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Alt 05.05.2009, 22:53   #1
Minc
Benutzer
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 22
Standard Fledermause fotografieren

Hallo in die Runde
Ich möchte zunächst ein paar Gedanken zur Fledermausfotografie kundtun, bevor ich anhand von Bildern die Entwicklung bis zum Status quo abreiße.

Vorwort
Vorneweg etwas über Fledermäuse: Auch wenn Fledermäuse berühmt für ihre Echoortung sind können sie natürlich auch sehen und das nicht mal schlecht. Dabei ist das Sehvermögen der nächtlichen Lebensweise angepasst (d.h. skotopisch). Einheimische Arten jagen ihre Beute – Insekten – primär frei fliegend. Dabei wird die Beute entweder mit Maul gegriffen oder mit der Schwanzflughaut gefangen und im Flug aus diesem Kescher gefressen. Alternativ werden Insekten vom Substrat (z.B. der Wasseroberfläche) abgesammelt und gefressen – auch dies natürlich im Flug. Nur wenige Arten nutzen die passive Ortung der Beute anhand von Krabbelgeräuschen der Insekten (sog. „Gleaner“) und sollen hier nicht weiter bedacht werden.
Je nach Art unterscheiden sich die Fledermäuse in ihrem bevorzugten Jagdhabitat – von im freien Luftraum jagenden Arten bis hin zu Tieren, die selbst in recht dichtem Gestrüpp jagen können. Geht es also an die Fotografie ist der letzte Punkt ausschlaggebend für die Schwierigkeit der Aufnahme, aber auch über die Arten, die man vor die Linse bekommt.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Alle in Deutschland lebenden Fledermausarten stehen unter Naturschutz. Ganz gleich, was man macht: man sollte die Tiere nicht in Gefahr bringen. Inwiefern Blitzlicht den Tieren körperlich schadet wurde an dieser Stelle schon einmal erörtert.
Frühjahr und Sommer ist die Zeit der Aufzucht der Jungtiere und damit des höchsten Bedarfs an Nahrung. Ich bin der Meinung, dass man sich diesen Tagesquartieren – Wochenstuben genannt – fern bleiben sollte, um die Tiere nicht unnötig zu stören.
Ansonsten sind Fledermäuse gegenüber Störungen recht robust. In einem NABU-Projekt wurden direkt an der Ein/Ausflugöffnung Fotoapparate inkl. Blitzanlage aufgebaut. Ich selbst beschränke mich auf das Jagdgebiet. Von Fledermäusen wurde im Übrigen berichtet, dass sie in unmittelbarer Nähe vielbefahrender Straßen jagen.
Vorweggenommen: Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich die Tiere von den Blitzen (Salven von 3-4 Blitzen pro Sekunde) nicht bei der Jagd stören lassen. Die Tiere weichen trotz vielseitiger Alternativen nicht in andere Bereiche aus und kommen auch in aufeinander folgenden Nächten wieder an denselben Ort zurück.
Soviel als Vorwort, nun zur Fotografie:

Schwierigkeiten
Noch einmal die Schwierigkeiten der Fledermausfotografie, wie ich sie sehe: die Motive vereinigen so ziemlich alles an Rahmenbedingungen, was man eher nicht haben möchte, wobei grade deren Kombination den Schwierigkeitsgrad steigert.
  • Freie Bewegung in allen drei Dimensionen des Raumes
  • Hohe Geschwindigkeit (bis 15 m/s)
  • Hohe Wendigkeit
  • Schlechte Lichtbedingungen (= Dunkelheit)
Daraus ergeben sich Probleme mit Helligkeit und der Schärfe (Tiefenschärfe und Bewegungs(un)schärfe).
Mögliche Lösungsansätze
Teilweise sind diese offensichtlich und nur der Vollständigkeit erwähnt
Licht:
  • Blitz (dieser ist obgliatorisch, ohne reicht das Licht einfach nicht aus)
  • Höhere Iso-Werte
  • Lichtstarke Optik

Schärfe:
  • Nur manuelles (Vor-)Fokussieren, der AF ist unter den Bedingungen unbrauchbar
  • Fokus auf bestimmte Arten (was eine ungewünschte, anfangs aber notwendige Einschränkung ist): über Wasser jagende Arten fliegen „nur“ noch in zwei Dimensionen, die Y-Achse erübrigt sich im Bereich weniger Dezimeter
  • Und natürlich: Kenntnisse der Biologie und des Verhaltens der Tiere – manche Arten verwenden stets dieselben Flugrouten, andere jagen mehr oder weniger entlang gewisser Landmarken oder in einem sehr stereotypen Muster, so dass man sich auf die Lauer legen kann

Herangehensweise
Prinzipiell kann man auf verschiedenen Wegen versuchen, Bilder zu bekommen:
  • Frei Hand – dort wird man wohl nicht umhin kommen, komplett manuell die Tiere abzulichten (feste Blende, Brennweite, Belichtungszeit, Blitzeinstellungen und auch Fokus – man fokussiert auf eine Objekt in der Umgebung, welches in etwa den Abstand hat, in der man sein Motiv erwartet – und haut drauf). Die Wahrscheinlichkeit eines Treffers im Fokus erhöht sich bei der Verwendung von Serienbildern.
  • Verwendung von Lichtschranken (in Planung, Problem ist die Auslöseverzögerung der Kamera – da fehlen noch ein paar Versuchsreihen, um die Realisierbarkeit und Erfolgsquote abschätzen zu können)
  • Dressur der Tiere (nicht praktikabel für Amateure): hierbei müssen Tiere gefangen und an eine Aufgabe – beispielsweise das Greifen der Beute an einem bestimmten Ort, der letztlich der Ort des Fotografierens ist – gewöhnt werden. Alle in Deutschland vorkommenden Arten stehen unter Naturschutz und dürfen nur mit Sondergenehmigung gefangen werden. - Wenn ich das richtig sehe, so sind die meisten der wirklich hochwertigen Bilder von Fledermäusen im Flug und tw. beim Beutegreifen (u.a. von Dietmar Nill) in Flugzelten und häufig nach Dressur der Tiere gemacht worden. Diese artifizielle Herangehensweise ist genau, was ich vermeiden möchte.

Mein Setup
Canon EOS 40D mit dem altbekannten Tamron 90 mm SP DI Telemakro (1:2,8 - hat mir in letzter Zeit zu wenig Brennweite) oder dem Sigma APO 180 mm Telemakro mit 1:3,5 (welches wohl grade noch handhabbar ist, was die Brennweite angeht). Hinzu kommt ein Sigma EF-500 DG Super (LZ 50) mit Sanyo Eneloop-Akkus (wegen der hohen Ladegeschwindigkeit). Kurz zur Brennweite: Natürlich ist die Erfolgsquote mit 90 mm BW wesentlich höher als bei 180 mm. Aber ich habe nichts von Bildern, auf denen zwar Tiere sind, diese aber nicht in cropfähiger Größe sind.
Als Lichtschranke ist eine Jokie von Eltima electronic vorhanden. Vorerst sind diese Komponenten auch meine wirtschaftlich Bedingten Fixpunkte. Ich muss mit dem leben, was ich habe, mehr lässt der Geldbeutel nicht zu.

Methodik
Meine Methode der Wahl ist vorerst das Fotografieren aus der freien Hand. Der Sucher ist nicht verwendbar, da ich den Tieren bei der Geschwindigkeit und in dem angepeilten geringen Abstand nicht folgen kann.
Da das Zielen und Fokussieren (vor allem auf dunkles Wasser gerichtet) nicht so einfach ist, habe ich meiner Kamera ein Lasermodul spendiert, welches mittels eines Gummibandes fixiert wird. Die Halterung und Führung habe ich aus einem speziellen Kunststoff speziell für die Kamera angepasst (angegossen), wobei die Kamera nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Laser ist zusätzlich abgedunkelt (2x Sonnenbrillenglas) und kann mittels eines Druckschalters, welcher mit Klettband am Objektiv befestigt wird, bei Bedarf eingeschaltet werden. Der Strahl des Lasers ist für die Augen der Tiere durch die Abdunkelung und die extrem kurze Zeit, in der die Tiere dem Strahl ausgesetzt sind, nicht schädlich.

Für die bereits vorhandene Jokie habe ich ein ähnliches Lasermodul zur Vereinfachung der Ausrichtung gebaut.

Einstellungen sind derzeit ungefähr wie folgt:
Brennweite je nach Objektiv fix (180 oder 90 mm exkl. Crop-Faktor der 40D)
Belichtungszeit 1/250
Blende um 1:7,1 (ein trade-off zwischen noch benötigtem Licht und Tiefenschärfe)
ISO 400
Highspeed Serienbild
Fokus manuell
Blitz manuell bei 1/8 der Blitzleistung (trade-off zwischen benötigtem Licht und möglicher Anzahl von Folgeblitzen pro Salve – sollte bei 3 bis 4 liegen)

Persönliche Historie der Fledermausfotografie und... endlich Bilder
Während eines Freilandpraktikums (Juli 2006) bin ich zum ersten Mal auf die Idee gekommen, dass Fledermäuse ein lohnendes Motiv seien - damals noch zur Verbesserung der Erfolgsrate der sonst auf die Akustik angewiesenen Artbestimmung. Während des Praktikums wurden die Ortungslaute einheimischer Arten mittels ein Bat-Detektors aufgenommen (= in den Hörbereich des Menschen herunter transformiert), bzw. auf einem Computer mit einer Hochgeschwindigkeitswandlerkarte aufgenommen und offline analysiert.

Bild oben: Bat Detector auf einem Stativ mit anschlossenem Computer und einer Wandlerkarte
Einige Arten ähnelten sich jedoch recht stark, sodass ich auf die Idee mit der Kamera kam – damals eine Canon EOS 350 D mit dem Standard-Kit.
Zu den folgenden Bildern: Es handelt sich bei den Bildern stets um Verkleinerungen der Orginale, um einen Eindruck davon zu bekommen, was letztlich wirklich auf dem Sensor war. Bei den meisten findet sich zudem als Inlay eine Vergrößerung des interessanten Aspektes - der Fledermaus.
Das Highlight von damals war wohl dieses Bild:

Eindeutig eine Fledermaus und für den anwesenden Profi auch hilfreich bei der Artbestimmung. Zufriedenstellend jedoch mit Sicherheit nicht.

Es folgten ein paar Bilder nach dem Praktikum in 2006, wobei die Besten in diesem Jahr wohl die Folgenden waren:

Eine Fledermaus im Begriff, die mit der Schwanzflughaute gefange Beute mit dem Maul zu greifen.



2007 tat sich nicht viel – wenige Versuche, und dort auch keine nennenswerten Verbesserungen. Am System hatte sich außer einem Umstieg auf eine 400D im Bereich Fledermausfotografie nicht viel getan – ach ja, der Blitz kam dazu. Alles in allem gab es jedoch nichts Berichtenswertes.
2008 kam die 40D und das Tamron dazu – und damit schon einiges, was sich vorzeigen lässt:

Bild oben: Eine Fledermaus im Anflug auf ihre Beute (heller Punkt im Vordergrund)



Bild oben: Ein Maikäfer wurde erbeutet - eine kapitale Beute



Bild oben: In einem (verschmutzten) Graben fliegend...

Status quo
2009 – vor einem Monat – habe ich zum ersten Mal den Schritt zu den 180 mm mit dem damit verbundenen sehr kleinen Bildausschnitt gewagt. Die Chance auf Bilder von ganzen Tieren sanken damit immens. Um die Ausbeute zu verbessern kam die Laserkonstruktion (s.o.) hinzu. Die ersten Bilder entstanden noch mit dem Tamron, aber so langsam komme ich da an, wo ich hin möchte.







Das letzte Bild zeugt von diesem Ziel und war letztendlich der Anlass, sich hinzusetzen und diesen Bericht zu schreiben.

Noch immer ist die Ausbeute bestenfalls als mies zu bezeichnen. An einem Abend wandern gut und gerne 200 – 250 Aufnahmen auf den Chip, von denen 10 in der Kategorie „schon mal ganz nett“ landen. Das letzte Bild ist das einzige dieser Art bisher von irgendwas zwischen 3000 und 4000 Aufnahmen im oben genannten Zeitrahmen, aber ich bin optimistisch, dass das nächste dieser Art nicht wieder drei Jahre auf sich warten lässt.

Damit bin ich – vorerst – am Ende und bedanke mich für Euer Interesse. Ich bin gespannt auf Meinungen, Vorschläge, Kritik und bedanke mich für euer Interesse.

Gruß
der Minc

Geändert von Minc (05.05.2009 um 23:30 Uhr)
Minc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 10:56   #2
dmkdmkdmk
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Benutzerbild von dmkdmkdmk
 
Registriert seit: 11.03.2009
Ort: Zürich
Beiträge: 1.599
Standard AW: Fledermause fotografieren

Höchst interessant. Ich kann dein Faible für Fledermäuse gut nachvollziehen. Auf mich übt die Tatsache, ein Tier zu fotografieren dass man nur sehr selten sieht, auch einen grossen Reiz aus.
Ich beglückwünsche dich auch zu deinen z.T. sehr gelungenen Aufnahmen. Ich würde sagen, der Aufwand hat sich gelohnt. Andere mögen das differenziert sehen, aber was solls .
dmkdmkdmk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 12:18   #3
Dr.Dodo
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Benutzerbild von Dr.Dodo
 
Registriert seit: 14.01.2007
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.756
Standard AW: Fledermause fotografieren

Interessanter Bericht.
Allein die Geduld und Mühe zu haben diese Tiere aufs Bild zu bekommen ist schon ein Lob wert.
__________________
Gruß Dr.Dodo
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Alt 06.05.2009, 12:40   #4
Chrysaetos
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Registriert seit: 22.11.2007
Ort: Raum Stuttgart
Beiträge: 336
Standard AW: Fledermause fotografieren

Sehr schöner Bericht .
Ich bin auch ab und zu bei Fangaktionen dabei und kann Deine Faszination für die Tiere absolut nachempfinden. Was mich aber von einer weitergehenden Beschäftigung mit den Tieren abhält ist die blasse Hautfarbe meiner Fledermauskollegen Ende des Sommers .
Die Bilder/Bücher von Dietmar Nill kennst Du ja sicher, oder?

Gruß
Chrysaetos
__________________
Canon EOS 50D, Canon EOS 400D, Canon EF-S 18-55 1:3.5-5.6 II, Canon 100-400 1:4.5-5.6 L IS, Tokina 12-24 mm AT-X Pro DX, Tokina 100 mm Macro AT-X Pro D, Canon Speedlite 550EX

Meine Bilder dürfen in Rahmen des Forums bearbeitet und wieder eingestellt werden.
Chrysaetos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 18:03   #5
Minc
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 22
Standard AW: Fledermause fotografieren

Ja, die Bücher von Nill kenne ich (habe den Guten ja auch erwähnt im Text ). Aber wie gesagt sind die Bilder von ihm soweit ich weiß zumeist unter recht künstlichen Bedingungen entstanden.

Ich weiß, dass mit den Bildern nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, mir ging es dabei primär um die Dokumentation des Werdeganges bei einem Projekt dieser Art - vielleicht mit der Hoffnung verbunden, Gleichgesinnte zu finden, um Erfahrungen austauschen zu können.
Minc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2009, 23:26   #6
glopf
Benutzer
 
Registriert seit: 13.11.2006
Beiträge: 384
Standard AW: Fledermause fotografieren

Tolle Bilder

Ich habe heute in Düsseldorf eine Stelle entdeckt, wo sich ganz viele Pipistrellus Pipistrellus rumfliegen. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, habe mir aber gleich gedacht, dass das nicht so leicht sein kann.

Nach dem spannenden Bericht habe ich erkannt, dass das noch schwerer ist. Trotzdem werde ich es an einem lauen Sommerabend auch mal probieren. Ich würde es so machen: Stativ, Kamera drau, manuell auf eine Stelle fokussieren und dann draufdrücken, wenn eine Maus durchs Blickfeld fledert. Der Ausschuss wird wahrscheinlich wirklich groß werden. Spannend ist es aber schon.

Bin gespannt, ob ein gutes Bild dabei rauskommt...
__________________
Ja, Canon hat schon viel Geld an mir verdient Aber ich habe auch Spaß an dem Krempel
glopf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 16:59   #7
Minc
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 01.05.2007
Beiträge: 22
Standard AW: Fledermause fotografieren

Ich habe den Bericht noch einmal ein wenig umgeschrieben, vieles ergänzt und vor allem die Bilder lesefreundlicher eingebunden. Die stets aktuelle Version des Textes findet sich hier.

Zum Thema Düsseldorf: Da wünsche ich viel Glück. Ich bin gespannt, wie dort die Ausbeute ist, möglicherweise komme ich dort auch mal zum Fotografieren (Verwandtschaft vor Ort).

Als Anhang habe ich hier noch einen kleinen Fellknäuel im Flug zu bieten.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 2009_13.JPG (20,8 KB, 195x aufgerufen)
Minc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 22:09   #8
Ralf aus Bremen
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Benutzerbild von Ralf aus Bremen
 
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Ort: Freie Hansestadt Bremen
Beiträge: 551
Standard AW: Fledermause fotografieren

Ein faszinierendes Projekt, dass Du da angehst!
Das man solche Bilder von freilebenden Fledermäusen machen kann, unglaublich.
Obwohl, vor fast drei Jahrzehnten, Wehrdienst,
Nachts auf dem Wachturm (in der Nähe von Bremen).
Klick den großen Suchscheinwerfer an.
Und in einer riesigen Anzahl konnte man die putzigen kleinen Kerle jagen sehen.
An dem Licht haben sie sich nicht gestört.
Ralf aus Bremen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 22:28   #9
EchoRomeo
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wie das 1976 gemacht wurde (Unterlagen und Negative sind leider einige hundert km entfernt):

Ausrüstung: Nikon F3 und Nikon FM
Objektiv: Irgendwas das 135mm KB und F4 kann und langer Streulichtblende.

Zusatzausrüstung:

Schwerer Stroboskopblitz mit 220V-Netzteil (400W (250) Blitzröhre, t=~ 1000/s f=10/s).

Röhre war in alten Theaterspot eingebaut/-gebastelt wg Richtwirkung
die wurde teilweise durch Fresnellinse noch erhöht.
Stomaggi aus Baumarkt (hat die Hufies nicht die Bohne gestört)

Bedienung erfolgte wie bei der WWII-Flak.

Lichtschütze horcht, gibt Kommando und feuert in vermutete Anflugrichtung.
Kameraschütze hält stur mit dem Blitzkegel bei Blende 8 und 1/10s auf Dauerfeuer.
(gibt zwar Reihenaufnahmen auf derm Film oder Sensor aber "Who Cares")

Abstand zwischen den beiden Schützen ca 1m.

** Die Streulichtblende war wg Lichtnebenkeulen der Lichtflak nötig.
EchoRomeo ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 22:51   #10
Waldstein
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Benutzerbild von Waldstein
 
Registriert seit: 16.06.2008
Beiträge: 1.821
Standard AW: Fledermause fotografieren

Danke für den interessanten Bericht. Die Bilder sind schon sehr gut. Vergleiche sie mal mit hier veröffentlichten Bildern von fliegenden Vögeln, die einfach bei Tage mit AF fotografiert wurden - nur um mal Deine Leistung einzunorden. Meine innere Stimme sagt mir, dass am Ende was noch besseres rauskommt.

Zwei Gedanken:
  • Wäre das Problem der Auslöseverzögerung vielleicht zu umgehen, wenn bei Dauerbelichtung der Blitz durch die Lichtschranke ausgelöst würde? Dann geht natürlich kein Dauerfeuer.
  • Nützt es etwas, eine Lampe aufzustellen, um Insekten anzuziehen? Ich habe einmal gesehen, wie Fledermäuse an einer Balkonlampe jagten.
__________________
Gruß
Waldstein

Ich wohne in einem Land, wo man für ein Paar abgeschnittene Fuchsohren 20 Geldstücke erhält. Und das ist nicht das Märchenland.
Waldstein ist offline   Mit Zitat antworten
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