4.1 Stärke
Die Stärke gibt in einem Bereich von 1% bis 500% an, wie stark der Filter auf das Bild angewendet werden soll. Je höher der Wert, desto intensiver ist die Schärfung. Die Stärke definiert, um wieviel der Kontrast an den Kanten angehoben wird, das heisst, sie beeinflusst, wie die hellen und dunklen Pixel für die Kontrasterhöhung an den Kanten gebildet werden.



Die Bilder 12 bis 15 zeigen (in 50%-Ansicht) die Auswirkung der Veränderung der Stärke. Radius und Schwellenwert wurden hierzu nicht verändert. Bild 12 zeigt das Bild ohne Schärfung. Offensichtlich ist es für einen Druck viel zu weich. Bild 13 zeigt das Bild mit einer Stärke von 75%. Die Struktur der Flaschen, des Holzes und der Wand ist sichtbar deutlicher geworden. Bei Bild 14 wurde die Stärke auf 160% angehoben, hier zeigen sich schon Zeichen von Überschärfung. Bild 15 ist mit 500% völlig überschärft. Hier sieht man deutlich, dass eine zu starke Schärfung Details zerstört, anstatt sie zu betonen.
Wichtiges Fazit hier: Nicht immer hilft viel auch viel. Der Trick ist es, die optimale Einstellung zu finden, ohne an das Maximum zu gehen. Das Erhöhen der Stärke ausgehend vom ungeschäften Bild bringt immer mehr Details zu Tage, bis zu einem bestimmten Punkt. Ab diesem Punkt bringt weitere Erhöhung der Stärke gar nichts, außer dem deutlichen Hervortreten von Schärfungsartefakten.
Im Hinterkopf sollte man dabei auch die beabsichtigte Ausgabegröße haben. Größere Drucke vertragen mehr Schärfung als kleine.