden, und die Auto-Einstellung taugt ja eh fürs erste bestens. Aber auch die individuellen Möglichkeiten sind leicht zu verstehen und sofort nutzbar. Freue mich damit zu üben. Die für Nikon neuartige Guide-Geschichte finde ich marketingtechnisch ziemlich überfrachtet und auch ein bisschen missverständlich. Das Ganze ist nämlich kein echter "Guide", sondern eher eine Bedienerhilfe. Im Prinzip wählt man den Bildanlass aus, bestätigt und die Kamera stellt das ein, was passen sollte. Das hilft mir natürlich zum Lernen überhaupt nichts, man merkt sich nicht was eingestellt wird bzw. bekommt es ja kaum mit. Dem nicht ambitionierten Anfänger oder faulem Fortgeschrittenen mag es Spass bereiten. Der Ansatz ist sicher schlau und bestimmt kann es in den im Menü angebotenen Situationen helfen, aber wenn man so wie ich vorhin vor einem tollen Sonnenuntergang steht und mit dem Weißabgleich rumeiert, hilft einem der "Kinder-Modus", der einfach nur den Blitz ausschaltet auch nichts..

Aber, wie gesagt, die Idee ist eigentlich gut.
Der Rest des Handlings ist für halbwegs Handy- und Pc-nutzungs-Erfahrene im Prinzip ein Selbstläufer. Eine wirklich gute Bedienerführung für Einsteiger wie mich.
Die D 3000 rundet ja das Nikon-Programm relativ weit nach unten ab (dafür sollen D40 und D60 wohl aus dem Programm). Ich habe die Kamera im "Double-Zoom-Kit" für 699 Euro bei Saturn in Bremen erstanden. Für mich u.a. entscheidend: Die 11 Meßpunkte inkl. Kreuzsensor (die D40 hatte nur 3) und die Möglichkeiten, auch an der Kamera mal mit einem Bild spielen zu können (die Kamera hat sogar so etwas wie eine Begrenzung der Schärfeebenen, die eine Miniaturlandschaft simuliert [Ok, Spielkram

]). Die D3000 verwendet dasselbe AF-System wie die D90, Multi-CAM1000. Ich fand bei meinen bisherigen Aufnahmen, das der AF super reagiert und auch das einzelne Ansprechen von Messfeldern gut funktioniert.
Auch D-Lightning ist an Bord, allerdings eingeschränkt (habe ich jetzt noch nicht durchgetestet, melde mich nochmal dazu zurück.)
Ich finde besonders das 55-200 VR Objektiv klasse, besonders Portraits machen damit richtig Freude! Wie gesagt ich spreche hier als blutige Anfängerin, ich diskutiere noch nicht über Rauschen o.ä., nur über das Gefühl, endlich schönere Bilder zu machen als mit der kompakten. Die Farben und auch die Tiefenschärfe finde ich aus meiner Warte heraus also großartig.

Was gibt es noch zu sagen..der fehlende Live-View..fehlt mir überhaupt nicht, ich möchte fotografieren und nicht telefonieren. Und die fehlende Video-Funktion? Na, was erwartet Ihr? Ich möchte fotografieren und nicht filmen...

Kann mir aber vorstellen, das die beiden letztgenannten Fakten oftmals den Ausschlag gegen eine Kaufentscheidung für die D3000 geben mögen, aber das ist ja Nikons Problem und nicht meins..
Ich habe bisher jedenfalls keinen "Penny" bereut. Für Fotografen mit noch mehr Ambitionen und noch mehr Euro sind sicher andere höherqualifizierte Nikon-Kameras die bessere Wahl, für mich bringt die D3000 derzeit alles mit was ich brauche, das hat sie mir in der kurzen Zeit seit Samstag schon gezeigt.
Beispielfotos? Finden sich
hier!
Wer noch spezielle Fragen hat, bitte äußern, versuche zu beantworten, was ich kann!
Viele Grüße, Wibke