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Alt 03.08.2011, 06:49   #1
Sanguis73
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Standard China, einmal quer durchs Land ….

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Von Juni bis Juli 2011 habe ich ein vier wöchige Reise durch China unternommen. Da ich mit einer Chinesin verheiratet bin und so einen Monat unter Chinesen verbracht habe und von Einheimischen durch die Gegend geführt wurde hat sich mir einiges von der Schönheit dieses atemberaubenden Landes erschlossen. Ich bin mir sicher noch viele weitere Male hierher zu kommen ….
In diesem Threat will ich die von mir besuchten Locations aufzeigen und vielleicht einige Fototips geben, vor allem zu der immer wieder gestellten Frage: Welches Objektiv? Natürlich sind auch diese Objektivtips rein subjektiv und aus meiner Sicht geschildert.
Bevor ich nun in Einzelpostings die Locations durchgehe einige allgemeine Tipps für die Chinareise.

1: Versucht euch aus den Sommermonaten rauzuhalten. Von Juni bis August ist es unerträglich heiß. Es ist mir mehrfach passiert dass ich aus dem Haus kam, die Kamera hochnahm und feststellen musste das die Linse mal wieder beschlagen ist (Fast alle Häuser sind klimatisiert!). Auf der großen Mauer dachte ich, ich würde sterben vor Hitze und das bereits um 9 Uhr morgens. Relevant ist dies evtl. für die Streetfotografen, denn tagsüber ist bei dieser Hitze nur derjenige draußen der unbedingt muss, also wenige „Ziele“.
2: Solltet ihr in Chinesischer Begleitung reisen, und damit meine ich keinen bezahlten Reiseleiter. Seht zu das ihr immer einen Aufhellblitz dabeihabt. Chinesen posieren für ihr Leben gern vor den „wichtigen“ Sehenswürdigkeiten und ohne Aufhellblitz kriegt ihr bestimmt so gut wie nie beides vernünftig drauf. Ich hatte keine Lust dauernd meinen großen 580 EX mitzuschleppen (bei über 40 Grad zählt jedes Gramm ^^), also musste der Aufklappblitz reichen, was er leider nicht immer getan hat, wer also etwas kleines wie einen 270 EX besitzt sollte ruhig in Erwägung ziehen diesen einzupacken.
3: Ausrüstung: Ich hatte neben meinem Rucksack noch eine Lowepro Lenscase 2 dabei, dies war ein Glücksgriff, meist hatte ich die Kamera und den Lenscase dabei und an meinem Gürtel befestigt, beim nächsten Mal würde ich noch einen passenden Tragegürtel mitnehmen da dieser schneller abgenommen ist als den Lenscase vom Gürtel abzufummeln. Ich war mit 2 Objektiven IMMER rundherum versorgt.
4: Packt unbedingt ein Stativ ein, auch wenn es nur ein kleines Reisestativ ist. Selbst mittelgroße Städte sind abends atemberaubend beleuchtet, da sollte man sich Nachtaufnahmen nicht entgehen lassen.

Genug vorgelabert. Widmen wir uns den Locations.
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Alt 03.08.2011, 06:51   #2
Sanguis73
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Beijing

Sollte man vor allem an den großen „Kaiserlichen Monumentalbauten“ interessiert sein, dann sollte Peking in keiner Tourplanung fehlen, hier startet auch meine Locationliste.

1. Die große Mauer
Wer das erste Mal China und speziell Beijing besucht sollte auf jeden Fall einen Besuch der großen Mauer einplanen. Es gibt mehrere Orte an denen man gut die Mauer besuchen kann, Badaling, Jinshaling und Mutianyu. Meine Empfehlung hierzu lautet ganz klar: Mutianyu.
Mutianyu ist bei weitem am wenigsten überlaufen von den Bekannten Maueranlaufstellen. Morgens um neun Uhr sind uns nur vereinzelte Menschen auf der Mauer begegnet kein Vergleich zu den Menschenmassen die sich an den anderen Orten über die Mauer drängen. Die Empfehlung wurde übrigens zum einen hier im Forum ausgesprochen, von der Cousine meiner Frau (Chinesin) und von unserem angeheuerten Taxifahrer in Beijing bestätigt.

Fotorelevant: China ist vor allem in den Sommermonaten in schwankend starken Dunst gehüllt, dies erzeugt einen großflächigen strahlend weißen Himmel welcher schnell zu Überbelichtungen führen kann. Ich hatte die Belichtungskorrektur stets eine drittel Blende herunter geregelt. Ein Grauverlauffilter kann bei Landschaftsaufnahmen sehr hilfreich sein.
Objektive: Die große Mauer ist sehr weitläufig und erstreckt sich so weit das Auge reicht in beide Richtungen, dies gepaart mit der hohen Aussichtsposition ergibt tolle Landschaftsaufnahmen. Ein Weitwinkelobjektiv sollte man falls vorhanden ruhig einpacken, eine Normalbrennweite tut es im Zweifelsfall auch. Für ein Teleobjektiv habe ich persönlich keine große Verwendung auf der Mauer gesehen. Ich persönlich habe am Ausstieg der Seilbahn ein paar Bilder mit meinem 10-22 Objektiv gemacht und die Mauer dann weiter mit meinem 24-70 erkundet während ich den Rest der Ausrüstung bei meiner Frau zurückgelassen habe. Packt die Ausrüstung so leicht wie nur irgend möglich, dort sind enorme Höhenunterschiede zu überwinden.


1: Große Chinesische Mauer bei Mutianyu
2: Einer der zahlreichen Wachtürme
3: Weitblick über die Mauer
4: Wachturm von oben
5: Nach dieser Treppe habe ich aufgegeben … man konnte aber noch sehr viel weiter gehen.
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Alt 03.08.2011, 06:52   #3
Sanguis73
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2. Der Tempel der roten Meeresschnecke (Hongluo Si)

Auf dem Rückweg von der Großen Mauer bietet es sich an diesen Tempel zu besuchen. Hongluo Si ist einer der vier heiligsten Buddha Tempel in China und die weitläufige Anlage die in einem wunderschönen Pinienwald gelegen ist bietet viel Entspannung und eine Unmenge an tollen Fotomotiven. Wer ausreichend Zeit hat in Beijing kann auch ruhig einen ganzen Tag hier einplanen denn es gibt sehr viel zu entdecken und zu fotografieren. Die Anlage umfasst einen sehr hoch gelegenen Tempel (Small Heavens Gate), wer es tatsächlich schafft diese Treppen zu bezwingen wird mit einem atemberaubenden Blick auf die gesamte Umgebung belohnt. In der Anlage gibt es schöne Tempel, tolle Parkanlagen mit Springbrunnen und Bambushainen, einen Wald mit 500 Heiligenstatuen, einen Wald mit vielen Tierstatuen sowie künstliche Flussläufe und zahlreiche Teiche und Schreine …

Fotorelevant: Sollte man sich vornehmen das Small Heavens Gate zu erklimmen und von dort aus Landschaftsaufnahmen zu machen ist es sicherlich hilfreich einen Grauverlauf und / oder Polfilter dabeizuhaben denn auch hier ist wieder der weite strahlend weiße Himmel zu beachten. Ferner kann ich auch hier nur raten: Packt die Ausrüstung so leicht wie nur irgend möglich denn der Weg nach oben ist verdammt weit. Unten in der Tempelanlage ist vorwiegend schattig was vor allem in den Mittagsstunden zu starken Licht/Schatten Kontrasten führen kann da die Pinienwälder eher lückenhaften Schatten werfen.
Objektive: Wer Landschaftsaufnahmen vom Small Heavens Gate aus machen möchte sollte zumindest ein Weitwinkelobjektiv einpacken wobei auch ein Normalobjektiv mit kurzer Anfangsbrennweite bereits sehr gute Dienste leistet. Ich war mit 10-22 mm und 24-70 mm unterwegs, habe aber ausschließlich das 24-70 im unteren Drittel des Brennweitenbereiches genutzt. Auch hier habe ich persönlich keinerlei sinnvolle Nutzung für ein Teleobjektiv gefunden, es gibt keine Objekte die ich nicht Formatfüllend mit 70 mm fotografieren konnte und eine großartige Tierpopulation war nicht zu erkennen.


1: Eingang zu einem der zahlreichen Tempelhöfe
2: Tempelinnenhof
3: Opferbrenner mit Buddha Statue im Hintergrund
4: Rückblick wenn man ca. ¼ des Weges zum Small Heavens Gate hinter sich hat
5: Flusslauf auf dem Tempelgelände
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Alt 03.08.2011, 06:53   #4
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3. Platz des himmlischen Friedens (Tian'anmen-Platz)

Zentral in Beijing befindet sich der Platz des himmlischen Friedens. Ist man an den Museen interessiert welche am Platz gelegen sind kann man einen halben Tag einplanen den Platz, das Mao Zedong Mausoleum sowie das Chinesische Nationalmuseum zu besuchen. Hier sei gesagt: Im Nationalmuseum ist das fotografieren verboten, und in das Mao Mausoleum darf man noch nicht einmal mit der Kamera rein. Mein Besuch auf dem Platz beschränkte sich daher darauf einen kleinen Streifzug dort zu unternehmen, das Nationalmuseum, das Denkmal der Volkshelden, das Mao Mausoleum sowie die große Halle des Volkes zu fotografieren deren Architektur durchaus sehenswert ist. Alles in allem war ich nach ca. einer Stunde mit dem Tian'anmen-Platz fertig und widmete mich danach der Verbotenen Stadt welche an den Platz angrenzt. People- und Street Fotografen kommen auf dem Tian'anmen-Platz auf Ihre Kosten denn der Platz ist stets gut besucht von zahlreichen Touristen und Einheimischen.

Fotorelevant: Viele Reiseführer schreiben von Fotoverboten und „freundlichen Beratern“ in zivil die das fotografieren dort angeblich unterbinden oder einschränken. Hiervon ist mir vor Ort nichts aufgefallen. Ich bin auch eher zurückhaltend was das Überschreiten derartiger „Verbote“ angeht, doch ein kurzer Rundumblick und man stellt fest das hunderte Asiaten lächelnd vor den Gebäuden posieren und sich fotografieren lassen (meine Begleitung eingeschlossen !), also habe auch ich dort ungehemmt fotografiert. Man muss nicht alles glauben was in Deutschland über China geschrieben wird.
Objektive: Grundsätzlich ist auch hier eine Normalbrennweite ausreichend um die Gebäude formatfüllend fotografieren zu können, möchte man allerdings Details der Dachverzierungen und Statuen der Gebäude festhalten dürfte eine Brennweite um die 200 mm vonnöten sein. Streetfotografen denen daran gelegen ist Leute dort unbemerkt zu fotografieren sollten zu einer möglichst langen Brennweite greifen, denn als Europäer fällt man dort sehr auf und wird bestaunt, bemerken die „Opfer“ das sie fotografiert werden, so winken sie meist oder machen andere unnatürliche Dinge, was zwar ganz lustig ist aber nicht im Sinne des Fotografen (meistens zumindest !).


1: Platz des himmlischen Friedens
2: Große Halle des Volkes
3: Denkmal der Volkshelden
4: Chinesisches Nationalmuseum
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Alt 03.08.2011, 06:53   #5
Sanguis73
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4. Verbotene Stadt (Gùgōng)

Angrenzend an den Platz des himmlischen Friedens befindet sich das Tor des himmlischen Friedens, welches den Haupteingang zur verbotenen Stadt darstellt.
Die verbotene Stadt stellt definitiv ein Highlight eines Chinabesuches dar und man sollte sich ruhig einen Tag Zeit nehmen um diese Sehenswürdigkeit zu erkunden. Die Palastanlage ist am ehesten als Monumental zu bezeichnen, die schiere Größe und Wucht der Anlage kann man wirklich nur dann erfassen wenn man selbst davor steht. Doch nicht nur die Nord-Südachse mit den großen und bekannten Bauten wie der Halle der höchsten Harmonie ist sehenswert sondern auch die zahllosen Nebenpaläste und die dort enthaltenen Museen und Ausstellungen sind sehr sehenswert. Alles in allem umfasst die verbotene Stadt 890 Paläste von denen viele zu besichtigen sind. Es gibt viele Innenhöfe, mit Verzierungen und Kunstwerken zu bestaunen. Wer keine Eile hat in Peking und die verbotene Stadt auch im Details erleben möchte sollte sich ruhig zwei Tage für dieses Highlight reservieren.

Fotorelevant: Die verbotene Stadt ist ein Tourismus Highlight was sich natürlich in entsprechenden Touristenströmen niederschlägt. Durch die gewaltige Größe der Anlage verteilen sich die Menschenmassen zwar sehr gut, doch an den wichtigen Spots kann es dann doch zu Ballungen kommen. Wer also vorhaben sollte ein Stativ mitzunehmen sollte sich darauf gefasst machen dieses nicht an den Hot Spots einsetzen zu können um zum Beispiel Panoramaaufnahmen machen zu können. Ich würde eher vom Stativeinsatz dort abraten. Ansonsten würde ich auch hier einen Grauverlauf oder / und einen Polfilter empfehlen, denn viele der großen Bauten wird man vor dem schneeweißen „Dunsthimmel“ Pekings fotografieren, wer weiß, vielleicht bekommt man ja auch ohne Photoshop einen blauen Himmel hin.
Objektive: Meine erste und wichtigste Empfehlung: WEITWINKEL. Ich habe 90 Prozent meiner Zeit in der verbotenen Stadt mit meinem 10-22 fotografiert, und dies auch im Bereich unter 15 mm. Die verbotene Stadt ist einfach groß und weitläufig und wenn man die Gebäude halbwegs formatfüllend ablichten möchte braucht man eine möglichst kleine Brennweite. Perfekt wäre natürlich ein Tilt & Shift Objektiv, aber so etwas besitze ich leider nicht. Geht es darum Dachdetails oder ähnliches festzuhalten reichen eigentlich Brennweiten um die 100 mm, ich bin mit den 70 mm meines 24-70 ganz gut hingekommen. Hier sollte man ein möglichst Lichtstarkes Objektiv einplanen denn gerade die Deckenbereiche im inneren der Paläste sind hier sehr ansehnlich aber leider recht dunkel.


1: Das Mittagstor
2: Die Halle der höchsten Harmonie
3: Die Halle der höchsten Harmonie
4: Kaiserthron in der Halle der mittleren Harmonie
5: Wächterstatue vor den Gemächern der Kaiserin
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Alt 03.08.2011, 06:54   #6
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5. Himmelstempel (Tiāntán)

Mit eines der bekanntesten Urlaubsfotos aus Beijing stellt das runde Pagodendach des Himmelstempels dar. Abgesehen von der spannenden Geschichte und der historischen Bedeutung dieses Tempels für das Volk hat der Himmelstempel auch fotografisch einiges zu bieten. Die Tempelanlage selbst ist von einem wunderschönen Park umgeben der nicht nur sehr schön und gepflegt aussieht sondern auch von den Einheimischen als Begegnungsstätte genutzt wird. Der eigentliche Tempel ist eines der bekannteren Fotomotive Beijings, viele haben bereits Fotos des runden Tempeldaches gesehen. Der Tempel ist reich verziert und die seitlichen Nebengebäude beherbergen Museen welche das jährliche Ritual des Kaisers am Himmelstempel illustrieren.

Fotorelevant: Möchte man allein das runde Dach des Tempels fotografieren wird einem wohl oder übel nur der schneeweiße Himmel als Hintergrund bleiben, hierfür bietet es sich an einen Grauverlauffilter einzupacken. Auch hier ist mit Touristenströmen zu rechnen die sich besonders direkt am Tempel ballen, der Himmelsaltar ist ebenfalls extrem gut besucht. Streetfotografen kommen vor allem im umgebenden Park voll auf ihre Kosten, hier treffen sich viele Menschen, tanzen klassische Standardtänze, praktizieren Tai Chi, Wasserkalligraphen zeichnen ihre Schriftzeichen aufs Pflaster und und und …
Objektive: Auch hier ist meine allererste Empfehlung ein Weitwinkelobjektiv wenn es ums fotografieren der Tempelanlage geht. Ich hatte ein 24-70 und ein 10-22 dabei und habe ausschließlich das 10-22 verwendet die meisten Fotos zwischen 15 und 20 mm Brennweite. People und Streetfotografen sollten natürlich eine etwas längere Brennweite einpacken wenn sie das Parkleben festhalten möchten denn leider fallen wir Europäer in China sehr auf und werden Neugierig angesehen, fotografiert oder angesprochen. Möchte man also Menschen auf dem Foto haben die NICHT winken oder grüßen sollte man ruhig eine längere Brennweite mitnehmen. Der Himmelstempel ist recht zentral gelegen und nicht mit allzu vielen Treppen versehen ein paar Gramm mehr mitzunehmen ist hier kein Problem.


1: Eingang zum Park des Himmelstempels
2: Blick aus der Parkanlage zum Tempel
3: Die berühmte Kuppel des Tempels
4: der Vorplatz des Tempels
5: Vorplatz mit Tempel
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Alt 03.08.2011, 06:55   #7
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6. Olympiapark
Die neueste und nicht minder beeindruckende Sehenswürdigkeit Pekings ist der Olympiapark. Das Vogelnest ist inzwischen zu einem synonym für das neue moderne China geworden. Das Gelände ist zur Dämmerung hin gut besucht von Touristen und Einheimischen. Es macht Spaß dort zu flanieren und sich die Sportstätten anzusehen und den Menschen dort zuzusehen. Kinder bauen sich Parcours für Skateboards und Rollerblades auf und vollführen kleine Kunststücke, Straßenhändler versuchen Spielzeug und anderen Tand zu verkaufen und überall bieten Fotografen ihre Dienste an Touristen vor dem „Vogelnest“ zu fotografieren. Es lohnt sich die Kamera offen zu tragen dann wird man zumindest von diesen „Dienstleistern“ nicht angesprochen. Das Highlight kommt natürlich erst mit der Dunkelheit, dann strahlen das Olympiastadion und der Aqua Cube um die Wette.

Fotorelevant: Erstes und wichtigstes Equipment: Ein Stativ ! Diese Nachtaufnahme dort sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Sowohl das Schwimmstadion (Aqua Cube) als auch das Olympiastadion bieten bei Dunkelheit einen atemberaubenden Anblick. Sollte man sich in Chinesischer Begleitung befinden sollte man einen Blitz einpacken denn gerne posieren die Chinesen vor dieser Attraktion wofür natürlich bei Dunkel ein Blitz unerlässlich ist (im allerhöchsten Notfall tut es auch der Aufklappblitz aber mit Abstrichen …)
Objektive: Im Grunde genommen bietet der Olympiapark genug Freiraum um die Sportstätten mit jeder Brennweite unterhalb von 100 mm Formatfüllend zu fotografieren, allerdings bekommt man umso mehr Touristen aufs Bild je weiter man Abstand halten muss. Ich würde sagen ab 15 mm kommt kann man dieses Problem gut in Griff bekommen. Ich habe dort mit einem 10-22 mm Objektiv fotografiert und empfand diese Brennweite als sehr angenehm. Auch hier gilt für Streetfotografen: Sollte man das bunte Treiben auf dem Gelände fotografieren wollen hilft nur Brennweite … und es gibt dort sehr viel Leben und interessante Motive.


1: Abendlicher Betrieb im Olympiapark
2: Das „Vogelnest“ (Olympiastadion)
3: Der „Aquacube“ (Schwimmstadion)
4: Einer dieser typischen Schnappschüsse die vor den Sehenswürdigkeiten gemacht werden
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Alt 03.08.2011, 06:56   #8
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7. Beihei Park
Eine sehr schöne, berühmte und gut zu erreichende Parkanlage ist der Beihei Park. Am einfachsten kann man einen Besuch dort direkt nach der Besichtigung der Verbotenen Stadt einplanen denn der Park befindet sich direkt nebenan. Der Park zieht sich entlang eines Seeufers, besonders Highlight ist der auf der Insel befindliche Tempel mit der weißen Pagode. Der Park lädt ein zum spazieren, entspannen … und natürlich zum fotografieren. Wer sich ein wenig ausruhen will kann auch eine Bootsfahrt auf dem See unternehmen.

Fotorelevant: Möchte man die weiße Pagode auf dem Berg vom Seeufer aus fotografieren macht einem der schneeweiße Himmel ein wenig das Leben schwer, auch hier tut ein Grauverlauffilter gute Dienste. Eigentlich ist es das einzige Ausrüstungsteil das ich in Peking permanent vermisst habe … Ist man an dem 1,5m hohen Buddha aus weißer Jade interessiert der in einem Tempel am Seeufer steht muss man vor 18.00 Uhr dort sein, denn dann schließt der Tempel.
Objektive: Ein Standardzoom ab 17 mm Brennweite ist für 90 Prozent aller Motive dort durchaus ausreichen. Ich war auch wieder mit 10-22 mm unterwegs (dieses Objektiv habe ich in China lieben gelernt!). Die meisten Dachdetails oder andere höher gelegenen Objekte bekommt man mit Brennweiten bis 70 mm schon sehr gut eingefangen, auch hier fand ich kaum Verwendung für lange Telebrennweiten. Hat man das Glück und eine klare Sicht, ist es möglich mit Brennweiten ab 70 mm von der Pagode aus einen tollen Überblick über die Verbotene Stadt zu fotografieren.


1: Beihei Park
2: Blick herunter von der weißen Pagode
3: Tempelanlage auf der Insel
4: Tempeldetails
5: Wasserspeier am Tempel in Form eines hornlosen Drachen
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Alt 03.08.2011, 06:57   #9
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8. Geisterstrasse

Die Geisterstrasse sollte man unbedingt erst am Abend besuchen, und diesen Besuch am besten gleich mit einem Abendessen kombinieren. Die Geisterstrasse ist beidseitig von zahllosen großen und kleinen Restaurants gesäumt die am Abend alle gut besucht sind. Das essen dort ist berühmt dafür sehr scharf, aber auch sehr lecker zu sein.

Fotorelevant: Das besondere für den Fotografen an der Geisterstrasse: Abends wird alles von roten Lampions beleuchtet, das rote Lichtermeer dort bietet einen herrlichen Anblick. Ein Stativ ist hier natürlich eine Bereicherung, allerdings herrscht dort auch viel Publikum was aber mit ein bisschen Ellbogenarbeit durchaus auf Distanz gehalten werden kann. Ich hatte übrigens kein Stativ dabei sondern nur ein Lichtstarkes Objektiv.
Objektive: Wer möglichst wenig Ausrüstung dabeihaben möchte weil er dort flanieren und essen mag, der sollte ein Lichtstarke Festbrennweite einpacken. Ich hatte ein 50 mm f 1.4 dabei und bin dort mit ISO 800 ganz gut klar gekommen. 24mm oder 35 mm Festbrennweiten wären noch besser gewesen. Aber auch ein Lichtstarkes Standardzoom mit einer 2.8er Blende dürfte dort noch ausreichend sein. Wen es nicht stört ein wenig mehr Ausrüstung mitzunehmen der sollte zum Stativ greifen. Brennweiten jenseits von 100 mm sind dort abends höchstens noch für Streetfotografen sinnvoll, die dort aber fast ausschließlich Menschen beim essen vorfinden.


1: Geisterstrasse
2: Rotes Lichtermeer
3: Noch mehr Lampignons
4: Betrieb auf der Geisterstrasse
5: Hot Pot .. das bekommt man wenn man „Einmal Garnelen!“ bestellt
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9. Gräber der Ming Kaiser
Nördlich von Peking, ungefähr 45 Minuten Fahrt vom Zentrum entfernt befinden sich die Gräber der Ming Kaiser. Die Gräber befinden sich weit verstreut in einem riesigen Areal. Von insgesamt 13 Gräbern wurde aber bisher nur eines geöffnet, dieses ist auch für Besichtigungen offen. Ich hatte mich entschieden zwei der Gräber zu besuchen, Ding Ling und Chang Ling. Die Grabanlage von Ding Ling ist die einzige welche geöffnet und für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Grabanlage von Chang Ling hingegen ist eine der berühmtesten da sie das Grab des Kaisers Yongle darstellt welcher der erste Ming Kaiser war der sich hier beisetzen ließ. Die Anlage in Ding Ling verfügt über ein oberirdisches Mausoleum, eine weitläufige Parkanlage, den Untergrundpalast (die eigentlich Grabanlage). Außerdem gibt es dort ein Museum in dem zahlreiche Grabbeilagen ausgestellt werden. Die Anlage in Chang Ling hat ein sehr eindrucksvolles Mausoleum und ein großes Museum das dem Leben des Kaisers Yongle gewidmet ist. Am Interessantesten dort ist noch die Allee der Statuen am Weg der Seelen. Die Statuen die sich dort entlang einer Allee aufreihen sind von bemerkenswerter Qualität und sehr gut erhalten.

Fotorelevant: In Ding Ling wäre zumindest IN der Grabanlage die Nutzung eines Statives vonnöten, doch es herrscht dort unten ziemlich viel Betrieb, wer über ausreichend Ellbogen verfügt sollte ein Stativ mitnehmen. Der Einsatz von Blitzgeräten ist verboten. Fotografie technisch macht der Untergrundpalast aber auch nicht allzu viel her.
Objektive: Eine Standardzoom um die 20 mm Brennweite ist durchaus ausreichend um die die Gebäude dort zu erfassen. Die am weitesten entfernten Details lassen sich mit Brennweiten um die 100 mm bequem erfassen, doch gibt es in dieser Richtung dort nur wenig zu entdecken. Für das fotografieren in der Grabanlage ist eine Lichtstarke Festbrennweite empfehlenswert, ich hatte mit Blende 2.8 bei ISO 1600 schon so meine Probleme.


1: Details Aufnahme aus der Anlage von Chang Ling
2: Krone der Kaiserin aus Ding Ling
3: Mausoleum von Chang Ling
4: Kriegerstatue auf der Straße der Seelen
5: Eingang zur Straße der Seelen
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