14.07.2009, 12:50
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Ergänzung zur LX3 - F200EXR oder Casio EX-H10?
 
Gestern war hier „Girlsday“, also flugs die Zeit genutzt mal wieder einen kleinen Beitrag fürs Forum fertig zu machen. Ein Beitrag der sich an Leute wendet die die Bildqualität der Kompakten gemeinhin eher kritisch beäugen und denen das Beste meistens gerade gut genug ist wenn die DSLR nicht mit kann oder soll.*
Wer eine relativ gute Premium-Kompakte wie die LX3 (oder DP1, G10, P6000) sein eigen nennt kennt vielleicht das Problem. Eine kompakte Ergänzung für den Urlaub die den oberen Brennweitenbereich abdeckt und gleichzeitig als Zweitkamera nicht viel schwerer sein sollte als 200g wäre ideal.
Bei mir hat bei meinem letzten Urlaub diese Rolle die F100 wahrgenommen, s. http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=429520 .
Sie war ganz gut, aber nicht ohne Schwächen. Zur Zeit nimmt der Nachfolger, die verbesserte F200 diese Stelle ein. Besser aber immer noch mit Luft nach oben. Zumindest aus Sicht des anspruchsvollen Anwenders, der für beste Bildqualität auch mal bereit ist zu leiden und eine kg schwere DSLR rumzuschleppen.
Mit der EX-H10 kam im Mai eine Kamera auf den Markt die nicht nur eine bessere LX-Ergänzung als die F200 sein könnte, sondern von den Eckdaten vielleicht sogar eine Alternative so daß man die LX3 öfter ganz zu Hause lassen kann?!
Mit f3.3 wird das zwar schwer, aber wenn sie bis ISO800 sehr gut wäre und hält was der Test bei http://www.digitalkamera.de/Testberi..._H10/5818.aspx verspricht das sie „beim wichtigsten Merkmal, der Bildqualität, die Casio die Konkurrenz hinter sich.“ läßt, warum nicht?!
Darum geht es in diesem Thread. Nicht darum ob die H10 für den normalen Knipser eine gute Urlaubs- und Schönwetterkamera ist – das ist sie im Großen und Ganzen!
Alle Modelle, besonders die H10 und F200, sind sehr klein und leicht und haben mehr Weitwinkel als andere 4:3 28mm-Kameras. Auch die F200 ein wenig.
Jedes dieser Modelle hat besondere Trümpfe und Grenzen.
LX3: f2, extrem-Weitwinkel, gute ISO400, manuell – Verzicht auf Tele
H10: 24? – 240mm im Taschenformat, Akku! – nur auto und … folgt
F200: sehr weite 28mm, -140mm, gute ISO400, klein+ schnell – keine >240mm
u.a.
I Weitwinkel: 24 ungleich 24mm!
Der Unterschied zwischen LX3 und H10 im Weitwinkelbereich ist gerade bei Panoramen wo es auf Breite ankommt viel deutlicher als man bei zwei nominellen 24mm-Kameras annehmen würde.
Das liegt erstens daran das die H10 die 24mm nicht wirklich erreicht und zweitens daran das die LX3 die Bilddiagonale bei 3:2 und 16:9 nicht verkürzt sondern verschiebt. Die H10 ist dagegen nur auf 4:3 gerechnet ist, Details siehe http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=227864.

001
LX3, 24mm + 16:9

002
H10, 24mm 4:3

Die H10 verschluckt hier die Schatten - dazu später.
mit 16:9
003
H10

004
LX3

*
Vgl. dazu auch das 4:3 Bild unter „Kontrastumfang“.*
II Rauschen und Texturverlust
Wie schon beim Start des H10-Threads vermutet ist die Casio eine Kamera die die Geister scheidet. Anwender mit normalen Ansprüchen werden meistens mit ihr zufrieden sein. Aber nicht nur die, ich bin mir ziemlich sicher das sie bei Zeitschriften wie Colorfoto und FotoVideo (Fotomagazin zunehmend weniger!) die pimär bei gutem Studiolicht Laborbezogen werten beste Noten einfahren wird.*
Viele Zeitschriften testen und werten zu wenig praxisorientiert. Notgedrungen, kontrolliert messen kann man nun mal am besten im Labor. Urlaubsfotos entstehen aber nicht im Messlabor sondern unter oft diffusen Lichtverhältnissen mit zT sehr unterschiedlichen Auswirkungen auf die automatische Bildverarbeitung und Belichtung. Das ist ein wichtiger Punkt bei der H10. Auch bei den Fujis oder den TZs zum Beispiel, deren NR-Algos kontrastabhängig zu Werke gehen.*
Das Rauschen der H10 ist gering, selbst bei ISO400, und eine Vignetierung und Verzeichnung ist kaum auszumachen. Die Auflösung bei gutem Kontrast (wie im Labor) ist hoch, ebenso die Farbtreue. Die Kehrseite der Medaille ist der sogen. Texturverlust durch Glättung der bei Colorfoto mit der Kurtosismessung zwar gemessen aber nicht ausgewiesen wird und auch nicht hinreichend in die Bewertung einfließt. Bei besten Studiolicht wird Texturverlust auch bei ISO400 weniger negativ auffallen. Umgekehrt punktet dagegen die so erreichte sogen. Rauschfreiheit positiv. Was das bei weniger Licht für Bilder werden steht auf einem anderen Blatt!
Ich sehe für mich persönlich bei der H10 bereits bei ISO100 eine Grenze erreicht wo mich der Texturverlust und damit verbundene Verlust an Tiefe und Räumlichkeit nicht selten stört. Nicht im Ausdruck oder Abzug aber bei 1920x1200 LCD-Auflösung. Auf meinem Laptop mit 13 Zoll würde ich bei gutem Licht ISO200 u.U. noch tolerieren. Gerade eben. In Dämmerlicht schon nicht mehr, was die H10 da mit ihrer Bildverarbeitung anstellt ist fast schon Malerei. Dabei bin ich fast sicher das die H10 bei regelbarer NR wie bei der LX zu guten Ergebnissen fähig wäre, ähnlich wie die SX200 mit einem ebenfalls sehr kleinen CCD.
Dämmerung - ISO200
005
H10

006
LX3

Dämmerung – ISO400
Hier zeigt sich das Problem der H10 noch deutlicher. Details werden bis ins Aquarell weggelättet, jede Nachoptimierung ist hoffnungslos. Bei der LX3 und bei der F200 kann man im Nachhinein noch eine Menge rausholen, trotz Dunkelrauschens was bei so einem Licht raum zu verhindern ist sind die Bilder immer noch von ansprechender Tiefe.*
007 H10

008 F200

009 LX3

010
und die H10 mit ISO64

Wenn ich hier wählen dürfte würde ich das ISO400 Bild der LX3 dem der H10 bei ISO64 vorziehen!*
Das Rauschen stört weniger als als die Glättung, die Farben und Belichtung sind besser. Beides habe ich auch bei der H10 variiert, hat aber nicht viel geändert. Das ist ein zweites Problem der H10 und auch der F200, siehe hier die Darstellung des Himmels.*
Die H10 ist auch bei schwachem und indirektem Gegenlicht empfindlich, genau wie die F200. Im Ergebnis aber völlig anders. Während die F200 zu macht und zu dunkel belichtet (kann man entgegen wirken!) fängt die H10 an zu matschen in den Bereichen die die Software versucht um jeden Preis aufzuhellen (kann man kaum gegenwirken)! Kontraproduktive Bildbearbeitung!
Mit der LX3 gelang es hier am leichtesten das Blau des Himmel zu erhalten ohne das der Vordergrund völlig absoff, die beiden anderen streichen ihn in weiss. Obwohl die LX die professionellste Kamera ist gibt sich ihre Belichtung meistens narrensicher. Die anderen Kameras mit oft weniger geübten Bedienern bräuchten das aber nötiger.
Geändert von Christian_HH (14.07.2009 um 14:29 Uhr)
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14.07.2009, 12:52
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#2
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Threadstarter
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
III Kontrastumfang
Die Bilder der H10 wirken bei gleichmäßigem Sonnenlicht knackig, frisch und scharf. Vermutlich wird die Kamera damit auch beste Ergebnisse bei Dynamikmessungen (kontrastumfang - darstellbare Graustufen) einfahren!
Man sollte sich aber nicht täuschen, das ist zum größten Teil ein Resultat der softwareseitigen Lichter-Schatten-/Gamma-Kurven-Anpassung in der Kamera (der per Settings weiter gesteigert werden kann!), der kleine Sensor ansich vollbringt keine Wunder wie ein direkter Vergleich zeigt. *
Bei dem nachfolgendem Motiv sieht man in den Schatten links im Rasen bei der LX3 noch Zeichnung und ansatzweise Details, bei der H10 dagegen nichts. Alles glattgebügelt und das bei ISO64! Die Kritik die einige hier äußern ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen auch wenn ich das in Praxis nicht immer so störend finde wie hier.
011
H10

012
LX3

Wenn schon keine Schatten, stellt die H10 dafür die Wolken, d.h. die hellsten Bildbereiche besser dar weil die Belichtung sich eventuell daran orientiert hat?*
Nein, auch da hält die LX3 mehr Zeichnung, mehr Dynamik (Kontrastumfang) nach oben und unten bei ein und demselben Motiv! Ein schweres Motiv für die Kameras, aber alltäglich.*
Obiges Bild mit 4:3 bei 24mm zeigt übrigens das die H10 auch bei gleichem Format nicht annähernd den Ausschnitt der LX3 erreicht!*
Die beiden Bäume rechts unterschlägt die H10. Die Ausgangsbrennweite der H10 ist näher an der F200 als an der LX3, deren Linse dagegen wie aus einer andere Objektivklasse wirkt.Unten rum sind die F200 und die H10 eine Weitwinkelklasse, der Unterschied ist für mich kaum der Rede Wert! Mehr als 26mm dürften das nicht sein – oder die LX3 kommt auf 22mm *
IV Detailwiedergabe
bei gutem Licht und weniger kritischen Umständen sind die Unterschiede so marginal das man mit der H10 exzellente Bilder machen kann die gleich auf mit denen der F200 und LX3 liegen. Das erklärt die Begeisterung über manche Schönwetter-Bilder die auch ich zT im anderen Thead zum Ausdruck gebracht habe. Wer behaupt die H10 würde n u r matschen oder wäre Klassen schlechter als … der sollte sich im differenzieren üben.*
Weitwinkel
013
H10

014
F200 (6 MP, „normal“!)

014A
LX3

Erstaunlich finde ich hier die Effizienz der F200 die trotz 6 MP und „normal“ aus einem gerade mal 1.2 MB großen File kaum weniger Details rausholt als die H10 aus einem 6,2 MB großen File. Man achte mal auf die Schrift des Eimers. Insgesamt kann ich hier aber keine großen Unterschiede zwischen der H10 und LX bei der Schärfe feststellen, nur fällt auf das die LX3 die dunkelsten Ecken in der Garage besser rausarbeitet als die F200 und H10.
24mm Pixelpeeping
aus diesem Bild
014B

folgender Ausschnitt
H10
*
LX3
 
Hier zeigt sich die Stärke der Optik der H10. Sie ist in der Mitte knackscharf und bildet entsprechend dem 2MioMP-Auflösungsvorteil auch eine Spur mehr Details ab.*
Der Eindruck wird aber softwareseitig geschönt weil die Casio die Kanten extrem hervorhebt, überschärft aus Sicht DSLR-Verwöhnter Augen.*
Die LX3 geht im Default wesentlich zurückhaltender vor was für die Nachbearbeitung viel besser geeignet ist. Daher sei Bildoptimierern empfohlen die Schärfe bei der H10 auf -2 zu setzen und hinterher zu justieren. Mit RAW wie bei der LX3 wäre das natürlich verlustfreier möglich, aber die H10 will auch keine Pro-Kompakte sein.
Tele, 60mm
In mittlerer Brennweite, das Ende bei der LX3, hängt viel von der Belichtung ab. Die Fuji belichtet typisch etwas unter was nach Aufhellung aber u.U. zum besten Ergebnis führen könnte!? Die beiden anderen erzeugen ohne EV ein frischeres Bild um den Preis leicht ausgefressener Lichter, s. im Streugut und bei den Blüten! Das Bild der H10 war hier 8 MB groß und mußte auf 4,5 verkleinert werden. Insgesamt von allen dreien sehr gute Ergebnisse.
015 H10

016 F200

017 LX3

Das zweite Motiv zeigt an der Uferböschung im Schatten wieder die typische Glättung bei der H10. Schade, könnte man bei der Casio auch NR -2 setzen wäre das Eregbnis vermutlich um einiges gefälliger.
018
H10

019
LX3

44mm
Bei diesem Motiv/Brennweite fällt eine leichte Eckenunschärfe bei der H10 auf. In den hellen Blütenspitzen links verliert sie zudem deutlich an Zeichnung. Am besten meistert die LX3 mit der kürzesten Brennweite hier die Kontrastunterschiede, vor der F200 die aber vorsichtshalber immer gerne etwas dunkler belichtet (EV+0,33?!). Mit ihrer DR-Optmierung ist sie schon besser als die F100, aber an die LX3 kommt sie trotzdem nicht ran. Mehr Tele bedeutet bei solchen Motiven auch oft mehr Farbsäume und HighlightClipping. Dennoch ist die H10 auch hier auf einem Niveau was ich ich als sehr gut bezeichnen würde für Schönwetterfotografie!
020
H10

021
F200

022
LX3

24mm
H10 mit und ohne Aufhellung
023/24


Nutzt man die „Landschaftsaufhellfunktion“ ergeben sich schon mal Speicherzeiten von 15-20s! Erinnert mich an die DP1!*
025
LX3

026
F200
Geändert von Christian_HH (14.07.2009 um 13:41 Uhr)
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14.07.2009, 12:53
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#3
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Benutzer
Threadstarter
Registriert seit: 14.04.2006
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
Geändert von Christian_HH (17.07.2009 um 13:32 Uhr)
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14.07.2009, 12:58
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#5
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Benutzer
Threadstarter
Registriert seit: 14.04.2006
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
Fazit
Wer sich die Bilder hier angesehen hat der möge den Test der H10 unter http://www.digitalkamera.de/Testberi..._H10/5818.aspx lesen. Dort steht im Fazit „beim wichtigsten Merkmal, der Bildqualität, lässt die Casio die Konkurrenz hinter sich.“ Ich habe kein Meßlabor und komme (deshalb?) nach meinen 1:1 Vergleichsbildern zu überwiegend anderen Einschätzungen.*
H10 oder F200 neben der LX3?*
Wer die H10 der F200 vorzieht erhält ein Schönwetter-ISO64-Tele von 141-240mm als Extra. Er zahlt dafür mit dem Verzicht auf Available-Light-Potential über die gesamte Brennweite. Und mit Stabilisierungspotential weil schon bedeckter Himmel bei 100mm eine Einschränkung ausmachen kann.*
Man hat unterwegs mit Fujis Auto-ISO400 freihand deutlich mehr Potential für scharfe 140mm-Bilder wie mit ISO64! Die F200 ist schon bei ISO200 klar besser als die H10 bei ISO100, meistens sogar auch bei ISO400.*
Bei ISOmin mag man sich streiten, je nach Motiv. Dafür ist die H10 unten idealen Umständen (!) nicht selten der belichtungssicherere Vollautomat wo die F200 etwas mehr Konzentration erfordert. Einsteiger könnten damit besser zurecht kommen solange sie die Grenzen nicht austesten, s. VI?! Ich persönlich fühle mich mit der F200 flexibler und würde ihr Allroundpotential höher einschätzen, auch wenn es ab und an einen Versuch mehr braucht.
H10 als Ersatz für die LX3?*
für den Bonus des Tele der H10 verzichtet man gegenüber einer LX3 auf sichtbar (!!!) mehr Breite im Bild, auf Lowlightpotential sowie eine bessere Schatten-Lichterzeichnung. Eine echte 24mm Alternative zur LX3 ist die H10 auf keinen Fall, die H10 kommt mir eher vor wie eine 28mm Kamera im Vergleich. Von dem manuellen Möglichkeiten und speicherbaren Presets ganz abgesehen, hier sind sie wie manche immer wieder betonen wirklich nicht vergleichbar.
Nun mögen die F200 und die LX3 im Gesamtpaket keine direkten Konkurrenten der H10 sein. Wenn es aber jemandem wie mir primär um einen portablen Weitwinkel oder um die „Erweiterung einer LX3“ geht dann schon! Hauptkonkurrent wäre von der Größe ansich eher eine Ixus oder F200. Vom Tele und vom Gesamtpaket ist es nur die TZ7 oder die WB550.*
Gefragt welche Punkte mich vom Kauf der H10 abhalten würde ich zusammenfassen*
(1a) die extreme Schattenglättung die viel zu früh einsetzt, zT schon bei ISO64! Das führt das dazu das ich höhere ISO für beste Ergebnisse vollkommen meide! Die H10 ist eine ISO64-Kamera!
(1b) beschränkte Televerwendung da man nicht durch höhere ISO die Zeiten verkürzen kann
(1c) eingeschränkte Blitzeignung, dto.*
Hinzukommen*
(2) sehr lange Speicherzeiten d.h. die Kamera braucht lange bis sie das nächste Bild erlaubt.*
(3) Die Bedienung ist menülastig, Bild-Parameter sind erst nach mehrfachem Blättern zu erreichen. Selbst die F-Taste bei Fuji gefällt mir da noch besser. Leider gibt es nicht mal eine EV-Taste so das die einzige freie Taste genau damit programmiert werden muß. Die Hand findet kaum eine freie Fläche auf der Oberfläche. Das Display ist nicht wie bei der F200 versenkt sondern vorstehend und kratzgefährdet.
(4) Am Ende stört mich aber auch das etwas knipskameramäßige Feeling der H10 das für mich zwar keinen schlechten aber auch keinen besonders wertigen Eindruck vermittelt. Von den Geräuschen bis zum Material der Verschalung bei einer 300€ Kamera erwarte ich mehr.
Was mich nicht von der H10 abhalten würde sind die optischen Leistungen bei ISO64, die finde ich trotz Kritik überwiegend ansprechend und was diese kleine Kamera bei 240mm im Idealfall (!) für Bilder liefert kann sich sehen lassen und muß sich vor keiner größeren Superzoom-Kamera verstecken.
Die Linse ist konzeptionell bedingt lichtschwach aber dennoch sehr gut für die Größe! Ich bin sicher sie wird in den Laboren der Konkurrenz schon seziert Der PP-Vorgang macht seine Sache bei der Verzeichnungs- und Vignetierungskorrektur hervorragend, beim Detailerhalt der Rauschbearbeitung leider nicht. Bestimmte schwierige Lichtsituationen versemmelt die H10 gnadenlos, in Kombination aus Belichtungs- und Kontastproblemen und dem anschließenden Versuch das Bild dann noch irgendwie aufzubereiten.
Ich denke das sich Einsteiger und typische Gut-Wetter-Knipser mit der H10 eher anfreunden werden als Freaks die einer Kamera gerne alles abverlangen. Da stößt man dann schnell an Grenzen wo der Spaß aufhört. Ein guter Allrounder ist die H10 nur in Bezug auf die Brennweite und bei Sonne.
Für mich bezieht sich Allround aber auch auf verschiedene Lichtumstände und da reicht die H10 mir nicht.*
Ersteindruck: http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=515640
weitere Bilder der EX-H10
http://www.file-upload.net/download-...ilder.zip.html
http://www.file-upload.net/download-...-D300.zip.html
Es wäre schon wenn es möglich wäre in diesen Thread auf Basis konkreter Bildbeispiele (dazu sind sie nummeriert!) zu diskutieren, alles andere ist bei den unterschiedlichen Ansprüchen oft schwammig. Allgemeine Diskussionen zur H10 unter http://www.dslr-forum.de/showthread....15640&page=29*
Geändert von Christian_HH (17.07.2009 um 17:48 Uhr)
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14.07.2009, 13:29
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#6
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Registriert seit: 07.08.2008
Beiträge: 1.038
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
Wow, ein wahnsinnig ausführlicher Bericht. Dankeschön für die viele Arbeit!
Jetzt kann sich wirklich jeder sein Bild über die Kamera machen ob ihm das Gebotene ausreicht oder nicht.
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14.07.2009, 13:31
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#7
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Benutzer
Registriert seit: 08.05.2009
Beiträge: 149
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
Einfach nur klasse herausgearbeitet!
Danke!
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14.07.2009, 13:42
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#8
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Benutzer
Registriert seit: 05.11.2008
Beiträge: 154
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
toll gemacht.
und ich bin froh das ich die h10 wieder zurückgeschickt habe... weiter so
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14.07.2009, 13:59
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#9
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Registriert seit: 29.09.2003
Ort: Tief im Südwesten
Beiträge: 1.337
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
Klasse Gegenüberstellung
Als "kompakte Ergänzung zur LX3" reichen mir die 140mm der Fuji allerdings nicht aus, daher habe ich mich zunächst für die H10 entschieden. Nach meinem Urlaub werde ich dann entscheiden, ob das eine längere Beziehung wird
__________________
Gruß, Frankie
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14.07.2009, 14:04
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#10
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Threadstarter
Registriert seit: 14.04.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 2.328
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AW: Ergänzung oderAlternative zur LX3 - F200 oder Casio EX-H10?
Danke für die netten Worte. Ich habe meine H10 übrigens auch zurück geschickt wobei ich nach den ersten Schönwetterfotos noch dachte das ich mit der Kamera anfreunden könnte. Sie hat schon was...
Am Ende haben aber nicht die Bilder die gelungen sind den Ausschlag gegeben sondern die die sie und ich  *versemmelt haben.
Weitere Bildbeispiele mit ISO400 und 800
Bei Nacht und wenig Licht mit der typisch starken Glättung, wenn keine harten Kontraste vorhanden durchaus brauchbar wenn auch nicht umwerfend vgl. mit der LX3 oder F200.

dieses Bild ist erstaunlich gut weil die Kamera "zugemacht hat" wegen der hellen Lichtquelle (Tipp!)
ISO-Reihe 100, 400, 800 - 5 MP
für sich betrachtet noch ganz gut, rauschfrei aber im Vergleich unnatürlich glatt
 
Bei Tag gibt es sehr inkonsistene Ergebnisse. Bei stärkeren Kontrasten mit einzelnen Dunkelflächen wie hier als Stabiersatz im Tele floppt die NR,
 
während sie bei den folgenden Bildern mit homogenen Licht ihre Sache recht gut macht. Je nachdem ob der NR-Prozess anspringt oder nicht.
Die besten ISO400 Bilder die ich mit der H10 gemacht habe entstanden unter Umständen wo man ISO400 nicht braucht. Wäre das immer so gäbe es keinen Grund zu klagen. Aufgrund Bilder wie dieser wird die H10 bei Labormessungen auch gut wegkommen.
 
Geändert von Christian_HH (17.07.2009 um 17:52 Uhr)
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