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Alt 24.11.2017, 16:52   #11
Mi67
Benutzer
 
Registriert seit: 03.02.2005
Beiträge: 7.210
Standard AW: Thema Freistellung: Blendenberechnung Kleinbild zu Apsc zu mFT

Zitat:
Zitat von Waartfarken Beitrag anzeigen

Hat das denn jemand gesagt? Ich jedenfalls nicht.
War auch nicht als Widerrede zu Deinem Beitrag gedacht.

Ich fände es ebenfalls ganz interessant, solche Aspekte mal in Objektiv- bzw. Formatvergleichen mitlaufen zu lassen. Was als gemessene "Vignettierung" in Tests ablesbar ist, differenziert ja nicht weiter zu natürlicher vs. künstlicher Vignettierung bzw. Kompensationsversuchen per Pupillenaberration.

Ich hatte mal -aus ganz anderen Gründen - eine Optimum-Rechnung zu einer Kamera-Objektiv-Kombination für eine bestimmte Abbildungsaufgabe zu betreiben, bei der es bei festgelegter Objektgröße auf maximalen SNR ankam bzw. immer noch ankommt. Damals habe hin und her überlegt, welche Sensortechnologie, welches Sensorformat und welche dazugehörige Optik ein perfektes System ergeben könnten. Die getroffene Entscheidung mag OK gewesen sein, hat aber den Aspekt des Helligkeitsabfalls eher etwas zu positiv betrachtet. Hinzu kommt, dass die extreme Apertur des Voigtlaender Nokton am Sensor und dessen Mikrolinsen evtl. nicht mehr voll verwertet werden kann. Letztlich befindet man sich dann im "f-stop-blues", zu dem der entsprechende DxoMark-Artikel leider nicht mehr abrufbar ist.

Einen kleinen Eindruck vom Problem erhält man jedoch, wenn man sich die Bokeh-Figuren eines Voigtlaender Nokton bei Lenstip-Reviews ansieht:
https://www.lenstip.com/395.7-Lens_r...and_bokeh.html
Es kommt selbst im Bildzentrum nicht mehr das komplette Licht der Offenblende bis in die active site des Sensorpixels vor.

Bei einem anderen Objektiv kann man das Phänomen der Pupillenaberration und deren Auswirkung im Bokeh recht gut bewundern:
https://www.lenstip.com/441.7-Lens_r...and_bokeh.html (mit f-stop-blues)
oder bei etwas weniger spektakulärer Anfangsöffnung und demensprechend vollen Unschärfescheiben:
https://www.lenstip.com/457.7-Lens_r...and_bokeh.html
__________________
Genügt es nicht, eine Lösung für kein Problem zu haben?
Meine Bilder dürfen nachbearbeitet und im Rahmen dieses Forums wieder eingestellt werden.
Mi67 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2017, 11:33   #12
Linsen_Suppe
Benutzer
 
Threadstarter
 
Registriert seit: 24.10.2008
Beiträge: 253
Standard AW: Thema Freistellung: Blendenberechnung Kleinbild zu Apsc zu mFT

Erstmal vielen Dank an alle. Ging dann ja teils wieder ordentlich ins Detail.... das muss ich mir nochmals in Ruhe durchlesen und sacken lassen.
Linsen_Suppe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2017, 14:14   #13
MDieth
Benutzer
 
Registriert seit: 29.01.2013
Beiträge: 131
Standard AW: Thema Freistellung: Blendenberechnung Kleinbild zu Apsc zu mFT

Zitat:
Zitat von Linsen_Suppe Beitrag anzeigen
Erstmal vielen Dank an alle. Ging dann ja teils wieder ordentlich ins Detail.... das muss ich mir nochmals in Ruhe durchlesen und sacken lassen.
Auch eine interessante Quelle zum Thema:

https://youtu.be/DtDotqLx6nA
__________________
flickr
MDieth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2017, 15:23   #14
LiL Gsus
Benutzer
 
Registriert seit: 03.08.2009
Ort: Erlangen
Beiträge: 69
Standard AW: Thema Freistellung: Blendenberechnung Kleinbild zu Apsc zu mFT

Was hier glaube ich noch nicht erwähnt wurde ist, dass der Freistellungsunterschied bezüglich des Cropfaktors letztendlich auf den Abbildungsmaßstab zurückgeführt werden kann.

Wenn man ein Objekt mit unterschiedlichen Aufnahmeformaten formatfüllend (gleiche Bildwinkel und Abstand) aufnimmt ist der Abbildungsmaßstab bei größeren Aufnahmeformaten immer größer.

Durch den größeren größeren Abbildungsmaßstab wächst die Fläche der Unschärfekreise (und damit die Freistellung) linear mit dem Abbildungsmaßstab was für mehr Hintergrund/Vordergrundunschärfe sorgt.

Am Beispiel von Kleinbild und APS-C: Die Abbildung an KB ist im Vergleich zu APS-C ~2,25mal so groß, entsprechend sollte auch die Fläche der Unschärfekreise 2,25mal so groß sein. Der Radius ergibt sich aus pi*r^2, d.h. der Radius ist 1,5mal größer. Da die Blende auch einen Einfluss auf die Größe der Unschärfekreise erhält man durch das Vergrößern des Blendenradius um den Faktor 1,5 gleich große Unschärfekreise (was in etwa einer zusätzlichen Blende (~1,4) entspricht) an APS-C wie die ursprüngliche Abbildung an Kleinbild


So habe ich das bisher immer verstanden. Da ich nicht vom Fach bin würde ich das aber mit Vorsicht genießen, auch wenn es durchaus Sinn macht und sich von den Zahlen mit der üblichen Lektüre deckt.
__________________
Erfolgreich gehandelt mit: FoxMulder123, Kobold_IR
LiL Gsus ist offline   Mit Zitat antworten
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